Armseelige Auflösung - Angebermonitore

  • guten Tag,


    mich würde mal interessieren, warum die Stanalone-Monis i.d.R. so eine lächerliche Auflösung bei Schrankwandgröße haben? Die meisten haben so 1920x1200 oder sogar weniger und sind dann aber mindestens 22"-24" groß. Diese Auflösung haben heute einige gute Notebooks bei 13" und einen guten Farbraum zwischen sRGB und AdobeRGB.


    Also: was soll das, sich den kompletten Arbeitsplatz mit so einem Monster für Pubertierende vollzustellen? Warum gibt es keine oder kaum Monis mit richtig großer Auflösung, wenn sie denn schon so groß sind oder eben kleine mit 1920x1200? Ich will nicht son Monster. Außerdem will ich bei der Bildbearbeitung keine Pixel zählen, sondern ein scharfes Bild.


    Achja: für eine Empfehlung zu den o.g. Kriterien (hohe Pixeldichte, großer Farbraum, großer Blickwinkel) wäre ich dankbar. Die Prad-Suchfunktion ist hier nicht wirklich hilfreich.

  • Weil hohe Auflösungen nur ab einer Bestimmten Größe eben Sinn ergeben. Klar gibt es 24" Monitore mit UHD Auflösung - schärfer geht es nicht ;)

  • Der Betrachtungsabstand bei einem 15,6" Notebookdisplay mit FHD- Auflösung (1920 x 1080) - was ja schon ziemlich hoch ist - dürfte etwa bei 35 - 40 cm liegen.
    Ich gehe mal davon aus, dass man bei einem 24" Monitor ca. 80 cm entfernt sitzt. Um dann die Pixel etwa in gleicher Größe wahrzunehmen, müsste der Monitor eine Auflösung 3840 x 2160 haben, also QFHD.
    Macht das in der Praxis wirklich Sinn?
    Schon bei dem Notebook sind Icons und Schrift verdammt klein und man muss sie über die Systemeinstellung vergrößern.
    Augenschonendes Arbeiten halte ich da über längere Zeit für ausgeschlossen. Es mag bei Bilbearbeitung noch interessant sein, aber da braucht man dann für die Menues einen zweiten Monitor mit geringerer Auflösung.
    Der Nutzerkreis dürfte für die extreme Auflösung schon begrenzt sein.

  • Ich glaub du gehörst zu einer sehr jungen Gruppierung, die mit sollchen hohen Auflösungen auf kleinster Fläche aufgewachsen sind und jetzt das als konditioniertes Minimum im Kopf festhalten.


    Du wirst "niemals" auf einem normalen TFT die Pixel zählen können, sofern du nicht direkt davor hängst. Der reguläre Abstand bei einem 24" Monitor sollte schon 80cm betragen und das wird nicht weniger bei größerer Fläche.


    FHD ist ein Standard, der auf diverse Medien beruht und technisch auch schwer zu überschreiten bei normalen Bildschirmgrößen also 22"+


    Alternativ gibt es ja WQHD 27"+ Monitore, die per Pixeldichte ein wenig an diese übertriebenen Smartphone Displays rankommen.


    Bei der Designarbeit hat die Pixeldichte des Bildschirms sowieso keinen Einfluss auf den work-flow.

  • Die 4K-Monitore gehen doch genau in die Richtung. Natürlich ist eine höhere Auflösung wünschenswert. Aus meiner Sicht vorallem für die Schriftdarstellung. Kein Mensch würde einen Laserdrucker mit 96 DPI kaufen.


    Dennoch sind diese "Angebermonitore" - sprich Displaygrößen im Bereich von 24 bis 30 Zoll für ein ergonomisches Arbeiten am Schreibtisch notwendig. Bisher bekommt man die daraus resultierenden Megaauflösungen halt nicht gebacken. Sowohl bei der Panelherstellung als auch bei der Signalverarbeitung stößt man hier an Grenzen.


    Reden wir in 30 Jahren nochmal darüber. Vor 30 Jahren waren wir von der Klötzchengrafik eines ZX81 fasziniert. Ich zumindest, als Teenager.