Farbprofile unter Windows und Programmen? Sie werten zum Teil nicht verwendet?

  • Ich betreibe hier windiws 8.1 und habe meinen Monitor mit dem Iprofiler ein Farbprofil für SRGB erstellt. Auf dem Desktop klappt das wunderbar, nur habe ich einige PRogramme, besonders Spiele, die das Profil zu ignoieren scheinen. Zumindest habe ich optisch das gefühl. Kann das technisch sein?


    Wie ist das denn technisch unter Windows, bisher bin ich davon ausgegangen, das einfach alles durch das für den Monitor verwendete Farbprofil geschickt wird?

  • Ja bei Spielen klappt das nicht, es sei denn ein Spiel bietet die Möglichkeit ein Farbprofil zuzuordnen. Alternativ, sollte es der Monitor anbieten, einen speicherbaren Modus im OSD so einstellen/kalibrieren, bis die Farbdarstellung Deinen Wünschen entspricht. Beim Gaming ist die exakte Farbdarstellung ja nicht ganz so wichtig.

  • Der Windows-Desktop verwendet das Profil nun gerade nicht, wozu auch.
    Farbmanagement ist Bestandteil des Anwendungsprogrammes. Eine unvollständige Übersicht hier

  • Danke für eure Antworten!


    Gut, dann täuschen meine Augen mich nicht. Trotzdem schade, dass es nicht einfach über alle Programme korrigiert wird. Ich bin recht empfindlich für Weißpunkt falsche Gamma-Kurven und co uns so würde ich gerne überall die gleiche auf SRGB 65k Korrigierte Farbdarstellung "geniessen" können. Eben auch im UI von Anwendungsprogrammen und auch beim gelegentlichen Spielen.


    Ich bekomme meinen DELL über die RGB-Gains im User-Mode definitiv nicht vernünftig hin. Der Prad Test zeigt bei dem Dell 2515 auch eine falsche Gamma-Kurve im User-Mode. Daher verwende ich den Standard-Modus, der zwar eine vernünftige Gamma-Kurve hat, aber zu gelblich/grünlich ist. Mit Hilfe des iProfiler + ICC-Profil bekomme dann zwar eine vernünftige Darstellung, aber die wird wohl nicht überall genutzt.


    Dann bleibt einem nur ein Monitor der Hardwarekallibirierbar ist bzw. eine weitgehen perfekte SRGB Darstellung von Haus hat?


    @uli22: Also ich sehe es auf dem Windows-Desktop eigentlich schon. Das Hintergrundbild und das Weiß im Explorer sehen ohne Profilierung definitiv anders aus. Oder verstehe ich dich falsch?

  • beschäftige dich mall mit den Grundlagen des Farbmanagement.
    Gamma, Weißwert und Grauachse gehören zur Kalibrierung. Diese Daten werden in die LUT der Graka geladen und wirken sich natürlich auf das gesamte System aus. Diese Einstellungen sollten, wenn möglich am Monitor erfolgen. In der Graka erfolgt dann nur noch eine Feinkorrektur.

  • Uli22: Ich glaube du missverstehst mich. Natürlich habe ich probiert den Monitor, soweit es bei einem nicht Hardwarekallibirerbaren Monitor eben geht, zu kalibrieren (über die RGB-Gains mit Hilfe eines i1Displays und dem iProfiler). Das Ergebnis war aber schlecht, deutlich schlechter als der "Standard-Modus" (der soll von Dell angeblich auf SRGB kalibiert sein). Der Standard-Modus ist nun aber auch nicht besonders toll. Daher habe ich für die 'Feinkorrektur' ein Profil in der iProfiler-Software mit einer dazugehörigen Messung erstellt. Das ergab aber kein besonders Ergebnis.


    Das Ergebnis im Standard-Modus war mit Feinkorrektur (eben dem Profil) recht gut, allerdings ist eben diese Feinkorrektur z.B. in Spielen und einigen Programmen nicht aktiv. Andi hat mir das auf meine Frage bestätigt, das einige Programme die Profile ignorieren und man da nichts machen kann.


    Darauf hin meine Frage, ob ich es richtig verstehe, dass wenn man Programm übergreifend eine gute SRGB-Darstellung haben möchte, die Profilierung ( die Feinkorrektur) nicht weiter hilft und man bei diesen Wünschen zu einem hardwarekallibirierbaren Monitor bzw. einem Monitor mit weitgehend perfekte SRGB Darstellung von Haus aus greifen muss.

  • Nun, dann ist Farbmanagement nicht richtig verstanden.
    Das sind 2 Vorgänge, Kalibrierung und Profilierung. Bitte nicht verwechseln.
    Die Kalibrierung erfolgt nicht auf einen Farbraum, sonder umfaßt Weißwert, Gamma und Grauwerte. Werden in die LUT der GraKa geladen.
    Das Monitorprofil wird vom CMM verwendet. Nicht jedes Programm verfügt über ein CMM, Spiele wohl nicht.
    Zu der ganzen Problematik gibt es reichlich Literatur.

  • Danke für deine Geduld, Uli22.


    Ich stimme dir inhaltlich völlig zu bei dem was du schreibst, mir ist auch der Unterschied klar. Ich habe vielleicht nicht die richtigen Begriffe verwendet.


    Korrekt wäre es vermutlich so. Der Monitor lässt sich nicht vernünftig auf den Weißpunkt bei 65k Kalibrieren, die Gamma-Kurve weicht ab. Ich kann zwar mit einer Profilierung (Ziel sRGB), welche die Gamma-Kurve korrigiert, weitgehend eine gute Wiedergabe erreichen, aber die Profile sind eben nicht überall Nutzbar, was du ja auch erneut,wie Andi auch, bestätigst.


    Ich hatte gehofft, dass man ein Profil doch irgendwie global für alle Ausgaben aus der Grafikkarte benutzen kann, um den Monitor im Alltag quasi ein wenig per Software zu korrigieren bzw. linearisieren, wenn die Hardware das nicht emöglicht.


    Beziehungsweise ich verstehe nicht warum man nicht auf im gewissen Rahmen per Software-Kalibrieren kann. Denn dafür gibt es doch sicher ebenfalls viele Anwendungsfälle, wie z.B. im Dual-Monitorsetup auf beiden Monitoren eine praktisch gleiche Farbwiedergabe zu erreichen. Unterschiede stören hier auch schon bei GUIs.


    Wenn ich das jetzt recht verstehe, geht das so gar nicht nicht und ich benötige einen Monitor den ich besser Kalibrieren kann.

  • nein nicht ganz.
    Weißpunkt, Gamma, Grauwerte gehören zur Kalibrierung, werden beim Rechnerstart in die GraKa geladen und stehen allen zur Verfügung.
    Es sei denn, irgendein Programm überschreibt diese.

  • Ich meine gelesen zu haben, dass unter bestimmten Umständen die eingeladenen LUT-Korrekturen der VGA Treiber gelöscht und auf die Standardwerte gesetzt werden. So z.B. bei Benutzerwechsel usw. Gut mgl. dass das auch passiert, wenn du den Fenstermodus von Windows verlässt, was bei Spielen ja meist der Fall ist.