EIZO CS2731 bietet eine top Bildqualität und Ausstattung zu einem extrem guten Preis-Leistungs-Verhältnis (Prad.de)

  • Der Test des EIZO CS2731 ist online. Uns konnte der 27 Zoll Monitor mit einer tollen Bildqualität überzeugen. Neben der Möglichkeit einer Hardware-Kalibrierung, besitzt er auch einen USB Typ-C Anschluss. Alle Fragen zum Testbericht können innerhalb dieses Themas gestellt werden.



    Im Test: EIZO CS2731


    Weiterführende Links zum Thema


    Test EIZO CS2731


    Datenblatt EIZO CS2731


    EIZO CS2731 bei Amazon


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    Monitor-Kaufberatung

  • Guten Morgen :)


    Ich hab mir grade die Leserberichte zum 2731 angeschaut und frage mich, wie unter der Headline "Farbdarstellung out of the box" teilweise solche Color Shifts zu sehen sein können (Aquarelle mit Hund, Grün/Orange mit Farbfächer). Grade beim Beispielbild nach Kalibrierung (Hund) finde ich die darstellung der Schwarz und Grautöne doch erheblich verschieden. Beim Fächer Beispiel ist das eine ein Grün, das andere geht schon ins Petrol rein - überall anders ja ok... aber bei der gezielten Farbauswahl?

    Das scheint noch nicht mal ein Problem der unterschiedlichen Medien (selbstleuchtend, nicht leuchtend) zu sein in diesen Fällen.

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  • Hallo,


    dazu kann ich etwas sagen, da wir auch die jeweiligen Tester sind von den Aquarellen mit Hund. Achte bitte mehr auf die Farben, als auf Weiß/Schwarz Bereiche. Das ist in unserem Fall dem Weißabgleich zuschulde - Wir haben bei White Wall auf Barista Papier bestellt und gedruckt. Gleichzeitig empfiehlt White Wall jedoch den Weißabgleich des Monitors auf 6500°, sprich reines Weiß, zu kalibrieren. Da jedoch das Papier eher einen anderen Ton hat, wäre ein anderer Weißabgleich nötig. Die Druckempfehlungen gelten nämlich für jedes Papier - für das jeweilige Papier haben wir natürlich das Profil geladen und als Softproof verwendet, aber auch mit der Photoshop Funktion "papierweiß simulieren" ist das Ergebnis relativ weit weg vom Druckergebnis - bezogen auf Weißbereiche.


    In einer finalen Produktion mit Auflage würde man hier zuerst einen Testdruck anfordern und mittels Papiermessung ein exaktes Farbprofil für das Medium erstellen. Nicht umsonst kosten die Testdrucke auch nur einen Bruchteil, da die großen Druckereien das ebenfalls wissen. Die Funktion ist in Color Navigator 7 enthalten, muss nur in den erweiterten Einstellungen freigeschalten werden.


    Das hört sich im ersten Moment doof an, von wegen "hä, aber ich will doch genau das Weiß am Monitor auch mit dem gleichen Weiß am Papier haben", ist aber ohne genau das Medium zu messen nicht so ohne weiteres möglich. Zusätzlich: Wir haben die Bilder bei Tageslicht angefertigt, da ist der Weißabgleich der Kamera entweder auf das Papier oder den Monitor - da beide nicht den identischen Weißabgleich haben, ergeben sich hier auch wieder Verschiebungen. Ob White Wall die Bilder in ihrer Druckvorstufe selbst noch einmal gerade zieht ganz zu schweigen.


    Es ist am Einfachsten die Endergebnisse zu beurteilen, mit dem Original jeweils über dem Bild. Wir können gerne noch nachsehen ob wir nicht sogar den Scan als Originale-Tiff Datei haben, damit man auch sieht wie viel Farbkorrektur auch überhaupt nötig war um zum jetzigen Ergebnis zu kommen. Denn das waren durchaus einige Gradations- und selektive Farbkorrektur Ebenen. Falls der Monitor so krasse Farbverschiebungen hätte, wie auf den Bildern vermutet, wären wir gar nicht zu unserem Ergebnis gekommen. Der subjektive Eindruck wenn man genau vor dem Monitor steht, ist nicht immer mit einer Kamera zu erreichen - da Papier doch nochmal anders fotografiert wird als ein von innen beleuchteter Monitor.


    Last but not least: Wir haben nur mithilfe der Kalibrierung und Profilierung ein Ergebnis zustande bekommen, dass sich nahezu perfekt mit dem Monitor einspielt. Bei Aufträgen ist, zumindest nach meinen Agenturerfahrungen, noch nie der erste Druck mit einer Druckerei, bei der man nur selten bestellt, nie ein perfektes 1:1 Ergebnis zu erwarten.. Es erfordert häufig Testdrucke, sowie Testmuster des Papiers bis man ein nahezu perfektes Bild hat - und selbst das ist nur schwer zu erreichen.


    Ich hoffe etwas Klarheit verschafft zu haben. :)


    Liebe Grüße

  • Ein paar Dinge zur Weißpunktwahl:


    Im Rahmen der Erstellung der Monitorprofils wird vollständige visuelle Adaption auf den jeweiligen Monitorweißpunkt unterstellt - und die Messdaten dann chromatisch nach D50 adaptiert. Sonst müsste man für einen gültigen Workflow den Bildschirm immer auf D50 kalibrieren. Bei der Wahl der Monitorweißpunktes ist man sehr flexibel - deutlich flexibler oft angenommen.


    Die Abstimmung auf das Papierweiß unter den konkreten Abmusterungsbedingungen ist allerdings nicht ganz trivial. Rein messteschnich müsste man hier tatsächlich auf D50 kalibrieren und den sauber konfigurierten Softproof dann mit dem Hardproof unter D50-Normlicht vergleichen. Selbst wenn man Fallstricke wie optische Aufheller hier außen vorlässt, wird das zwar messtechnisch - ohne Rückrechnungen - korrekte Ergebnisse erzielen. In den allerwenigsten Fällen aber eine hinreichende visuelle Übereinstimmung. Die schmalbandigen Spektren moderner Wide-Gamut Monitore wirken sich hier sehr ungünstig aus und vergrößern Abweichungen zwischen normativem und realem Beobachter.


    Der Monitorweißpunkt ist entsprechend so zu wählen, dass sich im Rahmen der konkreten Abmusterungsbedingungen eine hinreichende visuelle Übereinstimmung ergibt - das ideale Ergebnis kann von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Der ICC-Workflow ist hier (siehe meinen ersten Absatz) relativ robust.


    Quote

    Zusätzlich: Wir haben die Bilder bei Tageslicht angefertigt, da ist der Weißabgleich der Kamera entweder auf das Papier oder den Monitor - da beide nicht den identischen Weißabgleich haben, ergeben sich hier auch wieder Verschiebungen.


    Die Kamera ist in diesem Zusammenhang ja auch ein weiteres Beobachter, der nicht exakt mit dem normativen Beobachter zusammenfällt. Es wird hier kein Abgleich auf Basis von Messwerten gelingen.