Es existiert scheinbar kein 24" Monitor OHNE PWM

  • Selbst nach intensiver Suche habe ich keinen 24 Zoll Monitor gefunden, der komplett auf Pulswellen Modulation verzichtet.
    Maximal gerüchteweise einen 27 Zoller.


    Gibt es einen 24" Monitor, der wirklich komplett, nachweislich auf PWM verzichtet? (damit meine ich kein geringes PWM flimmern, sondern wirklich gar keine PWM Nutzung)
    Wie würde denn eine Helligkeitsveränderung ohne PWM funktionieren? Durch Spannungsreduzierung?


    Wie kommt es, dass mein Laptop Display überhaupt nicht flimmert? Unabhängig von der Helligkeit, ich hätte erwartet, dass dort auch PWM benutzt wird, da das ja scheinbar die günstigste Variante ist.
    Ich werde wohl nie einen augenschonenden externen Display finden. :(

  • @ Schildkröte,


    tss, immer wieder behauptet die Redaktion, dass der Eizo 2436 gänzlich ohne PWM wäre. Falls Du einen bezahlbaren 24" wirklich ohne PWM suchst, wäre der Samsung SA850 vielleicht etwas für Dich (kein PWM). Dafür hat dieser schöne Monitor wiederum andere Schwächen (der Eco-Light-Sensor ist zu empfindlich und in bestimmten Bereichen triffst Du genau den Schaltpunkt der automatischen Regelung - einzige Verbesserungsmöglichkeit: Sensor komplett abkleben oder verdunkeln).

  • Bist du dir sicher dass der Samsung S24a850 kein PWM hat??? So einige haben berichtet, dass langes Arbeiten recht anstrengend ist und das weiß komisch "grell" erscheint.

  • Hi Gero,


    ich gehe davon aus, dass der S24A850 die gleiche Helligkeitsansteuerung besitzt wie sein großer Bruder (den entsprechenden Link habe ich ja weiter oben schon gesetzt). Über diesen Monitor habe ich bei den Usertests und auch bei amazon ne Menge geschrieben. Ich möchte das Teil auf keinen Fall irgendwo auf einen Gewinnertröhnchen setzen, denn dafür sind unsere Anforderungen (und auch unser Portemonnaie) einfach zu verschieden.


    Der größte Kritikpunkt bei diesem Monitor (was ich so gelesen habe) war eigentlich bisher die Qualitätsschwankungen betreffend des Backlight-Bleeding. Desweiteren ist für manche (PLS ähnlich IPS) der Schwarzwert nicht schwarz genug. Das mit dem Helligkeitssensor (der natürlich auch deaktivierbar ist) habe ich weiter oben ja schon erwähnt.


    Positiv zu erwähnen ist: Die Farbwiedergabe, kein Geschmiere oder Geglitzer durch aggressives Coating - daher auch kleine Schrift gut darstellbar.


    Deine Kritik über zu langes Arbeiten = anstrengend kann ich in keinster Weise bestätigen. Wer allerdings etwas kleiner ist (als ich) / oder einen zu hohen Arbeitsplatz hat, der sollte vielleicht über einen neuen Fuß nachdenken, der sich tiefer einstellen lässt - sodass man leicht nach unten schaut, wenn man auf dem Monitor sieht (wäre dann auch unter 'negativ' zu bemerken).


    Weiß ist wirklich weiß - und das ist natürlich grell, wenn Du den Monitor zu hell eingestellt hast (ein privater Arbeitsplatz braucht fast nie die hier empfohlenen 120-140 cd / ist nicht nur meine Überzeugung).


    ...wie Du siehst, ist das Teil auch kein Alleskönner - auch wenn er kein PWM hat. Ich selber würde ihn immer wieder kaufen - habe aber bezüglich Backlight-Bleeding sehr viel Glück gehabt (ganz im Gegensatz zu meinem neuen LG-Fernseher) :)

  • Wie würde denn eine Helligkeitsveränderung ohne PWM funktionieren? Durch Spannungsreduzierung?


    Stromreduzierung (indirekt also auch Spannung, da die Helligkeit aber vom Strom abhängt und der "Widerstand" Toleranzen und Temperaturschwankungen unterliegen, nimmt man meist Konstantstrom)
    Da LEDs allerdings keine Lineare Strom-Helligkeits-Kurve haben und gerade im unteren Bereich die größte Serienstreung aufweisen, sind sehr geringe Helligkeiten entsprechend komplizierter umzusetzen.


    aber nur über 20% Helligkeit... darunter verwendet der Eizo PWM mit 200Hz


    Nutzt du tatsächlich Helligkeiten in diesem unteren Bereich oder geht es bloß um's Prinzip?


    Weiß ist wirklich weiß - und das ist natürlich grell, wenn Du den Monitor zu hell eingestellt hast (ein privater Arbeitsplatz braucht fast nie die hier empfohlenen 120-140 cd / ist nicht nur meine Überzeugung).


    "Brauchen" ist immer relativ. Meist sehr subjektive Wahrnehmung und extrem Abhängig von der sonstigen Raumbeleuchtung. Ich kommt im hell ausgeleuchteten Arbeitszimmer (Südseite + 400W Halogenbeleuchtung) nur mit 120cd/m² klar, weil eine Lichtschutzblende drum ist, ohne müsste mehr.
    Ich habe den Monitor auf angenehme Tageslichtarbeit (Sommer) eingestellt, abends mache ich halt das Licht an und nicht den Monitor dunkler...
    Die Voreinstellungen von teils 200 und mehr sind aber meist deutlich zu hell, betreibe meine Monitore entsprechend auch zwischen 20 und 30%.


    Wie kommt es, dass mein Laptop Display überhaupt nicht flimmert? Unabhängig von der Helligkeit, ich hätte erwartet, dass dort auch PWM benutzt wird, da das ja scheinbar die günstigste Variante ist.
    Ich werde wohl nie einen augenschonenden externen Display finden. :(


    Es gibt weit mehr Faktoren als PWM, die ein augenschonendes Display ausmachen, genießt nur in einschlägigen Foren einen arg schlechten Ruf (ist auch etwas Bequem, einen Sündenbock zu haben).


    Dann gibt es PWM Frequenzen im Bereich 100Hz bis 4kHz rauf (HP Elitebooks haben z.B. >3k). Teilweise noch leicht begünstigt oder kompensiert durch verschiedene Filterschichten.


    TN-Panels, wie sie in den allermeisten Notebooks mittlerer bis gehobener Preisklasse zu finden sind, weisen z.B. kein "Glitzern" o.Ä. und oft deutliche schwächere Antireflex-Beschichtung auf. Hochglanz in den Low-Cost oder Apple Geräten umgeht diesen Punkt auf Kosten anderer Einschränkungen. Spielt auch alles eine Rolle, gerade bei Textverarbeitung mit viel weiß.
    Dazu sind Notebooks erheblich kleiner, als 24+ Boliden. Da wären die subjektiv wahrgenommene Helligkeit (Standardeinstellung ist oft zu hell), dazu mehr Augenbewegung bei gleichbleibend wenig Blinzeln (ggf. schneller austrocknende Augen). Nicht zuletzt die von Volker erwähnte Positionierung des Monitors, also Höhe und Blickwinkel. Fremdlicht (Fenster direkt hinter oder schräg neben dem Monitor) können auch viel ausmachen.