Philips 220CW9FB (Prad.de)

  • Seit wenigen Minuten ist der Testbericht zum sehr günstigen 22 Zoller Philips 220CW9FB online.


    Alle Fragen zum Test stellt bitte innerhalb dieses Threads. Der Testredakteur wird versuchen die Fragen so schnell wie möglich zu beantworten.


  • Hi,


    bin neu hier im Forum und schreibe, weil ich mich auf Grund des Preises sehr für den besagten Monitor interessiere.

    Nun, nach dem Test, stellen sich mir zwei Fragen.

    • Ist es anzunehmen, dass es sich bei der Geräusch Entwicklung, bzw. vielleicht auch bei der Ausleuchtung um einen Ausreißer handelt, sprich dies so bei anderen Monitoren der Reihe nicht ist?

    • Da ich den Monitor hauptsächlich zum Gamen benutzen würde (vor allem für schnelle Shooter), bin ich nun etwas verunsichert. Ist ein Inputlag von 15 ms nun ein hoher oder ein niedriger Wert? Und wie äußert sich dieser beim Spielen, ist es vergleichbar mit einem Ping von 15, wenn man übers Internet/Lan spielt?

    Ansonsten, vielen Dank für diesen äußerst ausführlichen Test !

  • Hallo Eddie,


    zu 1.: Es kann sich in Bezug auf die Hintergrundbeleuchtung und die Geräuschentwicklung natürlich um einen Ausreißer handeln - wie schon im Bericht angesprochen. Ich hab' mal kurz im Netz recherchiert und bin auf eine Meinung zum Philips gestoßen:
    Du kannst ja im Internet noch weiter stöbern, es finden sich bestimmt noch mehr Meinungen, aber bei einem Kauf würde ich von einer minderwertigen Ausleuchtung und der besagten Geräuschentwicklung ausgehen.


    zu 2.: Ein Input-Lag von 15 ms ist ein geringer Wert - vor allem wenn man bedenkt, dass dies nur 50% der Messrehe betrifft. Im Praxistest konnte ich den Input-Lag im Direktvergleich mit der Röhre auch nicht wahrnehmen (was nicht heißt, dass du ihn evtl. wahrnehmen könntest -> jeder reagiert unterschiedlich).
    Der Input-Lag ist nicht unbedingt mit dem Ping vergleichbar. Der Ping ist die Verzögerung, bis die Daten (Spielerkoordinaten etc.) vom Server aus dem Internet auf deinen PC landen, dennoch beeinflusst dieser Wert die Direktheit deiner Steuerung nicht (wenn der Ping nun nicht allzu hoch ist ;) ). Der Inputlag dagegen zeigt das eigentliche Bild verspätet an, wodurch die Steuerung je nach Verzögerung "smoother" und indirekter wird - vergleichsweise mit dem Gefühl, einen Shooter mit 25 fps zu spielen. Ganz so krass ist es bei dem Gerät aber nicht. Als Tester konnte ich aber vom besagten Lag absolut nichts wahrnehmen.


    Ansonsten würde ich von dem Gerät dennoch abraten - es gibt viel bessere Monitore. Zwar sind diese teurer, aber den Aufpreis wären sie mir Wert. Insgesondere die Geräuschentwicklung wäre für mich ein K.O.-Kriterium.


    Gruß


    Martin

  • maddin91, offensichtlich bist du der Testberichterstatter.


    Schöner Testbericht, aber ich glaube du übertreibst ein wenig bei der Beurteilung der Ausleuchtung.
    Ich zeige dir hier mal wie eine beschissene Ausleuchtug aussieht:


    Ich denke davon unterscheidet sich der Philips doch ganz sicher. -Im Positiven, wie ich der Aufnahme entnehmen kann. ;)


    Das von mir verlinkte Bild stammt übrigens von einem knapp 700 Euro teuren Sony, vor 3(?) Jahren... -Und der war damals schon auffällig, um 200 Euro zu teuer (mehr als der Philips heute als größeres Gerät kostet!) und so schlecht, dass die Sony "X"-Serie ihren Namen nicht ganz zu Unrecht trug...
    Wie gesagt: Meiner Meinung nach ist eine "katastrophale Ausleuchtung" sicher nicht das, was du am Philips beobachten konntest. ;)


    Gegen das Sony-Beispiel sieht der Philips goldig aus. 8)
    ...im Übrigen wird die Ausleuctung bei mittlerem Grau beurteilt.
    Bei schwarzem Bild sieht man höchstens Druckstellen (z.B. durch Clips des Rahmens), die auf's Panel einwirken.
    -Oder wie im Sony Beispiel eine wirklich katastrophale TN Panel Ausleuchtung. :D
    Natürlich hast du nicht Unrecht. Die Luft ist viel dünner geworden. Es gibt viele Geräte die das mittlerweile besser können. -Aber auch im absoluten Low-Cost Bereich?


    P.S.: KEINE Kritik an deiner Arbeit und Mühe. -Nur ein kleiner Denkanstoß für deine Wortwahl im Testbericht. :thumbup:
    Denn nicht alle Geräte haben so eine Top-Ausleuchtung wie die (dein) Dell Monitore. ;)

  • Hallo Tiefflieger,


    ich habe im Test die Ausleuchtung niemals als "katastrophal" beschrieben. Im Vergleich zu anderen Monitoren mit TN-Panel war sie aber wirklich nur "ausreichend" - unabhängig vom Preis. Das Foto im Bericht is auch nur eine Annäherung der Darstellung zur Ausleuchtung. Natürlich hätte ich die Belichtungszeit meiner Kamera erhöhen können, dann wären die Lichthöfe noch krasser zu sehen gewesen. Was ich hauptsächlich darstellen wollte, sind die sehr (!) auffälligen Lichthöfe an der unteren und oberen Kante, die bekanntlich bei der Video-Wiedergabe extrem auffallen ;).


    Außerdem möchte ich hinzufügen, dass ich auch gute Negativ-Beispiele für eine schlechte Beleuchtung habe: Bis vor 3 Wochen stand neben meinen Dell 2408WFP ein 8 Jahre alter 15"-TFT (TN). Der war damals auch extrem teuer (1000 Mark oder €, ich weiß es nicht mehr). Die Ausleuchtung und der Schwarzwert sind hier grottenschlecht :D. Der Philips hat natürlich keine so schlechte Ausleuchtung. Die Frage ist, wie man Modelle mit besserer Beleuchtung bewertet, wenn man die des Philips schon als "befriedigend" betrachtet? Selbst bei meinem Dell sind noch Schwächen in der Homogenität festzustellen.


    Wenn nun aber ein aktueller Monitor wie der Philips eine - ich sag mal: - nicht zeitgemäße Ausleuchtung hat, dann sollte ich das im Test auch schreiben. Ob das nun ein Low-Cost-Produkt ist oder nicht. Darauf wird erst im Fazit hingewiesen:


    "Für die gebotene Leistung ist der Preis aber angemessen, auch wenn das Gesamtergebnis nur knapp befriedigend ausfällt."


    Gruß


    Martin

  • Hallo!
    Vielen Dank für den interessanten Testbericht.
    Ich habe bitte dazu eine Frage: Ich bin weder Spieler, noch schaue ich mir Videos an. ich bearbeite
    meine Photos alle im Farbraum sRGB und lasse sie dann
    manchmal bei einem Ausbelichter drucken. Selber drucken mache ich nicht. Wenn ich den Philips ausschließlich für Bildbearbeitung im sRGB verwende, dann müßte das Gerät doch aufgrund der guten Kalibrierbarkeit für sRGB gut geeignet sein?


    Grüße, Thomas

  • Hallo tscheppen,


    ich weiß nicht, ob du überhaupt ein Kalibriergerät hast. Wenn nicht, dann hast du quasi keinen Vorteil, da die Werte im unkalibrierten Zustand nur mittelmäßig sind. Wie im Testbericht angesprochen denken wir kaum, dass Käufer dieses preisgünstigen Monitors auch Geld für ein Kalibrationsgerät ausgeben.
    Hinzu kommt, dass es sich hier um ein günstiges TN-Panel handelt. Das heißt, du hast (in diesem Fall) Probleme mit Banding, der Ausleuchtung, einem hellen Schwarzwert, der 6-Bit-LUT und insbesondere mit der Blickwinkelabhängigkeit.


    Wenn ich einen Monitor für die Bildbearbeitung kaufen würde, dann nicht dieses Gerät. Es tut mir Leid, dich enttäuschen zu müssen, aber für ernste Bildbearbeitung sollte nicht zum absoluten Low-Cost-Produkt gegriffen werden :).


    Gruß


    Martin

  • Hallo, Martin!


    Danke für die rasche Antwort.


    Das Kalibrieren ist nicht das Problem, meinen Philips 190P7ES (MVA-Panel) kalibriere ich mit Spyder 3 Pro.


    Aus dem Prad-Test beider Monitore und Deiner Antwort schließe ich aber jetzt, daß der Philips 220CW9FB ein qualitativer Rückschritt zum Philips 190P7ES MVA wäre.


    Vielen Dank, ich werde wohl meinen "alten" Philips noch eine Weile behalten. ;)