NEC PA241W oder Eizo SX2462WH-BK

  • Hallo,
    danke für die klare Bestätigung. ^^
    Ich habe da noch eine andere Sorge, im allgemeinen mit dem Kontrastverhältnis (statisch) bei den Bildschirmen mit erweiterten Farbraum. Besonders hardwarekalibrierbare Bildschirme weisen ein auffallend niedriges Kontrast-Verhältnis auf; anscheinend bedingt durch die aufwendige Elektronik. Bei den besseren Bildschirmen geht der Kontrast kaum über 800:1 hinaus und hat im schlechtesten Fall ca. 550:1. Mir fällt es etwas schwer einzuschätzen wie sich das praktisch am farbenreichen Bild auswirkt. Betrifft der Kontrast-Wert nur das Schwarz, oder wirkt sich ein schwacher Kontrast auch bei Farben sichtbar aus, und wie? Leider gibt es nur noch Internet-shops und man kann nicht mal eine Hand voll Bildschirme nebeneinander stellen und selbst vergleichen. Der Eizo EV2333WH soll einen traumhaften Kontrast von 3000:1 haben. Wenn man nun einen Eizo CG223W daneben betrachtet muss doch ein deutlicher Unterschied festzustellen sein, oder nicht? Beide Bildschirme verwenden PVA und doch so ein großer Unterschied, zumindest messbar.
    Wer kann mir erklären, wie man mit geringen Kontrast-Verhältnissen trotzdem gut zurecht kommt?


    Gruß,
    Regenschirmbild

  • Die EBV Boliden sind nicht auf ein möglichst hohes Kontrastverhältnis hin optimiert. Das resultiert insbesondere aus der Anwendung aufwändiger Kompensationsschaltungen, die Inhomogenitäten über die Panelfläche wirksam ausgleichen. Gerade bei den IPS-Panels von LG ist das (derzeit) notwendig, um eine wirklich garantiert farbstichfreie Fläche zu haben. Dabei geht deutlich Kontrast verloren, weil der Weißpegel insgesamt sinkt.


    Quote

    Der Eizo EV2333WH soll einen traumhaften Kontrast von 3000:1 haben. Wenn man nun einen Eizo CG223W daneben betrachtet muss doch ein deutlicher Unterschied festzustellen sein, oder nicht?


    Natürlich wird das Bild des EV mehr "Punch" haben, aber die Vorteile des CG, abgesehen vom weiteren Featureset, überwiegen. Für die Abmusterung im Hinblick auf Papierabzüge sind auch deine genannten 550:1 mehr als ausreichend.


    Quote

    oder wirkt sich ein schwacher Kontrast auch bei Farben sichtbar aus, und wie?


    Es ist der bereits genannte "Punch", weil der Unterschied in den Extremwerten deutlich größer ist. Die Mitteltöne ergeben sich aus der vorliegenden Gradation.


    Gruß


    Denis

  • Hallo,
    und danke für die letzten Erklärungen.


    Wenn ich nun mit einem hardwarekalibrierbaren Bildschirm eine Kalibrierung durchführe und kurz danach mit einem anderen Betriebssytem starte (z.B. Linux) bleibt der Bildschirm dann frisch kalibriert?
    Wenn die LUT im Bildschirm programmiert wird, müsste es doch egal sein welches OS den Bildschirm benutzt!? Oder nicht?


    Gruß
    Regenschirmbild

  • Hallo,
    eine weitere Frage im Zusammenhang Hardware-Kalibrierung.
    Soweit ich sehen konnte, wurde bei den PRAD Tests, EIZO Flexscan Bildschirmen nur eine Software-Kalibrierung durchgeführt (kann mich auch irren)? Von daher war mir noch nicht ganz klar, dass nicht nur CG Bildschirme hardware-kalibrierbar sind. :rolleyes:
    1. Mich würde interessieren wie sich nun eine Hardware-Kalibrierung bei den EIZO Flexscan Bildschirmen von der Hardware-Kalibrierung der CG-Serie unterscheidet. Ist die Qualität grundsätzlich minderwärtiger? Wenn ja, in wie fern? Wie wirkt sich eine geringere Bildschirm Bit-LUT dazu aus?
    2. Wird das Ergebnis der Hardware-Kalibrierung in jedem Fall besser als eine Software-Kalibrierung? Ich habe bei EIZO selbst keinen Hinweis zur Hardware-Kalibrierbarkeit finden können.


    Gruß
    Regenschirmbild

  • Hallo Regenschirmbild!


    Es ist nicht egal, welches OS benutzt wird.


    Das mit der Hardwarekalibrierung erstellte Profil, wird im Betriebssystem gespeichert und nicht im Bildschirm "programiert", so etwas geht nicht. Linux wird da wohl nicht unterstützt. Also Kalibrierung und Linux ist ein Schuß in den Ofen.


    Der Unterschied zwischen einer Software-bzw. Hardwarekalibrieurng ist, daß bei einer Hardwarekalibrierung die Grafikkarte nicht "verbogen" wird. Die Kalibrierung wird also mit den Einstellmöglichkeiten des Monitors erledigt.


    Im allgemeinen ist eine Hardwarekalibrierung besser. Allerdings wird der Unterschied geringer, je besser die manuellen Einstellmöglichkeiten des Monitors werden also je weniger auf die Grafikkarte zurückgegriffen wird.


    Die Hardwarekalibrierung dert CG-Serie (also mit der Color Navigator Software) ist besser und umfangreicher. Ein Monitor mit geringeneren LUT neigt eher zu Farbabrissen.


    Grüße
    Winston Smith

  • Quote

    1. Mich würde interessieren wie sich nun eine Hardware-Kalibrierung bei den EIZO Flexscan Bildschirmen von der Hardware-Kalibrierung der CG-Serie unterscheidet. Ist die Qualität grundsätzlich minderwärtiger? Wenn ja, in wie fern? Wie wirkt sich eine geringere Bildschirm Bit-LUT dazu aus?


    Die Hardwarekalibrierung über EasyPIX2 ist ziemlich eingeschränkt. Exakte Details, auch zur Funktionsweise, kannst du dem unten aufgeführten Testbericht entnehmen. Color Navigator ist natürlich deutlich mächtiger und erlaubt optional auch eine Anpassung der Grauachse auf Messwertbasis. EasyPIX verlässt sich hier auf die Werkskalibration und ist auf die mitgelieferte Sonde fixiert. Das Vorgehen entspricht letztlich dem ersten Schritt einer Softwarekalibrierung (=> Usereinstellungen) an die dann eine Profilierung angeschlossen wird. Im Falle der SX-Modelle würde in diesem Fall eine "konventionielle" Softwarekalibrierung vorziehen.


    Quote

    Soweit ich sehen konnte, wurde bei den PRAD Tests, EIZO Flexscan Bildschirmen nur eine Software-Kalibrierung durchgeführt



    Gruß


    Denis

  • Das mit der Hardwarekalibrierung erstellte Profil, wird im Betriebssystem gespeichert und nicht im Bildschirm "programiert", so etwas geht nicht.

    Hallo Forum,


    danke für die hilfreichen Antworten.


    Ich möchte noch mal auf die "Programmierbarkeit" am Bildschirm selbst eingehen.
    Zitat PRAD Test NEC PA241W:
    Das Kernstück bildet eine programmierbare 14bit 3D-LUT, die, zusammen mit einer Rechengenauigkeit von 16bit pro Kanal, eine überaus potente Basis für eine Hardwarekalibrierung bietet.


    Wie ist die genannte "Programmierbarkeit" am Bildschirm selbst zu verstehen? Wird die LUT im Bildschirm gespeichert und die Profilierung im OS hinterlegt?


    Falls der Punkt noch etwas verständlicher gemacht werden könnte, wäre ich dankbar.


    Gruß
    Regenschirmbild

  • Hallo regenschirmbild!


    So wird das nichts.


    Eine farbechte Darstellung ist ein Zusammenspiel zwischen


    a) einen kalibrierten Monitor
    b) dem Farbmanagement der benutzten Software (z.b. Photoshop)
    c) dem gespeicherten Profil auf dem das Farbmangement zurückgreifen kann


    Bitte mache dich grundsäztlich über das Farbmangement schlau, damit die Zusammenhänge klar werden.


    Gehe mal auf die Quato Seite und lade dir das Fogra Softproof Handbuch herunter. Das hilft schon weiter. Es gibt aber auch noch andere Literatur.


    Grüße
    Winston Smith

  • Hallo Forum,


    ich habe in einigen Berichten gelesen, dass einige Produktserien von Bildschirmen handverlesen werden. Wie sieht es da bei NEC PA und der EIZO CG Serie aus; oder, um es etwas einzugrenzen mit NEC PA241w und CG223W? Werden diese Geräte vor dem Verkauf noch einer speziellen Qualitätskontrolle unterzogen?
    Und ist zu erwarten, dass die Qualität in einer strengen Toleranz bleibt?
    Wenn ja, wäre das ein weiteres Argument für eine Anschaffung.


    Wäre schön, wenn jemand dazu etwas sagen könnte. ^^


    Gruß
    Regenschirmbild

  • Warum wirfst du bei einer solchen Selektionsfrage einen "Konsumer-" mit einem "Pro-" Monitor in einen Topf?


    Deine Frage wäre erst dann sinnvoll, wenn du sie zu einem NEC Spectraview 241 und einem CG223 stellen würdest.
    In diesem Fall wäre die Antwort ja, in den Feinheiten sogar stark in Richtung NEC (nicht "nur" Fogra tauglich/zertifiziert, sondern auch mit Pixelfehlergarantie) tendierend, sofern man Größe und Kaufpreis außer Acht lässt.

  • Hallo Forum,


    ich hätte eine Frage zu NEC PA241W.


    Kann ich das Colorimeter von NEC "NEC MDSV SpectraView Calibrator" auch zur Soft-Kalibrierung von EIZO bzw. andere Bildschirme verwenden? Oder ist das nur mit Verlust von Genauigkeit zu machen?


    Gruß
    Regenschirmbild