Suche geeigneten 24" für 90% EBV und 10% Gaming

  • Ahoi Prad-Profis,


    wie der Thread-Titel schon sagt bin ich auf der Suche nach einem Monitor, der vor allem für EBV und ein bisschen Gaming geeignet ist. Office Anwendungen, Videos und Internet erwähne ich nicht speziell, da diese Bereiche wohl von so ziemlich jedem erhältlichen Monitor ausreichend gut beherrscht werden.


    Also um auf den Punkt zu kommen ich habe leider sehr wenig Ahnung von der Materie und lese seit über einem Jahr hier bei Prad die verschiedensten Tests und immer wieder Forenbeiträge ohne wirklich weiter zu kommen. Daher habe ich mich nun entschlossen einen eigenen Thread zu erstellen.


    Zunächst wollte ich mir den HP ZR24W kaufen. Was mich davon abhielt war, dass der ZR2440W angekündigt war und der Prad Test in den Startlöchern stand. Als der Monitor und kurz danach der Test dann erschien hat mich sowohl dieser Test als auch diverse Erfahrungsberichte aus dem Netz doch etwas schockiert und mich dann auch vom Kauf dieses Displays abgehalten.


    Die Recherche ging weiter und vor allem hängengeblieben bin ich an folgenden Geräten:


    • Dell Ultrasharp U2412M (sehr günstig - auf den ersten Blick anständige Leistungsdaten - genügt dieses Gerät meinen Ansprüchen?)
    • Dell Ultrasharp U2410 (schon eine Preisklasse höher - wurde in einem anderen Thread als "Audi A4 Avant 3.0 TFSI Quattro mit voll angekreuzter Aufpreisliste" angepriesen - evtl. schon zu viel des Guten?)
    • Asus PA248Q (liegt preislich etwa gleichauf mit dem Dell Ultrasharp U2410 - Prad Test leider nur "BEFRIEDIGEND" wobei der "herbe Schnitzer" bei mir evtl. gar nicht ins Gewicht fallen würde weil nur sRGB genutzt würde!?)
    • NEC Multisync P241W (Sprengt meinen angesetzten Preisrahmen schon deutlich aber wenn es sich lohnen würde, würde ich den Preis zahlen - evtl. für mich schon völliger "Overkill"?)
    • NEC Multisync PA241W (Noch eine Ecke teurer - im Prad Test mit "SEHR GUT" abgeschnitten - lohnt der Aufpreis zum P241W?)

    Vor allem bei den letzten beiden Modellen habe ich ein bisschen das Gefühl, dass diese in meinem Fall dem "Perlen vor die Säue" Prinzip entsprechen würden. Ist das so? Dazu sollte auch noch erwähnt werden, dass ich mich mit Kalibrierungsgeräten (damit meine ich sowas wie Spyder, X-Rite, o.ä.) überhaupt nicht auskenne und eigentlich auch gerne einen "von Werk aus" vernünftig eingstellten Monitor hätte, mit dem ich direkt in sRGB losglegen kann.


    Nun noch ein paar Infos über den Anforderungsbereich und die "aktuelle Lage":


    Momentan sitze ich vor einem "LG Flatron L227WT" der aber jetzt auf Grund der zu geringen Displaygröße und des TN-Panels endlich weichen soll.


    Es kommen nur 24" TFT's in Frage. Kleiner möchte ich nicht haben, da mir in Bildbearbeitungsprogrammen sonst einfach zu wenig Fläche vorhanden ist (mit eingeblendeten Werkzeugpaletten wird das zu bearbeitende Foto sonst zu klein) und größer kommt auch eigentlich nicht in Frage, da mich nur ca. 50-60cm vom Monitor trennen und ich somit wohl den Überblick verlieren würde.


    Ich würde mich maximal als Gelegenheitsspieler bezeichnen (jedes Genre - auch mal ein Shooter), daher ist dieser Bereich allem anderen untergeordnet (dennoch sollte die Reaktionszeit bzw. der Inputlag nicht in astronomischen Höhen liegen).


    Da in anderen Threads immer wieder speziell nach der vorhandenen Kamera gefragt wird: Ich fotografiere mit einer Canon 7D (Hobbybereich - Fotos werden nicht verkauft)! Genutzt wird momentan ausschließlich der sRGB Farbraum und dabei wird es wohl auch erstmal bleiben (der Aufwand
    von Adobe-RGB
    erscheint mir im Vergleich zum Nutzen momentan einfach zu hoch).


    Worum es mir vor allem geht ist, dass ich gerne die Farben die ich auf meinem Monitor sehe auch beim Ausdruck wiedererkenne. Momentan ist es so, dass die Ausdrucke mit dem Monitorbild nicht viel zu tun haben. Die Farben liegen (trotz original Canon Drucker-Patronen und original Canon Fotopapier) einfach komplett daneben.


    Hoffentlich ist soweit alles erwähnt was von Belang ist und nicht zuviel "Geschwafel" dabei...


    Über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen!


    P.S.: Was mich persönlich noch interessieren würde: Der LG Flatron L227WT wurde hier bei Prad mit 100% sRGB Abdeckung getestet, die IPS Panel Monitore liegen meistens ein gutes Stück unter 100%, werden aber dennoch zur Bildbearbeitung empfohlen. Liegt das wirklich nur an der Blickwinkelunabhängigkeit?

  • zu Monitorgröße:
    Ein 23-Zöller hat in der Regel 1920x1080, der 24-Zoller 1920x1200, also gleiche Breite aber vertikal nur 120 Pixel mehr. Must selbst entscheiden, ob das den Mehrpreis wert ist.
    Farbraum: welchen liefern die Knipsen, In der Regel sRGB, nur hochwertige lassen sich auf aRGB umschalten. Oder RAW-Bearbeitung, ist aber schon die gehobene Variante.
    für sRGB reicht ein sRGB-Monitor aus. Nur decken die Monitore mit LED-Backlight den Farbraum nicht ganz ab, gehen aber auch gleichzeitig darüber hinaus.
    meine Lösung für das ganze Dilemma:
    Monitor mit hoher Farbraumabdeckung und ein Kolorimeter. Farbmanagement kann fehlende Farben nicht herbeizaubern, aber die über den Farbraum hinausgehenden Farben korrigieren.
    Colorimeter Silver haze 3 und ein Eizo EV2335, Für einen zweiten Arbeitsplatz warte ich auf den Testbericht vom EV2336.
    ich betreibe die Bildbearbeitung nur als Hobby, soll mit minimalem Geld das maximale bringen.
    Bilder lasse ich bei CEWE drucken. Cewe wertet das Farbprofil im Bild aus, wenn die Laboroptimierung ausgeschaltet wird. Bilder kommen genauso zurück wie auf dem Monitor.

  • Quote

    Ein 23-Zöller hat in der Regel 1920x1080, der 24-Zoller 1920x1200, also gleiche Breite aber vertikal nur 120 Pixel mehr. Must selbst entscheiden, ob das den Mehrpreis wert ist.


    Das ist mir den Aufpreis auf jeden Fall wert! Deswegen schrieb ich ja bewusst, dass nur 24" Monitore in Frage kommen!


    Quote

    Farbraum: welchen liefern die Knipsen, In der Regel sRGB, nur hochwertige lassen sich auf aRGB umschalten. Oder RAW-Bearbeitung, ist aber schon die gehobene Variante.


    Dann zählt nach deiner Ansicht wohl (nahezu) jede DSLR als "gehobene Variante"!? Ich kenne zumindest keine, die das RAW Format nicht beherrscht...


    Quote

    für sRGB reicht ein sRGB-Monitor aus.


    Hmm... Schon klar aber jeder Monitor beherrscht sRGB... Der eine besser der andere schlechter, oder bin ich da falsch informiert?


    Quote

    Nur decken die Monitore mit LED-Backlight den Farbraum nicht ganz ab, gehen aber auch gleichzeitig darüber hinaus.


    Was? Nicht ganz abdecken aber darüber hinaus gehen?


    Sorry aber aus deiner Antwort kann ich keine nennenswerte Information entnehmen... ?(

  • Also wie man bei Ebv einen 23 Zoll Monitor empfehlen kann ist mir immer wieder schleierhaft. Schau dir doch mal ein Bild von einer Dslr kamera (3:2) auf einem 16:9 und auf einem 16:10 Monitor. Bei einem 16:9 Monitor wird bei einem Bild deutlich weniger angezeigt. Es gibt Schwarze Balken links und rechts !


    Grüße
    Pitman

  • Danke schonmal für die Antworten aber irgendwie bringen die mich kein Stück weiter.




    Die Aussage, dass ich einen 24" brauche/ haben möchte wurde nochmals bestärkt und die sRGB Abdeckung wurde anhand eines Beispiels erklärt (wobei - ist das wirklich eine 100%ige Abdeckung? Im "blauen Bereich" ragt der Farbraum etwas nach links über das Monitorprofil heraus). Aber wie auch immer... Ist niemand da, der mir bei der Entscheidungsfindung welcher Monitor passen würde helfen kann - vor allem auch in Bezug auf spezielle Geräte und/ oder meine Vorauswahl? Oder fehlen noch Infos von mir oder woran liegt es?


    Habe vor ein paar Wochen auch schonmal direkt im "TFT-Shop" über das Kontaktformular eine Anfrage bezüglich meines Anliegens gemacht aber leider auch dort keine Antwort erhalten!?

  • (wobei - ist das wirklich eine 100%ige Abdeckung? Im "blauen Bereich" ragt der Farbraum etwas nach links über das Monitorprofil heraus).


    ...je nach Kalibrierungssoftware - diese Freeware hier sagt aus, dass ich nur 99,9% vom sRGB abdecke.


    Aber hey, Du suchst doch eher etwas professionelleres als meinen Monitor :). Für mich reicht das dicke.


    -volker-

  • Quote

    Was? Nicht ganz abdecken aber darüber hinaus gehen?

    Schau auf die farbmetrischen Test in den Testberichten bei PRAD, dort ist die prozentuale Farbraumabdeckung zu entnehmen und in den Diagrammen ist dargestell, wie weit der Monitor über den Farbraum hinausgeht.



    Hier ein Beispiel für einen Eizo, 97,8 % Abdeckung, aber die weiße Fläche im Diagramm geht über sRGB hinaus (unteres Bild auf der Seite). Der Monitor hat für LED-Backlight eine sehr gute Abdeckung.


    Oder für den Dell U2412M: 93% Abdeckung bei sRGB



    Die weiße Fläche. d.h. der Monitorfarbraum geht bei grün über sRGB hinaus, bei Blau eine Unterabdeckung. Grün kann das Farbmanagement korrigieren, aber blau nicht, Kann der Monitor nicht darstellen.

  • Hi Optical,


    ich antworte Dir auf die PN lieber mal hier im Forum, weil ich auch nicht so der Crack bin - 0k?


    Das Wort, was bei meiner Preisklasse 300 - 400 Euro entscheidend ist heißt Serienstreuung. Es ist dabei fast egal, was Prad (und Andere) testen, wenn es Parameter sind, die der Serienstreuung unterliegen. Und ich musste bisher feststellen, das darunter leider eine Menge Parameter fallen. Angefangen mit dem Helligkeitswert (bei meinem Monitor ungefähr deckungsgleich mit den Werksangaben / bei einem Test lag der S24A850 um fast 100cd/m² höher als die Werksangaben - da sich der Monitor eh schon schlecht dunkel runter regeln lässt (gilt für einen diffusen Arbeitsplatz) ist das bei einem höher eingestellten Monitor erst recht der Fall) geht über den Kontrast (generell hat ein PLS im Gegensatz zum e-IPS schon ein etwas schlechteres Kontrastverhältnis - aber meine gemessene Werte [nicht bei 100%=300cd Helligkeit gemessen, sondern bei 100cd Arbeitshelligkeit] gehen diesbezüglich weit herunter.
    Was aber leider anscheinend sehr schwangt (nicht nur bei meinem Modell) ist das Backlight-Bleeding. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, dann schau Dir den entsprechenden Thread darüber an.


    Klaro hat ein PLS-Panel auch seine Vorteile - manch Einer schreibt sogar, dass Samsung mit seinem S27A850 (das größere Modell, welches auch Prad getestet hat) ein großer Wurf gelungen ist, wenn nicht das Bleeding wäre.


    Zusätzlich zu den ganzen physikalischen Eigenschaften, die ein Test zwar untersucht, aber wo Du gar nicht genau weißt, ob es auch Dein bestellter Monitor so unterstützt (Stichwort: Serienstreuung) kommt das persönliche Empfinden hinzu (wie viel Schwarz brauche ich, welche Latenzzeit für Spiele reicht mir, welcher Abdeckungsgrad des Farbraumes reicht mir, brauche ich sehr scharfe Schrift - oder komme ich mit einer vergrieselten AG-Oberfläche klar, stört mich glitzern auf hellen Flächen oder nicht, bin ich empfänglich für PWM). Wie Du siehst kommst Du also nicht drum rum, einfach mal ein paar Monitore zu bestellen - das persönliche Empfinden spielt bei vielen Qualitätsbelangen bei einem Monitor eben eine entschiedene Rolle. Für mich beispielsweise reicht mein Schwarzwert vollkommen aus - für VeNLooP (der wohl viel bei dunkler Umgebung arbeitet=Film) reicht das Schwarz eines PLS-Panel hinten- und vorne nicht.


    Wie Du siehst spielen da viele Faktoren eine Rolle - ohne 'ausprobieren' kommst Du da wohl nicht weiter.


    PS: Übrigens: mein Monitormodell hat mal die 100% sRGB im Test - und mal nicht (auch hier wieder: Serienstreuung). Mir selber ist das Jacke- wie Hose. Für meine Belange wäre ich auch mit 92% sRGB ausgekommen.



    -volker-

  • Da wird es keine Antwort geben. Die Auswahl wird eigentlich nur durch Kompromisse bestimmt. Oder man blättert ca. 2000 Euro hin, schau mal bei der Edelschmiede Quato vorbei.
    Ich suche mir bei PRAD den für mich geeignesten Monitor heraus und dann wird weiter gesehen.

  • Quote

    Da wird es keine Antwort geben.


    In der Regel beantworte ich jede Zuschrift. ;)
    Es kann natürlich sein, dass ich mal eine übersehe.Aber dann gibt es ja immer noch die Möglichkeit eines Telefonats.


    Klar sollte allerdings sein, dass man immer irgend einen Kompromiss eingehen muss.
    Die eierlegende Wollmilchsau gibt es bei Monitoren eben nicht. Aber es gibt immer eine akzeptable Lösung.

  • Quote

    ich antworte Dir auf die PN lieber mal hier im Forum, weil ich auch nicht so der Crack bin - 0k?


    Klar, kein Thema bin über jeden "Strohhalm" den ich ergreifen bzw. der mir einen Denkanstoß gibt froh!


    Quote

    Zusätzlich zu den ganzen physikalischen Eigenschaften, die ein Test zwar untersucht, aber wo Du gar nicht genau weißt, ob es auch Dein bestellter Monitor so unterstützt (Stichwort: Serienstreuung)


    Die Problematik mit der Serienstreuung ist mir bekannt (das ist bei Kamera-Objektiven auch immer wieder ein sehr großes Thema in allen Bereichen, die mit der Optik zusammenhängen). Aber bevor ich mir darüber Gedanken mache brauche ich doch erstmal einen "vorausgewählten" Monitor, der meinen Ansprüchen genügen KÖNNTE um diesen denn auf Paramter die einer "Streuung" unterliegen zu testen. Und da ich relativ planlos bin was ich überhaupt brauche bzw. welche Geräte in der Lage wären meinen Ansprüchen zu genügen, bin ich in diesem Forum gelandet.

    Quote

    Da wird es keine Antwort geben. Die Auswahl wird eigentlich nur durch Kompromisse bestimmt. Oder man blättert ca. 2000 Euro hin, schau mal bei der Edelschmiede Quato vorbei.


    Kompromissbereit bin ich durchaus aber ich weiss ja nichtmal wo ich diese Kompromisse eingehen müsste! Was ich allerdings weiss ist, dass 2000€ Geräte nicht in Frage kommen! Auch ein 1000€ TFT würde ich nicht kaufen - um es nochmal zu wiederholen: Ich sitze derzeit vor einem nicht kalibrierten 22" TN-Panel Monitor für mich wäre wahrscheinlich JEDER IPS-Panel Monitor eine enorme Steigerung...


    Quote

    Es kann natürlich sein, dass ich mal eine übersehe.


    Habe dir zwar schon eine PM geschrieben aber auch hier nochmal: Wahrscheinlich gehörte ich zu den "Übersehenen" evtl. sogar absichtlich, da ich Depp damals ein weiteres TN-Panel aus deinem Shop mit in meine Liste der in Frage kommenden IPS-Panel Geräte aufgenommen hatte... :rolleyes:

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    Angefangen mit dem Helligkeitswert (bei meinem Monitor ungefähr deckungsgleich mit den Werksangaben / bei einem Test lag der S24A850 um fast 100cd/m² höher als die Werksangaben


    So hohe Abweichungen im Rahmen verschiedener Tests des gleichen Modelltyps wären extrem ungewöhnlich. Panel und Hintergrundbeleuchtung werden ja immer als "Paket" vom Hersteller eingekauft. Gerade bei den günstigen Entry-Level und Midrange Geräten setzt man da direkt auf. Da sollten eher andere Faktoren ausschlaggebend sein, z.B. die verwendete Sonde und das Setup im Rahmen des Messprozedere.


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    PS: Übrigens: mein Monitormodell hat mal die 100% sRGB im Test - und mal nicht (auch hier wieder: Serienstreuung)


    Auch das ist innerhalb der gleichen Produktserie sehr stabil. Schwankungen kommen, abgesehen von Messungenauigkeiten, durch den konkreten Zustand während der Charakterisierung (Weißpunkt) und die Wahl des Bezugssystems zustande. Wir ermitteln die Abdeckung in Lab relativ zu D50 aus den Profildaten. Die Hersteller geben Abdeckungswerte üblicherweise in Bezug auf xy- (CIE 1931) oder u'v'-Normfarbtafel (CIE 1976) an und verweisen zudem gerne auf die absolute Farbraumgröße in Relation zum Vergleichsziel (daher resultieren Werte > 100%). Alle Werte sind nicht miteinander vergleichbar.


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    Dazu sollte auch noch erwähnt werden, dass ich mich mit Kalibrierungsgeräten (damit meine ich sowas wie Spyder, X-Rite, o.ä.) überhaupt nicht auskenne und eigentlich auch gerne einen "von Werk aus" vernünftig eingstellten Monitor hätte, mit dem ich direkt in sRGB losglegen kann.


    Da wäre der PA241W mit seiner potenten Farbraumemulation gar nicht so verkehrt. Auch wenn ich zum Einsatz eines Colorimeters rate, könntest du die ersten Schritte hier ohne entsprechendes Gerät machen. In Verbindung mit dem von NEC frei erhältlichen (und beiliegenden) Multiprofiler wird ein ICC-Profil passend zu den gewählten Einstellungen erzeugt. Damit kannst du dich in die Materie einarbeiten.


    Quote

    Worum es mir vor allem geht ist, dass ich gerne die Farben die ich auf meinem Monitor sehe auch beim Ausdruck wiedererkenne. Momentan ist es so, dass die Ausdrucke mit dem Monitorbild nicht viel zu tun haben. Die Farben liegen (trotz original Canon Drucker-Patronen und original Canon Fotopapier) einfach komplett daneben.


    Bei der RAW-Entwicklung bist du ja flexibel. Grundsätzlich beschneidet ein reiner sRGB-Workflow den möglichen Farbumfang schon erheblich, abhängig natürlich vom Motiv. Auch der Farbraum des Druckers wird in Teilbereichen klar über sRGB hinausgehen. Ein hinreichend farbechter Workflow vom Foto bis zum Druck erfordert aber einen gewissen Aufwand, wenn letzterer zu Hause erfolgen soll. Es gibt zwar meist treiberseitige sRGB-Voreinstellungen, deren Ergebnisse aber häufig sehr suboptimal sind. Für höherwertige Drucker stellen die Hersteller auch ICC-Profile zur Verfügung, die in Verbindung mit den angegebenen Papiertypen genutzt werden können. Beim Rückgriff auf Dienstleister vereinfacht sich die Situation. Hier sollte man sich für gute Ergebnisse dennoch genau über den empfohlenen Ablauf informieren (z.B.: Werden Dateiprofile unterstützt oder muss in Geräte-CMYK konvertiert werden?).


  • So hohe Abweichungen im Rahmen verschiedener Tests des gleichen Modelltyps wären extrem ungewöhnlich. Panel und Hintergrundbeleuchtung werden ja immer als "Paket" vom Hersteller eingekauft.


    Otto-Normalverbraucher (der ich ja bin) sieht nur Diskrepanzen verschiedener Tests. Eine naheliegende Interpretation grob unterschiedlicher Werte wäre halt die 'Serienstreuung'. Eine knapp verfehlte 100% - sRGB-Abdeckung ist evtl. schon mit Messtoleranzen zu erklären, eine um fast 100cd/m² höhere Helligkeit irgendwie nicht. Aber seis drum: Wir sollten uns einig darüber sein, das der bei Euch getestete Monitor nicht unbedingt die gleichen Eigenschaften auf zeigt, wie der Monitor den ich dann erhalte. Denn ein Monitor kann ja niemals der Querschnitt der produzierten Reihe sein. Wie Du schon sagst, schon allein neuere Testverfahren (Umstellung) / oder anders gelagerte Testverfahren bei D50 anstatt D65 liefern anders zu interpretierende Ergebnisse. Für mich ist ein Test immer eine grobe Richtung, das mögen Andere vielleicht anders sehen.


    -volker-

  • Quote

    Da wäre der PA241W mit seiner potenten Farbraumemulation gar nicht so verkehrt.


    Das das ein guter Monitor ist ist mir durchaus bewusst allerdings kostet er auch ziemlich genau das doppelte des Dell U2410. Meinst du dieser Mehrpreis wird sich in meinem Fall lohnen? Den Dell Ultrasharp U2412M und den Asus PA248Q klammere ich an dieser Stelle schonmal aus, um mir doch den Weg zum AdobeRGB Farbraum offen zu halten.


    Der Dell U2410 wurde hier im Prad Test mit einer sRGB Abdeckung von 100% und einer AdobeRGB Abdeckung von 97% angegeben. Der NEC Multisync PA241W mit sRGB 100% und AdobeRGB 98%. Der Unterschied von 1% ist denke ich in meinem Fall vernachlässigbar!?


    Was mich nur stutzig macht ist die Aussage zum Custom Colour Modus des Dell Monitors. Kann der Monitor nur in diesem Modus per Spyder oder ähnlichen Geräten kalibriert werden? Oder warum zieht das die Wertung so nach unten? In einem anderen Forum wurde über den Dell U2410 geschrieben, dass er "out-of-box" sehr gut voreingestellt wäre und somit die perfekte Lösung ist wenn man sich nicht lange mit der Kalibrierung beschäftigen möchte - kann man diese Aussage so stehen lassen?


    Und noch eine Frage: Wäre nicht der Dell U2410 + X-Rite Colormunki Display (oder ähnlichem) dem PA241W ohne Kalibrierungsgerät vorzuziehen? Falls wirklich nur im Custom Colour Modus kalibriert werden kann hat sich diese Frage wohl schon erübrigt...

  • hm ?
    Der Dell ist schon etwas älter, muss von 2009 sein. kein LED-Backlight. Stromverbrauch!
    Da du ja schon bereit bist, ein Kolorimeter zu kaufen, stellt sich die Frage, ob nicht ein modernerer Monitor mit LED-backlight zu finden ist.


    Quote


    In einem anderen Forum wurde über den Dell U2410 geschrieben, dass er "out-of-box" sehr gut voreingestellt wäre und somit die perfekte Lösung ist wenn man sich nicht lange mit der Kalibrierung beschäftigen möchte - kann man diese Aussage so stehen lassen?

    stimmt, die beiden Farbräume sind sehr gut implementiert. Steht aber auch im PRAD-Testbericht.
    Andererseits, die Kalibrierung mit meinem Silver haze 3 ist idiotensicher und dauert nur ein paar Minuten,

  • Quote

    kein LED-Backlight. Stromverbrauch!


    Das sehe ich nicht wirklich als nennenswertes Argument.
    Denn wenn man sich mal ausrechnet, was das im Jahr und in Euro an Unterschied bedeutet...
    Die paar 10 Euro machen den Kohl auf's Jahr gesehen nicht fett.

  • Quote

    Das sehe ich nicht wirklich als nennenswertes Argument.








    Ich auch nicht! Der NEC hat auch keine LED Hintergrundbleuchtung und laut diverser Tests die ich mittlerweile durchgelesen habe geht bei wirklich farbverbindlichem Arbeiten kein Weg an Kaltkathoden Beleuchtung vorbei!?




    Quote

    Da du ja schon bereit bist, ein Kolorimeter zu kaufen, stellt sich die Frage, ob nicht ein modernerer Monitor mit LED-backlight zu finden ist.




    Der NEC soll angeblich von Werk aus schon so gut vorkalibriert sein, dass man die Werkseinstellungen mit "billigen" Colorimetern eher verschlechtert als verbessert!? Wahrscheinlich wird es bei mir eher nicht auf einen LED beleuchteten Monitor herauslaufen.



    Während der letzten Tage habe ich mich sehr intensiv mit Farbmanagement auseinandergesetzt und mir sind viele Zusammenhänge wesentlich klarer geworden als sie es noch zum Zeitpunkt der Threaderöffnung waren. Diese Recherchen haben mich aber auch zu der Meinung gebracht, dass ich durchaus Vorteile durch das Nutzen von AdobeRGB haben könnte und wohl mittelfristig auf diesen Farbraum umsteigen werde.


    Mein momentaner Favorit ist wie ihr euch wahrscheinlich schon gedacht habt der NEC PA241W.




    Meinen Drucker werde ich wohl auch profilieren lassen müssen um wirklich farbverbindlich arbeiten zu können (das würde ich aber von einem Dienstleister übernehmen lassen und nicht den teuren Munki kaufen).




    Wenn man in etwa verstanden hat wie das mit den ICC-Profilen funktioniert wird einem die ganze Problematik schon um einiges klarer ;)




    Was mich aber nach wie vor beschäftigt ist ob sich der Aufpreis zum Nec Monitor im Gegensatz zu Beispielsweise dem "Dell Ultrasharp U2410" oder dem "HP LP2475w" lohnt.




    Die Vorteile des NEC sind natürlich der höhere Kontrastwert, die deutlich gleichmäßigere Ausleuchtung, die Farbraumemulationen (wobei soweit ich das richtig verstanden habe sind diese nur für ungemanagete Umgebungen von nutzen - außerhalb von Photoshop und Co. jucken mich die Farben aber eigentlich nicht sonderlich deswegen kann man diesen Punkt vielleicht schon ausklammern!?) und dann natürlich um es nicht zu Vergessen die Harwarekalibrierbarkeit. Aber lohnen sich diese Merkmale für mich - rechtfertigt das den Aufpreis - oder werde ich davon vielleicht gar nichts merken?

  • Die Unterschiede sind sehr deutlich sichtbar.
    Du vergleichst gerade zwei Geräteklassen, die man nicht in einen Topf werfen kann und die auch vollkommen unterschiedliche Kundschaft ansprechen. ;)
    Bei 90% EBV ist der NEC PA241 den anderen genannten sowas von überlegen, dass eine weitergehende Überlegung im Grunde unsinnig erscheint.