Kleberreste vom Kalvierlack entfernen!?

  • Hi Leute, ich habe den ViewSonic VX2235wm und folgendes Problem:


    Oben am Klavierlack-Rahmen war ein abziehbarer Aufkleber vom Hersteller abgebracht (sogar recht gross bzw. lang). Ich hab das Teil vorsichtig abgezogen, aber auf der rechten Seite ist alles voll mit Kleber-Resten. Also selbst wenn man mit dem Finger über den Lack geht, hat man kleine schlieren, aber wie zum Teufel sieht das erst auch wenn man den Kleber entfernt? Um den Schaden zu minimieren, frage ich mich gerade welche Reinigungsmethode wohl am besten wäre?


    Kann mir da wer weiterhelfen? Der Lack sollte möglichst schonend behandelt werden ...


    Gruß, Der_Peter

  • Ich nehme dafür immer Hansaplast Pflaster und drücke die so lange auf die Stelle bis der Kleber abgeht.

  • Auf keinen Fall mit Radiergummi oder aehnlichem, egal wie weich, denn diese Stelle wird dann leider matt.
    Es gaebe eine Spezialfluessigkeit die sich "Kleber-Entferner" oder so aehnlich schimpft, von diversen Herstellern. Kann aber gut sein, dass diese Chemikalie zuerst den Kleber, dann den Rahmen und letztlich das Panel auffrisst.
    Ich hab eine ganz alte Variante davon, Mitte der 1990er erworben, stinkt bestialisch, aber funktioniert echt gut.


    Wenn das ein Aufkleber des Herstellers (und nicht des Haendlers) war, dann frag mal bei dessen Kundendienst an ob die was wissen. Immerhin ist der Kunde ja nicht verpflichtet einen Werbesticker das gesamte Monitorleben lang im Aug zu haben :-)

  • Nen Bekannter sagte "Terpentin" wäre ganz gut - würde den Lack nicht angreiffen. Will nur nicht rumexperimentieren und setzte eher auf Erfahrungswerte. Hat das mal wer ausprobiert?

  • Quote

    Original von Der_Peter
    Nen Bekannter sagte "Terpentin" wäre ganz gut - würde den Lack nicht angreiffen.


    naja, ich weiss nicht aber Terpentin ist ein Pinselreiniger und löst zumindest den noch nicht getrockneten Lack bestens auf.


    mit Feuerzeugbenzin bekommt man Kleberreste zuverlässig und schnell runter und ich habe das bisher auch immer ohne Lackschäden hinbekommen - aber noch nicht bei Klavierlack probiert und ich garantiere für nix.


    wie Andi schon schrub, Tesafilm o.ä. draufkleben und dabei noch festhalten und wieder abziehen, das ganze so lange bis alles weg ist.

  • Bei JEDER Chemikalie gilt: zuerst an einer abseits liegenden Ecke austesten wie die Oberflaeche reagiert.


    Bezueglich Klebestreifen moechte ich nur anmerken dass es manchmal damit auch zu einer Verschlechterung kommen kann. Die Mehode sollte daher ebenfalls zuerst getestet werden.

  • Man braucht Klebestreifen mit stärkerem Kleber, als der zu Entfernende.
    Ich habe da seit ca. 15 Jahren(!) eine Rolle doppelseitiges Fixierband, stärkste Klebekraft und langzeitstabil, zum Resteentfernen und nat. Zusammenkleben.
    Vorsicht ist geboten, wenn der Klebstoffrest auf qualitativ minderwertigem Lack sitzt, könnte mit abgehen, bei meinem TFT mit silbermetallic-Rahmen hat es nix gemacht, hatte auch sonst nie Probs.

  • Quote

    Original von Corvus
    Man braucht Klebestreifen mit stärkerem Kleber, als der zu Entfernende.
    Ich habe da seit ca. 15 Jahren(!) eine Rolle doppelseitiges Fixierband, stärkste Klebekraft und langzeitstabil, zum Resteentfernen und nat. Zusammenkleben.


    Gute Methode! Und zusätzlich die Aufkleberreste immer erwärmen, dann löst sich der alte Kleber besser vom Untergrund, weil er dadurch weich und weniger haftfähig wird. Im Allgemeinen sollte man einen Aufkleber und dessen Untergrund bereits vor dem Entfernen erwärmen (mindestens handwarm, besser so 30-40°C, am besten mit einem Fön auf kleiner Stufe langsam und gleichmäßig, immer wieder die tatsächliche Erwärmung am Gegenstand prüfen, um eine Überhitzung zu vermeiden; nicht punktuell, sondern großflächig erwärmen). Dann mit dem bereits entfernten Aufkleber evtl. Reste betupfen, um auch die letzten Kleberreste zu entfernen. Klappte bei mir bisher zu 100% rückstandsfrei! Hartnäckige Reste lassen sich übrigens sehr schonend mit Isopropanol entfernen. Isopropanol ist äußerst lack- und kunststoffschonend. Trotzdem sollte man sicherhheitshalber an einer nicht sichtbaren Stelle prüfen, ob evtl. Materialien angegriffen werden (ist mir aber von Isopropanol nicht bekannt). Vorsicht mit Feuerzeugbenzin, greift u.U. Kunststoffe an!



    Gruß,


    BanditDD