Erklärung: Blaulichtfilter?

  • Hi,


    könnte mich eventuell etwas zu dem Thema aufschlauen? Es geht um das tolle neumodische Feature "Blaulichtfilter". Das findet sich heute in fast jeder Monitorwerbung. Auch bei Geizhals gibt es einen Schalter dafür.


    Aber was genau soll das sein und ist das eindeutig wissenschaftlich belegt? Ich habe da so meine eigene Theorie. Für mich wirkt es wie ein Marketing-Hype. Vor 3-4 Jahren oder so wurde ganz groß in der Presse vermeldet, dass der Mensch am Abend kein blaues Licht sehen darf, das würde den Schlafrhytmus stören. Seit dem taucht so ein "Blaulichtfeature" immer mehr auf - in Android (Cyanogenmod 5 oder durch diverse Apps), in neueren Windows-Releases, usw.
    Und dem wird alles mögliche an heilsamen Wirkungen angedichtet. Erst Augenschonung. Dann weniger Ermüdung. Und damit passt das aber erst Recht nicht zu der ursprünglichen Theorie (weniger Blaulicht soll ja gerade natürliche Ermüdung auslösen).


    Habe gerade recherchiert und finde einfach keine Belege für solche Aussagen. Damit wirkt dieses ganze Theater in der Monitor-Werbung ähnlich wie damals die tolle PMPO-Mega-Leistung bei Lautsprechern und Verstärkern. Also eine hübsche Angabe, aber keine wissenschaftlich überprüfbare Aussage, also kaum belastbar und kaum einklagbar.
    Für die Monitorhersteller natürlich eine Super-Sache. Macht sich gut auf der Werbetrommel und kostet praktisch nichts, nur ein bisschen Software.


    Ich komme gerade auf das ganze Thema, weil mich die Monitor-Übersichtsseite gerade aufregt. Wirkt wie aus der Anzeige neulich abgeschrieben: . Also bloß keine sinnvollen Dinge auflisten, die LG nicht im Programm hat (z.B. einen HDMI-Monitor mit Lichtsensor, das effektivste Ergonomie-Feature, meiner Meinung nach). Und auf der genannten Werbeseite finde ich auch keine Erklärung, was genau am Blaulichfilter ergonomisch sein soll. Tja, hm, zurück zur o.g. Frage.

  • Hallo, aus meiner unwissenschaftlichen Sicht eher ein Gimmik welches Schlafstörungen vorbeugen könnte.
    Gerade günstige Monitore mit wenig Anspruch an ausgeglicher Farbwiedergabe haben BLU`s mit einem hohen Blauanteil.
    Abendliches Arbeiten an solchen Blauschleudern soll wohl tatsächlich gegen den meschlichen Biorhythmus laufen.
    Am Tag demzufolge eher der Wachheit dienen. Im Endeffekt wird es genauso funktionieren wenn man den Blaukanal herunterkurbelt.
    Schöner sind natürlich LED`s mit einem ausgewogenen Lichtspektrum und natürlich auch teurer.
    Was man aus der Erkenntniss macht hängt dann haupsächlich vom Einsatzzweck des Sichtgerätes ab.
    Gruß. Jörg

  • Ganz einfach, da wird nichts groß gefiltert, sondern der Blaunanteil (Wert B bei RGB) zurückgefahren. Das Bild sieht dann gelblich/rötlich aus, halt sehr warm. Das ist angenehmer beim Lesen.