Wie Monitor mit sehr hoher Auflösung am Notebook betreiben?

  • Hallo, ich will mein Notebook über den HDMI-Ausgang an einen Monitor anschließen, der eine höhere Auflösung hat als 1920x1080 (oder x1200). Leider geht es bisher nicht. Kennt vielleicht jemand das Problem und hat es bereits gelöst?


    - Der Monitor ist ein "Dell U2711" mit 2560x1440. Eingänge sind VGA, DVI, HDMI und DisplayPort.
    - Im Notebook ist eine Geforce GT555M und zusätzlich ist ein standard "Intel HD" Chipsatz. Ausgänge sind VGA und HDMI (v1.4).



    Egal was ich mache, ich bekomme keine Auflösung über 1920x1200. Versucht habe ich:
    - VGA->VGA: maximal 2048x1152 (was eigentlich klar war)
    - HDMI->HDMI: 1920x1200, dabei werden doch höhere Auflösungen ab HDMI v1.3 unterstützt
    - HDMI->DVI: 1920x1200, glaube da eine HDMI->DVI Umwandlung immer single link ist (da HDMI=DVI).
    - HDMI->DisplayPort: kein Signal & Monitor nicht erkannt. Glaube weil der Adapter passiv ist, es gibt auch aktive.



    Deshalb die Fragen:
    1) Kann man über HDMI (ab v1.3) wirklich kein dual-link-DVI für die volle Auflösung ansprechen?
    2) Weiss vielleicht jemand, wie ich Displayport zum laufen bringe? Was bringen hier die aktiven Adapter?
    3) Wie kann ich über den HDMI-Eingang des Monitors die volle Auflösung nutzen? HDMI hat doch die nötige Bandbreite ab Version 1.3.


    PS: Über das "Intel HD" Menü lässt sie die Auflösung nicht erzwingen, angeblich ist die Bandbreite zu gering. Der vorinstallierte NVidia-Treiber hat keine Monitoreinstellungen, einen aktuellen zu installieren geht aber nicht: "falscher Chipsatz", obwohl der richtige gewählt wurde. Vielleicht weiss ja jemand woran das liegt.

  • Quote

    über den HDMI-Ausgang


    ...können maximal 1920x1200 Bildpunkte ausgegeben werden.
    Eine höhere Auflösung wirst du aus deinem Läppi über HDMi nicht herauspressen können.
    Adapter sind in diesem Fall nutzlos.

  • Laut diesem Thread (ganz am Ende) ist es schon möglich, den Dell U2711h mit seiner vollen Auflösung über HDMI anzusteuern. Leider reportet das Gerät am HDMI-Port inkorrekterweise nur 1920x1200 als maximale Auflösung, und der Grafikkartentreiber wertet diese Information aus. Deshalb muss man mit geeigneten Tools eine eigene Monitortreiber-Datei zurechtbasteln, die modifizierte EDID-Informationen enthält und diese dann Windows als Gerätetreiber andrehen (anstelle vom Plug&Play-Monitortreiber). Eine modifiziertes EDID-Image wurde auf dem verlinkten Thread veröffentlicht. Man muss aber noch eine Windows-Treiberdatei daraus erzeugen, das kann z.B. der kostenlose Tool Moninfo.

  • Danke für den Tipp. Wie es aussieht scheint die Bandbreite des HDMI Einganges am Monitor limitiert zu sein und Die höhere Auflösung muss über die Frequenz ausgeglichen werden. Eigentlich eine schwachsinnige Limitierung, die übrige Hardware kann das Signal doch erzeugen und senden.


    Habe den modifizierten Treiber installiert, trotzdem bleibt alles auf 1920x1080 limitiert, sowohl in den Windows-Optionen wie auch im Intel HD Menü (HDMI läuft ja darüber). Auch wenn ich die Frequenz heruntersetze bleibt alles wie es war.
    Über das Intel-Menü kann man eigene Auflösungen einstellen, jedoch verweigert er bei anderen Frequenzen als 59 oder 60 Hz die Annahme der Einstellungen.


    Und wenn wir schon bei Treibern sind: ist es normal, dass im Nvidia Controll Panel der Notebooktreiber (war vorinstalliert), der Monitorunterpunkt komplett fehlt? (siehe im Link im 4. screenshot, linke Spalte)


    EDIT: Hier ist übrigens ein anderer Beitrag, der eigentlich das selbe beschreibt, jedoch schreibt der Autor, dass es bei ihm nur mit dem älteren Treiber funktioniert hat. Sein ständiges Reseten der Auflösung, kann er wie beschrieben mit dem Herabsetzen der Frequenz beheben.
    Einen solch alten Treiber würde ich ungerne nutzen, dabei ist unsicher ob es überhaupt geht, er ist etwa 2 Jahre alt, die Grafikkarte ist aus einer neueren Generation.

  • Ist dein Notebook so eines mit "Nvidia Optimus Technologie", wo man den Nvidia-Grafikchip bestimmten Anwendungen zuordnen kann und sonst alles über die Intel-Grafik läuft, oder kannst Du den Betrieb des Nvidia-Chips im BIOS bzw. per Hardwareschalter erzwingen?

  • Damit hab ich mich ehrlich gesagt noch nicht auseinander gesetzt, aber ich wurde auf den ersten Blick sagen, dass ich das kann. Es gibt einen Button mit dem zwischen iGPU und dGPU geschaltet werden kann, ich schätze mal das bedeutet integrierte GPU, also von Intel und zusätzliche GPU von Nvidia. Welche Möglichkeiten hat man denn dadurch in Bezug auf den Monitor?


    Edit: Laut Handbuch ist der "dGPU" Modus der Optimus Modus, also nicht der erzwungene Betrieb der Nvidia GPU. Im Bios lässt sich auch nichts einstellen.

  • Ich habe zwar kein solches Notebook, aber diese Optimus-Architektur habe ich schon bei einem Kollegen unter die Lupe genommen und es gibt offenbar garkeine Möglichkeit zu bestimmen, dass der Nvidia-Grafikchip die komplette Kontrolle übernimmt. Der kann nur (vom Treiber per Profil gesteuert) bestimmte Anwendungen beschleunigen, aber nie den gesamten Desktop auf einem Bildschirm. Darum kann man auch keinen regulären Nvidia-Treiber einsetzen sondern nur spezielle Optimus-Treiber, die nur von den Notebookherstellern selber bereitgestellt werden. Viele Einstellmöglichkeiten des normalen Nvidia-Treibers fehlen dann, weil diese Teile der Intel-Chip kontrolliert. Von daher weiß ich garnicht ob es so möglich ist, den Nvidia-Treiber zum definieren einer nicht angebotenen Bildschirmauflösung zu verwenden. Man müsste erreichen, dass der gesamte externe Bildschirm nur auf dem Nvidia-Chip läuft.
    Hilflose Leute findet man per Google jede Menge, nur leider keine Lösung.


    Edit: Laut diesem Artikel sieht es sehr danach aus als gäbe es an dem Intel-Chip garkeinen Weg vorbei. Von daher müsste wenn schon in den Einstellungen der Intel-Grafik nach einem Weg gesucht werden, die Auflösung manuell zu erhöhen.

  • Man kann also den Monitor nur <37Hz ansprechen, sonst überschreitet man die zulässige (nicht mögliche, HDMI ab v 1.3 kann 2560x1440@60Hz darstellen) Bandbreite. Eigentlich ist dies keine Lösung, sondern nur ein eingeschränkter Umweg. Es is Lächerlich, dass man mit aktuellen Desktop Grafikkarten 3 solcher Monitore zugleich ansprechen kann, aber bei den Notebooks alles auf 1920x1200 begrenzt ist aufgrund des fehlenden DVI (dual-link) Anschlusses.


    Zusammengefasst aus diesem und den verlinkten Threads kann man sagen, dass das Umgehen des HDMI-Einganges über Display-Port oder DVI ebenfalls nicht möglich ist, da weder HDMI->DP-Adapter für diese Auflösungen existieren, noch HDMI->DVI-dual-link Adapter auf dem Markt sind.


    HDMI kann man also bei diesem Monitor (auch bei anderen?) begraben, will man die vollen 60Hz, oder die sofortige Verfügbarkeit der nativen Auflösung nach einem Neustart haben.


    Aber vielleicht gibt es andere Lösungen (die aus Kostengründen wohl wegfallen):


    1) Gibt es Möglichkeiten andere Anschlüsse am Notebook zu haben, also DVI oder DiplayPort? Den VGA-Ausgang nutz doch niemand mehr, den Platz kann man dafür nutzen. Notebook Grafikkarten sind Module, die Daten die vom Mainboard reinkommen, berechnen und zurückgeben. Der Monitor-Ausgang hängt also am Mainboard. Also gibt es Mainboards/Notebooks mit DisplayPort oder DVI-(dual-link)-Ausgängen?


    2) Gibt es externe Grafikkarten, die Auflösungen über 1920x1200 ermöglichen? Auf die Schnelle konnte ich nur Karten für geringere Auflösungen finden.

  • Auch wenn HDMI 1.3 prinzipiell die hohen Auflösungen bieten kann, ist für mich noch offen:


    a. verarbeitet der HDMI-Eingang des Monitors (physikalisch) wirklich mehr als 1080p?
    Laut den Screenshots scheint das so zu sein.


    b. kann der HDMI-Ausgang des Notebooks (physikalisch) wirklich mehr als 1080p liefern, wenn dies vom Treiber verlangt wird?
    Das kann man anscheinend nicht klären.


    Wenn a. und b. erfüllt sind, muss
    1. der Treiber auf 2560x1440@60Hz modifiziert werden (nicht 35.5 wie derzeit), und
    2. der EDID-Chip im Monitor auf eine entsprechend höhere maximale Videorate umprogrammiert werden, damit der Treiber die resultierende Bildfrequenz beim Start nicht auf 37 Hz begrenzt. Dies hat Dell anscheinend versäumt.

  • Meiner Auffassung ist es so, dass sich die EDID-Informationen, die vom Monitor an das Betriebssystem geliefert werden, keineswegs mit den tatsächlich vom Monitor unterstützten Auflösungen und Timings decken müssen. Insbesondere dann, wenn man über HDMI andere Informationen vom Monitor erhält als über DVI, ist das verdächtig, da es technisch fast die gleiche Schnittstelle ist.
    Um nicht-spezifizierte Auflösungen zu Nutzen braucht daher eigentlich nichts auf Monitorseite umprogrammiert, sondern lediglich die erhaltene EDID-Information ignoriert werden. Genau das tut man, wenn man die EDID-Information abgreift, händisch nach eigenen Wünschen modifiziert, daraus einen Monitor-Gerätetreiber erstellt und diesen anschließend installiert. Der Monitor prüft in der Regel nicht, ob das eingehende Signal dem entspricht, was laut eigenen EDID-Informationen zulässig ist. Ob man ein korrektes Bild erhält hängt letztlich nur von den technischen Möglichkeiten der Monitorhardware ab.

  • Quote

    Man kann also den Monitor nur <37Hz ansprechen, sonst überschreitet man die zulässige (nicht mögliche, HDMI ab v 1.3 kann 2560x1440@60Hz darstellen) Bandbreite


    Solche Workarounds sind schon deswegen hochproblematisch, weil der DELL intern mit fixer Panelfrequenz arbeitet. Zu der originär niedrigen zeitlichen Auflösung käme also noch unschöner Judder hinzu.


    Gruß


    Denis

  • Laut den anderen Threads kann der Monitor die Auflösung über HDMI anzeigen (das zu a.) und die Notebooks die nötige Auflösung über HDMI ausgeben (das zu b.), auch bei 60Hz. Nach einem Neustart springt die Auflösung entweder auf die normale HD Auflösung zurück, oder der Monitor zeigt nichts an, wobei nicht klar ist was die Fehlerquelle ist. Ändernt man die Frequenz auf unter 37,5Hz, passiert dies nicht (1920*1200*60 = 2560*1440*37,5).


    Bisher hat noch niemand geschaft das Ganze bei 60Hz permanent zum Laufen zu bringen. Ich kann leider nicht testen was der Grund dafür ist, da bei mir das Installieren der modifizierten EDID-Information als Treiber nichts gebracht hat.


    Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass das Problem bei dem neueren Dell U3011 ebenfalls besteht. (will man ihn mit 2560*1440 statt den nativen 2560*1600 betreiben, die HDMI ja nicht übertragen kann).

  • Auch wenn der Thread schon etwas älter ist....
    Hat es irgendjemand geschafft, seinen U2711 über ein Notebook HDMI Ausgang mit der nativen Auflösung @ 60Hz zu betreiben ?
    Ich leider nicht :/


    Ich habe die selbe Ausgangslage wie der TE.
    Notebook mit Intel Graphics und zusätzlicher nvidia Karte.


    Wie nashbirne bereits richtig erkannt hat, sieht es die Nvidia Optimus Technologie nicht vor, die nvidia Karte direkt anzusprechen :(


    d.h eigenen Monitortreiber bauen.
    Auch dies habe ich bereits getan. Habe hier Profile mit 35 Hz und 40 Hz liegen.
    Bei 35 Hz habe ich meine native Auflösung über HDMI, jedoch kommt der von Denis erwähnte Judder hinzu.
    40Hz werden leider gar nicht angenommen. Der Monitor bleibt dabei Schwarz -.-


    Die Tage probier ich mal noch 30 Hz. Vielleicht klappt das ein bisschen besser, da es die Hälfte von 60 Hz ist, die der U2711 intern sowieso hochrechnet :D


    Wenn jemand eine andere Möglichkeit gefunden hat, dann lasst es mich bitte wissen.
    Ich betreibe mein Notebook als Desktop-Ersatz und möchte dies auch wegen dem "doofen" U2711 nicht aufgeben müssen.

  • Die Tage probier ich mal noch 30 Hz. Vielleicht klappt das ein bisschen besser, da es die Hälfte von 60 Hz ist, die der U2711 intern sowieso hochrechnet :D
    ...
    was ist dabei rausgekommen ?; gibt es mittlerweile neue Lösungen?
    mfg