Versuch einen Wunsch-TFT zu kaufen

  • Möchte mal ein Thema aufgreifen, was mir insbesondere in Bezug auf den Kauf von Computer-Hardware, speziell jetzt aktuell eines TFT-Monis immer wieder ganz schön auf den Keks geht.


    Nähmlich, das es nicht möglich ist, die Top-Geräte der TFT-Gattung, zumindest mal eines davon, in meinem wohnortabhängigen Umfeld vor Ort besichtigen, ganz geschweige auch kaufen zu können.


    Mein Wunsch-TFT -> Sony SDM HS94P.


    Fieses Beispiel: Saturn, MediaMarkt -> Essen, Mühlheim, Duisburg, Krefeld, Neuss ... nix. Die kleinen Läden kann man eh vergessen. Kaufhäuser sowieso.
    Kann nicht verstehen, das o.g. Märkte in anderen Regionen besser bestückt sind, wie dies in diesem Forum von Membern immer wieder berichtet wurde.


    Fündig geworden bin ich nur, dank eines Hinweises von "Pfeiffer" im Test-Thread zum Sony SDM HS94P S, bei Schossau in M´gladbach.
    Allerdings war nicht viel mit gucken, da eine nette und gutaussehende Dame gerade dabei war, jenen TFT (Vorführgerät, war nur dieses vorhanden) zu kaufen. Das war heute!


    Damit war meine entgültige Entscheidung gefallen, wieder mal "Online" zu bestellen. Wie ich dies auch in vielen anderen Fällen bevorzugt habe.


    Kann doch nicht sein oder?


    Mittlerweile kauft man ja nur noch im i-Net.


    PS: Bestellt hab ich jetzt im TFTshop. O.g. Sony. Bin ja mal gespannt.

  • Meinst du warum der Einzelhandel so jammert? Sie schimpfen: wir verkaufen nix und keiner kommt zu uns, wenn sie dann aber mal Service bringen sollen ist davon nur wenig zu sehen. Dann will man mal was testen: "gibt es nicht, testen können Sie Zuhause". Da sehe ich keinen Grund mehr darin offline zu kaufen wenn ich den Onlinehändler besser kenne als den Besitzer des Geschäfts nebenan.


    Der deutsche Einzelhandel muss noch viel lernen. Es gibt Ausnahmen - bei meinem letzten Brillenkauf durfte ich die Brille erst einmal zwei Tage ohne Gläser zum Testen mit nach Hause nehmen - aber diese sind so selten.


    Ein Beispiel aus Japan: wenn man dort einen Verkäufer nach einem TFT fragt den der Laden nicht führt, wird dieser bestellt, ausgepackt und in einem kleinen Testraum für den User angeschlossen der dort dann testen kann bis er blöd wird. Dazu gibt es Tee oder Wasser. Was kosten bitte 10 Tees am Tag oder 10 Gläser Wasser wenn ich dafür einen Stammkunden gewonnen habe?


    Deutsche Einzelhändler lessen ein Buch von Kotler und vergessen den kompletten praktischen Bezug zum Kunden.

  • Ich weiß.


    Man könnte das Ganze auf viele andere Bereiche ausdehnen, um etliche Beispiele hier zu nennen zu können.
    Einzig beim Kauf meines Fernsehers habe ich mich vor knapp 4 1/2 Jahren für den Händler des Vertrauens, um die Ecke gelegen, entschieden.
    Hat sich insofern gelohnt, das ich zu Beginn der Olympiade einen Defekt an meinem Loewe Xelos hatte und während der Reparaturzeit ein Ersatz-Gerät zur Verfügung gestellt bekommen habe.


    Bestes Beispiel, wenn es auch ein wenig OT ist:


    Karstadt. Ein von mir immer wieder bevorzugtes Kaufhaus. Dabei beziehe ich mich in erster Linie auf das Kaufhaus in meiner Stadt.
    Hatte mal eine super Medien-Abteilung (CD´s und DVD´s) und eine tolle Sportabteilung, wo man speziell klamottenmäßig immer fündig wurde.
    Und jetzt, seit ca. 2 Jahren ist das Angebot -> geschrumpft -> nur noch Müll, für meine Anforderungen. Computer -> nicht erwähnenswert.


    Bei uns gab es auch mal den softshop. Weg, pleite, was auch immer. Die wenigen guten Computerläden haben sich in den letzten 2-3 Jahren auch in Luft aufgelöst.


    Quote

    Ein Beispiel aus Japan: wenn man dort einen Verkäufer nach einem TFT fragt den der Laden nicht führt, wird dieser bestellt, ausgepackt und in einem kleinen Testraum für den User angeschlossen der dort dann testen kann bis er blöd wird. Dazu gibt es Tee oder Wasser. Was kosten bitte 10 Tees am Tag oder 10 Gläser Wasser wenn ich dafür einen Stammkunden gewonnen habe?


    Das wäre bestimmt eine gute Geschäftsidee. Würde sich aber speziell in Deutschland schwer umsetzen lassen. Betrachet man jetzt den Otto-Normal-Verbraucher. Der kauft z.b. lieber bei Aldi oder Plus und ist zufrieden. Oder bei Dell und Konsorten. Wobei ich dann, wenn überhaupt, den Service von Dell z.b. eher bevorzugen würde.


    Leute, die sich ihre Hardware selbst zusammenstellen und sich darüber hinaus auch mehr mit der Materie auseinandersetzen, sind leider in den A.. gepickt. Den Einzelhändler vor Ort, der einen zufriedenstellen kann, muß man erst mal finden.


    Aber so´n Hardwareshop (vor Ort), der darüber hinaus eventuell auch noch Workshops etc. anbietet und gleichzeitig dem kaufwilligen Kunden bei einer Tasse Kaffee etc. sein Wunschobjekt, speziell hier zum Thema Monitore, etwas näher zu bringen wär schon nicht schlecht.


    PS: Mit Workshop meine ich, -> wie baue ich meinen eigenen Rechner, oder besonders -> Modding etc.

  • Warum kaufen die Leute bei Aldi und Lidl? Weil der Unterschied zu Premiumprodukten und Premium-DL marginal ist. Ob ich mir bei Aldi ne Packung Taschentücher kaufe oder bei Real von Tempo.


    Diesen Abstand muss man schaffen durch solche Mini-DL. Die Kosten ein Witz und machen es aus.

  • Na ja... Ich glaube kaum, dass es hier etwas bringt, dem Einzelhandel vorzuwerfen, dass er noch viel zu lernen hätte und die Lösung dpch so nah liegt. Als ob das dann noch niemand der zig-tausenden Händler herausgefunden hätte.


    Die Probleme kennt doch eigentlich jeder: Ein Händler, grade im Hardware-Bereich, kann doch nicht seinen ganzen Laden mit allen verschiedenen Modellen und Komponenten für hundertausende Euro vollstopfen, damit sich die Kunden alles mal anschauen und ausprobieren können. Was er einkauft, muss heutzutage binnen Tagen verkauft werden, wenn er mit den Preisen mithalten will. Und wenn er etwas verkauft, ist die Spanne mehr als gering, hier läuft doch alles über die Masse, da bringt`s doch nix, sich für den Verkauf eines Produkts, an dem er 5 Euro verdient, mit nem Kunden ne Stunde zum Kaffee-Trinken hinzusetzen.


    Und er tut gut daran, nicht auf Kundenwunsch Ware extra zu bestellen, die interessant sein KÖNNTE, um diese auszupacken und vorzuführen. Und wenn der Kunde sie dann doch nicht möchte? Wer kauft dann den ganzen ausgepackten und benutzen Krempel?


    Der gewünschte Service wäre nur möglich, wenn dafür auch gezahlt würde, aber diese Problematik kennt der Fachhandel doch in vielen Branchen: Kunden lassen sich beraten, bis die Kaufentscheidung gefallen ist - und ordern dann zum günstigsten Preis im I-Net. Geiz-ist-Geil-Mentalität und Internet-Datenbanken wie guenstiger.de sind es halt, was sowas unmöglich macht, und kaum der dumme Einzelhandel, der die naheliegende Lösung angeblich einfach nicht sieht.


    Ausserdem weiss ich gar nicht, wo das Problem ist, du kannst doch (wie du es jetzt getan hast) günstig im Netz bestellen und das Teil innerhalb von 14 Tagen zurückschicken. Mehr als übergenug Zeit zum Besichtigen und Kaffeetrinken ... So bequem wär`s im Laden nicht.

  • Klar ist Geiz ist Geil ein Problem.


    Aber wo unterscheidet sich bitte ein Billiganbieter von einem Premiumanbieter? Ich sehe da selten nur noch einen kleinen Unterschied. Wenn ich in den Einzelhandel gehe will ich Beratung und Service, sei es in Form eines Glas Wassers oder ähnlichem. Der deutsche Einzelhandel hat das einfach verpennt und schläft noch immer.


    In anderen Ländern geht es auch und sei dir gesagt, in Japan sind die Margen im IT Bereich bei ca. 1,5% angelangt; trotzdem geht das dort. Merkwürdig, oder?


    Zum Thema FAG brauchen wir ja auch nicht viel zu sagen, weil die Nutzung der FAG auch mit Abnutzungskosten im Ernstfall betroffen sein kann. Wer hat hier den Nachteil? Der Kunde.

  • Ich verstehe nicht ganz, was du mit Billig- und Premium-Anbieter meinst. Wenn Händler Geld in Service stecken, muss das irgendwo herkommen, wenn Kunden jedoch diesen Service UND die Inet-Geiz-Preise wollen, geht das nunmal nicht. Ich glaube auch, dass deine Kritik in anderen Branchen her greifen würde, bei Hardware ist das betriebswirtschaftlicher Selbstmord.


    Und in anderen Ländern geht V I E L , das gebe ich zu, könnte man auch nachmachen, indem man einfach Billiglöhne, Urlaubskürzungen, Streichung von Kündigungsschutz usw. hinnehmen würde. Siehe Diskussion um Hartz IV. Ist halt die Frage, ob wir das wollen. Ich glaube kaum.


    Und zum FAG: Würde man die Testphasen in den Computerläden durchführen, entstehen halt viele andere Probleme, wie bereits gesagt. Der betriebswirtschaftliche Schaden wäre zu groß, deshalb funktioniert der Gedanke vorne und hinten nicht. Wer meint, dass dein Vorschlag keine Milchmädchenrechnung wäre, kann doch mit dem Modell Computerhändler werden und als einziger Anbieter in Deutschland mit seiner Monopolstellung schnell Millionär werden ... ;)

  • Quote

    Original von SkOTT
    Ich verstehe nicht ganz, was du mit Billig- und Premium-Anbieter meinst. Wenn Händler Geld in Service stecken, muss das irgendwo herkommen, wenn Kunden jedoch diesen Service UND die Inet-Geiz-Preise wollen, geht das nunmal nicht.


    Da magst du ja nicht ganz Unrecht haben.
    Allerdings sind die Preisunterschiede zwischen I-Net und "Laden um die Ecke" inzwischen so gewaltig, daß das mit Service nicht mehr zu erklären ist.
    Wenn ich mir nur das Beispiel Benq 937s anschaue den ich mir grad im I-Net bestellt hab.
    Den gibt es Online schon für 622€, im sogenannnten Fachhandel soll man für das gleiche Gerät 799€ zahlen. Und das in Läden wie Saturn oder Media Markt, in denen von Service meiner Meinung nach keine Rede sein kann.


    MfG
    Bloodwine

  • SkOTT hat in seinen zwei Beiträgen die Lage voll erfasst.
    Insbesondere folgender Satz ist wichtig:


    Quote

    wenn Kunden jedoch diesen Service UND die Inet-Geiz-Preise wollen, geht das nunmal nicht.


    Das Trifft den Nagel auf den Kopf.
    Nach Service rufen, aber den bitteschön kostenlos, oder aber nur mit Minimalmargen zugestehen klappt in der Praxis eben nicht.


    Quote

    Allerdings sind die Preisunterschiede zwischen I-Net und "Laden um die Ecke" inzwischen so gewaltig, daß das mit Service nicht mehr zu erklären ist.


    Dieser Preisunterschied von dem du sprichst, gründet sich ja nicht nur auf Service, sondern ist ein Resultat vieler Faktoren. So kalkulieren Ladenlokal-Händler eben noch mit akzeptablen Margen. -Also normale Kalkulation, statt der Preissuchmaschinen 1-2% Kalkulationen.
    Lagerhaltung, Personalkosten, Ladenmiete, laufende Betriebskosten etc. sind weitere Faktoren, die Internetpreise im Fachhandel nie ermöglichen werden...
    Im Internet sind Großhandelspreise=Endkundenpreise. Wohin das führt, sieht man an diesem Satz:

    Quote

    Bei uns gab es auch mal den softshop. Weg, pleite, was auch immer. Die wenigen guten Computerläden haben sich in den letzten 2-3 Jahren auch in Luft aufgelöst.


    Ich kenne einige Onlineshop-Besitzer, die bereits Ihre Versandkosten in die Kalkulation mit einfließen lassen, um günstiger anzubieten.
    DAS ist die Realität.


    Ich habe diesen Mißstand, dass Endkunden sich gerade die wirklich interessanten Geräte nirgends anschauen / testen können schon vor langem erkannt. Ein hübsches Ladenlokal anzumieten ist weniger das Problem. Es aber mit Geräten vollzustopfen, in der Hoffnung die Leute würden dann in Massen hereinströmen, und dann auch noch zu deutlich höheren Kaufpreisen als im Internet kaufen, ist schon was anderes. -Gerade bei solch ohnehin hochpreisigen Produkten wie TFTs.
    Oder warum glaubt Ihr führen die Geiz-Märkte (ob deren Größe, Einkaufsvolumen etc.) solche Produkte nicht? Weil sie sich zu Ladenlokalpreisen einfach und in Massen verkaufen ließen?


    Solange Deutschland aber dem Voodoo-Zauber von Geil-Ist-Geil und Preissuchmaschinen erlegen ist, sich nicht darüber klar geworden ist, was das eigentlich wirklich bedeutet (siehe obige Unzufriedenheit) und nicht bereit ist für den gebotenen Service (und das Risiko des Händlers) entsprechend mehr auszugeben, werde ich jedem neuen EDV-Ladenlokal eröffner die Daumen drücken und ihn für seine Kühnheit bewundern. -Mich hält meine Erfahrung in solchen Dingen, und die Vielzahl der teilweise wirklich guten, aber durch einen solchen Schritt dennoch gescheiterten EDV Händler davon ab. -OBWOHL ich Lust dazu hätte, hat SkOTT völlig Recht:
    Mit offenen Augen in den Selbstmord rennen? No way....

  • Hallo,


    es ist mir durchaus bewusst das ein Ladenlokalbesitzer höhere Preise kalkulieren MUß, damit ihm überhaupt was übrig bleibt.
    Im Normalfall kaufe ich auch wesentlich lieber im Laden "von Angesicht zu Angesicht".Bei Preisunterschieden von(im obigen Beispiel) von über 170€ bleibt doch heutzutage kaum noch eine andere Möglichkeit als Online zu kaufen. 170€ ist nicht grad wenig Geld würd ich mal sagen.
    @TFTshop: mit was für Preisen müßtest du denn kalkulieren wenn du einen Laden hättest? Du profitierst doch auch von den hohen Preisen der Läden, oder nicht? (das ist jetzt nicht böse oder negativ gemeint).


    MfG
    Bloodwine

  • Natürlich ist da ein großer Preisunterschied, wenn auch nicht immer so drastisch. Aber ich will das weder mit Service erklären (hat tftshop schon alles zu gesagt), noch den örtlichen Fachhandel überhaupt verteidigen, ich kaufe doch selbst im Netz. Nur ich erwarte auch nicht vom Händler vor Ort, dass er dieselben Preise macht und dazu noch großen Service, Kaffee und Kuchen bietet. Dieses Modell ist halt ziemlich am Ende, und wenn es schon am Boden liegt, weil hier nichts mehr verdient wird, ist es halt fragwürdig (milde ausgedrückt), von ihnen zu verlangen, die Gewinnspannen stark zu senken und den Service (= die Kosten) zu erhöhen. Ist halt so, als ob man mit Benzin einen Brand löschen möchte.


    Serviceorientierte Netz-Händlern gehört meiner Meinung nach die Zukunft, vielleicht auch noch zukünftig örtlichen Händlern, die nix lagern, sehr gut beraten (für Geld!) und Sachen dann bei Interesse bestellen, aber nicht zum auspacken, angrabbeln, nutzen und zurückgeben ...

  • Bei Autohändlern wird im Moment diskutiert, ob sie bei Probefahrten eine Gebühr nehmen sollen...

    Bevor Ihr eine Frage stellt, schaut bitte in die FAQ. Die meisten Fragen wurden schon einmal gestellt und sind dort ausführlich beantwortet. Auch das Lexikon ist immer einen Blick wert.

  • Was mit Sicherheit auch daran liegt, dass viele so versuchen ein Auto für einen Tag kostenlos zu fahren.
    Letztens gab es bei BIZZ auf Pro7 einen Bericht dazu.

  • Hi


    Das Problem der Mehrkosten beim Fachhändler um die Ecke ist leider nicht mit Service zu erklären denn ich persönlich kenne in meiner Umgebung keinen Laden wo ich sagen würde der Verkäufer hat wirklich Ahnung von dem was er verkauft. Dies ist nicht nur auf dem Computersektor so sondern ist überall zu finden wo man technische Geräte verkaufen will. Man brauch doch nur mal einen Tag lang auf dieser Seite lesen und mit diesem Wissen einen Verkäufer in einem Computerfachmarkt nach TFT-Eigenheiten fragen. Ich bin mir zu 99,9% sicher das man schon mit dem bißchen Internet stöbern mehr Ahnung auf dem TFT-Gebiet hat als der Verkäufer.


    Genau hier liegt auch ein weiteres Problem denn wenn der Verkäufer nicht wirklich das Fachwissen aufbringen kann werden die Kundenwünsche oft nicht erfüllt und das trägt nicht dazu bei dem Fachhändler sein Vertrauen zu schenken. Ich hab selbst meine Erfahrungen gemacht als ich vor Jahren von einem "Fachhändler" meinem aller ersten PC gekauft habe wo er gesagt hat das ich damit auf der Höhe der Zeit bin. In Wahrheit weiss ich heute das er mir damals einfach Auslaufkomponenten angedreht hat um was zu verkaufen - er hat mich und mein Geld nie wieder gesehen.


    Außerdem gibt es bei den Fachhändlern zum Beispiel auch nicht die TFT-Geräte der höheren Preiskategorie weil der Händler genau weiss das er davon sehr wenig verkauft - also stellt er sich lieber irgend einen Billigscheiss hin und versucht irgend jemanden zu finden dem er den aufschwatzen kann. Sogar der Mediamarkt in meiner Nähe hat gerade mal 2-3 Topgeräte und wenn man von den Verkäufern mal was wissen will dann kommt man mit Sicherheit ins Staunen aber nicht wegen dem Fachwissen sondern eher wegen dem Unwissen.


    Also warum sollte denn der Kunde für Service bezahlen wenn er kaum oder keinen Service bekommt. Mitlerweile ist doch jeder selbst Schuld wenn er sein Geld beim Fachhändler heraus schmeißt als im Internet zu bestellen. Zum Preisvorteil kommt hier noch die problemlose Rückgabe nach FAG dazu und wenns um Deffekt geht legen die wenigsten angeblichen Fachhändler noch selbst Hand an sondern sie schicken es auch nur zur Herstellerwerkstatt (das kann ich privat auch). Während der Garantiezeit ist das meist sogar so vorgeschrieben also hab ich hier auch keinen Händlervorteil für den Vorortkauf.


    Ich persönlich würde keinen TFT im Laden kaufen denn auch wenn ich ihn vor Ort testen könnte kann man das nicht mit dem Arbeiten zu Hause vergleichen und wenns dann doch nicht der richtige war wirds mit dem zurück geben gegen Kaufpreis schon problematisch.


    PS: leider sind die Fachhändler auch zu keinen Kompromissen bereit denn wenn man zum Fachhändler geht und dem erkärt das man die Internetpreise kennt und trotzdem mehr Geld bezahlen würde für Service kommen sie einem nicht mal preislich entgegen.


    CIAO

  • Ich hatte damals einen guten Fachhändler um die Ecke. Dieser ist aber mitlerweile nicht mehr existent.
    Der Besitzer hat seinen Bruder das Geschäft leiten lassen.
    Das Ergebnis war, dass er zu oft leere Versprechungen machte, was Lieferbarkeiten angeht bzw. ob er etwas besorgen konnte.
    Das dies nach hinten losgeht, vorallem wenn etwas zeitnah gebraucht wird ist ziemlich logisch.


    So informiert man sich halt selbst, lernt dazu und ist hinterher schlauer.
    Nebenbei spart man noch Geld.


    Es gibt allerdings auch Online-Shops, die guten Service und gute Beratung bieten, so wie z.B. TFTShop.

  • Ich gebe dir in den meisten Punkten Recht, aber du hast überlesen, dass schon mehrfach erwähnt wurde, dass die höheren Preise dort alleine wegen des Services zustande kommen. Das ist nicht der Fall. Der Händler hat höhere Kosten als Internet-Versender. Und preislich kann er dir deshalb nicht entgegen kommen, weil er schon so kaum seine Kosten decken kann. Viele Leute denken, dass ein Händler bestimmt einen Hunderter verdient, wenn er so teure Sachen für 800 Euro verkauft, aber das ist falsch. Deshalb kann er dir gar nicht entgegen kommen, ob du Internetpreise kennst, spielt hier keine Rolle. Neben den Preisen kann ich aber auch nicht viele Vorteile im Internet-Handel finden; ich bekomme die Ware nicht sofort, und ob ein Mitarbeiter einer Internet-Versandfirma dir die Fragen zu TFTs besser beantworten kann, als der Händler mit Ladenlokal, ist wohl auch nicht sicher. Und auch wenn dein TFT nach Begutachtung im Laden trotzdem noch die falsche Wahl sein kann, ein im Internet bestellter, der vorher gar nicht gesehen wurde, kann es ebenso - wenn nicht gar noch viel eher - sein. Aber versteh mich nicht falsch, ich bestelle selber im Netz, aber auch erst, seitdem ich meine, alles selber begutachten zu können, vorher bin ich zu Atelco gegangen und war zufrieden, Internetpreise hin oder her. Sowas ist für Anfänger ohne Profis im Bekanntenkreis noch immer nützlich, aber stundenlange Beratung und Kaffee trinken dabei geht halt aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht, sonst wär alles noch viel teurer und du würdest dich noch lauter beschweren.

  • Wenn der Service vor Ort wirklich besser ist, dann gebe ich auch mal nen Euro mehr aus.
    Schon alleine weil ich bei Problemen einfach Hilfe bekomme.
    Aber wie schonmal hier Stand.
    Geiz ist geil.
    Da haben solche Händler kaum noch Chancen, bei der normalen privaten Käuferschicht.

  • Quote

    Original von SkOTT
    Wegen der Geiz-ist-geil-Mentalität wirds übrigens auch langfristig keine kleinen Internet-Versender geben.


    Langfristig wirds immer kleine Internetversender geben, unabhängig von jeglicher Käufermentalität.


    Das Pilze-Prinzip: Für jeden Wohnzimmerversand, der verschwindet, tauchen sofort drei neue auf.


    Powerselling geht auch aus der Garage heraus...


    MfG


    Bigtower