Eizo S2111W (Prad.de User)

  • Hallo Leute,


    ich habe seit einer Woche den S2111W in weiß. Bei TFTShop bestellt.
    Ich muß sagen das ich damit hoch zufrieden bin. Das ist insgesamt der 5. Flachmann den ich mir zu Hause in Ruhe angesehen habe.
    Los ging es damals mit 15" Eizo 367.
    Dann mit dem Viewsonic VP231wb (2x) und NEC MultiSync 2080UXiB.


    Der S2111W hat eine gute Helligkeitsverteilung und gute Ausleuchtung. Ich kann nicht meckern. Da war der Viewsonic etwas schlechter, wobei er auch gut war. Er war mir letztlich dann doch aber einfach zu groß.
    Bei NEC störte mich der Glitzereffekt vom S-IPS Panel.
    Diesen Effekt scheine ich beim S2111W nun nach Tagen auch zu bemerken.
    Wobei das nicht zu stören scheint. Ich kann darüber nicht meckern.
    Pixelfehler hat er keine.
    Beim spielen muß man Vsynch einschalten, dann zereißt es auch keine Texturen.
    Habe nochmal zum testen Quake 4 installiert.
    Verzögerungen bemerke ich so auch keine.
    Im Vergleich zu meinem 17" CRT scheint es jedoch eine Verzögerung zu geben.
    Habe mal mit meiner Digi paar Serienbilder geschossen und da sehe ich Unterschiede beim Raketenwerfer etc. Beim spielen merke ich davon jedoch nichts. Bin da aber auch nicht der Profiballermann.
    Ich spiele leidenschaftlich GTR2 (vorher GTR). Da sitze ich nun mittendrin statt nur dabei und bemerke keine negativen Effekte.


    Ich werde nochmal ein Video drehen TFT & CRT. Wenn das brauchbar wird werde ich es jedem hier zur Verfügung stellen.


    Anbei paar Fotos von meiner Dimage 7i die nicht nachbearbeitet sind.
    Ich hoffe das die Helligkeiten beider Schirme nichts verfälschen.
    Bei manchen Bildern denkt man, da ist doch alles perfekt.
    Bei anderen Bildern denkt man, na da ist doch eine Verzögerung drin.


    Die andere Frage ist. Gibt die Grafikkarte auf beiden Ausgängen auch zeitgleich die "Anzeige" raus?


    Alles in allen - ich werde ihn auf jeden Fall behalten.


    Tschau
    Mr. Teflon

  • Quote

    Original von TeflonDie andere Frage ist. Gibt die Grafikkarte auf beiden Ausgängen auch zeitgleich die "Anzeige" raus?


    Nur wenn beide Geräte über die selbe Timing Formel synchron betrieben werden (z.B. General Timing Formula), und selbst dann kann es noch kleinste Abweichungen geben (verschiedenen Taktgeber in beiden Geräten, Phasenverschiebung der Netzteile etc). Windows wählt standardmäßig eine beliebige Timingformel aus, von der es meint, es wäre die bestgeeignete. Kann sein, dass beide gleich laufen, muss aber nicht. Wie z.B. bei meinen Geräten, der eine (TFT) kann 1920 x 1200 nur mit Reduced Blanking, der andere (CRT) nur ohne, entsprechend laufen sie nicht synchron.

  • Hallo,


    das heißt, selbst wenn ich bei dem Video eine Verzögerung sehe, muß das nicht zwangsweise bedeuten das der Eizo selbst eine Verzögerung besitzt?


    Ich dachte ich mach das gleiche wie Ihr bei Eurem Vergleichsfilm mit dem Eizo CRT. Du weist schon was ich meine.


    Weist Du dann wie das die c't vermessen kann?


    Kann ich am DVI Ausgang meiner Grafikkarte meinen alten CRT anschließen? Ein passendes Kabel hätte ich ja aus dem Eizo TFT Karton.
    Wenn die analogen Signalpins belegt sind, dann müßte es doch funktionieren? AGP X850XT.
    Wenn nicht, dann dürfte doch einfach nichts passieren - oder? Kaputt gehen soll aber nichts.
    Ich dachte ich vertausche dann nochmal die Kartenausgänge um Nachteile durch diese auszuschließen.


    Tschau
    Mr. Teflon

  • Die Verzögerung ist da, aber es kann zu Schwankungen in der Messung kommen, zumal eine Videokamera 25 Bilder/s aufnimmt, während die Monitore mit knapp 60 Hz laufen (der Eizo mit 59,8 ). Bei Nvidia Karten kann man manuell die Timing Formula für beide Ausgänge im Klonmodus angeben. Wenn man dort die gleiche Formel für TFT und CRT bei gleicher Auflösung wählen kann, dann ist das schonmal besser für die Messung. Unterschiedliche Formeln sorgen nur für einen sehr kleinen Unterschied von unter 1 ms, aber führen zu Problemen bei der Messung (z.B. regelmäßige Ruckler/Aussetzer auf einem Gerät gegenüber dem anderen). Zudem baut der TFT das Bild ebenfalls von oben nach unten auf, so dass es sein kann, dass beide Geräte nur ein halben Bild voneinander entfernt liegen, man aber meint es wäre schon ein ganzes.


    Außerdem sollte bei der Messung die native Auflösung des TFT genutzt werden, da Interpolation durch den Monitor (selbst 1:1) zu einem weiteren Frame Verzögerung führt. Die CT misst wahrscheinlich per Oszilloskop direkt am Ausgang der Karte/Kabel/Eingang des Monitors, wann das Signal rausgeht, und per Lichtsensor und Oszilloskop, wann der Monitor das Signal tatsächlich ausgibt.

  • Hallo,


    sehr interessant zu lesen. Bin wieder etwas schlauer. Danke.


    Bin auch gespannt auf Euren Testbericht dazu und ob er sich mit meiner Ansicht deckt. Normal hätte ich gewartet mit der Bestellung, aber dann überkam es mich einfach :D


    Tschau
    Mr. Teflon

  • Der ist fertig und wird derzeit online gesetzt, dauert also wirklich nicht mehr lange, hat sich wegen viel Arbeit alles etwas verzögert ;)

    _.+*" Mind Expanding Species "*+._.+*" Estar De Viaje "*+._


    "Begegnungen, die die Seele berühren, hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen."

  • Hallo,


    keine Sorge - nehmt Euch die Zeit die ihr braucht.


    Habe heute mal das TFT & CRT gefilmt. hier der Link:


    Hier paar Bilder aus VirtualDub, jeweils Einzelbildweise direkt hinterheinander. Zeitabstand der Bilder je ein Frame, was laut Anzeige 40ms entspricht.
    Das sagt aber noch nichts darüber aus wie große die Verzögerung wirklich ist.
    Siehe obige Erklärung vom Redakteur. Außerdem weis ich nicht ob die Grafikkarte die Ausgänge verzögert. ATI X850XT
    Den Film emfpfehle ich mit dem VLC-Player anzuschauen, da kann man die Abspielgeschwindigkeit ändern. Für Leute die es ganz genau wissen wollen.
    Achso, der Film ist 16:9 aufgenommen.


    Ich hoffe damit ein wenig geholfen zu haben. Ich behalte ihn jedenfalls.


    Tschau
    Mr. Teflon

  • Wir beschäftigen uns zur Zeit mit verschiedenen Methoden zur besseren Latenzmessung. Beim Test des S2111W wurde noch die oft genutzte Stopuhr im Klonmodus genutzt. Wir haben uns aber gefragt, wie es zu so großen Schwankungen kommen kann. Am Ende hat sich herausgestellt, dass der durchschnittliche Wert bei genügend Messungen recht nahe ans die tatsächliche Latenz herankommt, und die Schwankungen aufgrund der Messmethode entstehen.


    Sprich Monitore einfach im Klonmodus abfotografieren erfordert einige besondere Aufmerksamkeit, um konsistente Ergebnisse zu erhalten. Ein Uhrenvergleich funktioniert grundsätzlich, erfordert aber möglichst viele Messungen um einen brauchbaren Durchschnittswert zu erhalten, die starken Abweichungen sind wahrscheinlich irrelevant. Ein Problem bleibt die Definition von "Latenz", denn zu den üblicherweise gepufferten Bildern addiert sich noch die Reaktionszeit der Pixel. Selbst wenn die TFT Elektronik schon beim nächsten Bild ist, kann es sein, dass die Trägheit der Pixel die visuelle Darstellung noch verzögert. Ganz zu schweigen vom Einfluss der Kameraeinstellung (vor allem Lichtempfinglichkeit/ISO und Belichtungszeit). Da das ganze doch recht kompliziert ist, arbeiten wir auch noch an geeigneten aber praxistauglichen Methoden.

  • Quote

    Original von rinaldo
    Der ist fertig und wird derzeit online gesetzt, dauert also wirklich nicht mehr lange, hat sich wegen viel Arbeit alles etwas verzögert ;)


    Wie lange dauert "online setzen" denn bei euch? Es zieht sich wirklich hin mit dem Test. ?(

  • Hallo,


    @ mr_lampe: Drängeln macht absolut keinen Sinn. Wenn online, dann online. Die Leute haben bestimmt noch nebenbei anderes zu tun. Darf man nie vergessen.


    Was ich noch anmerken wollte zum Eizo S2111W. Er schaltete sich automatisch in den sRGB Mode sobald die Sony DigiCam per FireWire angeschlossen war um den Film in den PC zu überspielen. Ich nenne das mal Feature. Zurück kam ich aber nur mit der EIZO Software. Im TFT Menü selbst ging das irgendwie nicht.


    Tschau
    Mr. Teflon

  • Wenn alles gut geht, sind sowohl der Test zum Eizo S2111W als auch der Test zum FSC H22-1W morgen online. Kann sich aber auch nochmal um ein bis zwei Tage verschieben, um keine falschen Versprechungen zu machen. Für die Verzögerungen sind viel Arbeit - die ihr dann noch sehen werdet - und die deutlich ausführlicheren Messmethoden verantwortlich. Also noch ein wenig Geduld 8)

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  • Hallo,


    ich suche eine kostengünstige Variante beim EIZO s2111w Pivot nachzurüsten. Ich mußte gerade mit Entsetzen feststellen, dass der sch*** Arcswing nicht pivotfähig ist. Mit der festen Überzeugung, dass der s2111w eine Pivotfunktion hat, habe ich mich bisher nämlich noch über seine mangelnde Eignung für EBV bei Hochformatbildern (im Vergleich zum 2100) hinwegtrösten können. Ich habe auch keine Lust erst soviel für einen Monitor auszugeben und im Anschluß einen neuen Standfuß für 50 bis 100 Euro zu kaufen und dann den Originalfuß wegzuwerfen. Hat jemand eine Idee?


    Gruß

  • Hallo,


    dann kannste Dir keinen S2111W kaufen, sondern einen anderen.
    Ich kenne keine Nachrüstfunktion o.ä..


    Mal ehrlich. Drehst Du Dein Moni wirklich jedesmal hochkant und dann wieder zurück? Ist zwar ein nettes Feature, aber nutzen tut das bestimmt fast niemand.
    Dann würde ich mir lieber einen 24" kaufen und muß nichts drehen.
    Bei dem hier gehen auch schon fast ohne scrollen 2 Seiten nebeneinander drauf.


    Tschau
    Mr. Teflon

  • Also ob man bei einem 21" wirklich eine Pivotfunktion braucht sei mal dahin gestellt, aber nachrüsten lässt sich das beim Eizo, wie bei jedem anderen VESA kompatiblen Monitor auch, recht einfach.
    Andere Standfüße oder Halterungen mit Pivotfunktion gibt es z.B. hier Ergotron oder hier Ergodesk!


    Teuer sind die meisten auch nicht unbedingt, liegen oft so zwischen 50-100 Euro und kaufen kann sowohl ab Werk als auch bei diversen Online-Shops z.B. TFTshop.net (ansonsten bei Geizhals suchen).