Monitor in Koffer verpacken? Reiseprobleme...

  • Hallo Forum!


    Ich werde demnächst auf Reisen gehen und benötige zum Arbeiten einen großen Monitor. Die USB-Reisemonitore haben eine zu geringe Auflösung und sind mir zu klein. Derzeit habe ich einen Eizo FlexScan EV2333WH-GY (23"), er wiegt gute 7 KG.
    Wenn ich die schwere Platte des Standfußes in mein Handgepäck packe, könnte ich den restlichen Monitor in das aufzugebende Gepäckstück stecken.


    Nur: Wie empfindlich reagieren Displays auf Stöße? Wie verpacke ich ihn am besten, um ihn nach der Ankunft heil aus dem Trolley nehmen zu können?


    Da ich natürlich noch andere Dinge im Trolley mitnehme, darf der Monitor nicht allzuviel Platz wegnehmen. Ich kann ihn nicht in dicke Styroporschichten stecken.
    Fotografen lassen sich manchmal aus einem speziellen Schaumstoff Futter für Köffer zuschneiden, in denen sie ihre Kameras und Objektive transportieren. Meint ihr, eine dünne Schicht davon würde genügen? Solange nichts auf die empfindliche Displayvorderseite einwirkt, könnte das Reisen mit Monitor doch klappen?

  • Reisen gut und schön, aber was für eine Reise? Weltreise? ;-)


    Kannst Du denn den Monitor nicht in den Originalkarton einpacken und einfach einige Tage vor der Reise an den Zielort senden? Mit UPS oder so geht das ziemlich schnell, sogar innerhalb Europas.


    Deine angedachte Lösung würde ich mit meinem Monitor so nicht probieren.

  • Danke für eure Antworten!
    Ich würde ja liebend gerne auf die Mitnahme verzichten, arbeite aber ca. 170 h im Monat am Rechner und will da nicht dauerhaft auf ein 15"-Display eines Lapopts starren :)



    Andi
    Die Reise wird dauerhafter Natur (
    Ein gesondertes Versenden lohnt sich wahrscheinlich nicht; das Porto kostet schätzungsweise 40 €?
    Da könnte ich gleich am Zielort jeweils einen Monitor kaufen und später mit etwas Verlust wieder verkaufen.


    Meinst du, das Display nimmt im Koffer Schaden?


    Mediafrost
    Danke für den Link! Die sehen ganz gut aus - allerdings möchte ich auf ein zweites Gepäckstück verzichten - sonst wird es beim Fliegen wieder zu teuer.

  • Also so wie mit Gepäck umgegangen wird, würde ich meinen Monitor nicht im Koffer transportieren. Fuß abschrauben und Display im Handgepäck schon eher. Front mit Polie und Pappe abkleben, in Schaumstoff oder Luftpolsterfolie einwickeln und dann Daumen Drücken und immer ein Auge darauf haben.


    Also 40 Euro finde ich jetzt nicht so viel, keine Ahnung wie viel Gepäck Du benötigst, aber Übergepäck ist teurer ;-)

  • Zitat

    Also 40 Euro finde ich jetzt nicht so viel, keine Ahnung wie viel Gepäck Du benötigst, aber Übergepäck ist teurer ;-)

    Ich würde gerne mit einem Trolley und einem Rucksack für das Handgepäck reisen.
    Das Problem beim Versand mit der Post: Wer nimmt das Paket an? Ich selbst, sobald ich in der neuen Ferienwohnung angekommen bin? Vermutlich werde ich alle 4 Wochen den Ort wechseln, wenn ich da jeweils eine Woche auf den Bildschirm verzichten muss, weil er gerade in der Post unterwegs ist, wäre das blöd.


    Meinst du, ich kann ihn so flach verpackt in Luftpolsterfolie zusätzlich zu meinem Rucksack als Handgepäck mit in die Flieger nehmen? Habe da wenig Erfahrung, wäre das nicht ein zweites Gepäckstück?


    Was kann denn an einem Display kaputt gehen, wenn es sich "nur" um Rüttel- und Schüttelbewegungen handelt? Ist ja keine Festplatte, wo der Lese-Schreibkopf auf die Harddisk knallt. Sofern mit einer Art Deckel der weiche Teil der Vorderseite geschützt ist müsste es doch gehen?

  • Also was als Handgepäck gilt und wie schwer das sein darf, kannst Du bei der Fluggesellschaft mit der Du fliegst erfahren. Und ob ein Display diesen Transport überlebt, kann ich nicht sagen, weil ich schlichtweg keine Erfahrung habe.

  • Ich habe schon mal einen LCD-TV im Koffer aufgegeben, und das Teil funktionierte danach genau so gut

    wie vor der Reise. Wenn die beim Umpacken in den Flieger und zurück mit Deinem Koffer Fußballspielen, kann was passieren, doch im Normalfall können Flachbildgeräte solche Stöße ab!

  • Unabhängig davon das der Beitrag mittlerweile drei Jahre alt ist. Als Info für andere sollte der Thread immer noch dienen können.


    Als Logistikprofi möchte ich hier ganz gerne anmerken das die oben genannten Koffer die absolut BESTE Möglichkeit sind Monitore zu transportieren. Unabhängig ob per Paket, als Gepäck oder als Handgepäck.

    Ja es ist teurer, nein es gibt keine bessere (!) UND kostengünstigere Möglichkeit einen Monitor permanente mit auf reisen zu nehmen.

    Wer derart lange Bildschirm Arbeitszeiten hat wie oben genannt hat und deswegen verständlicherweise eine passenden Monitor braucht sollte definitiv das Geld investieren und auch für die Reisen Einplanen alles andere ist auf Dauer Murks.


    Warum keine Kartonnage?


    Der Original Karton bietet sich natürlich am ehesten an, hat allerdings Nachteile: Die Fabrikkartonage ist nur für wenige Versendungen spezifiziert und auch nur dort in engen Rahmen. Meiner persönlichen Meinung nach eignet sich die Kartonage am besten für Palettenversand, nicht mal wirklich für Paketversand, da der Karton nur unzureichend gegen spitze ecken andere Kartonagen schützt (Durchschlaggefahr auf die Displayfläche). Die Biege und Druckbelastung ist selbst im normalen Paketversand schon häufig zu viel und führt regelmäßig zu Beschädigungen.


    "Aber man kann doch einfach damit vernünftig umgehen!!einsdrölf"


    Paketversand ist MASSENversand und wird dementsprechend über Transportbänder gehandhabt. Dort lauert der eigentliche Tot der Ware, nicht beim Handling durch die Zusteller oder Lader.


    Zwischen Bligepumpen mittlerer bis kleiner Boote (35kg/stück) Gabelstaplervollgummireifen (40kg/stück) Metalplatten (25 bis 35kg/stück) Schuhversand an Händler (Groß und 30kg/Karton) und diversen anderen Dingen dieser Art (alle in Kartons "getarnt") ist ein zerbrechlicher Monitor, selbst in einem Karton wie eine Seifenblase in einer eisernen Jungfrau.


    Sollte auf einem solchen Band dann noch ein Paketstau entstehen, was selbst bei besten Management der Anlage passieren kann, treten dort fast sofort Kräfte auf die Menschen die Gliedmaßen abreißen können aber zumindest schwerste Verletzungen hervorrufen.

    Industrie ist nun mal brutal und das muss beim Versand berücksichtigt werden.


    Aus diesem Grund sind die oben genannten Cases die einzige "vernünftige" Lösung für den Dauerversand (!) von zerbrechlicher Elektronik. Dieses Kisten sind für die Aufnahme von Kräften weit der 250kg Marke auf der Seitenfläche spezifiziert und damit die einzige verlässlich Lösung gegen das oben genannte Szenario. Die Kantenbelastung solcher Kisten ist sogar noch höher. Auch solche Kisten können zwar kaputt gehen aber erst am ende ihre Lebenszeit, bis dahin gehören sie meistens zu den "Tätern" auf der Bandanlage.


    in einem Gepäckszenario hat ein solcher Papierkarton erst recht schlechte Karten gegen die ganze Hard- und Softcase Koffer der anderen Passagiere. Die schlechte Stapelbarkeit der Koffer macht eine schonende Ladung fast unmöglich. Einzig die "relativ" kleinen Flugcontainer sorgen für eine "relativ", zur normalen Brückencontainerbeladung, geringeren Belastung. Nichts worauf man sich auf Dauer verlassen sollte.


    Handgepäck:

    Trolley? Man bekommt solche Kartons meistens nicht in einen handelsüblichen Trolley. Separat mitnehmen?...Ich kann nicht abschätzten wie die Flugcrews darauf reagieren wenn jemand mit einem Trolley und so einem riesen Karton am Gate auftaucht. Als Steward würde ich reserviert schauen denn...

    Ebenso ist das Volumen des Kartons ein Problem. Vielfach wird nämlich nach Volumen/Gewicht bezahlt.

    und in den Passagierbereichen der Flugzeuge ist auch kein Platz im Überfluß.

    Diese Kartons schützen aber meistens dadurch das sie etwas Luft zwischen den Monitor und seiner Umwelt bringt damit Volumen erzeugt das aber kostet.


    Dazu kommt die Dauerbelastung. Der Threadersteller ließ durchblicken das er auf lange Zeit und regelmäßig auf Reisen/im Außendienst tätig ist. Ein solcher Karton wird allerdings nur ein paar mal eine solche Reise mitmachen bevor er endgültig kaputtgeht. Ich gebe dem Karton maximal ein Jahr, dann ist er durch.


    Ansonsten ein Nottrick:


    Man nimmt eine Holzplatte und deckt damit die Frontseite des Monitors ab und fixiert die Platte mit Gurten/seilen. Es ist wichtig das die Platte GENAUSO groß oder ein bisschen größer als der Monitor ist, da sie die Stöße die gegen die LCD Fläche es Monitors gerichtet sind abfangen soll. Die Rückseite des Monitors muss durch das Monitor Gehäuse selbst geschützt werden. Ansonsten müsste man dafür auch ein Gehäuse bauen und wäre wieder bei den Cases bzw. Karton. Dann legt man den Monitor mit der Holzplatte nach außen so zwischen seine Kleidungsstücke das diese als Polsterung dienen. Bei einem Gewicht von 7 kg kann bei einem Schlag aber durchaus die Kleidung in Mitleidenschaft gezogen werden. man sollte deswegen Robuste Mäntel als direkte Polsterung am Monitor verwenden. Der Monitor ist hierbei nicht ausreichend gegen Biegebelastung von hinten geschützt und das Gehäuse kann bei Überlastung durchaus brechen. Wenn man allerdings einen stabilen Hardcase koffer nimmt und mit der Kleidung den Monitor fest aus polstert sollte es dem oben genannten proficases am nächsten kommen.Das ist aber nur für einen einmalige Reise geeignet und kann auch bereits dort schiefgehen und den Monitor bei einem unglücklichen stoß schon zerstören.



    Fazit: Für eine dauerhafte Lösung führt kein Weg an den oben genannten Cases vorbei, ebenso wenig wie die Mehrkosten dafür. Selbstständige schreiben das mit in die Reisekosten. Angestellte lassen sich das vom Chef bezahlen oder fragen die BG nach Unterstützung.

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