Welcher Panel-Typ zum Lesen am Bildschirm?

  • Guten Abend zusammen,


    ich hoffe, das hier ist der richtige Bereich für meine Frage:


    Welcher Panel-Typ eignet sich wohl am besten für ausgiebiges Lesen am PC?
    Also nicht nur Nachrichten-Seiten im WWW, sondern auch längere PDFs und soetwas...
    Leider bin ich nicht einmal sicher, welche Kriterien für gute Lesbarkeit usw. ausschlaggebend sind, vielleicht könnt ihr etwas Orientierung anbieten :)



    Ob es z.B. wichtig ist, dass IPS Monitore angeblich schwarz nicht so dunkel darstellen können wie MVA / PVA Bildschirme, kann ich in dem Zusammenhang gar nicht beurteilen :(


    Danke für eure Hilfe!

  • VA-Panels dürften da am besten geeignet sein, auch wegen dem höheren Kontrast. IPS Monitore "glitzern" und könnten deswegen bei sehr langem lesen eventuell stören. Die meisten Leute sitzen auf der Arbeit aber 8 Stunden oder mehr vor einem Monitor mit TN-Panel und die wenigstens finden das Bild aunangenehm. Hast du denn probleme mit deinem aktuellen Monitor?
    Eine wirklich deutliche Verbesserung bringen eBook-Reader mit E-Ink Technik, da gibt es auch schon Geräte mit 10" die für PDFs ausreichen sollten, die gängigen 6-7" Formate sind für PDFs dagegen meist etwas zu klein.

  • Hm, vielleicht könnte TN ja doch schon reichen - kenne mich im Grunde kein Stück aus :(


    Mein derzeitiger Monitor (Samsung 2443BW) brummt recht störend, wenn man die Helligkeit runterregelt (wegen des Inverters, glaube ich - das ist bei LED Hintergrund-Beleuchtung nicht mehr so, oder?).
    Außerdem scheint dann auch schnell der ganze Kontrast verloren zu gehen (aber da weiß ich nicht, ob das nicht immer so ist...).


    Die Vermutung, die ich nachher hatte, war halt: die ganze Zeit in eine Lampe zu schauen, lässt die Augen doch recht bald ermüden. Aber OLED Bildschirme für den PC scheinen erst in 3 bis 5 Jahren dieses Problem möglicherweise zu beheben (?)


    Angestoßen wurden meine Überlegungen übrigens durch die AMOLED Displays bei Handys und das Retina Display des neuen Macbooks - vielleicht hat noch jemand Infos zu künftigen Entwicklungen?

  • Brummen können LED Monitore auch, ist gefühlt aber seltener geworden.


    Bei anderen Panels guckst du auch in eine "Lampe" aus dem Grund wäre dann nur ein Reader mit E-Ink besser.


    Die Handys und das neue Notebook von Apple haben ja auch eine "Lampe" und sind damit kein bißchen besser als normale Monitore, der einzige Vorteil ist, dass man auch wenn man sehr nah vor dem Gerät sitzt keine Pixel mehr erkennen kann.

  • Angestoßen wurden meine Überlegungen übrigens durch die AMOLED Displays bei Handys und das Retina Display des neuen Macbooks - vielleicht hat noch jemand Infos zu künftigen Entwicklungen?

    Da hat Apple ja wieder ein tolles Kampfwort in die Masse geworfen, Retina. Also Retina ist lediglcih eine Marketingbezeichnung von Apple, dahinter verbirgt sich ein IPS DIsplay, allerdings offensichtlich ein sehr teures, bisher aber noch nicht auf Farbpräzision oder Farbraum getestet. Ich könnt mir aber auch wieder ein Apple-typisches Manöver vorstellen und das "Retina" blub deckt doch nur sRGB ab.


    Allerdings muss man dazu sagen, dass eigentlich LG nach Roadplan bereits damit begonnen haben sollte deren neue IPS-AH Panele auszusenden - weswegen wir vielleicht auf eine neue Reihe IPS Monitore warten könnten, vielleicht auch ein u2713 ;). Vielleicht ist das verbaute Panel im neuen MBP auch bereits ein IPS-AH, was den Preis rechtfertigen würde, insofern das Apple wohl ne Menge bezahlt hat um das Panel pre-launch in den Markt zu bewegen.

  • Quote

    Ich könnt mir aber auch wieder ein Apple-typisches Manöver vorstellen und das "Retina" blub deckt doch nur sRGB ab.


    Dem wird so sein, weil man eine White-LED Hintergrundbeleuchtung verwendet. Ohne die Filter extrem anzupassen (und damit auch nur noch wenig Licht durchzulassen) wird der Farbumfang auf üblichem Niveau sein, d.h. Richtung sRGB tendieren. Neu ist die hohe Auflösung.


    Gruß


    Denis

  • Es ist kaum sinnvoll, einem Laptop ein Bildschirm mit erweitertem Farbraum zu spendieren, denn wer einen solchen als Desktopersatz verwendet und EBV betreiben möchte, wird sich für diesen Zweck sowieso einen externen Monitor zulegen. Umgekehrt werden solche Monitore wegen des mangels an farbmanagementfähigen Anwendungen für gewöhnliche Tätigkeiten nicht im nativen, sondern im sRGB-Modus betrieben. Zudem ist die Auswertung von ICC-Profilen selbst bei der Verwendung von Matrixprofilen rechenaufwendig, weshalb sie sich in Anwendungen außerhalb der EBV nicht durchsetzen wird. Effizient lösen ließe sich das Problem wohl nur unter Verwendung der GPU/Pixelshadern und eines Umbaus des Betriebssystem .


    Und Apple wird bei aller Kritik zugute gehalten werden müssen, dass sie das Thema "Bildschirm" erst bei Telefonen, Tablets und nun bei Laptops auf die Tagesordung setzten und sich (hoffentlich) die Zeit der TN-Panels selbst bei teuren Geräten dem Ende neigt.

  • Es ist kaum sinnvoll, einem Laptop ein Bildschirm mit erweitertem Farbraum zu spendieren, denn wer einen solchen als Desktopersatz verwendet und EBV betreiben möchte, wird sich für diesen Zweck sowieso einen externen Monitor zulegen

    Dir is aber schon klar, dass ein Laptop ursprünglich lediglich als genau dieses konzipiert wurde, ein "mobiler" Desktopersatz.
    Bei einer Aufklösung von 2k+ kann Ich mir durchaus vorstellen unterwegs, im ICE, im Starbucks oder auf ner Parkbank (wofür ein Laptop nunmal gedacht ist) Bilder auf nem 15" zu berarbeiten/verarbeiten/modifizieren mit einem Mindestmaß an Anspruch. Und wer sich einen so dicken Stempel alá "geilster Notebook Screen" aufdrückt und einen Preis verlangt der ein Thinkpad 5xx überflügelt, der sollte dass dann wohl auch rechtfertigen.

  • Ich werfe das Wort "PWM" zum Thema "Lesen am Bildschirm" in den Raum, weil meiner Ansicht nach TN und alle VA oder e-IPS Panels gut fürs Lesen wären, wenn da nicht diese Puls-Weiten-Modulation verbaut würde. Ich sollte meinen Nick in Anti-PWM umändern :D .

  • Von meiner persönlichen Erfahrung her finde ich die Schrift bei einem normalen IPS Panel etwas "glühend" , besonders weiße Schrift auf Schwarzen Hintergrund. Bei einem e-IPS Monitor wie zb. Dell U2311 oder Fujitsu P24 W6 IPS (auch e-IPS verbaut) ist mir dieser Glow-Effekt beim Lesen nicht aufgefallen.


    Vielleicht liegt es aber auch an etwas anderem, denn verwundert hat mich beim HP ZR24W folgendes:
    1. HP ZR24W - vor ca. 2 Jahren gekauft , war ohne PWM, dafür dieser Glüheffekt bei der Schrift und hohe Grundhelligkeit.
    2. HP ZR24W - dieses Jahr gekauft, mit PWM, geringere Grundhelligkeit, dafür ohne Glüheffekt bei Schrift.


    Mir kommt eigentlich vor, dass die Hersteller das Einbauen, was gerade vorrätig ist. Nur die Grunddaten (Normen) müssen passen.

  • utzutz
    Die Idee des Laptops als Desktopersatz umfasst nicht Nischengebiete wie EBV, auch wenn man bei der Werbung von Apple trotzdem gute farbmetrische Eigenschaften des Retina-Displays erwarten können sollte. Worauf ich eigentlich hinaus wollte war die Aussage, dass es nicht sinnvoll ist, einen Schirm mit erweitertem Farbraum zu verbauen. Wer einen WCG-Monitor kauft, weiß (oder sollte wissen), was er tut, sollte sich rudimentär mit Farbmanagement befasst haben, um die vielen Klippen zu umschiffen, die den Weg kreuzen, wenn man sich weit außerhalb von sRGB bewegt. Von Käufern des Retina-MacBooks kann man das nicht allgemein erwarten.


    happychrisi
    PWM spielt nur eine Rolle, und ich habe Erfahrungen mit dem messbar (wie stellst du fest, ob ein Schirm PWM-frei ist?) PWM-freien HP ZR2740w. Die Beschichtung spielt eine weitere Rolle, und auch die Pixeldichte. Der eigentliche Grund, warum Lesen auf einem LCD unabhängig vom Paneltyp und Typ der Hintergrundbeleuchtung und auch auf OLED niemals so angenehem und ermüdungsfrei erfolgen kann wie bei auf Papier gedruckten Texten und E-Ink, ist der Umstand, dass man im ersten Fall direkt in eine Lichtquelle schaut, während im zweiten Fall indirektes Licht und diffuse Reflexion vorliegt.

  • Die Idee des Laptops als Desktopersatz umfasst nicht Nischengebiete wie EBV, auch wenn man bei der Werbung von Apple trotzdem gute farbmetrische Eigenschaften des Retina-Displays erwarten können sollte

    Sagst du... oder vielmehr erwartest du so. Denn bereits aus meiner eigenen subjektiven Erfahrung kannIch mit dem w510 dagegen halten. Funktioniert!


    Worauf ich eigentlich hinaus wollte war die Aussage, dass es nicht sinnvoll ist, einen Schirm mit erweitertem Farbraum zu verbauen. Wer einen WCG-Monitor kauft, weiß (oder sollte wissen), was er tut, sollte sich rudimentär mit Farbmanagement befasst haben, um die vielen Klippen zu umschiffen, die den Weg kreuzen, wenn man sich weit außerhalb von sRGB bewegt.

    Is schon klar worauf du hinaus wolltest, kann dazu nur sagen, das W510 funktioniert eigentlich wirklich gut mit seinem IPS und der kleine colorimeter funktioniert auch recht passabel. Definitiv genug um unterwegs ein paar Dateien zu validieren, ohne dass man sich groß Sorgen machen müsste über Farbinformationen und da reden wir von 2k raw Material.


    Also es ist definitiv, bereits heute, machbar angemessene Hardware zu verbauen. Das Apple da snatürlich nicht tut, ist wieder klar :(


    Vielleicht kommt der Tag an dem Apple keine Mogelverpackung für den hipster verkauft!