notebooksbilliger.de

  • Vor ein paar Wochen entschied ich mich zum Kauf eines TFT. Nach langem (Prad;)) Studium machte der Sony X72 das Rennen. Eigentlich hatte ich den Samsung 171P favorisiert, aber der Preisunterschied hat mir zu diesem Zeitpunkt noch zu große Magenschmerzen verursacht.


    Also, die Entscheidung für den Sony war gefallen, jetzt musste noch ein Händler gefunden werden. Notebooksbilliger.de (C&P Network Consulting GmbH) hatte den X72 für 666 Euro plus Versandkosten im Angebot. AGB gelesen, eine E-Mail später war der TFT bestellt. Die Antwort kam recht schnell und der Monitor war auch wenige Tage später bei mir.


    Ein kurzer Test offenbarte einen ständig leuchtenden roten Pixelfehler fast genau in der Mitte. Gerät wieder sauber eingepackt und zurück geschickt. Wenige Tage später hatte ich das Geld für den TFT wieder auf meinem Konto - aber - hää - die Versandkosten fehlten.


    Ich hab dann notebooksbilliger.de angemailt und um die Überweisung der Versandkosten gebeten. Man teilte mir dann mit, dass man lt. den eigenen AGBs berechtigt sei, die Versandkosten einzubehalten. In den AGBs war aber nichts zu finden. Ich habe ihnen dann folgenden Link von tftjoe gemailt: Im besagten Urteil entschied das OLG Frankfurt, dass auch die Versandkosten zum Kunden erstattet werden müssen. Ausnahmen gibt es nur - wenn überhaupt - wenn über Ware und Versand zwei separate Verträge geschlossen wurden. Und selbst dann ist es strittig und im Übrigen natürlich auch eine Frage des Service des Händlers.


    Und was antwortet mir notebooksbilliger.de? Man könne mir die Versandkosten trotzdem nicht zurück überweisen, da über Ware und Versand zwei separate Verträge geschlossen wurden. Ist das nicht lustig? Plötzlich war nicht mehr von den AGBs die Rede, sondern man interpretierte das Gesetz. Ich hab mich dann mit mehreren befreundeten Fachanwälten unterhalten, die sich auch das Urteil des OLG angesehen haben. Deren Fazit: Es wurden in meinem Fall nie und nimmer zwei separate Verträge geschlossen. Die Fälle sind absolut vergleichbar. Und die Rechtsprechung gehe im Moment genau in diese Richtung. Man will den Kunden so stellen, als hätte er nicht bestellt.


    Also hab ich notebooksbilliger.de eine weitere Mail geschrieben. Antwort: Der eigene Fachanwalt sieht das anders. Außerdem wären die Margen so gering, dass man die Versandkosten nicht zurück erstatten könne.


    Ganz sicher werde ich wegen der betreffenden Summe nicht klagen, aber eines ist sicher: Notebooksbilliger.de - NIE WIEDER!!!

  • Mir ist das neulich bei einem Shop auch passiert. Versandkosten musste ich trotzdem zahlen.


    Ich finde das aber ok. Schließlich macht der Schuppen ja sonst Verlust, und wenn der Service sonst ok ist kann ich da schon mal ein Auge zudrücken.

  • Der Ablauf und die Begründungen waren auf keinen Fall ok. Es kommt einfach ab und zu mal vor, dass man etwas zurück schickt. Und bisher habe ich immer die gesamte Summe - einschließlich der Versandkosten - erhalten. Und das ohne Diskussionen und zumeist erfreulich schnell. Andere Händler kalkulieren auch sehr knapp und bekommen es trotzdem hin. Warum? Das Zauberwort dürfte Service heißen. Aus genau diesem Grund werden wohl einige hier bei TFTShop.net bestellen. So macht man halt seine Erfahrungen und handelt beim nächsten Mal anders. Und genau diese Erfahrungen wollte ich übermitteln.

  • notebooksbilliger hat ja auch nicht den besten ruf. hab schon so viel schlechtes von denen gelesen. hab mal für nen bekannten ein NB gesucht und ich habe es nachher auch beräut bei notebooksbilliger bestellt zu haben. man lernt halt nie aus


    greetz

  • Über den Shop hatte ich ernsthaft nachgedacht, als es um meinen Nec ging, war der billigste Anbieter bei Geizhals zu der Zeit. Gehört hatte ich von dem Laden noch nie, obwohl ich mal viel mit Notebooks gemacht habe. Dann hat aber doch die Vernunft über den Kassenwart gesiegt und ich habe bei TFTshop geordert. Service muss einfach belohnt werden...

  • An dieser Stelle möchte ich nur mal informieren, dass mir die Versandkosten für die Rücksendung nach über 4 Wochen noch immer nicht erstattet wurden. Ich fand es schon schwach, dass man mir die Versandkosten für die Lieferung nicht zurück überwiesen hat. Aber dass es jetzt auch Probleme mit der Erstattung der Versandkosten für die Rücküberweisung gibt, das ist einfach unterirdisch. Dies bestätigt mich nur in meinem Urteil: Notebooksbilliger.de - NIE WIEDER !!!

  • Wie kann man sich wegen so ein paar Euros so aufregen? Sei doch froh, dass du den Kaufpreis so schnell zurückbekommen hast.


    Ich finde es ohnehin ziemlich unverschämt, dass der Händler bei Nichtgefallen die Versandkosten tragen soll.


    Das scheint übrigens öfter vorzukommen. Bei Alternate ist mir das vor drei Wochen noch mal passiert. Allerdings wurden nur die Versandkosten für den weg zu mir nicht zurückgezahlt.

  • Also ich kann den Ärger nachvollziehen. Es wurde ein gesetzlicher Rahmen für diese Form von Geschäften vereinbart. Natürlich kommt die Frage auf, ob es sich lohnt zu streiten - ich finde bis zu einem gewissen Maße schon.


    Negative Postings, Einschreiben und Androhung rechtlicher Schritte würde ich auch noch machen. Tatsächlich wird wohl keiner für die Portokosten einen Anwalt einschalten. Aber auch die Verbraucherzentrale ist ein guter Ansprechpartner.


    Dieser Fall einmal in der c't oder Computerbild (die Beispiele sind gut gewählt. Oder? ;) ) - und der Umsatz dürfte merklich sinken. Erlauben kann sich das heutzutage kein Händler mehr.

  • Habe damals einen "Rückläufer" von ALTERNATE bekommen. Gleich wieder zurück geschickt, aber die Versandkosten habe ich auch nie erstattet bekommen!

  • @pink: Dann können wir uns Gesetze sparen und alle sind vogelwild. Die Erstattung für die Versandkosten der Rücksendung wurde mir vor über einem Monat zugesagt. Warum? Weil es gesetzlich eindeutig geregelt ist. Es sind immerhin über 7 Euro, aber wenn das für dich Peanuts sind, dann kann ich dich nur beglückwünschen.


    Und mit "unverschämt" hat das gar nichts zu tun. Es ist die gesetzliche Lage, die jedem Händler bewusst ist. Unverschämt ist es, sich NICHT daran nicht zu halten. Schon mal etwas von Service gehört?


    Und gerade deshalb berichte ich an dieser Stelle darüber. Und es wird nicht das einzige Forum bleiben.

  • Kann ich nur voll und ganz zustimmen ! Wenn alle sagen würden "Ach die paar Euro", würden viele Händler bald machen was sie wollen und sich immer weniger an irgendwelche Gesetze halten.

  • Gesetz ist nunmal Gesetz!
    Wie würden Händler wohl reagieren, wenn du sich jemand eigenmächtig über bestehende Gesetze hinweg setzen würdest? Ein Händler würde sich das mit Sicherheit nicht gefallen lassen!
    Also warum sollten wir uns dann gefallen lassen, das einige Händler der Meinung sind, dass mit uns machen zu dürfen?


    Es ist schon Schade, dass einige Sachen(die Gesetzlich geregelt sind), bei manchem OnlineShop
    mittlerweile schon eher zum Service gehören.


    Ich erinnere mich an einen Artikel in der c't.
    Die AGBs von einigen OnlineShops wurden einem Anwalt vorgelegt. Der hat diese dann auf Rechtsgültigkeit überprüft.
    Fazit: Kein einziger Shop hatte AGBs die komplett Rechtlich OK waren.
    Bei Kleinigkeiten mag das ja noch ok sein (jeder macht Fehler), abere gibt ja auch Shops (z.B. dieser, um den es hier geht), die ihre AGB zum Nachteil der Kunden anpassen oder sich einfach nicht dran halten. Und ob diese Anpassen oder nicht dran halten rechtlich in Ordnung ist, da müssen wir wohl kaum drüber diskutieren, oder?


    Sonst könnten wir die Gestze ja wieder abschaffen und auf AGBs verzichten.


    In diesem Sinne:
    Man sollte sich nicht alles gefallen lassen.
    Kann ein OnlineShop sich so etwas (angeblich) nicht leisten, dann sollte er wohl lieber was anderes machen.

  • Hallo,


    Gesetz ist nun mal Gesetz. Ist ja auch richtig und um danach zu gehen, ist es natürlich auch nicht in Ordnung, wenn sich daran nicht gehalten wird.


    Mal weg vom Gesetz:


    Ich lese in vielen Foren, auch hier, ganz oft diesen Satz: "Gibt ja FAG, wenns dir nicht gefällt kannstes ja zurückschicken....".


    Wenn ein Kunde etwas bestellt, und es ihm dann nicht gefällt soll er den Kaufpreis zurückbekommen, natürlich. Dass es ihm nicht gefällt ist aber seine Sache, und nicht die des Versenders. Der kann nichts dafür. Daher finde ich es nicht in Ordnung, wenn dieser dann die Versandkosten dafür zahlen soll.


    Im Großen und Ganzen ist das mit dem Rückgaberecht sicher ne gute Sache, aber leider wird es auch von vielen ausgenutzt.

  • Du denkst dabei bestimmt an die Leute, die immer was zum testen bestellen und wieder zurück schicken.


    Da gebe ich dir vollkommen recht. Ich bestelle im allgemeinen immer nur, wenn ich mir sehr sicher bin, das ich das Bestellte wirklich haben möchte. Damit umgehe ich dann auch die Problematik.


    Nur meist ist doch einfach auch so, das die Firmen, die mit dem FAG so ihre Probleme habe, auch bei Reklamationen nichts von den Versandkosten tragen wollen.


    Auch wenn ich das, was du meinst nur zu gut verstehen kann, ich kann mich privat auch nicht über das Gesetz hinwegsetzen, ohne das es für mich Konsequenzen hat.
    Wenn ich einen OnlineShop habe, dann weiß ich vorher, dass diese Problematik auf mich zukommt.
    Kann ich das Finanzielle nicht, dann sollte ich besser ein Ladenlokal eröffnen.

  • Das mit dem Ausnutzen stimmt sicherlich, aber wir haben von TFTShop.net ja mal was über die Rücklaufquote gehört und die war ziemlich gering. Da war von 1-2 Geräten die Sprache. Und wer das als Massengeschäft betreibt, der muss auch damit rechnen, dass Ware zurückgeschickt wird. Soviel wird es schon nicht sein, wenn man seine Kunden behalten möchte.

  • Bedenkt bitte bei Eurer Diskussion, daß der Händler normalerweise dieses Gesetz kennen sollte.


    Wenn er also das Risiko abwälzen will, wird er wohl oder übel die Kosten für zurückgesandte Ware in die Preise einkalkulieren und somit zahlt jeder Kunde seinen Anteil.


    Wenn sich dann ein Shop weigert, weil es die Erstattung der Versandkosten in seinen AGB's ausschließt, würde ich auf jeden Fall die örtliche Verbraucherzentrale informieren.


    Die können dann nämlich eine Abmahnung verschicken. In der Regel hilft das schon.


    Ich hatte das gleiche Problem mal mit einem E-Bay-Händler bei dem ich CD-Rohlinge bestellt hatte und er die falschen geliefert hatte.


    Sein Kommentar: "Das Gesetz gilt für mich nicht"


    Da hilft kein diskutieren, da hilft nur handeln. Am Ende hat er die Versandkosten und die Gebühren für die Beratung bei der Verbraucherzentrale bezahlt !


    AUßERDEM: Wer online bestellt, sollte auch die AGB's überfliegen (zumindest Zahlung, Lieferung, Retoure)


    Gruß

  • Genau wegen solchen Geschichten habe ich meinen TFT nicht beim billigsten Anbieter bestellt.
    Ich habe mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass es dich ganz schön teuer kommen kann, immer nur auf billig/günstig zu achten.


    Lieber ein Markengerät mit Qualität, das 5 Jahre hält, als innerhalb von 5 Jahren 5 Billiggeräte.
    Die kosten in der Summe mehr.



    PS: ich hatte beim Monitorkauf ein DVI-Kabel dazubestellt. Leider war dann schon beim TFT eines dabei, so das ich eins zuviel hatte. Der Händler schickte mir einen Aufkleber für den versandkostenfreien Rücktransport und überwies mir das Geld für das Kabel innerhalb von 2 Tagen.
    So möchte ich das haben!

  • Hallo Leute,


    Laut österreichischem Konsumentenschutz, der sehr ähnlich mit dem deutschen Verbraucherschutzgesezt ist, ist diese Sachlage wie folgt beschrieben.
    Ich versuche es mal so zu erläutern, wie ich es in einem ähnlichen Fall von einem
    Anwalt des Konsumentenschutz-Vereins Innsbruck (KVI) erklärt bekam.


    Ausschlaggebend für die Versandkosten und des Risikos für den Versand ist immer
    der Erfüllungsort. Dies ist jener Ort, bei dem die Ware an den Käufer übergeben wird.
    In den meisten AGBs von Onlineshops ist der Erfüllungsort jener Ort, wo die Ware an den Transporteur
    (Post, Spedition) übergeben wurde.
    D.h. Wohne ich in Dornbirn (West-Österreich) und mein Händler übergibt die Ware in Wien (Ostösterreich) auf, dann trage ich die Kosten und das Risiko für den Transport.


    Bei Rückgabe innerhalb 7 Werktage bzw. Reklamation, hat der Händler die Kosten und das
    Risiko vom Erfüllungsort zum Händler zu tragen. Da der Erfüllungsort in 99% der Fälle näher beim
    Händler ist, heisst das, dass der Konsument Transport und Risko zu tragen hat!


    Du hattest demnach Glück, dass der Händler nur die Transportkosten abzog. Er hätte z.B. nach
    österreichischem Recht auch die Möglichkeit gehabt einen angemessenen Betrag für die Benutzung des Gerätes abziehen können. Der liegt im Allgemeinen bei ca. 10-20% des Kaufwertes.


    Anyway, ein Händler der viel Wert auf Geschäftsbeziehungen legt, trägt die Versandkosten und sieht von einem Gebrauchsabzug ab.


    Synthie

  • Dazu muss ich auch mal was sagen:


    Ich finds einfach teilweise ziemlich dreist das man sich so über sieben EUR aufregen kann. Ich meine was sind schon sieben EUR, ihr seht echt immer nur EUCH - denkt doch mal an die läden die da andauernd irgendwelche TFTs zurückbekommen (grund is ja egal), die müssen die ware auch neu einpacken, testen und so weiter. Nagut es ist vieleicht nicht ganz korrekt und man vertraut ja auch auf das gesetz, aber ich meine wenn der rest der Kohle fix da war dann fänd ich das nicht so schlimm. und sieben euro dürften für jeden der sich einen TFT kauft eigentlich nicht die welt sein.


    Ich selber würd mich auch ärgern, keine frage. Aber ich bin das auch bei meiner bestellung alles im kopf durchgegangen und habe mir dann gedacht: "Ich geb über 1k€ für einen TFT aus, und wenn mir dann die gegenseite solch einen guten service bietet (mein handelspartner war tftshop.net) dann sollen die sieben euro doch echt mein Problem sein." In der heutigen zeit kann man sich als kunde schon so einiges rausnehmen, aber ich selber als kaufmännischer angesteller (ums mal so zu sagen :D ) weiss das es nicht so einfach ist zur zeit, auch nicht für tft-händler und auch nicht für die käufer - aber man sollte schon so fair sein auch dem shop einen schritt entgegenzukommen.


    Würdest du wegen 7€ ein Mahnverfahren einleiten? Das kanns ja wohl nicht wert sein. Ich finds ja gut das du, uns alle "gewarnt" hast was bei dem shop abgeht - dafür ist das board ja dar. Wenn du auf solche erfahrungen in zukunft verzichten willst dann würde ich "prad.de-forum approved"-shops empfehlen die wirklich immer gut wegkommen.


    Das soll keine beleidigung sein, und mit EUCH meinte ich die menschen auf dem mars - keinen hier aus dem board oder der hier in diesem tread gepostet hat. Einfach mal eine allgemeine aussage zu dem thema "FAG - hilfe ich verliere mein Vermögen". :D Bin heute wieder sehr gut gelaunt. :D