Dell 2001 FP (Prad.de User)

  • Da ich das Glück habe, den Dell 2001FP als 14tägige Leihstellung testen zu können, schreibe ich hier meine Erfahrungen nieder. Direkt vergleichen konnte ich den Dell 2001FP mit einem NEC 1880SX und einem Eizo L557. Aus diesem Grund musste ich die Auflösung im direkten Vergleich (Clone-Modus an einer ATI 9800 Pro) beim Dell auf 1280 x 1024 bei einer 1 zu 1 Darstellungen herunter stellen.


    Das Gehäuse des Dell macht einen guten, weil stabilen Eindruck bei ansprechender Optik. Der Standfuß ist wirklich optimal. Die Höhenverstellung erlaubt eine Differenz von 13cm. Wenn der Monitor ganz unten ist, rastet der Fuß ein und muss bei Bedarf per Knopfdruck wieder gelöst werden. Die Bildunterkante liegt dann bei 12,8cm vom Schreibtisch. Ebenso wird Pivot-Funktion und eine seitliche Drehbarkeit geboten. Letzteres kannte ich bisher nur von NEC’s SX / UX Serie und möchte Dell dazu gratulieren. Diese Funktion habe ich bei anderen Monitoren bisher vermisst. Der Einstellbereich in der Vertikalen ist nach vorn sehr gering und nach hinten ausreichend. Die Anschlussmöglichkeiten sind sehr vielfältig. DVI, VGA, F-BAS (Chinchbuchse) und S-Video sowie ein USB-HUB für den 2.0 Standard werden geboten. Mitgeliefert werden eine VGA-, ein DVI- und eine USB-Anschlusskabel sowie das externe Netzteil. Daran sollte sich Eizo mal ein Beispiel nehmen, da hier das DVI-Kabel fehlt. Kritikpunkte am Gehäuse sind für mich die schwammigen Tasten und die zweite Leuchtdiode (noch zwei und es hätte für Weihnachten gelangt). Die hätte man z. B. gut 5 Sekunden nach Betätigung abschalten lassen können. Wenn am Monitor Filme geschaut werden, ist das störend.


    Die Bildqualität des Dell habe ich erst allein auf mich wirken lassen und anschließend mit Referenz-Bilddateien, Monitor-Testprogrammen und Spielen mit den anderen Monitoren verglichen. Dabei habe ich DVI und Analog jeweils mehrfach gewechselt. Das Bild verschlechtert sich bei Analogverkabelung beim Dell nicht dramatisch. Hier zeigte lediglich der Eizo eine deutliche Schwäche. Wenn der kein wirklich perfektes Signal bekommt, kann man den derart angeschlossen nur als schwammig bezeichnen. Hierbei lässt sich der NEC z. B. kaum erschüttern und zeigt das beste „Analog-Bild“ mit toller Schärfe. In der Grundeinstellung (normal) sind die Farben des Dell 2001FP schlicht nicht zu gebrauchen. Diese Einstellung lässt z. B. alle Menschen auf Fotos gelbsüchtig aussehen. Es entzieht sich völlig meiner Vorstellungskraft, was sich die Entwickler hierbei gedacht haben. Aber auch die zwei anderen Werte (blau und rot) sind zwar anders, aber nicht besser. Leider gibt es bei diesem Monitor nur die Möglichkeit, die rot, grün und blau Werte zu ändern! Und nach mehreren Stunden des Einstellens musste ich schlicht feststellen, das mit den geboten Möglichkeiten k e i n e vernünftigen Grauwerte erreicht werden können. Das wirkt sich natürlich auf alle dargestellten Mischfarben negativ aus. Die Gegenprobe mit den anderen Monitoren belegte diese Feststellung. Für die Bildbearbeitung hat sich der Dell 2001FP damit eindeutig disqualifiziert. Bei der Darstellung von sehr feinen Linien und unterschiedlichen Graustufen gab der TFT z. T. Geräusche von sich und zeigte dabei gelegentlich in der Bildmitte einen ca. 3cm hohen horizontalen Balken in welchem Interferenzen auftraten. Letzteres Problem trat auch manchmal beim PixPerAn-Test auf. Ein weiteres Problem sind die REBK’schen Streifen, welche beim Dell deutlicher als beim NEC 2080UX+ erkennbar sind. Auf meinem Testexemplar ist als Herstellungsdatum Dezember 2003 angegeben. Übrigens konnte ich keinen Pixelfehler entdecken. Ebenfalls gab es keinerlei Probleme bei Umschalten verschiedener Auflösungen oder Signalquellen. Ebenso funktionierte die PiP-Funtion sehr gut und die Bildqualität über den Videoeingang oder PiP war überzeugend. Alle Auflösungen wurden einwandfrei entweder im Aspekt oder 1 zu 1 dargestellt.


    Mein Fazit würde ich gerne anders sehen, doch Wunschdenken hilft hier nicht. Die gebotenen Features und der Sonderpreis von 893,-€ waren sehr verlockend. Doch morgen kommt der wieder die Kiste und ich lebe lieber mit meinem NEC 1880 SX noch etwas weiter, obwohl ich die hohe Auflösung sehr vermisse. Sehr gut sind die Anschlussmöglichkeiten, die Spieletauglichkeit (hier ein Foto im Vergleich zum NEC 1880SX) die hohe Auflösung und das Zubehör. Sehnsüchtig erwarte ich einen TFT-Monitor mit den optischen Eigenschaften des NEC 2180UX und mindestens der Geschwindigkeit des 20er LG-Panels. Wo bleibt der nur? Bei einer Auswahl zwischen Dell 2001FP und NEC 2080UX+ würde ich jedenfalls lieber die gut 400,-€ mehr für den NEC investieren. Allerdings sind da noch die REBK’schen Streifen die meiner Meinung nach auf Dauer unerträglich sind. Gerade wenn man Monitore wie die o. g. zum direkten Vergleich heranzieht, fällt das extrem auf und lässt einen darüber nur den Kopf schütteln.
    Für gelegentliches Arbeiten am PC und den Hauptschwerpunkten Spiele und Video ist der Dell 2001FP zumindest aus preislicher Sicht (solange die Promotion läuft) dennoch zu empfehlen.

  • Hallo,


    ich muss sagen der Beitrag hat mich ein bisschen beunruhigt. Nach langem Sparen wollte ich mir eigentlich den Dell TFT nächsten Monat bestellen. Der Bericht von PaladinIV hat mein Vorhaben eigentlich soweit bestätigt, nun kommen mir nach deinem Bericht hier aber ernste Zweifel. 1000 Euro sind eine Menge Kohle...


    Meine Frage,
    wann genau und wie oft tauchen die REBK’schen Streifen auf und wie schlimm ist das Einstellungsproblem mit den Farben ?


    Leider sitze ich nicht nur gelegentlich am PC und meine Hauptschwerpunkte sind leider nicht Spiele und Video. Wäre der TFT dennoch für tägliches, langes arbeiten am PC zu empfehlen ?

  • @cozmo


    Quote

    Meine Frage, wann genau und wie oft tauchen die REBK’schen Streifen auf und wie schlimm ist das Einstellungsproblem mit den Farben ?


    Also, die REBK´schen Streifen sind horizontale Streifen über den ganzen Bildschirm und zwar jede 2. Zeile.


    Ob Du nun ein Gerät mit diesem Effekt erwischst hängt scheinbar von deinen Glück/Pech ab. Wie es bei dem Dell im speziellen aussieht kann ich dir nicht sagen, aber auch dort gibt es diesen Effekt. Scheinbar gibt es TFT-Modelle bei denen die Streifen stärker oder schwächer erscheinen. Mein damaliger NEC 2080UX+ hatte recht starke REBK´sche Streifen bei mir angezeigt. Andere nehmen die nur unter genauem hinsehen wahr und wieder andere berichten, dass sie keine haben.


    Ich kann dir nur sagen, dass ich an meinen ehemaligen 2080UX+ mit den Streifen nicht lange hätte arbeiten wollen. Ob dir das auch so gehen wird, dass wirst Du dir nur selber beantworten können.


    REBK


  • Hi, wenn Du nicht spielst (oder selten), dann würde ich Dir D r i n g e n d von einem Modell mit diesem Panel a b r a t e n.


    Schau Dir dann mal folgende Modelle an:


    -Eizo L985ex (21,3")
    -Eizo L885 (20,1")
    -NEC 2180ux (21,3")
    -Iiyama H540s (21,3")


    Diese Modelle sind zumindest bedingt spieletauglich und haben eine exzellente Bildqualität. Ich würde, wenn es um die Qualität und Bildqualität geht, immer eher zu einem der beiden Eizo´s greifen.


    Ich würde auch einen L885 dem H540s vorziehen.


    Schöne Grüße


    Mario

  • Hi Mixman,


    vielen Dank für Deinen tollen Bericht. Daß der Dell zu einem so günstigen Preis nicht direkt mit einem NEC mithalten kann, habe ich schon vermutet.
    Der NEC ist anscheinend besser abgestimmt und feiner einzustellen.


    Schön, daß Du auch ein paar Foto´s gemacht hast. Optisch sieht der Dell ziemlich genial aus.


    Vor allem die von Dir beschriebene schlechte Farbqualität des Dell hat mich stark verwundert. Aber von den Farben her kam mein 2080ux+ auch nicht an ein MV/PVA bzw. an den Iiyama H540s ran. Das rot wirkte sehr orange und die Farben wirkten längst nicht so plastisch und stark wie am Iiyama.


    War auf jeden Fall sehr interessant zu lesen.


    Schöne Grüße


    Mario

  • Momentan habe ich leider wenig Zeit für das Pad-Forum, deswegen die späte Antwort. Wie bereits REBK und noch mehr Try2fixit beschrieben haben, würde ich jedem Vielarbeiter (bereits genauso in meinem allerersten Testbericht von 11/03 zum NEC 2080UX+ mit gleichem Panel formuliert) abraten. Ich meine sogar, das beinahe jeder andere TFT-Monitor hierfür besser geeignet wäre. Ich persönlich empfinde das Preisniveau der Monitore über 19" als übermäßig hoch. Schließlich ist mittlerweile jeder halbwegs moderne PC für die Auflösung von 1600 x 1200 Pixeln geeignet und das Kaufinteresse entsprechend groß. Es dürfte folglich wohl kein Geheimnis sein, dass die Preise für entsprechende TFT's spätestens zum kommenden Weihnachstgeschäft mächtig einbrechen und denen heutiger 19er angepasst sein dürften. Wenn ich das Preis-/Leistungsverhältnis meines technisch leicht angegrauten NEC 1880SX mit mit dem der von mir getesteten 20er und 21er Monitore vergleiche, kann ich nur zu diesem Schluß kommen.
    Die REBK'Streifen habe ich bisher an allen vier TFT's mit dem neuen 20er LG-Panel (drei NEC 2080UX+ und ein Dell 2001FP) zur Kenntnis nehmen müssen. Beim Dell waren Die viel aufdringlicher als bei den letzten beiden gesichteten NEC's. Von mir erhält LG jedenfalls keinen Cent für diesen Streifenlook.

  • Hier noch ein Nachtrag bezüglich der Kritik-Reaktion unseres Dell-Firmenkontaktes. Der Mann behauptete er hätte noch nie eine derartige Kritik im negativen Sinne auf einen seiner Monitore bekommen. Das bezog sich hauptsächlich auf meine Aussage zu der mangelhaften Darstellung von Mischfarben bzw. Graustufen. Die Streifen habe ich erst gar nicht erwähnt, wozu auch? Das will erst recht kaum ein Verkäufer wahrhaben bzw. höhren. Aus meiner sicht ist das aber auch nicht wirklich verwunderlich. Die meisten Dell Anwender werden sowieso nicht nach ihrer Meinung über die Produktqaulität befragt. Die PC's und Monitore werden ihnen einfach vorgesetzt und basta. Für deren Produkte zählen Verfügbarkeit, Preis, Zuverlässigkeit sowie Austauschbarkeit für das Imaging. Farbechteit bei Monitoren fällt hier wohl eher in das Ressort Schnickschnack. Als weiteres Gegenargument zu den Farben brachte der Dell-MA das der 20er ja auch extra zu CAD-PC's angeboten wird. Ich glaube der Dell 2001FP dürfte der einzige TFT-Monitor der 20" Klasse sein, bei dem noch nicht einmal die Farbtemperatur eingestellt werden kann. Auch ein Nachfragen beim Technischen Support nach einem evtl. Geheimmenü war erfolglos. Jedenfalls bin ich froh, das ich nicht mit dem 2001FP arbeiten muß. Mir reicht da schon mein täglicher Arbeitsmonitor (Dell 1703FP - wenigstens ohne Streifen). In Teilbereichen unseres Unternehmens hat auch schon ein schleichender Übergang zu Eizo-Monitoren stattgefunden, als diese mal Versuchsweise vorgesetzt und für deutlich besser befunden wurden. Jetzt könnte man denken, dass das eine snobistische Angelegenheit ist. Nein, die 17er Eizos kosten genausoviel und haben fünf Jahre statt drei Jahre Garantie.

  • @Try2fixit


    Vielen Dank für die Vorschläge aber die von dir genannten TFTs sind mir zu teuer obwohl sie bestimmt ihr Geld wert wären.
    Nach langem suchen habe ich eine Alternative in den NEC 1980SX-BK gefunden. Jetzt muss ich nur noch eine günstige Bezugsquelle finden, was ja gar nicht so einfach ist...


    cozmo

  • so, ich hab ihn gerade vor mir, endlich, mein Vater hat einfach mal einen bestellt und würde ihn falls ich ihn nicht will einfach jemandem in der Firma auf den Tisch stellen, aber ich glaube daraus wird nichts :))
    Ich weiß nicht, ob es REBK-sche Streifen sind, kann auch sein dass ich mir da was einrede, aber ich bin der meinung, dass es mich nicht stören wird. Auch von den Farben bin ich positiv überrascht, nach mixmans Schilderung hatte ich schlimmste Befürchtungen, aber Bilder sehen doch recht ordentlich aus, bin zwar nicht sooo anspruchsvoll was das angeht, aber ein bisschen Videobearbeitung mach ich auch, deshalb war mir der Punkt auch etwas wichtig...
    Ich hab übrigens auch die Version vom Januar, vielleicht hat sich da tatsächlich noch etwas getan. Pixelfehler habe ich übrigens keinen einzigen, auch nicht Sub-.
    Also bin wirklich hellauf begeistert, ist auch mein erster TFT, aber ich glaube ich werde nicht bereuen, dafür Geld ausgegeben zu haben...
    Somit kann ich diesen TFT für alle, die nicht ganz so perfektionistisch denken auf jeden Fall weiterempfehlen...


    Vielleicht gibts später noch mehr, hab den guten jetzt erst seit 2 Stunden, seitdem aber nicht aus den Augen gelassen... Den kann ich doch garnicht heute hier alleine lassen, wer weiß was mit dem passiert, nachher bekommt er noch REBK-sche Streifen.... ;)


    Thanks so far an alle für die nette Beratung, ich werd bestimmt mal wieder vorbei schauen, spätestens wenn es dann die 30"-Breitbild-TFT's mit HDTV-Anschluss & Auflösung (1920x1080) gibt... :D


    Ciao, Axel


    P.S.: als Anhang gibts noch ne kleine Aufnahme, könnt ja nach Streifen suchen. Ich konnte glücklicherweise keine finden, ist mit Ixus 400 mit Marko aus 10cm Entfernung aufgenommen.

  • so, etwas näheres zu den schönen Streifen...
    Meiner Meinung nach sind die nur in einem sehr gewissen Abstand zu beobachten, und zwar so aus einer Entfernung von 30 cm vom Bildschirm (ziemlich nahe...)
    Wenn man das ganze so 10 cm weiter entfernt betrachtet fällt es garnicht so auf, deshalb ist meine klare Meinung, dass dies Interferenz-Effekte sind...
    Wenn ich morgen wieder klar denken kann schreib ich auch nochmal meine Berechnung dazu auf, falls diese stimmen sollte, aber genau das habe ich zumindest vor 4 Tagen in meiner Physik-Klausur berechnet....
    Aber für mich sind diese 30 cm keine normale Arbeits-Entfernung, bin zur Zeit nur mit Notebook an diesem Display, deshalb sitz ich etwas näher davor...
    Also, keine Angst vor REBK'schen Streifen, schaut sie euch erst in Ruhe an und urteilt dann....
    MfG,
    Axel

  • Einen Bekannten von mir, der kurz vor dem Dell gesessen hat, habe ich auch erst auf die Streifen aufmerksam machen müssen. Dieser bestaunte aber auch als TFT-Neuling erst einmal die Schärfe der Buchstaben bei der UXGA- Auflösung. Jedenfalls finde ich es gut, das Du mit Deinem Dell zufrieden bist. Trotzdem warte ich erst einmal ab, ob diese Zufriedenheit auch länger anhält. Wie bringst Du eigentlich die Tatsache, dass diese Streifen nur auf der linken Bildschirmhälfte zu sehen sind mit Deiner Interferenz-Theorie in zusammen?

  • ich bin auch gerade am überlegen, ob das wirklich Interferenz sein kann...
    Die Streifen sind ja zudem nur horizontal, und wenn es Interferenz wäre, müsste es ja radial sein...
    Aber Tatsache ist ja, dass es sich nicht direkt messen bzw. abfotografieren lässt, wenn man die Kamera direkt davor stellt. Das hat mich irgendwie sofort auf Interferenz schließen lassen.
    Komischerweise ist das auch gerade bei dieser Website sehr ausgeprägt.
    Naja, ich bin eigentlich schon soweit mich nicht weiter damit zu beschäftigen, bevor ich dann auch nur noch Streifen sehe...
    Je mehr man sich nämlich damit beschäftigt, desto mehr stören sie einen, deshalb will ich es mal dabei beruhen lassen.
    Also denn, viele Grüße,
    Axel

  • Meine Meinung: Der Zug ist schon abgefahren ;)


    Zugegeben, die REBK´schen Streifen lassen sich nur schwer fotografieren. Aber es gibt im Forum ein paar Bilder auf denen man sie sehen kann, aber hauptsächlich werden die Streifen nur von denen direkt wahrgenommen, die diese auch schon in "Natura" gesehen haben.


    Den anderen muss man erst erklären was da zu sehen ist.


    Es kann ja sein, dass deine Streifen auch nicht ganz so stark sind wie meine damals.


    Aber wenn sie dich nicht stören, dann ist doch alles prima.



    REBK

  • Nach meinem enttäuschenden ersten Versuch mit dem Dell 2001 (Herstellungsdatum 12/03) im Februar diesen Jahres und anschließenden Tests mit anderen 17", 19", 20" und 21" Monitoren kommt hier nun der Bericht zu meinem zweiten Versuch. Zu meiner Entscheidungsfindung:
    Die Erfahrungen mit den anderen TFT-Monitoren hat meine Erwartungen insgesamt doch ein gutes Stück sinken lassen. Meiner Meinung nach gibt es momentan keinen brauchbaren Universal TFT-Monitor. Mit dem einen Modell kann man gut spielen, mit dem Anderen gut arbeiten. Dies ist mittlerweile oft besprochen worden und somit allgemein bekannt. Dadurch muss man sich für einen passenden Kompromiss, die reinen Arbeitstiere und Zocker natürlich ausgenommen, entscheiden. Das aus rein kommerziellen Gründen entstandene 5 zu 4 Format der 17er, 18er und 19er hatte mir sowieso nie gefallen. Besonders komisch erscheint mir dieses Format im Zusammenhang mit dem allerorts propagierten Breitbildformat von Fernsehern, HDTV und nun auch Computer-Monitoren. Ferner entsteht dadurch auch hauptsächlich das Problem verzerrter Darstellung des sonst üblichen 4 zu 3 Formates am Monitor. Obendrein wird dann noch von den allermeisten Herstellern die seitengerechte- und /oder 1 zu 1 Darstellung ausgespart. Ausgelöst wurde die unerwartet frühe Entscheidungsfindung für einen neuen Monitor durch die notwendige Abgabe meines NEC 1880SX. Wichtigste Kriterien waren schließlich geringe Schaltzeiten fürs Spielen, nur bei S-IPS vorzufindende Blickwinkelunabhängigkeit auch bei Mischfarben und UXGA Auflösung. Was blieb da außer dem 20er LG-Panel? – genau, leider immer noch nichts weiter! Da mir der 2001FP aufgrund einer erneuten Aktion von Dell und meines guten Firmenkontaktes zum Preis eines 19er TFT angebotenen wurde, habe ich es erneut gewagt.


    Der eigentliche Erfahrungsbericht:
    Der neue Dell 2001FP wurde nun wunschgemäß in der „Dual Tone“ genannten Farbkombination geliefert. Da ich einen schwarzen Gehäuserand schon am Arbeitsplatz hinnehmen muss, wollte ich dies auf keinen Fall noch zu Hause haben. Darin haben mich auch meine Erfahrungen mit den anderen TFT-Monitoren bestärkt. Der Samsung 213T z. B. hat mich dann endgültig auf die Farbe Silber als sehr schönen Kompromiss zum Computerbeige gebracht. Nun gab es zwar in der Beschreibung zum Dell 2001FP DT nur etwas über hellgrau zu lesen, doch keine sorge, es ist eher Silber. Die Bezeichnung „Dual Tone“ ist dahingehend verwirrend, weil letztlich auch die bekannte dunkle Farbe mit Silber kombiniert wird. Da man kein aussagekräftiges Foto von dem 2001FP in der DT Variante findet, habe ich Dell 2001FP DT eins eingestellt.
    Das Herstellungsdatum ist August 2004. Der Monitor hat keinerlei Pixelfehler. Die Bedienknöpfe sind aus dem gleichen Superbillig-Material wie beim ersten Modell. Es müsste wenigstens die zweite Leuchtdiode für die Eingangsanzeige nach einigen Sekunden ausgehen, was soll dass? Ansonsten wirkt das Gehäuse aber sehr stabil und ansehnlich. Die technische und mechanische Funktionsvielfalt ist überragend. Pivot-Funktion mit sauberen Einrastpunkten, USB 2.0 Hub mit vier Steckplätzen, optionales Lautsprechersystem mit Stromversorgung am Monitor, Videoeingänge mit PIP-Funktion, Höhenverstellung mit großem Spielraum, Drehbarkeit und Neigungsverstellung mithilfe des sehr stabilen Fußes.
    Die Bildqualität wurde deutlich verbessert. Besonders die Farb- und Kontrastdarstellung, sogar das Rot wirk echt. Der Monitor läuft bei mir nun in den Grundeinstellungen, Hut ab. Es bleibt die deutlich erkennbare Panelstruktur mit den dadurch entstehenden Nachteilen. Die Streifenbildung und die bei S-IPS meist vorkommende, kristallene Härte im Bildeindruck, welche sich hierbei zusätzlich wie ein leichter Grauschleier präsentiert. Doch kann ich nun keinen Unterschied mehr in der Bildqualität zwischen einem kürzlich erneut gesichteten NEC 2080UX+ und dem Dell 2001FP ausmachen. Vielleicht hatte ich beim ersten Versuch eine zu frühe Revision des 2001FP erwischt. Natürlich bleiben die Vorteile des NEC bei den Einstellmöglichkeiten (6-Achsen Farbeinstellung, Kontrasteinstellung auch bei DVI, usw.) bestehen. Eventuell würde man in einem direkten Vergleich doch noch den NEC als etwas besser einstufen, darüber bin ich mir nicht vollkommen im Klaren. Sollten in den nächsten 12 Monaten grundlegende Verbesserungen, wie z. B. endlich richtig gute Schaltzeiten in Kombination mit hochwertigen Paneltechnologien und besserem Schwarz, bei TFT-Monitoren zu verzeichnen sein, wird mich dann der Verkauf des Dell 2001FP finanziell betrachtet weniger schmerzen. ;)

  • Hi Mixman,


    vielen Dank für Deinen neuen Erfahrungsbericht mit Deinem zweiten Dell FP2001. Das hört sich ja schon mal ein wenig besser an - wenn auch beileibe noch nicht optimal.


    Aber wenigstens verlierst Du so später nicht so viel Geld, wenn mal ein vernünftiger Monitor herauskommt.


    Schöne Grüße


    Mario

  • sers mitnand,
    bin auf der such nach zwei 20 zöllern.
    bei dell gibts den 2001fp bis ende oktober für 787,81 €.
    verdammt.... der preis ist für mich sehr verlockend :)


    als ich mich dann gestern noch reviews und meinungen zu dem teil umgesehn hab bin ich hier gelandet und bin überracht, wieviel man bei nem tft kauf verbocken kann.


    die meinungen über den dell gehn ja weit auseinander.
    der post von mixman gibt mir die hoffnung, dass das display doch was für mich sein könnte.
    das wichtigste für mich ist platz. ich brauch die 1600*1200 und das auf beiden monitoren.
    benutzt werden sie in erster linie zur medienproduktion (flash, photoshop, videoschnitt ...) und zum programmieren.
    jetzt werden einige sagen... "kauf dir für die kohlen lieber nen ordentlichen 21")... ich brauch aber zwei monitore und kann mir eben momentan keine 2 guten 21 zöller leisten.


    desweiteren denke ich auch, dass bei den 21" displays der preisvefall recht hoch ist.


    die dells könnte man dann immer noch mit recht wenig verlust verkaufen und sich was richtig gutes zulegen... nur eben momentan nicht zu den preisen.


    leider hab ich den 2001fp nicht selbst begutachten können und bin somit auf die aussagen und meinungen anderer angewiesen.


    daher würd es mich freuen, wenn sich vielleicht der ein oder andere findet, der zu dem display was sagen kann. vorallem im hinblick auf die aussage von mixman... der nun einen "neueren" 2001fp getestet hat, und den recht ordentlich findet.


    gruß
    vegas

  • So,
    dann will ich mal.


    Ich hab auch den 2001FP und bin sehr zufrieden.


    Keine Pixelfehler, oder andere Störungen.
    Ich spiele viel (DooM3, FarCry, BFV etc), und erkenne keine störende Schlierenbildung, wobei ich nicht sagen will, dass diese nicht vorhanden ist.


    Ich spiele alle Spiele mit voller Auflösung, also 1600x1200, ne potente graKa habe ich dafür 8)



    Sehr fein ist eben der S-VHS-Anschluss auf der Rückseite, der einwandfrei funktioniert.
    Was das gute daran ist: wenn man eine TV-Karte mit S-VHS-Ausgang hat, kann man über PiP beim Zocken TV kucken.


    Schade ist nur, dass man den RGB nicht über das PiP einbinden kann, so dass man quasi 2 Desktops verschiedener Rechner aufm TFT darstellen kann.



    Einen kleinen "Bug" habe ich entdeckt: mein Epox Bluetooth-Dongle will an den USB-Anschlüssen auf der Rückseite nicht funktionieren ;(



    Spielern kann aich das Teil empfehlen, und für den Preis bekommt man nix besseres, zumindest meiner Meinung nach.