Flimmerndes Backlight – nur ein Mythos?

  • wenn dem so ist warum beklagen sich dann menschen wegen schlafstörungen? (inkl. mir als ich die leds als backlight in einem umbau testete so ganz ohne pwm-steuerung) den meisten fällt wohl der unterschied zwischen dem kälteren und wärmeren weißen licht solcher bildschirme kaum auf, im farbspektrum hat das bis auf den weißwert keine/kaum auswirkungen. aber ist ja off topic weil es hier nur um pwm-steuerung geht und nicht augenschäden/schmerzen... hat jemand schon einmal getestet ob die verschiedenen folien in den bildschirmen die probleme auslösen könnten? mir scheinen die wohl auch einen unterschied zu machen weil ich vor wenigen stunden eine ausgebaut habe und jetzt die helligkeit aufdrehe ohne das mir die augen schmerzen(neben dem schöneren weiß auf dem bildschirm)

  • Schlafstörungen vor dem Monitor? Habe ich im Büro auch immer. :(


    Trotz LED wird der Weißwert auf D65 kalibriert. Ist auch genormt, die meisten verwenden diesen.

  • Es ist vollbracht!
    Vor über einem Jahr :!: wollte ich meinen mittlerweile 9 Jahre alten 19" Sony X93 durch einen 24-Zöller ersetzen. Naiv wie ich war, bestellte ich mal den Dell 2412 - was für ein Schock: miese Ausleuchtung und schon nach 15 Minuten heftiges Augenbrennen. Also zurück! - Es folgen dann über ein halbes Dutzend weitere Modelle (darunter auch ein edler NEC PVA mit mit CCFL) und bei allen das Problem mit den nach kurzer Nutzung brennenden Augen. Ich konnte mir das vorerst nicht erklären, da ich meinen Sony absolut problemlos ganze Tage (und Nächte) nutzen konnte. Nach einigen Selbstzweifeln und intensiver Recherche (auch hier bei PRAD) fand ich dann ein mir bis anhin völlig unbekanntes Phänomen:


    X( P W M X( . . . war die Ursache allen Übels.


    Nun habe ich seit einer Woche einen Eizo EV2436, der meines Wissens z. Zt. der einzige 24"-Monitor ohne PWM ist (zumindestens bis zu einer Helligkeit von 18 %).


    Was für ein Segen!! Ich kann wieder stundenlang davor sitzen und meine Augen fühlen sich sauwohl. - Die ganze Diskussion um IPS-Glow und Glitzer ist für mich Makulatur: Es stört mich bei diesem Eizo überhaupt nicht, oder besser, es ist schlichtweg nicht sichtbar.


    Ich hatte die Hoffnung wirklich schon aufgegeben einen Augen schonenden 24-Zöller zu finden und nun ist dieser Eizo eine echte Offenbarung.


    Noch einige Bemerkungen: Es ist eine unglaubliche Unverschämtheit was sich die Hersteller mit ihren PWM-Monitoren erlauben! Eigentlich müssten Warnhinweise über die gesundheitsschädigende Wirkung auf jeder Verpackung stehen und man sollte diese PWM-Mafia verklagen. Tests sollten bei der Gesamtbewertung dieser Murks-Produkte nicht mehr über ein "ausreichend" hinaus gehen.


    Ich hoffe nun, dass der Eizo nur der Anfang ist und sich bei der den Herstellern die Gesundheitsanliegen gegenüber dem Profit durchsetzen.


    Gruß vom Lexar (der endlich seinen Monitor gefunden hat).

  • ...steht doch eigentlich auch schon an anderer Stelle: "Von der Helligkeit in meinem (dunklen) Büro ist das noch eher an der oberen Grenze; aber ich kann damit leben. Wichtig ist, dass man den Eco-Sensor ausschaltet, da man durch diese Regelung öfters wieder in die PWM-Zone gelangt.


    Für sein dunkles Büro regelt der Monitor mittels Sensor tiefer als 18% runter. Da er das nicht möchte (wird wohl nicht grundlos sein) schaltet er den Sensor ab und lebt lieber mit einem etwas zu hell (>18%) eingestelltem Monitor. So hab ich es jedenfalls verstanden. Ich würde eher die Umgebungsbeleuchtung bei einem dunklem Büro erhöhen, als mit einem etwas zu hellen Monitor leben zu müssen. Aber wenn seine Augen damit noch gut klar kommen ist ja alles in Butter.


    -volker-

  • ok - hatte gedacht, dass die PWM unter 18% nicht stört, da ja zuvor die Helligkeit ja schon über den Strom runtergeregelt wurde und daher der Unterschied (schnelles Umschalten Hell/Dunkel) nicht mehr störend ist.


    Es müsste ja einen Unterschied machen ob die PWM zwischen 300cd/m² und 0cd/m² oder eben zwischen sagen wir mal nur 100 cd/m² und 0cd/m² arbeitet.

  • ok - hatte gedacht, dass die PWM unter 18% nicht stört, da ja zuvor die Helligkeit ja schon über den Strom runtergeregelt wurde und daher der Unterschied (schnelles Umschalten Hell/Dunkel) nicht mehr störend ist.


    Es müsste ja einen Unterschied machen ob die PWM zwischen 300cd/m² und 0cd/m² oder eben zwischen sagen wir mal nur 100 cd/m² und 0cd/m² arbeitet.


    Dem ist leider nicht so! Ab 17 % fängt die Sache, besonders bei hellem Hintergrund, heftig an zu flimmern. Perfekt wäre natürlich eine analoge Regelung bis ganz hinunter; aber das gibts halt nicht, und so sind wir mit dem was wir haben zufrieden.


    Gruß
    Lexar


  • Es ist eine unglaubliche Unverschämtheit was sich die Hersteller mit ihren PWM-Monitoren erlauben! Eigentlich müssten Warnhinweise über die gesundheitsschädigende Wirkung auf jeder Verpackung stehen und man sollte diese PWM-Mafia verklagen. Tests sollten bei der Gesamtbewertung dieser Murks-Produkte nicht mehr über ein "ausreichend" hinaus gehen.


    Falls die Hersteller sich wirklich flächendeckend von der PWM verabschieden sollten, fallen erst dann die Urteile über die dann vorliegende Minderheit entsprechend aus (pfui -PWM, wie kann man nur). In der Gegenwart ist das leider noch nicht so. Habe zwar einen PWM-freien Monitor, weiß aber bis heute nicht, ob ich überhaupt diesbezüglich empfindlich bin und ob die alternative Helligkeitssteuerung von Samsung nicht vielleicht auch jemand empfindlich stört. Außerdem ist natürlich auch der Samsung ein Kompromiss-Monitor wenn man ihn im Dunkeln betreibt. Diesbezüglich würde ich es begrüßen, dass PRAD seine Test auch auf unter 100 cd erweitern würde. Nicht jeder Monitor geht in eine helle Büroumgebung. :)



    -volker-

  • ...wenn ich von meinem Nutzerprofil ausgehe, kann ich zu 95% auf eine detailreiche Darstellung dunkler Schattenbereiche gut verzichten, da ich zu 95% Textverarbeitung mache. Und in Word Excel und Internetnutzung brauche ich das nicht unbedingt. Noch weniger Kontrast - da würde ich hier bei meinem PLS-Monitor an der Lebendigkeit der Farben schrauben - darauf würde ich auf keinen Fall verzichten. Auch die meisten IPS besitzen keinen sehr hohen Kontrast - auch diese Leute werden den Kontrast wohl eher nicht verringern. Die Verringerung der Monitor-Helligkeitsdichte ist schon ein probates Mittel , wenn man kein lichtdurchflutetes Büro zu Hause hat, sondern der Monitor halt irgendwo rum steht.


    Falls ich Bildbearbeitung mache, dann drehe ich auch mein Umgebungslicht wieder mehr auf und arbeite mit ca. 20% Helligkeit. Ansonsten bin ich weit unterhalb der 20% - abends sogar oft unter 0% (das geht beim Samsung leider nur mittels Umgebungslichtsensor). Diese Einstellung haben nichts mit irgendwelchen Messnormen zu tun, sondern sind meinen - bei diffusem Umgebungslicht - empfindlicheren Augen geschuldet. Mit diesen Einstellungen bin ich hier höchst zufrieden, nur ein Windows-Hintergrundbild säuft im Schattenbereich komplett ab (Link - merke gerade, dass das Bild ein schlechtes Beispiel ist. Selbst bei 25% Monitorhelligkeit bleibt der linke Felsen fast schwarz) - 1 von derzeit 50. Das ist für mich überhaupt nicht relevant. Nicht jeder ist ein D50-Umgebungslicht-User - bei den Meisten steht das Ding doch eher bei suboptimalem Umgebungslicht irgendwo rum.


    -volker-

  • Quote

    wenn ich von meinem Nutzerprofil ausgehe, kann ich zu 95% auf eine detailreiche Darstellung dunkler Schattenbereiche gut verzichten, da ich zu 95% Textverarbeitung mache


    Schwarze Schrift auf weißem Grund. Gerade da wird der hohe Kontrast nicht gebraucht und kann verringert werden.

    Quote

    Noch weniger Kontrast - da würde ich hier bei meinem PLS-Monitor an der Lebendigkeit der Farben schrauben - darauf würde ich auf keinen Fall verzichten.


    Oder doch bunte Schrift?

  • So langsam habe ich den Eindruck, das es wirklich nur ein Mythos ist, die Ursachen doch woanders liegen.


    LED-TV beherrschen den Markt, alle PWM gedimmt. Nur keine Klagen oder Beschwerden.


    Was ist der Unterschied zwischen Monitor- und TV-Dimmung.

  • Hallo,


    uli22 :
    Nein, es ist kein Mythos. Es gibt zu viele Betroffene, um von einem Mythos zu sprechen und es gibt auch eine plausible Erklärung für die Beschwerden.


    Wir besitzen seit 2009 einen LED-Fernseher von Sharp. Von Anfang an hatte ich bei dem auch den Eindruck, dass er die Augen mehr anstrengt als die gute alte Röhre, die wir davor noch in Betrieb hatten. Das hat nur alles lange nicht das Ausmaß, was es bei mir bei PC- und Notebook-Monitoren hat. Ich habe allerdings bei manchen Fernsehern, die ich in Eletronikmärkten ansehe, auch sofort Augenprobleme. Bei unserem Sharp habe ich die PWM-Frequenz per Handy-Kamera abgeschätzt. Sie liegt oberhalb von 300 Hz, das könnte zum Teil erklären, warum das für meine Augen noch tolerabel ist, obwohl ich auf PWM empfindlich reagiere.


    Wenn man einmal eine gängige Erklärung zu grunde legt, für das was da im Auge passiert, nämlich das der Akkommodationsmechanismus dauerhaft versucht, der wechselnden Helligkeit hinterherzuregeln, dann würde das erklären, weshalb beim Fernsehr die Beschwerden generell weniger ausgeprägt sind. Man sitzt dort nämlich viel weiter weg (ich zumindest), und außerdem habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass glänzende Displays das ganze auch noch abmildern, während bei entspiegelten der Effekt teilweise verstärkt wird. Und Fernseher haben nunmal fast durchweg eine Hochglanzfolie auf dem Panel.


    Was ich allerdings konzidieren möchte, ist die Tatsache, dass es noch andere mögliche Quellen geben mag, die Augenprobleme verursachen. Ich bin seit kurzem im Besitz eines Nokia E7 mit AMOLED-Display. Das verursacht ebenfalls Augenschmerzen, die haben jedoch eine andere Qualität als die durch PWM verursachten. Ich kann das noch nicht so ganz einordnen, womit das zusammenhängt. Ich kann eine ganze Weile draufschauen, dann merke ich zunächst, dass es die Augen anstrengt. Dann geht es nochmal 5 Minuten, dann beginnen die Augen zu schmerzen. Diese Schmerzen gehen allerdings sofort wieder weg, wenn ich vom Display wegsehe. Die durch PWM verursachten Augenschmerzen bleiben mir jedoch i.d.R. 2-3h erhalten, nachdem ich zum letzten Mal auf so ein Display geschaut habe. Vielleicht ist bei AMOLD die Lichtleistung der einzelnen Pixel zu hoch, ich weiß es nicht, aber der einzige bin ich damit auch nicht und das nächste Problemthema steht somit vor der Türe, sobald das Thema PWM mal erledigt sein sollte...



    Gruß, Diophant

  • LED-TV beherrschen den Markt, alle PWM gedimmt. Nur keine Klagen oder Beschwerden.


    Ich will hier wirklich keine neue Diskussion vom Zaune brechen, daher nur meine subjektive Meinung: Wer einen LED-TV nutzt ist selber schuld. Wir habe zwei Plasmas, die ich nie und nimmer gegen LCD's tauschen würde. - Bedauerlicherweise wird diese überlegene TV-Technik durch CO2-Clowns und Klimagläubige wohl vom Markt verdrängt.


    Gruß
    Lexar