NEC LCD2690WUXi2 oder NEC PA271W-BK? (ggf. auch NEC PA241W)

  • Ich habe die selbe Frage auch schon im DSLR-Forum gestellt, aber ich denke hier bei den "Profis" ist sie besser aufgehoben.


    Leider habe ich wenig Ahnung von der ganzen Materie und auch nachdem ich die neuesten Testberichte hier vor 2 Stunden gekauft habe, stehe ich immer noch wie ein Ochs vorm Berg. Ich kopiere einfach mal den Text aus dem DSLR-Forum hier rein:



    Nachdem mein Dell U2711 aufgrund der Farbverläufe ein absolutes Desaster war, bin ich nun zu der Überzeugung gekommen, dass ich wohl etwas mehr Geld ausgeben muss, damit ich einen Monitor bekomme, der eventuelle Farb- und Helligkeitsverläufe mittels Einstellungen kompensieren kann, was beim Dell eben nicht ging.


    Ich bin leider absoluter DAU auf dem Gebiet der Kalibrierung und des Farbmanagements und habe bislang immer nur an unkalibrierten TN-Panels "gearbeitet", daher beschreibe ich einfach mal, was ich für Anforderungen habe:


    -Mindestens 24"
    -Maximal 1000 Euro (OK, das reißt der PA271W, aber in Anbetracht der deutlich höheren Auflösung könnte ich das vertreten)
    -Kalibrieren möchte ich mit Quato iColor Display 3 + DTP 94
    -Ab und zu will ich auch mal ein Spielchen drauf spielen, bin allerdings kein Hardcore-Gamer, der den Input-Lag komplett elimieren will



    Diese beiden im Betreff genannten Monitore scheinen meinen Wünschen ja eigentlich recht nah zu kommen und das zu vertretbaren Preisen, vor allem wenn man mal mit Eizo vergleicht. Da gibts um die 1000 Euro ja bestenfalls 24".


    Jetzt frage ich mich: Welcher Bildschirm ist für mich eher geeignet? Mir geht es primär darum, in Lightroom 3 die Bilder mit maximaler Farbtreue zu sehen. Dabei werden die meisten Bilder in sRGB fürs Web exportiert und hin und wieder vielleicht mal eins mit AdobeRGB für einen Leinwanddruck, wobei mir dabei immer noch nicht ganz klar ist, was passiert wenn ich für den Leinwanddruck einfach ein sRGB Bild zum Ausbelichter schicke. Bekomme ich dann ganz andere Farben gedruckt oder sind nur die Farbabstufungen nicht so fein?


    Der LCD2690WUXi2 ist ja wenn ich das richtig gelesen habe hardwarekalibrierbar und der PA271W nicht. Entstehen mir daraus für meine Vorhaben wie oben geschildert in Kombination mit gelegentlichen Spielchen irgendwelche Nachteile? Dafür hieß es auch, der LCD2690WUXi2 wäre in der sRGB-Darstellung nicht gut, was auch immer das nun heißen mag.


    Ich muss zugeben, die Sache wäre leichter, wenn ich durch das ganze Thema Kalibrierung, Farbprofile, LUT, Farbmanagement etc. mal durchblicken würde, aber für mich bleibt das ein Buch mit sieben Siegeln, egal was ich bislang dazu gelesen habe. Und wann immer man irgendwo in Foren liest, werden oft Begrifflichkeiten gennant und vorausgesetzt, die scheinbar nur Eingeweihte verstehen können. Gibts nicht irgendwo mal für absolute Dummies erklärt, wie das ganze funktioniert?


    Aber um zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Welcher dieser Monitore ist wohl der richtige für mich oder sollte ich für 1000 Euro was ganz anderes nehmen? Ich gebe zu, die 2560 * 1440 vom Dell waren schon sehr genial, was für den PA271W sprechen würde. Wenn der LCD2690WUXi2 allerdings außer 200-300 gesparten Euro noch andere handfeste Vorteile für mich hätte, könnte ich auch mit 1920 * 1200 Auflösung leben. Zumindest wäre dann die Schrift nicht so winzig.



    Edit: Unter Vorbehalt würde ich evtl. sogar noch den NEC Spectraview 231 mit in die Auswahl nehmen wollen, obwohl mir da eigentlich Größe und Auflösung einen Tick zu klein sind. Aber er wurde auf prad.de auch sehr gut getestet und ist in bezahlbaren Preisregionen. Und dann gibts ja auch noch den NEC PA241W. Langsam bin ich echt verwirrt...

  • Quote

    Der LCD2690WUXi2 ist ja wenn ich das richtig gelesen habe hardwarekalibrierbar und der PA271W nicht.


    Beide sind mit SpectraView II aus den USA hardwarekalibrierbar. Du benötigst aber ein spezielles Colorimeter von NEC oder ein Spektralfotometer. Es macht keinen Sinn heute noch auf ein Modell der 90er Reihe zurückzugreifen. Nimm den PA241W oder PA271W. Die Kombination aus Quato iColor Display + DTP94 ist zur Kalibrierung eine gute Lösung. Die Softwarekalibrierung wird angesichts der Elektronik und der guten Werkskalibration im Ergebnis schon faktisch zu einer Hardwarekalibrierung.


    Gruß


    Denis

  • Danke für den Tipp. Ich habe mir den PA241W jetzt nochmal genau durchgelesen und was mich stutzig werden lässt ist der Satz "Für das DeltaC liegt die Wahrnehmungsschwelle, mit Unbunttönen als Referenz, bereits bei etwa 0,5. Ein DeltaC von 4 sollte nicht signifikant überschritten werden, sonst ist mit größeren Farbstichen zu rechnen.". Heißt das nun, dass ich ab 0,5 bereits mit sichtbaren Farbverläufen rechnen muss? Der schlechteste Wert des Monitors lag bei 2,02. Das macht mir nun etwas Sorgen.


    Ich möchte auf gar keinen Fall nicht nochmal so ein Desaster erleben, wie mit dem Dell U2711:


    Bei solchen Farbverläufen bekomme ich jedes Mal, wenn ich Google aufrufe direkt Augenkrebs. ;(

  • Die Wahrnehmungsschwelle ist bei Unbunttönen tatsächlich sehr niedrig, d.h. wir nehmen Farbstiche in Bezug auf eine Referenz sehr schnell wahr. Ein völlig einheitliches Bild ist über die gesamte Fläche sehr schwierig zu erreichen, deswegen setzen die Hersteller in den hochwertigen Geräten ja bereits Kompensationsschaltungen ein (NEC: ColorComp, Eizo: DUE). Für die NECs sind die Ergebnisse in den Berichten mit und ohne ColorComp aufgeführt. Die Verbesserung ist dramatisch. Auf maximaler Stufe wirst du ein wesentlich besseres Ergebnis als mit vergleichbaren Bildschirmen ohne entsprechende Schaltungen erreichen (also z.B. dem U2711 - letztlich kannst du hier die Ergebnisse des P271W ohne ColorComp projizieren, auch wenn es natürlich Serienschwankungen gibt), das auch deutlich einheitlicher als dein Screenshot ausfallen wird.


    Viele Grüße


    Denis

  • Gut, dann werde ich dem PA241W mal eine Chance geben in der Hoffnung, dass es die Bildhomogenität deutlich besser ausfallen wird als beim U2711.


    Eine letzte Frage: Gibt es eigentlich eine Webseite, die leicht verständlich erklärt, wie das ganze Farbmanagement funktioniert? Nach wie vor ist das ganze ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Ich weiß, dass ich den Monitor kalibrieren muss, danach profilieren muss, aber was das nun konkret für meine Arbeit mit Lightroom 3 bedeutet unter dem Aspekt, dass ich "echte" Farben angezeigt bekommen will, wie das ganze hinterher aussieht, wenn ich es jemandem im Web zeige oder wie es aussieht wenn ich es zur Ausbelichtung auf Leinwand gebe, das ist mir immer noch schleierhaft.


    Vielen Dank schonmal bis hierhin!


    Grüße


    Stephan

  • Hallo Stephan!


    Geh mal auf die Quato Seite.


    Geh auf Farbmanagement und lade dir das FograSoftproof Handbuch herunter.


    Damit kannst Du schon einiges anfangen.


    Zum Monitor: Wie schon von Sailor Moon empfohlen: NEC PA 241 oder 271.


    Grüße
    Winston Smith

  • Hallo Winston,


    wenn ich das Handbuch lese, frage ich mich ob ich mir nicht doch ein TN-Panel kaufen sollte und für meine 2-3 Ausbelichtungen pro Jahr auf Leinwand nicht einfach auf mein Glück hoffen sollte, dass es schon irgendwie halbwegs passen wird.


    Das ganze verwirrt ja mehr, als dass es Klarheit schafft. Mir ist dieses ganze Thema viel zu abstrakt.


    Naja, trotzdem Danke für den Hinweis.


    Grüße


    Stephan

  • Ich suche auch momentan den optimalen Monitor für EBV.


    Neugierig bin ich neben dem NEC 2690 und PA271w auch auf den Fujitsu P27t-6.
    Der Test auf prad.de ist sehr umfangreich und verspricht einen guten Monitor.




    Irritiert hat mich lediglich:


    Im Lieferumfang des P27T-6 befindet sich lediglich ein Single-Link
    DVI Kabel, welches bei unserem Testaufbau dem Fujitsu P27T-6 kein Bild
    entlocken konnte. Ein Dual-Link DVI-Kabel hat das Problem dann schnell
    behoben.




    Bedeutet es, dass ich für einen MAcBookPro ein zusätzliches Dual-Link-Kabel benötige. Kann doch nicht sein, oder?




    Ich frage mich nun, ob ich den P27T-6 bestellen soll oder lieber zum NEC2690 / PA271wgreife.
    Der PA271 kostet natürlich leicht das doppelte .-(

  • Eine Frage hätte ich auch noch, die mir beim Verständnis wohl deutlich weiterhelfen würde:


    Muss ich unbedingt eine größtmögliche adobeRGB Abdeckung haben, um halbwegs sicher sagen zu können, wie mein Bild später aus dem Leinwanddruck herauskommt? Bzw. reicht dafür keine 100% sRGB Abdeckung? Wenn mein Monitor kalibriert ist, kann ich dann nicht davon ausgehen, dass wenn ich dem Ausbelichter eine sRGB JPEG Datei schicke, dass es dann auf der Leinwand meinem Bildschirmbild weitestgehend nahe kommt?


    Ich bin ja kein Profi und erwarte keine 100%ige Anzeige des fertigen Bildes bereits am Bildschirm, aber zumindest eine relativ sichere Anzeige der Helligkeit, der Graustufen und der Farben wäre halt wünschenswert. Auch als Hobbyfotograf will ich natürlich keine Ausdrucke, bei denen aus Schwarz auf einmal Hellgrau wird oder das Gelb einen deutlichen Rotstich bekommt oder die Ausbelichtung aussieht wie 1 EV über- oder unterbelichtet.

  • Hallo maniac1982 !


    Vor gut zwei Monaten stand ich auch vor der Frage, was für einen Monitor kaufe ich, haupsächliche Nutzung für die EBV. Aber man sollte auch mal einen Film gut anschauen können und auch die farben im Internetexplorer richtig darstellen. Da es keine Eile hatte, habe ich mich ausgiebig mit der gesamten Thematik beschäftigt. Sehr viel hier im Forum gelesen. Auch manchen Testbericht gekauft. (und ich weiß in der komplizierten Materie immer noch recht wenig)


    Auch auf anderen Internetseiten mich mit der Problematik des Farbmanagment beschäftigt. Dann habe ich mich für den NEC PA241W entschieden und Ihn zusammen mit dem Bundel von Quato icolor Display mit Silver Haze Pro. Habe beides im TFTshop.net gekauft , tolle telefonische Beratung, guter Service und schnelle Lieferung von Herrn Barat- kann ich nur empfehlen.


    Das Display ist Super! Die Lösung zum kalibrieren und profilieren mit dem Bundel von Quato ist für meine Ansprüche ausreichend, zumal ich damit die Möglichkeit habe mit der Software icolor Display auch andere Monitore zu kalibrieren. Die Möglichkeit besteht mit der Software von NEC Spectraview2 nicht. Wenn man sich für die Hardwarekalibrierung mit Spektraview2 entscheidet, sollte man nur das Messgerät von Nec dazu verwenden. Alles andere hat keinen sinn. Ich habe mal versucht das mit dem Silver Haze Pro ein Profil zu erstellen ohne die generische Korrektur für IPS Panels und habe anschleißen das Pofil mit der generischen Korrektur überprüft. Ich hatte eine Abweichung von 650K nach oben. Im Prad Test wurde dazu auch was geschrieben. Die Software von NEC hat ja keine solche Korrektur für den Bildschirm hinterlegt. Du würdest zwangsläufig den Monitor um 650K verschoben in den kalten Bereich kalibrieren.


    Zu Deiner Frage ob AdobeRGB oder sRGB als Farbraum ist nicht mit ja oder nein zu beantworten. Hier habe ich einen interessanten Beitrag im Netz gefunden. http://foto.beitinger.de/adobe_rgb/.


    Ich selbst fotografiere fast ausschließlich in RAW Format. Hier haben die Fotos ohnehin noch kein Farbprofil zugewiesen. Ich entwickle die Fotos mit Lightroom bzw DXO Optics Pro und entscheide erst am Ende in welchen Farbraum ich sie exportiere zur Ausbelichtung bei einem Dienstleister. Meißt ist es sRGB.


    Dabei nutze ich den nativen Farbraum des Monitors.

  • Danke Tommy, der Link war Gold wert. Nicht nur, dass ich jetzt endlich ein paar Zusammenhänge deutlich besser verstanden habe, ich weiß jetzt auch dass es mir wohl reicht, wenn der sRGB Farbraum abgedeckt ist, da ich als Hobbyfotograf von den wenigen Vorteilen von adobeRGB wohl kaum profitieren werde.


    Nur eine Frage ist offen geblieben: Angenommen ich habe einen Monitor, dessen Farbraum deutlich über den von sRGB hinaus geht und sagen wir mal 90% von adobeRGB abdeckt, nur um mal eine Zahl zu nennen, wie kann ich dann z.B. in Lightroom 3 bei der Bearbeitung bereits erkennen, welche Farben es später ins sRGB JPEG hinein schaffen werden und welche nicht? Es kann ja gut sein, dass der Monitor dann bei der Bearbeitung mehr Farben anzeigt (nämlich die, die über sRGB hinaus gehen) und die JPEG Datei dann hinterher etwas von dem abweicht, was ich bis dahin während der Bearbeitung gesehen habe, oder?


    Ich habe mal in den Optionen von LR3 gesucht (vielleicht noch nicht intensiv genug) und dort nirgendwo eine Option gefunden, die nach meinem Verständnis lauten müsste "Zeige während der Bearbeitung lediglich sRGB Farbraum" o.ä.

  • Hallo Maniac,
    Erst mal zu Lightroom da gibt es leider keine Funktion wie in Photoshop wie man die Farben sieht, die nicht in dem zu exportierenden Farbraum vorliegen. Jedoch handelt es sich doch auch nur um eine kleine Menge an Farben, siehe in meinen Link. Außerdem zeigt Dir Photoshop nur welche Farben nicht in den neuen Farbraum passen. nicht wie stark sie abweichen. Und das Problem reduziert sich ohnehin, da Lightroom mit einem Perzeptiven Rendering Intent (auch fotografischer oder wahrnehmungsorientierter arbeitet. Die Farben werden nicht abgeschnitten
    "Dieser Rendering Intent wird auch als »fotografischer« RI bezeichnet,
    denn der perzeptive Rendering Intent soll in erster Linie den Farbcharakter des Bildes erhalten und verzichtet dafür auf eine exakte Farbreproduktion.Farben außerhalb des Zielfarbraums werden auf weniger gesättigten Farben des Zielfarbraums abgebildet. Farben an den Grenzen des Farbraums mit einer hohen Sättigung werden auf die weniger gesättigten Farben
    innerhalb des Farbraums gezogen. Das erhält Farbverläufe und vermeidet Farbabrisse (Banding)." Siehe auch folgende Links :;
    ;
    Desweiteren schicke ich Dir einen Link zu Lightroom.


    Das Problem was ich sehe, wo hast Du beim Fotografieren in der Natur usw hochgesättigte Farben. Kaum und wenn dann nur in Grenzbereichen. Ich habe mich für den NEC PA241 entschieden da der Monitor einen sehr hohen Farbraum abdeckt und Lightroom nutzt den ProphotoRGB als Arbeitsfarbraum der größer als adobeRGB ist. Und dann hat der NEC eine echte Farbraumemulation, die halte ich für wichtig, da ich oft die exportierten Fotos in ungemanagter Software (Kalender und Fotobucherstellung) weiterverarbeite (sRGB).
    Im Moment ist die Situation bei den Ausbelichtern tatsächich so, bis auf wenige Ausnahmen, dass nur sRGB angenommen wird. Und ein icc profil bietet auch kaum ein Anbieter (außer Profibereich). aus dieser sicht reicht evtl ein TFT mit normalen Farbraum. Aber wenn Du eine der wenigen guten Anbieter nutzen willst, macht ein Monitor mit einem größerem Farbraum schon Sinn.

  • Quote

    Und das Problem reduziert sich ohnehin, da Lightroom mit einem Perzeptiven Rendering Intent (auch fotografischer oder wahrnehmungsorientierter arbeitet. Die Farben werden nicht abgeschnitten
    "Dieser Rendering Intent wird auch als »fotografischer« RI bezeichnet,


    Wobei ein perzeptiver RI ausschließlich unter Beteiligung von LUT-Profilen funktioniert. Matrix-Profile erlauben ein Gamut Mapping nur nach absolut und relativ farbmetrischem RI. Das gilt auch, wenn andere Auswahlmöglichkeiten verfügbar sind.


    Gruß


    Denis

  • Hallo Denis!


    Heißt daß, das man bei der Profilerstellung in i color Display evtl beim abspeichern die Option LUT Profil nutzen sollte?


    Oder bieten Matrix Profile andere Vorteile? Die die LUT Prifile nicht haben.



    Gruß Thomas

  • Danke Tommy, das hat auch nochmal sehr gut zum Verständnis beigetragen.


    Aber um nochmal auf das Problem zurückzukommen, welchen Monitor ich kaufen sollte... wäre als "Schmalspurlösung" nicht wirklich ein Monitor in Ordnung, der sRGB weitestgehend abdeckt, wie z.B. der BenQ G2411HD mit 98,5%? Ich weiß es ist nur ein TN-Panel, ich weiß auch um die Nachteile wie Blickwinkelabhängigkeit und leichte Stufen in den Farbverläufen wegen 6 Bit LUT. Allerdings halte ich zumindest letzteres Problem für zu vernachlässigen für meine Hobbyanwendung. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich für bessere Blickwinkelunabhängigkeit 750 Euro mehr in ein halbwegs gescheites IPS-Panel von NEC stecken muss. Ich schicke im Jahr vielleicht 2-3 Bilder zu einem Ausbelichter für Leinwanddruck, der ein ICC-Profil anbietet. Damit müsste ich doch eigentlich schon ganz brauchbare Ergebnisse erzielen können, wenn der BenQ kalibriert und profiliert ist, oder?


    Wenn ich 750 Euro sparen kann, achte ich im Zweifelsfall lieber auf eine ganz exakte Ausrichtung meines Kopfes vor dem Bildschirm, wenn ich wirklich mal halbwegs kritisch die Farben beurteilen muss vor dem Ausbelichten.


    Die IPS-Mittelklasse möchte ich eigentlich nicht haben, da ich nach dem Dell U2711 schon schlechte Erfahrungen gemacht habe damit, wenn man die Farbverläufe nicht kompensieren kann wie z.B. bei den NECs.

  • Nachsatz, weil Edit nicht möglich: Kann es sein, dass sich hier ein kleiner Zahlenfehler eingeschlichen hat:


    Dort steht ganz oben ein erreichter Weißpunkt von 5544K neben einem Zielwert von 6500K. Im Text darunter steht, der Weißpunkt wäre nahe am Zielwert. Das ist bei fast 1000K Differenz wohl kaum ernst gemeint, oder? Schätzungsweise ist der erreichte Weißpunkt 6544K, oder?

  • Also zu einem TN Panel würde ich aus Erfahrung nicht raten. bei der Blickwinkelstabilität ist es ja nicht nur das Problem wie du vor dem Monitor sitzt und jedesmal die gleiche Sitzposition zu haben ist sicher kaum hinzubekommen. Aber wenn Du ca 40-60 cm in der Mitte des Displays sitzt, ist Deine Augenposition 90 grad zur Monitormitte, zu den Bildrändern sind es dann schon ca 120-130 Grad. Also ein IPS oder PVA Panel ist schon zu empfehlen. Aber ok Du kennst die geplanten Einsatzbereiche Deines zukünftigen Monitors und Dein Budget am besten.


    Aber es gibt ja auch gute Monitore im ca 500 -600 € Bereich mit PVA Panel evtl auch IPS. Schau Dir doch mal die Modelle von Eizo den S2243W oder auch S2233W.




    Gruß Thomas