Farbkalibrierung Dell U2410

  • Aber Deine Taskleiste sieht auch ganz schön mitgenommen aus, nicht nur das Bild.
    Keine Ahnung, ob das normal ist. Aber es geht hier um die Farbeinstellungen am Monitor.

  • ja, wenn man ein foto des monitors (wo auch ne taskleiste drauf ist) 1000% sättigung reindreht, sieht die halt so aus...

  • Hallo!



    Also wollte unbedingt noch anmerken, dass in dem Review hier (, dass - wenn man den maximalen Farbraum des Monitors kalibrieren möchte - man unbedingt im "Standard" Modus und nicht im "Costum" ("Benutzerfarbe")-Modus kalibrieren soll. Sonst erhaltet man enttäuschende Delta E-Abweichungen.



    Ich finde es übrigens eine Schande, dass es bei PRAD noch immer keinen Test dieses Monitors gibt. Ich hoffe, da hat kein Dell-Konkurrent seine Hand im Spiel (was ich nicht glaube). Noch nie in der Geschichte gab es einen Monitor mit einem solchen unglaublichen Preis-Leistungsverhältnis (für unter 500 € einen 24"-Monitor mit erweitertem Farbraum (!), 12-bit-Lookup-Tabelle (!), und Spitzen-Delta-Werten (!) ), und dennoch wurde er noch nicht getestet. Es gibt wohl derzeit in diesem Budget-Preisbereich (unter 500 €) keinen annähernd so guten Monitor, wenn es um anspruchsvolle Fotobearbeitung bei erweitertem Farbraum in farbkalibrierter Umgebung geht.

  • Quote

    Also wollte unbedingt noch anmerken, dass in dem Review hier () steht, dass - wenn man den maximalen Farbraum des Monitors kalibrieren möchte - man unbedingt im "Standard" Modus und nicht im "Costum" ("Benutzerfarbe")-Modus kalibrieren soll. Sonst erhaltet man enttäuschende Delta E-Abweichungen.


    Grundsätzlich sollte man natürlich mit nativem Gerätefarbraum kalibrieren und profilieren, da ein CMM in farbmanagementfähiger Software die geeigneten Transformationen vornimmt und man so möglichst flexibel in Bezug auf die Arbeitsfarbräume bleibt. Aber darum ging es hier ja nicht. Die Grafiken sind insgesamt eher mißverständlich, weil Profilvalidierung* und "Test gegen sRGB" (der nicht das Verhalten bzw. die Abweichungen in farbmanagementfähiger Software zeigt) hier etwas durcheinandergehen. Die angesprochene Grafik



    kann ich mir aber nicht erklären. Hier vermute ich eher, dass zwar eine Kalibration durchgeführt wurde (deswegen die niedrigen Abweichungen in den Grauwerten), das Profil aber nicht gespeichert und damit gegen sRGB und nicht das Monitorprofil gemessen wurde - was für die nächste Grafik im Standard-Mode offensichtlich stattfand:



    Korrekturen in Bezug auf den Weißpunkt rein über die Grafikkarten-LUT durchführen zu lassen, ist speziell bei der Elektronik des DELLs ein no go! Insofern sollte man der Empfehlung nicht folgen und im Custom-Mode kalibrieren und profilieren. Ich gehe davon aus, dass hier alles in Ordnung ist.


    Zu den restlichen Grafiken muß ich (no offense!) sagen, dass hier glaube ich einige Mißverständnisse in Bezug auf die Funktionsweise und Möglichkeiten der Profilvalidierung und Auswirkungen der Radiobuttonauswahl (nämlich nur auf die Referenzen in der CIE-Normfarbtafel) vorlagen. Das soll den Test nicht abwerten, aber Meßwerte und Interpretation sind mit großer Vorsicht zu genießen. Ich kann das an der Stelle nicht weiter ausführen, weil es einfach den Rahmen sprengen würde.


    Quote

    Ich finde es übrigens eine Schande, dass es bei PRAD noch immer keinen Test dieses Monitors gibt. Ich hoffe, da hat kein Dell-Konkurrent seine Hand im Spiel


    In keinem Fall, Andreas hat den Grund ja bereits genannt.


    Gruß


    Denis



    *
    Dabei müssen wir im Hinterkopf behalten, dass eine Profivalidierung eher eingeschränkte Aussagekraft hat - ein theoretischer Bildschirm, der z.B. nur 50% von sRGB abdecken würde, wird hier i.d.R. auch hervorragende Ergebnisse erzielen und wäre trotzdem unbrauchbar. In erster Linie kann man damit zeigen, dass der Bildschirm sich (im Falle eines Matrix-Profils) linear verhält und "farbmetrisch stabil" ist. Steigen die Abweichungen später spürbar an, ist es Zeit für eine neue Kalibrierung und Profilierung.

  • So,melde mich mal wieder zurück :D !
    Habe mittlerweile den Spyder verkauft und habe nun einen Quantum Silver Haze Pro ;) !


    Habe die Profilierung gerade durchgeführt aber ist schon nicht mehr so gravierend der unterschied zum Spyder....
    würde mich freuen,wenn sich mal jemand mein Profil ansehen könnte und mir sagen kann,ob es nun so passt !?



    Habe im Benutzermode kalibriert und den Weißpunkt mit Hilfe der Verstärkung geregelt, ist das ok so ?


    Im Icolor habe ich die Wide Garmut Optimierung eingestellt und später beim Speichern nicht auf Matrix-Profil sondern auf LUT-Profil auch hier grünes Licht ?


    Monitor habe ich im Benutzermode gelassen und die Helligkeit steht nun auf 160cmd.


    Soll ich ihn nun so lassen oder auf sRGB oder Adobe "begrenzen" ?

  • Hi Michi,


    im Prinzip mache ich es ganz genauso. aber nimm mal den sRGB oder Adobe RGB Mode. Die Kalibrierung und Profilgenauigkeit ist dann viel besser als im User Mode, obwohl man außer der Helligkeit nichts regeln kann am Monitor. Ich habe das bei 3 verschiedenen U2410 ausprobiert und es war bei allen gleich. Mach danach den Profiltest und Du wirst sehen, dass die DeltaE94 Abweichungen viel geringer sind.
    Denis und der Redakteur für den U2410 Test versuchen das Phänomen auch gerade zu klären.

  • Aber so beschneide ich doch gleich von Anfang an den Farbraum des Bildschirms ?
    So muss ich mich ja quasi auf einen Farbraum festlegen entweder adobe oder Srgb !?

  • Ich gehe mal davon aus, dass dir Kalibrierung und Profilierung für die Bildbearbeitung wichtig sind, also Du Colormanagement fähige Software einsetzt (Photoshop etc.). Im besten Fall hast Du also Bilder einer Kamera im Adobe RGB Farbraum vorliegen, also sollten sie darin auch farbrichtig dargestellt werden. Da der U2410 fast den gesamten AdobeRGB Raum abdeckt wäre es doch sinnvoller lieber in diesem Mode zu kalibrieren, wenn das Profil, dass Photoshop dann zur Umrechnung nutzt viel genauer ist, als das Profil, das Du im User Mode erstellst. Der Adobe Farbraum wird ja dadurch nicht größer, die Software rechnet ja genauso in diesen kleineren Farbraum um. Bei sRGB verhält es sich genauso. Der Einzige Vorteil, wenn man das so sehen will, ist, dass man immer im User Modus bleiben kann (schön bunt in ungemanageter Umgebung) und dann bei der Bildbearbeitung auch einigermaßen richtig dargestellt wird. Aber wenn das Profil in den RGB Modi doch so viel genauer, nehme ich doch lieber diese, da wo es drauf ankommt.

  • Natürlich ist es wichtig,sonst würde ich ja nicht so einen Aufwand betreiben :D !
    Nur fragt sich halt,ob man AdobeRGB wirklich braucht ?
    Mein Drucker ist jedenfalls nicht kalibriert und das meiste was ich mache,knall ich ins Internet ;) !
    Daher wollte ich eigentlich weiter SRGB fahren.Obwohl ich ja eigentlich auch Adobe machen könnte und in sRGB exportieren.
    Ich bin mir da auch noch total unschlüssig.


    Benutze im übrigen eine 1DMark3/Lightroom und Cs4 also alles was Farbmanagement unterstützt.


    auf umschalten der Modi habe ich keine Lust.


    was ist hiermit ?

    Quote

    Habe im Benutzermode kalibriert und den Weißpunkt mit Hilfe der Verstärkung geregelt, ist das ok so ?


    Im Icolor habe ich die Wide Garmut Optimierung eingestellt und später beim Speichern nicht auf Matrix-Profil sondern auf LUT-Profil auch hier grünes Licht ?

  • Und Denis ?Schon zeitlich dazugekommen ;D ?


    ich denke,ich werde bei sRGB bleiben.
    Soll ich dann auch im Standard Mode kalibrieren oder gleich bei sRGB ?
    Oder bei Benutzerfarbe bleiben :) !


    oh man....
    wies keiner hier drauf was ?

    Quote

    Habe im Benutzermode kalibriert und den Weißpunkt mit Hilfe der Verstärkung geregelt, ist das ok so ?


    Im Icolor habe ich die Wide Garmut Optimierung eingestellt und später beim Speichern nicht auf Matrix-Profil sondern auf LUT-Profil auch hier grünes Licht ?

  • Möchte hier mal eben meine eigene Odyssee zum Besten geben:


    mein U2410 hat - besonders im Standard-Modus (6500K) - einen starken hang zu Grün.
    Kalibriere ich 'Standard' nun ohne Weißpunkt-Anpassung (die habe ich ja an dem Punkt eigentlich nicht zur Verfügung) schafft das Profil zwar die Abweichung - allerdings habe ich dann ulkigerweise einen stark grünstichigen Mauszeiger (scheint der wird bei W7 nicht von der Kalibrierung erfasst).
    Ich verstehe das als Hinweis, dass mein Profil zu stark am Weißpunkt drehen muss.


    Dann ging ich den offensichtlichen Weg um an RGB-Regler ranzukommen, den custom-mode - damit kriege ich optisch soweit ein gutes Ergebnis - die technische Auswertung der Abweichungen (icolor 3 + spyder 3) sieht aber nicht überzeugend aus.


    Also zurück zum Standard-Modus - diesmal habe ich den Weißpunkt im Service-Menü angepasst. Der war von Werk an völlig absurd eingestellt (scheinbar hat jemand versucht nur irgendwie 6500K zu erreichen):


    vorher: R 237 | G 255 | B 251
    nachher: R 254 | G 228 | B 250


    Nun habe ich sehr niedrige Abweichungen, ein angenehmes Monitor-Bild plus einen weißen Mauszeiger.


    Wie kommt so eine starke Tendenz zu Grün? Sich jemand in der Fabrik aufs panel gesetzt?

  • Quote

    Der war von Werk an völlig absurd eingestellt


    Das vermutlich eher nicht bzw. nicht so stark (wobei auch der U2711 ohne Kalibration etwas von der Blackbodykurve bzw. D65 abwich). In Bezug auf die Kalibration spielt auch diese Problematik hinein:



    Eizo S2433WH-BK (Prad.de) (Post Nr. 12 und 17)


    Den Rest muß ich mir nachher mal durchlesen.


    Gruß


    Denis