Eizo CG243W (Prad.de)

  • Seit wenigen Minuten ist der Testbericht zum 24 Zoll Grafikmonitor Eizo CG243W online. Alle Fragen zum Test stellt bitte innerhalb dieses Beitrags. Der Testredakteur wird versuchen alle Fragen so schnell wie möglich zu beantworten.


  • Hallo Denis,



    super Bericht - wie immer ... Deine Tests und die zugleich kompetenten als auch zurückhaltend-sachlichen Forums-Beiträge sind ein echtes Aushängeschild für prad.de.



    Zum vermuteten Paneltyp hier der Beitrag eines "Furchtlosen" aus dem Hardforum



  • Danke für das positive Feedback :-).


    Quote

    Zum vermuteten Paneltyp hier der Beitrag eines "Furchtlosen" aus dem Hardforum


    Ja, dann paßt alles - da es ja nicht so ist, dass LG den Markt mit H-IPS Panels überschwemmen würde, ging mein "Tipp" auch in diese Richtung.


    Gruß


    Denis

  • Hallo Sailor Moon,


    zuerst ein Danke für den aufschlußreichen Test. Ich finde es gut, daß Ihr auch Geräte der obersten Kategorie testet. Ich glaube, daß es etliche Fotofreunde wie mich gibt, die solche Monitore sehr interessieren.


    Ich habe mir den CG243W gleich nach Verfügbarkeit gekauft weil ich schon ewig auf ein 24-Zoll-IPS-Modell von EIZO gewartet hatte. Bis auf gelegentliche Geräusche bin ich absolut zufrieden damit.


    Mir ist aber aufgefallen, daß nach der Hardwarekalibrierung mit ColorNavigator die Farbtemperatur des Monitors deutlich von der mit Quato iColor Display meßbaren Farbtemperatur abweicht (iColor zeigt eine ca. 600 K geringere Farbtemperatur an).


    Konkretes Beispiel:
    Wenn ich auf 6500 K kalibriert habe, zeigt das Kalibrierungsergebnis im ColorNavigator ziemlich genau 6500 K. Mit iColor messe ich aber ca. 5900 K. Die iColor-SW habe ich dabei auf Wide Gamut Optimierung (Intelli Proof 240 excellence) eingestellt. Meßgerät ist ein DTP94 (Quato Silver Haze Pro). Dieses Ergebnis deckt sich auch mit meinem visuellen Eindruck.
    Ohne Wide Gamut Optimierung ist die von iColor angezeigte Abweichung noch größer (Ergebnis ca. 5600 K).


    In der Werkseinstellung (Custom, RGB = 100/94/98 liegt der Monitor, mit iColor gemessen, bei ca. 6400 K und zeigt ein deutlich kühleres Bild als hardwarekalibriert auf 6500K (die mit iColor gemessen nur rund 5900 K sind).


    Der sRGB-Modus stimmt übrigens mit der sRGB-Emulation sehr gut überein. Beide liegen aber bei ca. 5900 K Farbtemperatur (mit iColor gemessen).


    Meine Fragen:
    - trat diese Farbtemperaturdifferenz (ColorNavigator/iColor Display) bei Eurem Test ebenfalls auf?
    - hast Du eine Erklärung dafür?


    Gruß


    Willi

  • Quote

    - hast Du eine Erklärung dafür?


    Schalte unter Preferences => Measurement device die Compensation table auf "No compensation". Dann sollte es funktionieren.


    Quote

    Die iColor-SW habe ich dabei auf Wide Gamut Optimierung (Intelli Proof 240 excellence) eingestellt.


    Würde ich auslassen, aber in die Verlegenheit kommt man mit dem CG ja eh nicht.


    Gruß


    Denis

  • Denis, ich verstehe nicht, warum du empfielst, die Wide-Gamut-Optimierung ausgeschaltet zu lassen. Im iColor Display Handbuch steht doch explizit: "Ohne Messgerätekorrektur ist die Farberfassung von Colorimetern auf Wide-Gamut-Monitoren fehlerhaft."


    Das interessiert mich sehr, da ich bald den Eizo SX2462W bestellen möchte.

  • Das DTP94 lieferte ohne Optimierung bislang* völlig korrekte Ergebnisse, zumal es ja auch in anderen Programmkonstellationen genutzt werden kann.


    Gruß


    Denis


    *
    Bei einem Colorimeter muß man sich mit Vorhersagen in Bezug auf das zu erfassende Spektrum immer etwas zurückhalten, das hat aber nichts mit der Option in iColor zu tun - überhaupt zeigte sich die Sonde bislang sehr flexibel

  • Schalte unter Preferences => Measurement device die Compensation table auf "No compensation". Dann sollte es funktionieren.


    Das funktioniert schon. Wenn ich die so erstellte Kalibration mit iColor (ohne WG-Optimierung) nachmesse bekomme ich exakt die gleichen Ergebnisse wie mit dem ColorNavigator. Diese Kalibration ist aber nicht brauchbar, weil das DTP94 (wie alle Colorimeter) in seinen Empfindlichkeitskurven nicht auf WG-Monitore abgestimmt ist. Im EIZO-Whitepaper "Farbabgleich zwischen sRGB- und Wide-Gamut-Monitoren (siehe Link) ist diese Problematik sehr gut beschrieben. Es wird darin auch das Thema der Farbabstimmung mit Meßgeräten und visueller Beurteilung behandelt.


    Der große Differenz zwischen dem ColorNavigator und iColor rührt daher, daß sie sehr stark unterschiedliche Meßgerätekorrekturen für das DTP94 anwenden.
    Bei EIZO mißt das DTP94 mit voreingestellter Korrektur (Compensation table: Color Management) einen rund 1000K höheren Weißpunkt als ohne Korrektur. Bei Quato beträgt die Differenz nur rund 400K. Dabei spielt es keine große Rolle, ob für die WG-Optimierung der Intelliproof 240, 260 oder 262 ausgewählt wird.


    Im ColorNavigator kann man durch Auswahl der Meßgerätekorrektur "Multible Monitor Matching" (statt "Color Management") eine Kalibrierung mit einem Sichtfeld von 10° (statt 2°) durchführen um dadurch eine bessere Übereinstimmung zwischen sRGB- und WG-Monitoren erzielen. Das führt zu einem etwas rötlicherem Grau, das mir persönlich nicht so gut gefällt. Die Farbtemperatur bleibt dabei praktisch gleich.


    Nach meinem visuellen Eindruck liegt Quato mit seiner Meßgerätekorrektur richtiger. Mit dem ColorNavigator wird das Kalibrationsergebnis zu warm (um ca. 600K). Das muß aber nicht weiter stören, denn die anderen Kalibrationsergebnisse (Grauverlauf, delta-E Abweichungen) sind Spitze. Bei geringer Beleuchtung paßt sich das Auge sowieso an das Weiß des Monitors an. Wenn man wirklich visuelle 6500K braucht, kann man ja auf Kalibrationsziel 7100K kalibrieren.


    Insgesamt kann ich den CG 243W nur empfehlen, eine absolut sinnvolle Investition. Die Qualität stimmt und die Features bekommt man woanders selten (und kaum billiger). Was ich nicht erwartet hatte, war, daß sich die Lichtschutzblende so positiv auswirkt. Damit (notfalls selbstgebastelt) könnte man auch billigere Monitore deutlich aufwerten. Warum EIZO und Quato aber so stark unterschiedliche Meßgerätekorrekturen für das DTP94 verwenden kann ich mir nach wie vor nicht erklären. Der Gebrauch des Monitors wird dadurch für mich aber nicht beeinträchtigt.



  • Quote

    Diese Kalibration ist aber nicht brauchbar, weil das DTP94 (wie alle Colorimeter) in seinen Empfindlichkeitskurven nicht auf WG-Monitore abgestimmt ist.


    Bei mir hat die Korrektur keinen großen Einfluß gehabt. Nach rechnerischer, chromatischer Adaption (d.h. von den ~6000K, die iColor erfaßte, auf D65, verglichen mit der Messung mit Kompensation), lagen die erfaßten Primärvalenzen faktisch identisch, d.h es gab im Prinzip nur Änderungen in Bezug auf den WP. Ohne Korrektur entsprach der WP ziemlich exakt den Vorgaben, zumindest, wenn ich mit meinem Display ohne erweiterten Farbraum vergleiche, das hier direkt danebensteht.


    Die Problematik, die du ansprichst, existiert tatsächlich, aber mir scheint eine generische Korrektur ungeeignet zu sein. Ich werde das bei Zeiten aber nochmal mit einem Spektraphotometer und dem neueren DTP94 (=>B) vergleichen.


    Viele Grüße


    Denis

  • Das der Monitor abseits von 60Hz leicht flimmert kann ich bestätigen.
    Sieht man vor allem beim Desktop und Standbildern - wenn ich hingegen ein Video laufen habe, fällt das überhaupt nicht auf.


    Die Bildwiederholfrequenz dafür einzustellen ist bei Windows 7 und Nvidia Control Planel echt zickig.
    Ich komme z.B nicht mehr auf die anfangs standardmäßig eingestellten 59,94Hz - egal was ich für neue Timings einstelle - statt dessen immer auf 60Hz.
    und statt 25Hz immer auf 24,9Hz (bzw der nächste sprung scheint bei 25,2Hz zu sein)


    Sonst bin ich überaus zufrieden - echt top!


    Ich hätte noch eine Frage zu den sichtbaren Leveln, vielleicht kann mir jemand eine Info dazu geben:


    lt. testbericht: "Tonwerte sind ab der dritten Stufe sichtbar. Gleiches gilt umgekehrt für das andere (helle) Ende des Spektrums"


    Ich muss sagen im Photoshop (nach kalibration auf srgb 80cd) seh ich im dunklen Bereich ab der 3ten stufe einen unterschied und im hellen Bereich sehe ich alle Abstufungen.
    Bringt das jetzt was - wenn ich den Schwarzwert bei der Kalibration etwas anhebe? Kann ich dann die letzten 2 dunklen Stufen noch unterscheiden?
    Oder ist das gar nicht so wichtig, und 2-3 Stufen am untern und oberen Ende sind sowieso egal?