Posts by ego

    Ein radikalerer Vorschlag ist es, vom PC Abschied zu nehmen und auf Laptops umzusatteln, mit hochwertigem Panel und, da Spiele Teil des Anforderungsprofils sind, leistungsfähiger GPU. Die Bildschirme sind mit ihrer höheren Pixeldichte im Vergleich zu PC-Monitoren für einen geringen Abstand zum menschlichen Auge ausgelegt.

    Das Zitat aus der Wikipedia zeigt, dass grundsätzlich negative Auswirkungen des Stroboskopeffekts belegt sind, zwar bei niedrigerer Frequenz, aber auch günstigerem Helligkeitsverlauf und keinen langen Dunkelphasen im Vergleich zu PWM-gesteuerter LED-Beleuchtung. Einen Selbsttest, z.B. den Vergleich 100% Helligkeit (außer bei Laptops ohne Modulation) und niedrigerer Helligkeit halte ich zwar auch für sinnvoll, aber nur bei vergleichsweise geringen max. Leuchtdichten (z.B. 250 cd/m2).


    In Bezug auf Konzentrationsfähigkeit/Lesbarkeit spielen mit Sicherheit auch andere Faktoren eine Rolle, die Beschichtung, Technik zur Schriftglättung, der Punktabstand und der Umstand, dass es sich bei LCD um Selbststrahler (im Gegensatz zu Papier oder E-Ink) handelt. Die beiden letzten Punkte könnten erklären, warum das Laptop-Bild von manchem als angenehmer empfunden wird als das des PC-Monitors. Anstatt die Helligkeit des Monitors weiter zu verringern, würde ich aber umgekehrt die Umgebungshelligkeit im Zimmer erhöhen, viele Leute sitzen, weil sie es von den Röhrengeräten gewohnt sind, in viel zu dunklen Räumen. Persönlich lese ich längere Texte inzwischen lieber auf meinem E-Reader (Kobo Touch) als auf dem PC/Laptop/Tablet, und überlege mir, einen größeren zu kaufen.

    Das häufig vorgebrachte Argument der "Einbildung" halte ich für unsinnig, da es genügend Leute gibt, die bislang nichts von PWM gehört haben, aber typische Symptome des Stroboskopeffekts berichten, auch im PRAD-Forum. Laut Wikipedia kann er sich gravierend auswirken:


    "Schädlich ist der Effekt bei der Arbeit an bewegten Maschinen, wenn die Beleuchtung flimmert. Das ist üblicherweise der Fall bei Leuchtstofflampen oder anderen Gasentladungslampen mit konventionellem Vorschaltgerät. Bei diesen schwankt der Lichtstrom im doppelten Rhythmus der Netzwechselspannung (also 100 bzw 120 Hz entsprechend einer Netzfrequenz von 50 oder 60 Hz). Das kann dazu führen, dass die Drehung oder die Drehrichtung rotierender Teile falsch eingeschätzt wird. Aufgrund der damit verbundenen Unfallgefahr müssen hier Glühlampen oder andere wenig oder nicht flimmernde Lichtquellen (zum Beispiel Leuchtstofflampen bzw. Energiesparlampen mit elektronischen Vorschaltgeräten) eingesetzt werden."


    Elektronische Vorschaltgeräte arbeiten üblicherweise bei ~ 40 kHz. Ein hoher Blauanteil des Lichts tritt auch natürlich bei blauen Himmel auf, so dass er als Erklärung für Beschwerden ausfällt.. Solange es keine ernstzunehmende Alternativerklärung gibt, ist PWM die Erklärung bei typischen Symptomen des Stroboskopeffekts (schnelle Ermüdung, Kopfschmerzen, etc.).

    Die Grundregel ist, dass alle Monitore neueren Datums (~ ab 2010) LED-Hintergrundbeleuchtung einsetzen, mit Ausnahme derjenigen mit erweitertem Farbraum, die weiter auf CCFL setzen. Da der Dell U2410 nach PRAD-Test den AdobeRGB-Farbraum zu 97% überdeckt, setzt er sicher keine weißen LEDs ein, und Monitore mit RGB-LED befinden sich in einer anderen Preisklasse. Ein anderes Indiz ist die Leuchtdichte, Monitore mit LED-Beleuchtung erreichen nur selten 400cd/m². Die Beschreibung "scharfes Licht" dürfte (wieder einmal) auf PWM hinweisen.

    utzutz
    Um mich selbst zu zitieren: "Es existiert eine Vielzahl von subjektiven Berichten unterschiedlichen Detailgrades, die Beschwerden (Kopfschmerzen, Ermüdung) beim Einsatz niederfrequenter PWM belegen, die Modulation selbst ist messbar und es gibt unbestritten Ermüdungserscheinungen in ähnlichen Fällen, bei Leuchtstoffröhren mit konventionellen Vorschaltgeräten und Frequenzen von ~100 Hz, so dass ein grundsätzlicher Zweifel wenig rational erscheint." Für deine Ansicht "60 Hz reichen bei PWM" spricht genau nichts, sie ersprang nur auf unbekannte Art und Weise deinen Hirnwindungen. Persönlichen Erfahrungen sind Evidenzen, im Gegensatz zu purer Dampfplauderei, die du in diesem Forum zu einer Kunstform weiterentwickelt hast. Und bitte vermeide in Zukunft die Begriffe "Logik" oder "logisch" zur Charakterisierung deiner gedanklichen Ausflüsse, diesen Missbrauch haben die Wörter wirklich nicht verdient.

    syco
    Die Frage wäre an utzutz zu richten, sein Diskursverhalten (wenn man das 'mal so nennen möchte) íst aber wohl tiefer verwurzelt. Anonsten bin ein Anhänger von Wittgenstein, Tract. 7: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.

    utzutz
    Der einzigen Artikel, die in einem Fachforum fehlplatziert sind, sind deine. Erinnere dich an eine vorherige Diskussion (deine pausbäckige Behaupung: 60 Hz reichen bei PWM), in der du auf Nachfrage explizit eingeräumt hat, dass deine absonderlichen Ausfllüsse bloß subjektiv sind, ohne Anspruch auf darüber hinausgehende Gültigkeit. Da du diesem Thema intellektuell einfach nicht gewachsen bist, verschone dieses Forum bitte in Zukunft mit deinem Gestammel. Danke.

    Die entscheidende Frage ist, an welchem Zeitpunkt genau der Kaufvertrag zustande kommt. Letztlich wird die Frage ein Gericht entscheiden müssen, die AGBs geben nur die Ansicht des Anbieters wieder. Allerdings würde ich wegen der Rechtsunsicherheit auf eine Abholung im Ladengeschäft grundsätzlich verzichten.

    Wedge
    Ja, Lightroom & Co verwenden intern einen festen, möglichst großen Farbraum, und je nach Farbumfang des Bildschirms werden Farbtöne sichtbar, die über dem Gamut des eigentlichen Ausgabegeräts liegen. Die Umwandlung nach sRGB mittels Gamut-Mapping geschieht erst zum Schluss. Das ist technisch bedingt, es ist einfacher, die Algorithmen für einen festen Farbraum zu entwickeln und zu testen, und man erhält damit im allgemeinen die beste Qualität. Zum Ausgleich gibt es bei vielen Anwendungen zur EBV die Möglichkeit des Softproofs, d.h. man kann unter Angabe des Rendering intent vorab testen, wie ein Bild bzgl. eines vom Farbumfang eingeschränkten Farbraums aussieht. Ein reiner sRGB-Workflow ist das natürlich nicht. Für einen solchen müsste man dann doch den sRGB-Modus des Monitors verwenden.

    Die festen Modi der meisten Monitore - ausgenommen die High-End-Klasse mit Farbraumemulation - eignen sich nicht sonderlich gut für EBV, dafür sind sie zu unflexibel. Der sRGB-Modus beim FS2332 erlaubt z.B. nur eine Anpassung der Helligkeit. Deshalb sollte man für diesen Zweck einen Benutzermodus verwenden und mit ICC-Profilen arbeiten. Um festzustellen, ob der Farbumfang eines Bild über dem des Ausgabegeräts liegt, gibt es bei vielen Anwendungen die Möglichkeit des Softproofs.

    Der Spyder kann kein "Profil für den HP auf sRGB-Basis erstellen". Das bei der Profilierung erstellte Bilschirmprofil beschreibt den tatsächlichen Farbraum des bzgl. bestimmter Parameter (z.B. Weißpunkt) kalibrierten Monitors und erlaubt so die korrekte Anzeige von Inhalten mit eingebettetem ICC-Profil innerhalb des Gamuts des Bildschirms. Wenn z.B. ein Bild mit sRGB-Profil vorliegt und der Monitor genau AdobeRGB umfasst, würde ein farbmanagementfähiger Bildbetrachter das sRGB-rot (255,0,0) zu (219,0,0) umwandeln und so korrekt darstellen. Das Problem stellen die vielen Anwendungen dar, die die Profile nicht auswerten, die als sRGB intendierte Farbtripel direkt durchreichen, mit dem Effekt der gefürchteten Bonbonfarben bei Monitoren mit erweitertem Farbraum. Für diesen Zweck sind farbraumbeschränkte Modi wie der sRGB-Modus gedacht. Die Einstellungen sind soweit ich es sehe in Ordnung, man könnte noch unter "Erweitert" als Geräteprofil das vom Spyder erzeugte Profil nehmen.

    Für diesen Zweck würde ich auch den FS2332 empfehlen. Er hat eine gute Werkskalibration, 10 bit LUT und überdeckt sRGB mit 96%. Zudem glitzert er wegen des verbauten PLS-Panels nicht. Mögliche Nachteile sind der nicht höhenverstellbare Standfuß und, wie auch beim EV2335, die recht niedrige Frequenz der PWM-geregelten LED-Hintergrundbeleuchtung. Die Empfindlichkeit dafür ist aber individuell verschieden, man sollte es selbst testen. Der HP hat vor allem den Nachteil, dass er einen erweiterten Farbraum ohne sRBG-Modus hat, und Anwendungen, die Farbmanagement beherrschen, außerhalb des engen Bereichs der Bildverarbeitung rar gesät sind.

    Dieser Fall, indem die GPU nicht skaliert, sondern nur ein Einzelbild kleinerer Größe in ein größeres einbettet, dürfte kaum Rechenzeit beanspruchen. Vergleiche einfach die Frameraten bei einem beliebigen Spiel mit gleicher Auflösung, einmal beim BenQ, ein anderes Mal beim Asus/Dell mit "1:1" Option in der NVIDIA-Systemsteuerung. Sie müssten identisch sein.

    utzutz
    Du solltest einfach unsubstantiierte Aussagen wie "Und 60Hz sollten dabei wohl ausreichend sein.", für die es weder eine theoretische noch eine empirische Basis gibt, als solche kennzeichnen, mit Formulierungen wie "nach meiner unmaßgeblichen Meinung" o.ä. Arglose Leser könnten die Ausdünstungen deiner umfassenden Halbbildung ansonsten als objektive Aussagen missverstehen.

    Fuxxz
    utzutz empfiehlt Artikel, die er offenbar nicht gelesen oder verstanden hat. Die Kernaussage des prad-Artikels "Flimmerndes Backlight – nur ein Mythos?" ist gerade, dass es sich bei dem Phänomen um kein Mythos handelt. Die dort ausgesprochene Empfehlung ist "mindestens 250 Hz – oder ganz ohne PWM". Die genauen physiologischen Auswirkungen sind dabei unklar, d.h. man weiß schlich nicht, ab welcher Frequenz/ Tastverhältnis keine Symptome auftreten können. Ermüdung und Kopfschmerzen deuten jedenfalls auf PWM hin und treten auch in ähnlichen Fällen, z.B. bei bestimmten Leuchtstoffröhren, auf.

    Denis
    CIE Lab und CIE XYZ sind nicht nur Verbindungsfarbräume, die zur Umrechung der Farbkoordinaten vom im durch das Quellprofil beschriebenen Farbraum in den durch das Zielprofil beschriebenen Farbraum dienen, wie du es an dem Beispiel mit den Matrixprofilen als Quell-und Zielprofil veranschaulichst hast, also technische Hilfsmittel, sondern dadurch, dass sie geräteunabhängig in Bezug auf die menschliche Farbwahrnehmung definiert sind, "absolute" Farbräume, die durchaus als Normal dienen können - jedenfalls wenn man davon absieht, dass die Farbkoordinaten gewöhnlich bzgl. des Farborts des Weißpunktes zentriert sind.

    Bildbetrachter wie IrfanView können so konfiguriert werden, dass bei Dateien ohne eingebettetem ICC-Profil als Quellprofil sRGB angenommen wird und korrekt in das Monitorprofil umgerechnet wird. Für diesen Zweck braucht man keine Farbraumemulation.

    Meine Güte. Wenn im Fall der Mobiltelefone eine weniger reflektierende Galssscheibe eingesetzt würde und dadurch die Absorptionsfähigkeit des nackten Panels (ab Polarisationsfilter) bessser ausgenützt würde, würde natürlich das Panel einschließlich der Glasscheibe das Licht stärker absorbieren und weniger reflektieren. Mein letzter Absatz über E-Ink und Papier ist gegen deine Behauptung gerichtet, die Rauheit der Oberfläche (und der Pixelabstand) sei die einzige Ursache des Glitzern. Die davon davon abweichende schwächere Behauptung


    "Das Glitzern ist Abhängig von den Paneleigenarten des IPS(Sprich wie die LCDs in dem Panel geordnet sind) in Wechselwirkung mit einer Antireflektionsbeschichtung"


    möchtest du bitte belegen, da es Monitore mit IPS-Panel gibt, die nicht glitzern, und dasselbe auch für das vom Aufbau her ähnliche PLS gilt. Wenn überhaupt ist sie nur dann gültig, wenn die Phrase "mit einer Antireflexionsbeschichtung" durch "mit der von LG verwendeten Antireflexbeschichtung." ersetzt wird. Allerdings beende ich hier die Diskussion, die Kombination aus Aggressivität, Begriffsstutzigkeit und Inkompetenz geht mir zunehmend auf die Nerven.