Projekt: Beamer im Eigenbau

  • Erstmal hallo an Alle, dies ist mein Erster Beitrag.


    Ich hab vor, mir in den nächsten Wochen einen Beamer selber zu bauen, dafür brauche ich aber noch jede Menge Informationen.
    Im Grundprinzip geht es darum aus einem TFT-Bildschirm die Hintergrundbeleuchtung auszubauen und mit ner Taschenlampe durchzuleuchten (ok, mit einer großen Taschenlampe :D )


    Hier mal ein paar Fragen, wäre sehr froh wenn mir da jemand weiterhelfen kan, ich informiere euch hier dann auch über meine Fortschritte.


    Wie viel Helligkeit verbraucht ein LCD-Display?
    Da eines der Hauptprobleme die Beleuchtung sein wird, wäre es gut zu wissen, wie viel dunkler der Lichtstrahl durch das LCD Display wird. Ist das Vergleichbar mit einer farbigen Folie, oder würde ich da gar nichts mehr erkennen, wenn ich ein LCD auf einen normalen Overhead lege (Hab ich nicht vor, wäre aber mal ein guter anhaltspunkt)?


    Wie leicht ist es die Hintergrundbeleuchtung auszubauen?
    Bei Modellen, bei denen die Hintergrundbeleuchtung auswechelbar ist müsste dies ja absolut kein Problem sein, ist euch ein Modell bekannt, bei dem der Ausbau der Beleuchtung unmöglich ist?


    Was muss man Eurer Meinung noch beachten?
    Hab das Problem schon von allen Möglichen Seiten angedacht, aber vielleicht fallen euch ja noch irgendwelche grundlegenden Probleme ein.


    Welches Modell würdet Ihr vorschlagen?
    Folgende Kriterien sind mir eingefallen:
    Helligkeit egal, da die Beleuchtung sowieso wegkommt.
    Größe egal, da das Bild ja eh an ne Wand geworfen wird.
    Auflösung sollte 1024 x 768 sein.
    Da der Beamer hauptsächlich für Filme verwendet wird, sollte der Schliereneffekt und die Reaktionszeit möglichst gering sein.
    Möglichst billig (möglichst klein?!)!!!!



    Wie gesagt, bin über jeden Tipp dankbar, habe von TFT´s echt nicht viel Ahnung, dafür versteh ich einiges von Optik und das Handwerkliche Geschick hab ich auch dazu ;-)

  • Hab zwar auch noch nie einen Monitor auseinandergebaut, aber wie willst Du denn eine gleichmäßige Durchleuchtung eines 12-14" Panels erreichen? Und dazu noch eine entsprechend große Linse vor das Panel packen, damit Du ein Bild an die Wand bekommst. Mit einem Halogenfluter dahinter dürftest Du erhebliche thermische Probleme am Panel bekommen...
    fragt sich
    checker

    - Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten steigt. (Heinz von Foerster, 1911-2002) -

  • Hallo Mr.SemTex,


    Allzu viel würde ich mir von dem Versuch nicht versprechen.


    - Ein typisches LCD-Panel lässt verdammt wenig Licht durch. Darum ist die Hintergrundbeleuchtung ja auch so ein Problem. Reflektive Displays (wie z.B. bei einigen PDA's verdeutlichen dies: Die sind fast nur unter optimalen Lichtverhältnissen halbwegs zu gebrauchen. Ich weiß jetzt keinen Link auswendig, aber es kommen jedenfalls nur ein paar Prozent (einstellig) vom Licht durch. Ne farbige Folie ist im Vergleich zu einem TFT-Panel um ein Vielfaches lichtdurchlässiger.


    - Das Backlight eines TFT's ist schon verdammt hell. Ich frage mich was Du dahinter klemmen willst, daß es noch heller werden soll. Deine Taschenlampe wird's auf jeden Fall nicht bringen ;). Außerdem wirst Du ein großes Problem damit haben, eine gleichmäßige Ausleuchtung zu bekommen. Wenn Du nicht eine wirklich total krass helle Lichtquelle hast (z.B. die Lampe von einem alten Super8 Filmprojektor reicht nicht mal annäherungsweise), könntest Du eigentlich auch einfach nur die Helligkeit des TFT's auf Volldampf drehen. Damit sparst Du eine Menge Arbeit & Geld, und brauchst obendrein den TFT nicht zu ruinieren ;)


    - Einfach "durchleuchten" kannst Du jedenfalls nicht. Das Panel wird das Licht ziemlich stark streuen. D.h. Du musst das Panel ziemlich hell von hinten beleuchten, und davor eine ziemlich fette Linse packen. (Große Linsen hoher Brennweite sind nicht ganz billig, oder?) Das Problem daran ist daß das Panel so groß ist, damit brauchst Du auch eine entsprechend riesige Linse um genügend Licht auf die Leinwand zu bringen (das Licht streut ja in alle Richtungen). Oder eine entsprechend krasse Lampe. Damit wirst Du dann auch gewaltige thermische Probleme haben. Wenigstens ist dann das Schlieren kein Problem mehr ;) *G*


    Prinzipiell wird es wohl darauf hinauslaufen, daß der Eigenbau-Beamer eine "Tranfunsel" wird, d.h. ziemlich dunkel ;) Aber wenn's Dir nix ausmacht, den Raum komplett abzudunkeln, und die Leinwand nicht allzu groß ist, wird's wohl zumindest ein bisschen funktionieren. Wenn Du die Linse organisieren kannst.


    Hast Du einen Overhead-Projektor? (Die Dinger haben halbwegs große Linsen) Dann könntest Du ja mal ein kleines Experiment machen:


    Du könntest ein TFT mit Vesa-Halterung besorgen, den Ständer abmachen, das TFT einfach 'drauflegen auf die Platte. (Die Platte vielleicht mit einem Tuch schützen) Ne große Papp-Kiste von innen schwarz anmalen, und etwas schräg so drüberstülpen, daß nur die Projektionsöffnung freibleibt, und der Lichtkegel nicht gestört wird. Statt den Projektor anzuschalten, drehst Du einfach die Helligkeit des TFT's voll auf. Vorsicht: Der TFT muß höchstwahrscheinlich aktiv gekühlt werden (Ventilator?). Aufrecht stehend würde er durch normale Luftzirkulation passiv gekühlt werden. Gut aufpassen daß sich nichts überhitzt!


    Erwarte aber keine Wunder, die Helligkeit wird unter aller Sau sein ;) Du musst den Raum komplett abdunkeln um halbwegs was zu sehen.


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Erstmal vielen Dank für eure Antworten.
    Als Lichquele denke ich an eine Metalldampflampe aus dem Aquaristik-Bereich, die schaffen weit über 40.000 Lumen (ca. 95 Lumen/Watt). Dagegen sieht die Röhre vom TFT wohl SEHR schwach aus. Das Problem der großen Linse wollte ch mit einer Shrapnelllinse (keine Ahnung wies geschrieben wird) lösen, das ist so ne geriffelte Folie, welche auch bei einem Overhead zum Einsatz kommt. Dann halt noch nen Objektiv. Also im Prinzip genau wie wie ein Overhead aufgebaut, nur mit stärkerer Leuchtquelle.
    Der Strahlengang an sich dürfte also kein Problem darstellen, lediglich die Kühlung dürfte etwas kniffelig werden, bin noch am überlegen, wie sich das am elegantesten lösen lässt (Wasserkühlung direkt am TFT?)
    Jetzt bin ich halt, wie gesagt, auf der Suche nach nem geeignetem TFT, sollte sich gut mit Filmen vertragen, und billig sein.

  • Gibt's nicht eigentlich irgendwo so art "Auflagen" für Overhead-Projektoren zu kaufen? Das wär doch mal was. Ich weiß, dass es sowas "damals" für Taschenrechner gab, also quasi so ein Panel wie in dem Tom's Hardware-Guide, aber extra dafür gedacht, auf einem OH-Projektor benutzt zu werden. Im Prinzip ist das ja nur ein billiger TFT ohne Backlight.

  • Quote

    Original von drummer
    Gibt's nicht eigentlich irgendwo so art "Auflagen" für Overhead-Projektoren zu kaufen? Das wär doch mal was. Ich weiß, dass es sowas "damals" für Taschenrechner gab, also quasi so ein Panel wie in dem Tom's Hardware-Guide, aber extra dafür gedacht, auf einem OH-Projektor benutzt zu werden. Im Prinzip ist das ja nur ein billiger TFT ohne Backlight.


    Wir hatten früher in der Uni solche Teile. Eine VGA-LCD Screen mit viel Glas aussen rum und aktiver Kühlung. Responsezeit bei 95 ms oder so :D


    Ohne Strom waren die in etwa so lichtdurchlässig wie eine Sonnenbrille. Besonders hell in der Projektion waren sie aber auch nicht. Das Umgebungslicht der OHP hat das Bild schon ganz schön beeinträchtigt. Für die Datenprojektion hat es gereicht aber schon ein Cursorblinken war nicht mehr einwandfrei erkennbar.


    Ich glaube nicht, dass es die heute noch gibt. Die ganzen Projektoren mit ihren Mini-Panels sind inzwischen so billig geworen, dass es für diese Projektor-Auflagen wohl keinen Markt mehr gab.

  • Also ich finde das die Anleitung von THG sehr gut ist und das es für jemanden der keine 2 Linken Hände hat durchaus möglich sein sollte sich so einen Beamer nachzubauen.


    Ich würde exakt den gleichen Beamer und das gleiche Display benutzen wie bei THG und am besten gucken (da man das Backlight ja nicht braucht) das man einen bekommt wo das Backlight im Eimer ist für nen paar Euronen.


    Dann kannste dir für 100-150 Euro so nen Beamer basteln der ne irre Auflösung hat sowie Bildqualität (guckt euch mal die Bilder und das Video an, echt hammer hart).


    Wer dann mehr Geld hat kann sich ne richtig gute Lampe mit 500 Watt + kaufen und hat eine Enorme Helligkeit, so das man auch bei Tageslicht gut gucken kann.


    Wie bei THG ja auch drin steht kostet nen vergleichbarer Beamer über 1000 Euro UND, was man nicht vergessen sollte, die Folgekosten sind EXTREM gering, ne Beamer Lampe kostet ein Schweine Geld und die von nem alten Overhead Projektor (ich kenn ihn eigentlich nur als "Umwelt Projektor" aus den Schulzeiten ;)) kosten ca. 30 Euro, für ne richtig gute vielleicht 50 und die halten ja auch lange, von daher geht das selbst wenn man das ding als Fernseh ersatz hat.


    Finde ich ne Super Idee und je nachdem ob eine große Weiße Wand in meiner Neuen Wohnung ist werde ich mir das auch überlegen :D

  • Das einzige, was mich noch stören würde, ist, dass die unteren Ecken etwas abgeschnitten sind. Beim Filmgucken fällt das natürlich wegen des breiten Seitenformates nicht auf, aber wenn man dann doch mal z.B. Fernsehen will ...
    Ansonsten natürlich für den Preis echt ne super Sache.