Eizo S2110W-K (Prad.de)

  • Heute habe ich mal wieder länger Bilder bearbeitet und da ist mir das von CMOS geschilderte Problem im anderen Thread der Blickwinkelabhängigkeit besonders aufgefallen.


    Ein Bild in Photoshop geöffnet und links neben die Paletten platziert, nochmal das gleiche Bild (wollte eigentlich Farbräume vergleichen) in der Mitte daneben und gerade auf den Bildschirm gesehen.


    Das Bild links war objektiv heller (die Tiefen waren grau) als das gleiche Bild in der Mitte. Dieses hatte einen viel besseren Kontrast (Tiefen waren schwarz).


    Dachte im ersten Moment ich hätte verschieden entwickelte Bilder aus dem Raw-Konverter, aber das war nicht der Fall da ich eine Kopie in die Mitte gelegt habe und das gleiche Bild nochmal geöffnet habe.


    CMOS hat da sicher einen Punkt aufgezeigt welcher für Bildbearbeitungsprofis sicher ein nicht unerhebliches Problem darstellt der im Test keine Berücksichtigung fand.


    LG
    Fred

  • Toller Test...


    nun aber eine kleine OT frage.


    Wenn ihr den 24er bekommt, könntet ihr vielleicht einen kleinen vergleich mit dem Dell einbeziehen? wäre doch mal interessant...

  • Quote

    CMOS hat da sicher einen Punkt aufgezeigt welcher für Bildbearbeitungsprofis sicher ein nicht unerhebliches Problem darstellt der im Test keine Berücksichtigung fand.


    Genau das ist der Unterschied zwischen VA und IPS.
    IPS löst frontal so gut auf, wie VA bei leicht seitlicher Betrachtung. Dafür ist bei IPS das schwarz nie so satt, wie bei VA.
    Das fällt aber nur bei ganz genauer Betrachtung und mit geübtem Auge auf.
    Das Gerät ist vom Hersteller nicht als Bildbearbeitungs-Profi-Gerät positioniert. Daher ist das Testurteil gerechtfertigt. Denn in Non-Pro-Bereich gibt es derzeit wohl kaum ein vergleichbares Gerät. Und als "Problem" lässt sich das sicher auch nur dann bezeichnen, wenn man als Profi just am Bildwiedergabegerät spart. Schließlich gibt es Alternativen für sehr sehr Anspruchsvolle oder Profis.

  • Ich denke, man sollte diese Eigenart der VA Displays, die ja auch schon in Bezug auf den Eizo 2410 angesprochen wurde ( Eizo S2410W, L997, L767 (Prad.de User) ), zumindest deutlich erwähnen.


    Es kann dann jeder selbst entscheiden, ob ihm ein Kontrast von 1:1000 (Eizo) im Vergleich zu 1:700 (so aktuelle S-IPS Displays wie das NEC 2080UXI) wichtiger ist als Blickwinkelstabilität.


    Mir ist dieses supertiefe Schwarz nicht so wichtig, obwohl ich auch DVDs schaue. Das weniger tiefe Schwarz der S-IPS Display fällt nämlich nur dann stark auf, wenn man sonst alle Lichter im Raum ausschaltet und grosse Schwarzflächen anzeigen will. Im Dunkeln Fernsehen bzw. DVDs auf dem LCD schauen etc. ist aber schlecht für die Augen... ;-)


    Die Blickwinkelstabilität ist wohl nicht nur für Profis wichtig, da immer mehr Leute ihre Digitalfotos am Computer bearbeiten und anschliessend ausdrucken oder im Web präsentieren wollen.


    Im Ergebnis muss da wohl jeder für sich selbst die Entscheidung treffen, wo die Prioritäten liegen. Diese Entscheidung wird durch Testberichte, die auf diese Themen detailliert eingehen, erleichtert.

  • Bei frontaler Sicht wird dich aber kein Blickwinkel stören, zumindest nicht bei 178° Displays. Wenn bei frontaler Sicht auf der rechten Bildschirmseite eine Farbe anders dargestellt wird als auf der linken, dann ist was mit dem Panel oder der Ausleuchtung nicht in Ordnung. Also bei 0° ist auch ein VA Panel farbstabil. Ich habe den direkten Vergeich zwischen einen L797 und L768 und bin mir ziemlich sicher dies beurteilen zu können.


    Und nun nochmal was zu den Tests. Wir können es niemals allen recht machen. Dem einen kommen die Spiele zu kurz, der andere will auch mal CAD Anwendungen getestet haben und wieder andere finden die kleinsten Blickwinkelabweichungen inakzeptabel. Alles bis auf den kleinsten Punkt auszuwerten ist kaum möglich. Wir messen und kalibrieren die Geräte und können so zumindest eine fundierte Aussage zu diesem Thema treffen. Wir testen die Geräte nicht auf spezielle Tauglichkeit für Profi-Grafiker. Für diese Anwendergruppe gibt es ganz spezielle Modelle, die aber in einer Preisklasse liegen, die die Mehrheit hier kaum interessiert.

  • Andi


    1.
    Wenn sich in Zukunft ständig Leute beschweren (wobei ich ja Euren Test gar nicht massiv kritisiert habe), würde ich dieses Kriterium in Zukunft auch berücksichtigen. Denn dann besteht insoweit Bedarf.


    Wenn nur ganz vereinzelt Leute auf diese Sache hinweisen, dann würde ich mir keinen Kopf machen.


    2.
    Zur Klarstellung möchte ich aber nochmal darauf hinweisen, dass die speziellen Profigrafikermodelle, von denen Du sprichst, identisch mit dem L797 bzw. NEC 2180 sind. Egal, ob Quato oder LaCie ... es gibt nur das Hitachi und das NEC S-IPS in Grafikerdisplays. Einzige Aussnahme: NEC Spectraview Reference und Eizo 220.


    3.
    Ich finde es gut, dass Ihr die Displays kalibriert und vermesst. Gut ist auch, dass ihr isocoated zum Vergleich anbietet. Aber könntet ihr nicht bitte noch zusätzlich s-rgb in die diagramme einzeichnen? Das sollte eigentlich kaum Arbeit machen und ermöglicht bessere Vergleiche zu anderen Tests.

  • @ Andi


    Nicht das Du mich falsch verstehst. Es sollte keine Kritik am Test ansich sein sondern nur eine Feststellung für die die den Eizo für "semiprof." Grafikanwendung in Betracht ziehen.


    Eure Tests und Eure Seite liebe ich und habe bisher jeden Monitor erst nach zusätzlichem genauem Studium von Prad.de gekauft.


    Es geht eigentlich gar nicht um die Farben, die bleiben ja sogut wie gleich.
    Es sind die Graustufen die Probleme machen.


    Links am Monitor sind die Tiefen gräulich und in der Mitte werden sie dunkler, daher empfindet man das Bild links dann heller bzw. eben kontrastärmer.


    Es fällt auch sonst nicht auf (bei einem Bild groß oder so), aber wenn man zwei Bilder in der 100% Ansicht nebeneinander stellt schon.


    Es stimmt schon, jedem Recht getan ist eine Eigenschaft die niemand kann.
    Ich wollte nur CMOS mit seiner Aussage bestätigen und für die Grafiker anmerken.


    Der Monitor ist trotzdem eine Wucht und für die meisten Anwendungen gibts schwer was vergleichbar gutes.


    Aber ich dachte bei einem Monitor um 1000.- Euro gibts keine Fehler ;-)


    Danke für Eure gute Arbeit.


    LG
    Fred

  • Ausserdem rege ich noch mal folgenden Vergleich an:


    Farbraum NEC 1980 FXI (laut behardware):


    Farbraum EIZO S2110 (laut Prad):


    Farbraum Fujitsu P19-2 (laut behardware):


    Farbraum Fujitsu W19-1 (laut Prad):


    Irgendetwas stimmt da ganz und gar nicht ...

  • Nachtrag:


    Gerade eben habe ich nochmal getestet und das Bild 3 mal nebeneinander gestellt.


    Ich sehe mittig gerade auf den Bildschirm.


    Bild in der Mitte und rechts sehen gleich aus.
    Bild links ist in den Tiefen heller.


    Wenn ich meinen Kopf direkt vor das linke Bild rücke und wieder gerade auf den Bildschirm sehe sehen alle Bilder gleich aus.


    Etwas schwer zu erklären....


    Hat wer einen Tipp. Liegts dann nur an der Ausleuchtung.
    Dann ist die links ev. stärker, aber dann müßte ich die Ausleuchtung des Eizos kritisieren.


    LG
    Fred

  • Hallo,


    beim Betrachten des Videos ist mir aufgefallen, daß der S2110W dem T563-T in der Darstellung zeitlich etwas hinterherhinkt. Da dieses Phänomen beim Dell 24" ebenfalls aufgetreten ist, stelle ich mir nun die Frage, ob das nicht vielleicht doch in der Natur der Technik des Clone Modus liegt. Damit Ihr wißt was ich meine, geht im Video beim Zeitindex 5s, 868ms mal auf Pause. Da zeigt der CRT schon, was beim TFT erst noch kommt.


    Gerade im schneller laufenden Timedemo erscheint diese zeitliche Verzögerung als weniger dramatisch. Sollte das jedoch ein Manko des Bildschirms und nicht des Clone-Modus sein, so kann es im zeitlich normal laufenden Spielebetrieb doch entscheidende Auswirkungen haben.

  • So nun ein Bild über das Problem, welches ich oben geschildert habe.


    Unter diesem Link sieht man den Unterschied zwischen links, mitte, rechts auf dem Eizo2210.


    Das Moire konnte ich leider nicht verhindern.




    LG
    Fred

  • Das sieht man ja ganz deutlich. Der linke Tannenbaum ist viel heller. Am unteren Ring kann man auch richtig in den Baum hineinschauen. Bei den beiden anderen Bildern "saufen die Schatten ab".


    So etwas ist für Bildbearbeitung (egal ob Amateur oder Profi) nicht zu gebrauchen.


    Der Prad Testmonitor war wohl besser??



    P.S.: Vielen Dank für diesen Screenshot. Das war EXTREM hilfreich für meine Kaufentscheidung.

  • Nein. Habe extra gewartet bis es dunkel wurde ;-)


    Den Monitor habe ich nun schon einige Wochen, aber erst jetzt durch den Bildervergleich ist es mir aufgefallen.


    In einem großen Bild bei der Bearbeitung fällt es nicht so auf.


    LG
    Fred


    PS: Kann Dir garantieren das ich keine Fensterspiegelungen hatte.
    Jetzt ist es noch dunkler - keine Änderung.
    Das Bild links ist in den Tiefen heller (Grauschleier), die anderen 2 sind fast gleich.


    Im Original auf dem Monitor "saufen" die Schatten nicht so ab. Das ist sicher durch das Verkleinern und das Moire etwas schlechter geworden.
    Aber der linke Baum sieht halt doch um einiges heller aus.

  • Tja...dann stellt sich nur noch die Frage, ob Du, CMOS und Triple-D ein schlechteres Display erwischt haben, als Prad für den Test zur Verfügung stand.

  • Wie sieht das Ganze denn bei einheitlichen Farben aus? Ich nehme mal an das Objektiv der Kamera war auf den mittleren Baum ausgerichtet? Wenn du nun ein identisches Bild machst und das Objektiv auf den linken Baum ausrichtest, dann sind alle identisch?

  • Ich habe mir nun so geholfen, daß ich alle Paletten in Photoshop links angeordnet habe und somit das Bild immer mittig oder rechts ist. ;-)


    Links ist mir das Bild eindeutig zu kontrastlos.


    Naja, ist schwer zu sagen wer Pech oder Glück hatte.


    Die Kritiker sind bei solchen Dingen immer in der Überzahl. Wer keine Probleme hat schreibt ja nicht.


    LG
    Fred