ViewSonic VP201m [1600x1200 TFT, 20"] (Prad.de User)

  • Hallo zusammen,


    Heute ist er angekommen -- der ViewSonic VP201m. Auflösung 1600x1200, Panelgröße 20", Eingänge: DVI + D-Sub, 90 Grad rotierbar. 2 kleine Lautsprecher sind vorn unten rechts & links angebracht. Pivot-Software wird mitgeliefert.


    Erster Eindruck: Gigantisch. TFT's wirken mysteriösterweise immer größer, als selbst ihre tatsächlich sichtbare Bilddiagonale erwarten lassen sollte. (Satte 51 cm bei diesem Gerät!) Dieser Monitor wirkt sehr, sehr groß. Anschließen, und erste kleine Tests machen: Eine Sache von einer Minute. Auf Anhieb keine Probleme feststellbar.


    Nun, die folgenden "Tests" habe ich ein wenig querbeet gemacht. Erstmal habe ich ausschließlich mit Anschluß über DVI (digital) getestet. Die Grafikkarte war eine Leadtek Geforce 3 TI200. Ich werde wohl noch einen zweiten, ausführlicheren Bericht folgen lassen.



    + Der Monitor hat eine Schutzplatte vor dem eigentlichen Panel. Dies ist keineswegs üblich. Da das Panel relativ empfindlich ist, halte ich diese Maßnahme für recht sinnvoll. Die Schärfe leidet nicht darunter.


    - Darstellungsbereich: Merkwürdigerweise hat der Bildschirm "Trauerränder"! Diese sind allerdings nicht besonders groß: ca. 0.5 mm rechts und unten, 1.5 mm links, 2 mm oben.


    + Die Umschaltzeit zwischen Grafikmodi ist ungefähr 1 Sek. Für mich geht dieser Wert in Ordnung. Ob dies für TFT's gut oder schlecht ist, kann ich nicht sagen, mir erschien es eher gut.


    - Der Monitor piepst ein bisschen vor sich hin. Nicht besonders laut, aber hörbar. Dies ist unabhängig vom Modus. Das Piepsen ist nicht immer gleichmäßig. Mal schauen, wie es sich entwickelt...


    + Der Monitor stellt alle Frames dar. Schnelle Bewegungen wirken zwar ein klein wenig verschwommen. Doch ist dieses Verschwimmen definitiv im akzeptablen, wenn nicht im guten Bereich. Ein Test mit Counter-Strike ergab für mich das persönliche Resultat, daß er dafür sehr gut geeignet ist. (Ich werde später noch andere Leute befragen... Ich bin eigentlich nicht so sehr die Spieler-Natur. Was nicht heißt, daß ich gar nicht spiele :) )


    - Winkelabhängigkeit: Die Farbtreue bei der Betrachtung aus schrägen Blickwinkeln könnte besser sein. Dies ist vorerst der subjektive Eindruck, ich werde später versuchen dies zu präzisieren. Allerdings hält sich der Effekt für meine Begriffe im akzeptablen Rahmen.


    + Der Standfuß ist recht leicht höhenverstellbar, kippbar, drehbar, und zusätzlich um 90 Grad rotierbar. Macht erstmal einen positiven Eindruck. Ergonomischer als der Fuß des AU4831D.


    +/- Bildstabilität: Allgemein konnte ich bis jetzt kein Flimmern feststellen. Selbst das "Verdunkelungs-Raster" während des "Herunterfahren" Menü's von Windows nimmt er mit Gelassenheit. Allerdings konnte ich bei grau-weiß geditherten horizontalen Scrollbalken im unteren Bildschirmdrittel kleine "fliegende Streifen" produzieren.


    -? Farbraum: Schwarz ist definitiv _nicht_ schwarz. Allerdings habe ich noch kein TFT gesehen, welches das so gut fertigbringt wie CRT's. (Wenn ein CRT ein komplett schwarzes Bild darstellt, sieht man wirklich NICHTS mehr, wenn man das Licht im Zimmer ausmacht. Das TFT dagegen leuchtet sichtbar vor sich hin)


    - Farbraum: Folgendes ist mir beim Einstellen des Kontrastes aufgefallen: Niedriger Kontrast wirkt "grünlicher", hoher Kontrast "rötlicher". Dies fällt vor allem bei Weiß auf. Der linke Rand wirkt allgemein ein kleines bißchen rötlich, allerdings ist dies ziemlich subtil.


    -? Pixelfehler: Zuerst habe ich nach leuchtenden Pixeln gesucht. Ich fand tatsächlich ein paar kleine leuchtende Flecke bei schwarzem Bild, allerdings sind sie so winzig, daß sie eigentlich nicht mal Subpixel-Fehler sein könnten! Sie haben auch keine definierte Farbe, sondern verändern die Farbe je nach Blickwinkel! Einer dieser Flecke war ein bisschen größer und wirkte grünlich. Vielleicht ein grüner Subpixel. Sicher bin ich mir da allerdings nicht.


    - Pixelfehler: Einen einzigen nicht-leuchtenden Subpixel habe ich gefunden. Er ist blau (bzw, er sollte blau sein :) ), und relativ weit rechts unten in der Ecke. Nicht sehr auffällig, da der resultierende Pixel bei weißem Hintergrund gelb wird. Sieht man so gut wie gar nicht, außer man hat einen blauen Hintergrund. (Hier bin ich 100% sicher, daß es sich um einen echten Pixelfehler handelt.)


    - Farbraum: Der Monitor scheint bei seiner Nennauflösung zu dithern, um ein fehlendes Bit physikalischer Farbtiefe zu kaschieren! Relativ schwierig zu sehen, aber eindeutig. Dieser Effekt ist ist bei den interpolierten Auflösungen komischerweise nicht zu sehen. Die Interpolation funktioniert erstaunlich gut (im Vergleich zu anderen TFT's die ich gesehen habe), was sich natürlich vor allem in Spielen positiv bemerkbar macht:) Allerdings sollte man tunlichst die Bildschirmfrequenz auf 60 Hz einstellen, da sonst die Darstellungsqualität leidet: Die dargestellte Farbtiefe sinkt u.U. deutlich, und das Dithering scheint dann auch Probleme zu bekommen. (wirkt unregelmäßig)


    So... das war erstmal alles für heute. Morgen geht's weiter :)


    Einige der Effekte sind nicht "bewiesen". D.h. möglicherweise baut die Grafikkarte einfach Mist. Nicht sehr wahrscheinlich, aber möglich. Das muß ich auch noch verifizieren.


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Hallo,


    hier die zweite Fassung meines Erfahrungsberichtes.


    + Panel-Auflösung 1600x1200, Anschlüsse DVI und D-Sub im Panel
    + Standfuß und Halterung: DIN-Norm, schwenkbar nach rechts/links, oben/unten, höhenverstellbar, Pivot-Funktion (90 Grad rotierbar), Lautsprecher eingebaut. (2x3 Watt, Miniklinke Anschluß im Panel)
    + Das Panel ist mit einer antireflektiven Schutzplatte versehen.
    + Beigelegt sind 2 Kabel (analog und digital) sowie Pivot-Software.


    + Dieser Bildschirm wirkt mit seinen 20" sehr groß. In der Praxis bedeutet dies eine Bilddiagonale von beinahe 51 cm. Das ist mehr, als die meisten 21" Röhrenmonitore zu bieten haben. Die hohe Auflösung von 1600x1200 ist für meine Begriffe nicht zu groß gewählt, auch kleine Texte sind noch gut lesbar. Der Neupreis für dieses Gerät beträgt momentan ca. 2600 Euro (dies kann sich allerdings schnell ändern :-)


    - Das OSD ist etwas fummelig mit 4 Knöpfen. 2 zusätzliche Knöpfe regeln die Lautsprecher-Lautstärke, ein weiterer Knopf erlaubt das Stummschalten des Lautsprechers.
    . Die Farbtreue bei schrägen Blickwinkeln ist nicht überragend (es gibt inzwischen bessere Panels in dieser Hinsicht), aber für mich akzeptabel. Von schräg betrachtet wirkt das Bild meist etwas rötlich.
    + Ich war positiv überrascht, als ich den TFT testweise analog anschloß (vorher hatte ich die ganze Zeit mit DVI getestet). Auf den ersten Blick konnte ich den Unterschied nicht feststellen! Es bedurfte schon sehr genauen Hinschauens, um den wirklich sehr minimalen Unterschied zu erahnen. Auf einigen Boards wurde ja immer gepostet, die nVidia-Grafikkarten kriegen keine gescheite Bildschärfe hin. Hmm, kann ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen :-) (Gainward Geforce 3 TI200)
    . Die Wärmeentwicklung ist spürbar, aber nicht übermäßig. Die subjektiv wahrgenommene Wärme an den Lüftungsschlitzen dürfte ca. 30-35 Grad betragen. Das Panel selber wird auch ein kleines bißchen warm.
    . Das Panel hat kleine "Trauerränder", d.h. die Bildfläche wird nicht vollständig ausgefüllt. Die Ränder sind 0.5 mm rechts und unten, 1.5 mm links und 2 mm oben. Merkwürdig, aber nicht unbedingt tragisch.
    . Die Umschaltzeit zwischen verschiedenen Video-Modi betrug ca. 1 sec. im digitalen, und ca. 5 sec. im analogen Betrieb.
    . Die Interpolation ist ganz O.K. Es gibt im OSD einen zugehörigen Regler, den man zwischen "scharf" und "weich" einstellen kann. Allerdings, ganz deaktivieren kann man die Interpolation damit nicht, d.h. ein bißchen weich sind die Übergänge immer.
    . Die Klangqualität war nicht so toll, aber was will man auch von so kleinen Lautsprechern erwarten :-) Bass ist nicht existent, hohe Mitten sind lauter als der Rest, es gibt einige Resonanzen mit dem Gehäuse. Man sollte sie nur leise betreiben. Immerhin, sie funktionieren. Für Musik nicht geeignet, für Windows-Sounds reicht's wohl *grins*.
    - Das Panel gibt im Betrieb ein recht leises Piepsen von sich.
    + "Schatten" waren nicht zu entdecken, nicht einmal im Analogbetrieb. Der subjektive Eindruck der Bildqualität war immer sehr gut.


    - Pixelfehler fand ich nach wie vor nur einen einzigen: den immer dunklen blauen Subpixel in der rechten unteren Ecke. Dann gibt es da noch diese winzigen hellen Stellen. Ich habe immer noch keinen Schimmer, worauf die zurückzuführen sind. Jedenfalls sind sie nicht allzu auffällig.


    + Die Helligkeit geht für mich völlig in Ordnung; das Display ist jedoch nicht so hell wie der AU4831D. (Was nicht heißen soll, daß das Display dunkel zu sein scheint. Es ist nur nicht ganz so gut als Scheinwerfer zu benutzen, wie der AU4831D :-) Unregelmäßigkeiten in der Helligkeitsverteilung sind mir nicht aufgefallen, aber hierauf habe ich auch nicht so sehr geachtet.


    Bildstabilität:
    ? Egal ob analog oder digital angeschlossen: Die Bildstabilität war erstmal sehr gut. Kein Flimmern, kein Wabern. Allerdings ist mir hier beim Testen ein etwas merkwürdiges Problem aufgefallen: Mit Schwarz-Weiß Rastern gab es regelmäßig Probleme. Im digitalen Betrieb tauchten öfters mal "fliegende Streifen" im Raster auf, im analogen Betrieb tendierten sie zum wabern. Allerdings nicht nur mit diesem Bildschirm.... und ebenfalls nicht nur mit der hier verwendeten Grafikkarte. Daher möchte ich mich mit vorschnellen Urteilen erst einmal zurückhalten.


    Farbwiedergabe:
    - Wenn ich den Kontrast herunterdrehe, scheint das Bild grünlicher zu werden, wenn ich ihn hochdrehe, scheint es rötlicher zu werden. Wenn der Kontrastregler in der Mitte ist, erscheint das Bild halbwegs ausgeglichen.
    - Die physikalische Farbtiefe scheint nicht ganz 24 Bit zu betragen. Ein Unterschied zum CRT war definitiv erkennbar: Der CRT konnte tatsächlich mehr Farbstufen sichtbar machen. (Das liegt nicht am stärkeren Verwaschen des Bildes durch das CRT. Die Stufen waren auch am CRT als solche zu erkennen)
    - Ein völliges Schwarz kann scheinbar kein TFT darstellen. So auch hier. Der CRT schafft dies eindeutig besser.
    + Allerdings muß ich zugute halten, daß auch sehr dunkle Farbabstufungen noch erkennbar sind, ohne daß man hierzu die Helligkeit oder den Kontrast weit aufdrehen müsste.


    Bewegtbildanzeige:
    . Es werden keine Frames verschluckt, d.h. der Monitor zeigt (wie man es auch erwarten sollte) alle ankommenden 60 Bilder pro Sekunde an. Sehr schnelle und flüssige Bewegung wirkt deutlich verschwommen. Dies fällt vor allem in schnellen 2D-Spielen (z.B. Flipper) negativ auf.
    + Trotzdem ließen sich FPS-Spiele (3D Ego-Shooter) überraschend gut spielen; bei CS fiel mir (und anderen) das Verschwimmen so gut wie gar nicht auf. Hier war die überlegene Bildschärfe, sowie die genügend helle Darstellung auch von dunklen Ecken ein viel wesentlicherer Gesichtspunkt :)
    - Bei schnellem Scrolling tritt eine sichtbare Farbverfälschung auf. So wirkt schwarzer Text auf weißem Grund bei schnellem Scrollen grünlich.


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Quote

    der Monitor zeigt (wie man es auch erwarten sollte) alle ankommenden 60 Bilder pro Sekunde an


    ?? 60fps ?? kann nicht sein, dann müsste der tft eine reponse von knapp 17ms haben.
    ein 25 ms tft schafft geradmal 40fps.


    oder hab ich da etwas verkehrt verstanden?


    gruss

  • Hallo wizardz2002,


    Ich hatte das ein wenig anders verstanden:


    Die "Reaktionszeit" eines TFT bezieht sich, sofern nicht anders angegeben, auf einen kompletten Zyklus, d.h. ZWEI Übergänge: schwarz->weiß->schwarz. Manchmal werden die Übergänge auch separat angegeben, man nennt sie dann fall und rise. Meist sind diese Zeiten unterschiedlich.
    Wenn nun also ein TFT eine Reaktionszeit von 30 ms hat (wie für dieses Modell spezifiziert), dann bedeutet dies, daß ein kompletter Zyklus von ganz schwarz bis ganz weiß und wieder zurück zu ganz schwarz in 30 ms bewältigt werden kann. (Dies könnten dann z.B. zwei verschiedene Frames sein)
    Rein rechnerisch könnte der Monitor somit also tatsächlich bis zu 66 fps sauber darstellen, jedenfalls dann, wenn Fall und Rise identisch wären.


    Nun ist es aber so, daß selbst ein unvollständig ausgeführter Übergang nicht völlig unsichtbar ist. Das, was ich in meinem Erfahrungsbericht sagen wollte, war: Der Monitor wertet intern auch tatsächlich 60x pro Sekunde das eingegangene Bild aus. Ob das Panel die notwendigen Übergänge in der 60tel Sekunde tatsächlich vollständig hinkriegt, ist eine andere Frage. Der Monitor, den ich vorher getestet hatte: Iiyama 4831D, wertete bloß 30 Bilder pro Sekunde aus. Der Unterschied ist sehr drastisch: Dadurch, daß beim Iiyama nur jedes 2. Bild ausgewertet wurde, wirkte jede Bewegung ruckelig. Dafür waren die einzelnen Bewegungsphasen ein wenig schärfer (sie hatten ja auch mehr Zeit, sich aufzubauen :-).


    Der Iiyama AU4831D-Thread ist im TFT-Helpcenter (in diesem Board) zu finden.


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Hallo,


    irgendwie hat man manchmal Tomaten auf den Augen...


    Zwar ist die Helligkeitsverteilung des Monitors einigermaßen gleichmäßig, nicht jedoch die "Farbverteilung": Ein weißer Hintergrund wirkt auf der linken Seite des Monitors rötlich, auf der rechten Seite grünlich. Ein bißchen scheint das auch mit dem Blickwinkel zu tun zu haben, denn wenn ich den Monitor von links her betrachte, scheint der grünliche Bereich größer zu werden, und umgekehrt.


    Natürlich sehe ich den Effekt _jetzt_ bei jedem weißen Fenster... :/


    Echt schlimm, auf wie viele Dinge man so achten muß beim Monitorkauf...


    Viele Grüße
    WIlfried

  • Hallo,


    Inzwischen haben sich die Indizien gehäuft, daß die "fliegenden Streifen", die gelegentlich bei Schwarz-Weiß Rastern auftreten, durch die Grafikkarte verursacht werden:


    - Selbst auf dem CRT sind manchmal ähnliche Effekte zu betrachten. Nicht identisch allerdings (Ist auch nicht mit DVI angeschlossen ... )
    - Im Usenet gibt es Hinweise, daß es mit Radeon-Karten und DVI zu ähnlichen Problemen kam
    - Insbesondere tritt dieser Effekt gerne auf, wenn der Rechner "frisch gestartet" und noch kalt ist. Wohlgemerkt: Wenn der Rechner kalt ist. Ob das TFT schon eine halbe Stunde (an einem anderen PC) lief, oder auch noch kalt war, spielt keine Rolle. Gegenprobe: Rechner eine Weile laufen lassen, dabei TFT ausgeschaltet. TFT ist kalt. TFT einschalten-> Effekt tritt _nicht_ auf. Ok, das ist kein Beweis. Aber ein sehr deutlicher Hinweis.


    Leider habe ich keine zweite Grafikkarte mit DVI, so daß ich die Sache nicht wirklich verifizieren kann. Und auch keinen zweiten Monitor mit DVI ... :) Davon mal abgesehen: Wenn dieses Problem auch mit anderen DVI-Grafikkarten auftritt, würde mir eine zweite Grafikkarte auch nicht wirklich weiterhelfen...


    Ich hätte nicht gedacht, daß es dermaßen seltsame Probleme mit DVI geben könnte...


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Quote

    Die "Reaktionszeit" eines TFT bezieht sich, sofern nicht anders angegeben, auf einen kompletten Zyklus, d.h. ZWEI Übergänge: schwarz->weiß->schwarz. Manchmal werden die Übergänge auch separat angegeben, man nennt sie dann fall und rise. Meist sind diese Zeiten unterschiedlich.


    verstehe ich nicht ganz:


    schwarz-weiß-schwarz= 30ms= 2 frames
    schwarz-weiß-schwarz-schwarz -weiß-schwarz= 60ms 4 frames
    usw.


    ich würd sagen:


    schwarz-weiß= 30ms= 1 frames
    schwarz-weiß-schwarz-weiß= 60ms= 2 frames
    schwarz-weiß-schwarz-weiß-schwarz-weiß= 90ms= 3 frames
    usw.


    siehst du den unterschied. besser wäre gewesen, statt "schwarz/weiß"...."aus/an"


    gruss

  • Hallo,


    Quote


    schwarz-weiß-schwarz= 30ms= 2 frames
    schwarz-weiß-schwarz-schwarz -weiß-schwarz= 60ms 4 frames
    usw.


    schwarz-schwarz
    Ich würde sagen, dafür braucht auch der schlechteste TFT nur 0 ms :)


    Ein "Frame" ist ein komplettes, statisches Bild, welches zum Monitor geschickt wird. Bei einem 60 Hz-Modus werden 60 Frames pro Sekunde an den Monitor geschickt. Der "Worst-Case" für den Monitor wäre, wenn die Frames abwechslungsweise schwarz und weiß sind, denn dann müssen die Pixel 60 mal pro Sekunde von einem Extrem zum anderen umgeschaltet werden.


    Wenn der Monitor einen kompletten schwarz->weiß->schwarz Zyklus in 30 ms schafft, kann er in diesen 30 ms zweimal von einem Extrem zum anderen wechseln. Folglich kann er in 900 ms sechzigmal von einem Extrem zum anderen wechseln.


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Hallo,


    Das Problem mit der "Farbverteilung" ließ sich durch geringfügiges Absenken der Helligkeiten aller drei Farbkomponenten im Farb-Justierungsmenü im OSD drastisch entschärfen! (Nicht etwa durch das Ändern von Helligkeit und/oder Kontrast... :-) Keine Ahnung wieso ausgerechnet das geholfen hat...


    Merkwürdig... man sollte ja eigentlich erwarten, daß ein mit DVI angesteuerter TFT-Monitor "ab Werk" optimal eingestellt ist :)


    Erleichterung auf meiner Seite, jedenfalls. Der Rotstich auf der linken Seite hatte schon angefangen, mich richtig zu nerven.


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Hallo,


    tja .. wie's nun mal so ist: Die offensichtlichen Dinge merkt man erst zuletzt.


    Mit meinem eigenen Testprogramm produziert der Monitor perfekt reproduzierbare Synchronisationsprobleme, die eindeutig auf den Monitor zurückzuführen sind. Im Testprogramm äußert sich das durch einen alle ca. 10 Sekunden auftretende, rasch von oben nach unten durchlaufenden, schwarzen Streifen. In anderen Programmen äußert sich das in gelegentlichen sogenannten "Framedrops". (Wesentlich unauffälliger, bemerkbar nur bei flüssig laufenden Spielen: ein kurzes, leichtes, Rucken) Das Problem tritt sowohl bei analogem als auch bei digitalem Anschluß auf. Ich habe alle 4 Möglichkeiten gestestet (PC1 an TFT, PC1 an CRT, PC2 an TFT, PC2 an CRT), und es tritt zuverlässig immer und ausschließlich mit dem TFT auf.


    Zuerst dachte ich wohl, das liegt an Windows, weil es noch ein bisschen auf der Platte rumrattern muß... :)


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Hallo,


    Ich konnte das Frame-Schluckauf-Problem festnageln.


    Offensichtlich synchronisiert der Viewsonic intern sein Panel _immer_ mit einer festgelegten Frequenz. Ungünstigerweise scheint diese um 0.1 Hz von 60 Hz verschieden zu sein, was sich darin äußert, daß es alle 10 Sekunden zu einer Art Frame-Drop kommt. Stellt man z.B. einen 70-Hz Modus ein, wird die Sache offensichtlich, denn dann sieht man deutlich, daß die Synchronisation nicht mehr stimmt. (horizontale bild-abschneidende Streifen in Masse, wie man das in diesem Falle kennt)


    Tja, jetzt bräuchte man eine Grafikkarte, die man "fein-tunen" kann (z.B. auf 60.1 Hz)...


    Ach ja .. es liegt NICHT an meiner Grafikkarte. Mittlerweile habe ich es mit 3 völlig verschiedenen PC's getestet, immer mit dem gleichen Ergebnis.


    Viele Grüße
    Wilfried

  • Das hört sich in der Tat merkwürdig an. TFT's die keine Lust haben jedes Frame darstellen oder sich verschlucken :D


    Was ist eigentlich mit dem Monitor? Wirst Du ihn denn behalten oder weiter auf die Suche gehen?

  • Hallo Prad,


    Tja, entweder ich ziehe Merkwürdigkeiten magisch an -- oder ich bin der Einzige, dem sie auffallen... oder es ist einfach alles nur Zufall :)


    Ideellerweise müsste ich den Monitor ja zurückgeben. Aber die Zeit ist mir ein bisschen davongelaufen. Ich kann nicht ewig nach einem Gerät suchen. Und zum Arbeiten wird er wohl taugen. Ärgerlich ist es natürlich schon...


    Wenn es eine realistische Möglichkeit für mich gegeben hätte, in vernünftiger Zeit ein TFT aufzutreiben, welches KEINEN Ärger macht, und meinen Anforderungen genügt, dann hätte ich sie wohl eingeschlagen. Aber wer will schon UXGA-TFT's (außer in Laptops :) ... Scheinbar benötigt niemand eine höhere Auflösung als 1280x1024. Oder kann sie sich leisten. Oder will sie sich leisten. So kommt es, daß man die Dinger NIRGENDS findet. Außer an Laptops. Zum Absägen, wahrscheinlich :)


    Also behalt' ich das Teil. Es flackert wenigstens nicht. Und es wirkt nicht träge, im normalen Betrieb. Klar, es macht natürlich Synchronisationsprobleme, hat nicht alle Farben auf der Palette, einen mittelschweren blickwinkelabhängigen Farbstich (den man allerdings einigermaßen durch Einstellung in den Griff bekommt), und hat eine etwas merkwürdige Pixel-Update-Reihenfolge, die bei schnellen Bewegungen alles ein bißchen gerastert aussehen läßt (davon hatte ich noch gar nix berichtet... aber ich konnte den Effekt einfach noch nicht präzise eingrenzen). Aber im Gegensatz zum Iiyama hat es keine so drastischen Probleme, daß sie einem dauernd beim normalen Arbeiten aufstoßen würden. Selbst Zocken kann man einigermaßen damit. Ist halt kein "Referenzgerät", wenn es mal wirklich drauf ankommt, braucht man einen anderen Monitor. Und wenn ich mal wieder ein richtig schnelles Spiel programmieren will, dann auch nicht an diesem Teil.


    Naja was soll's... dann les' ich mal weiter meine PDF Dateien hier... :)


    Viele Grüße
    Wilfried