NEC MultiSync LCD3090WQXi (Prad.de)

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    Ist der NEC 3090 WQXI wirklich nicht hardwarekalibrierbar mit der SpectraViewII US Software?


    Habe ich gestern noch mit einem 3090 Messegerät gemacht. Funktioniert also definitiv.


    Mein vorausgehender Beitrag bezog sich auf das UMSTELLEN im Monitormenü auf einen Spectraview, sodass die normale EU Software (Spectraview Profiler) das Gerät als Spectraview erkennt und somit auch eine Hardwarekalibrierung zulässt.
    Das hat aber nichts mit der Spectraview II Software zu tun. -Dieser Software ist es egal ob es ein echter Spectraview ist oder nicht. Sie erkennt einen NEC xx90 und legt los.

  • Ja sicher. Gestern hat's keine halbe Stunde gedauert bis das Angebot vergriffen war.
    Wenn heute etwas mehr Zeit gewesen wäre, hättest du unter "Schnäppchen" einen weiteren gefunden.
    Ich habe noch 3 "normale" 3090WQXi und einen "richtigen" Spectraview 30-er.
    Zur Zeit fehlt mir aber die Zeit die Geräte so schnell zu überprüfen wie es nötig wäre.
    Ich versuche morgen Vormittag den nächsten zu überprüfen und online zu stellen.

  • Wie kommt man an die Software aus dem US Online Shop ran? Einfach bestellen und mit europaeischer Kreditkarte zahlen oder pruefen die den Wohnsitz und blocken einen Verkauf? Stehe gerade vor der Entscheidung ob ich mir das Teil holen soll.

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    Wie kommt man an die Software aus dem US Online Shop ran? Einfach bestellen und mit europaeischer Kreditkarte zahlen oder pruefen die den Wohnsitz und blocken einen Verkauf?


    Denk bitte daran, dass du aus SV II heraus ein Spektralfotometer oder das OEM EyeOne Display2 von NEC benötigst. Andere Kombination führen zu erheblichen Meßfehlern.


    Gruß


    Denis

  • Hallo zusammen,
    ich bin auf der Suche nach einem 30" fuer die Themen Bildbearbeitung (Photoshop und DxO Optics pro sowie Shooter wie CS-Source und vergleichbare Spiele. Ich habe mit grossem Interresse diverse Tests gelesen und wuerde gerne wissen ob der Nec gegenueber dem Dell U3011 die bessere Wahl darstellt. Preislich wuerde sich der NEC fuer mich schon am obersten Ende der Fahnenstange bewegen. Mir ist auch klar das Dell auf eine andere Zielgruppe schielt, nichts desto trotz bin ich mir nicht sicher ob der neuere Dell eine bessere Wahl darstellt. Schliesslich kann mich die Testergebnisse aufgrund des Altersunterschieds nur schwer vergleichen.
    Gruss und Danke
    Stefan

  • Sorry, mir ist noch eine weitere Frage eingefallen die ich auch anhand von 2-maligen Lesens des Forenbeitrags mir nicht habe beantworten koennen... Kann der Monitor via X-Rite i1 Display Sensor hardware-kalibriert werden und wenn ja wie funktioniert das?

  • Immer, wenn der 3090WUXi in Betracht gezogen wird, sollte man sich auch den neuen PA301W ansehen, der ihn beerbt hat und insbesondere um eine flexible Farbraumemulation erweitert wurde (auch für Spiele sehr interessant, um Bonbonfarben zu vermeiden). Grundsätzlich ist der 3090 weiter ein 30er mit sehr potenter Elektronik und guter Werkskalibration. Damit spielt er schon in einer anderen Liga als der DELL, der kein schlechtes Gerät ist.


    Wenn es im Budget liegt, würde ich den NEC nehmen, idealerweise gleich das neue Gerät aus der PA-Reihe. Ausführlichen Testbericht wird es sehr bald geben.


    Quote

    Kann der Monitor via X-Rite i1 Display Sensor hardware-kalibriert werden und wenn ja wie funktioniert das?


    Das Colorimeter ist aus verschiedenen Gründen nicht gut für den Bildschirm geeignet. Eine Hardwarekalibrierung wäre mit SpectraView II aus den USA möglich. Für korrekte Ergebnisse müßtest du aber auf das angepasste EOD2 von NEC oder ein Spektralfotometer zugrückgreifen. Preiswerte Lösung für die Softwarekalibrierung ist das Silver Haze Pro Bundle von Quato (X-Rite DTP94 + iColor Display 3). Die Software bringt notwendige Korrekturen für das WCG-CCFL Spektrum der Bildschirme mit. Aufgrund der potenten Elektronik, umfangreicher Bordmittel und sehr guter Werkskalibrierung entspricht eine entsprechende Softwarekalibrierung im Ergebnis faktisch einer Hardwarekalibrierung.


    Viele Grüße


    Denis

  • Hi Dennis,
    Vielen Dank fuer das schnelle Feedback. Der neue Nec ist sicherlich interessant und ich wuerde mich freuen zeitnah einen Testbericht zu lesen, allerdings kostet er noch einmal 370-400 Euro teurer und zurzeit als nicht lieferbar gelistet. Fuer das gleiche Geld waere er sicherlich erste Wahl aber das Geld fuer den 3090 ist schon nicht gerade wenig (wenn auch sicherlich angemessen).
    Stefan

  • Ich hatte über meine Fragestellung noch einmal nachgedacht und Würde sie gerne etwas präzisieren... Ist der Nec gegenüber dem Dell die bessere Wahl wenn man keinerlei Kalibrierwerkzeuge vorweisen kann? Die Frage bezieht sich auf die Tatsache das der 3011 werksseitig kalibriert ist (im Gegensatz zu dem Nec). Oder bezieht sich die Empfehlung eher auf den kalibrierten Zustand? Ich plane die Farbräume sRGB primär und AdobeRGB vereinzelt zu verwenden.


    Vielen Dank schon einmal im Voraus!
    Stefan

  • In Bezug auf die Nutzung ohne Farbmanagement wäre der DELL mit seinem fixen sRGB/ AdobeRGB Modus schon interessant. Wobei hier der neue NEC PA mit seiner flexiblen Farbraumemulation natürlich nochmal deutlich besser geeignet ist. Über MultiProfiler (kostenlos von NEC vertrieben) werden auch gleich hinreichend passende ICC-Profile generiert.


    Steht nur die Wahl zwischen U3011 und NEC 3090 offen, wäre der DELL im Hinblick auf das Arbeiten in ungemanagter Umgebung besser geeignet. Der NEC ist bezgl. Werkskalibration und Elektronik zwar noch potenter, bietet aber eben keine brauchbare Farbraumemulation oder fixe Modi.


    Gruß


    Denis

  • Ich wills mal so ausdrücken Stefan:


    Der NEC PA301 ist "unkalibriert" (eine Werkseinstellung für beide Farbräume hat auch er, und das sogar sehr präzise eingepegelt!), immer noch Lichtjahre vor einem "Konsumer" Monitor wie dem Dell einzustufen. :D


    Einen Golf kannst halt nicht mit einem 7-er BMW vergleichen. -Egal mit welchen Extras du ihn ausstattest.
    Für anspruchsvolle EBV ist der Dell nicht konzipiert. Er ist ein Konsumer-Allrounder, und kein Oberklasse Monitor für den gehobenen Anspruch. -Wird aber häufig als solcher missverstanden.


    Insbesondere wenn dein Schwerpunkt in Richtung beste Bildqualität in beiden Farbräumen tendiert, kommst du an solchen Boliden wie den NEC PA Geräten kaum vorbei.
    Und wenn dir die Kohle für den 30-er zu viel wird, schaust halt mal nach dem NEC PA271. -Der ist schließlich nix anderes als ein "geschrumpfter 30-er", bietet aber ggü. den 30-ern in seinem Preisbereich DEUTLICHE Vorteile in der Bildqualität.
    -Das könnte für dich der "goldene Schnitt" sein. ;)

  • Den PA271 hatte ich auch bereits auf meiner Liste gehabt, ihn augfrund der 27 vs 30 Zoll kleineren Diaonale wieder verworfen. Ich wuerde mich definitiv nicht als Profinutzer beschreiben, die Fotbearbeitung/Weiterverarbeitung von einer Canon EOS 5D Mark II ist eher ein Hobby was sich in unserer Zeit in Neuseeland herauskristalisiert hat... Wie seht ihr als Profis die Unterschiede bei der Gresse der Bildschirme in der Praxis? Mein Schreibtisch ist eher klein geraten...

  • Das sehe ich nicht so. Der Dell U3011 steht hier neben meinem Eizo CG223 und macht eine extrem gute Figur.. die Werkskalibration ist DEUTLICH besser als die Presets des Eizos. Kalibriert trumpft der Eizo durch die sehr praktische Farbraumemulationen auf (Kaufgrund damals), in der Praxis wird sie aber von mir kaum noch genutzt. Die festen Presets des Dells würden mir ebenso reichen. Punkt 2, die kalibrierte (i1pro) Farbwiedergabe des Dells kommt mir rein subjektiv einen tick neutraler vor als die des Eizo CGs. Mit NECs hab ich keine Erfahrung, aber die müssten dann ebenfalls Lichtjahre vor den CGs liegen ;)





    Der NEC PA301 ist "unkalibriert" (eine Werkseinstellung für beide Farbräume hat auch er, und das sogar sehr präzise eingepegelt!), immer noch Lichtjahre vor einem "Konsumer" Monitor wie dem Dell einzustufen. :D


    Insbesondere wenn dein Schwerpunkt in Richtung beste Bildqualität in beiden Farbräumen tendiert, kommst du an solchen Boliden wie den NEC PA Geräten kaum vorbei. ;)

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    die Werkskalibration ist DEUTLICH besser als die Presets des Eizos.


    Der DELL hat zwar eine gute Neutralität ab Werk (innerhalb der Vorgaben des UDACT), reicht aber insgesamt nicht an die Boliden von Eizo und NEC heran (was er zu dem Preis nicht muß und von DELL auch gar nicht beabsichtigt ist). Das betrifft insbesondere auch die Gradationseigenschaften (siehe Bericht), sofern man sich nicht im sRGB Modus befinden.




    Die beiden farbraumbegrenzenden Bildmodi des DELL sind aus farbmetrischer Sicht insgesamt gut, leider ist der Weißpunkt auch unter Berücksichtigung von Meßungenauigkeiten des EOP relativ weit off.


    Bedenken sollte man auch, dass die (semi)professionellen Schirme von Eizo und NEC ein "full featured" OSD bieten (was in Kombination mit der Elektronik viel Sinn macht, sofern nicht ohnehin ab Werk eine Hardwarekalibrierung möglich ist), sowie Kompensationsschaltungen zur Wahrung der Bildhomogenität. Gerade bei den großen IPS-Panels ist das sinnvoll.


    Trotzdem ist der DELL ein für viele Anwender gutes und preiswertes Gerät. Mit dem Aufpreis zu 3090/PA301W bekommt man allerdings auch eine entsprechend bessere Leistung, ohne dafür über Gebühr belastet zu werden.


    Gruß


    Denis

  • Die Gradiationseigenschaften sind in der Tat ein Faktor meines CGs der mit bloßen Auge positiv auffällt, vor allem bei niedrigen cd/m2 Werten (warum eigentlich?). Allerdings spielt das in der täglichen Photoshop Praxis nur eine geringe Rolle, bei anderen Anwendungen (CAD/3D?) mag das evt wichtiger sein. Nett fürs Auge ist es auf jeden Fall.


    Wahrscheinlich spielt hier auch die Serienstreuung mit, meine Eizo CG Werkkalibration ist jenseits gut & böse.. der Weißpunkt beim SRGB preset liegt eher bei 5600k... der Dell kommt der Sache deutlich näher.



    Wenn sich der NEC preislich mal bei 1500-1600 Euro einpendelt ist das natürlich ein sehr attraktives Gerät. Von Lichtjahren kann aber keine Rede sein, das würde nur auf einen Monitor auf dem Markt zutreffen: CG221 (wer ihn schonmal gesehen hat). Der hebt sich wirklich vom Rest ab.