Samsung Syncmaster 193T (Prad.de User)

  • Hallo zusammen,


    seit 4 Wochen bin nun auch ich TFT-Besitzer...Samsung SyncMaster 193T steht auf dem schmalen silbernen Rahmen. Gekauft für 719,- EUR bei RochusData.de...von Bestellung bis Lieferung vergingen nur drei Tage.


    Nach dem Auspacken sucht man vergeblich nach einem Handbuch (nur auf CD enthalten). Vielmehr fällt einem eine doppelte, unübersichtliche, 13-sprachige DIN A4-Seite mit bebilderten Anschluß- und Aufstellanweisungen in die Hände. Hier findet man dann tolle Installationstipps, wie Zitat: „Schalten Sie Computer und Monitor ein. Wenn Ihr Monitor ein Bild zeigt, ist die Installation damit abgeschlossen.“
    Aha...das ist aber einfach. Unverständlich ist in dieser Preisklasse auch das Fehlen eines DVI-Kabels...wusste ich allerdings vorher, da ich beabsichtigte den Monitor analog anzuschließen. Klar, meine Graka (ASUS GeForce3 Ti 500) hatte leider keinen Digitalausgang. :(


    Also VGA- und Netzkabel ran und eingeschaltet. Neuer Monitor wird unter XP pro erkannt, Treiber-CD rein, alles problemlos zu installieren. Danach sofort laut Quick Setup Guide die Bildwiederholfrequenz auf 60 Hz und die Auflösung auf 1280x1024 eingestellt. Dann noch per AutoAdjust-Funktion den TFT auf die Graka einstellen...fertig. Wow, was für ein Bild!!! Kein Vergleich zu meinem „alten“ CRT AOC Spectrum 9Klr. Ich bin begeistert...Gleich noch die beigelegte Pivot-Software installiert...einfach super für Internet und Office.


    Nach ca. einer Woche und Überzeugungsarbeit bei meiner Frau, war klar, eine neue Grafikkarte mit DVI-Ausgang mußte her. Soll sich doch die Bildqualität durch die digitale Anschlussvariante noch verbessern lassen. Auch diverse Kundenrezessionen bei amazon und Meinungen hier im Forum ließen mich für 148,-EUR eine „Sapphire Radeon 9600XT anschaffen. Nach dem Motto: „Qualität kostet Geld, keine Qualität kostet mehr“ auch gleich noch ein DVI-Monitorkabel von „LINDY“ für 38,-EUR dazugekauft.


    Der große Moment war gekommen. Die Radeon 9600XT eingebaut, das DVI-Kabel angeschlossen, den Rechner getartet...doch was war das? 8o ?(Ernüchterung machte sich breit. Die erhoffte Verbesserung fiel doch nicht so groß aus. Ich möchte sogar sagen, das ich keinen Unterschied zur analogen Anschlussvariante sehen konnte. Vielleicht waren auch meine Erwartungen zu hoch. Jedoch rechtfertigt in meinem Fall, dass um Nuancen bessere Bild nicht die Ausgabe von 186,-EUR(Graka+DVI-Kabel).


    Fazit: Der Umstieg auf DVI sollte gut überlegt sein. Es kann aber muß nicht zwangsläufig eine Verbesserung der Bildqualität eintreten. Wer die Möglichkeit bei Bekannten oder im Fachhandel hat, sollte mit seinem TFT unbedingt vorher testen, ob eine Verbesserung erreicht werden kann.


    Viel Spaß beim ausprobieren :D

  • Danke für den Tipp, aber ein 4,-EUR-Schrott-China-billig-Kabel kommt mir nicht nach Hause...Gerade bei digitaler Bildübertragung schaden hochwertigere Kabel nichts...


    Gruß willi

  • Hallo,
    also mit dem "4,-EUR-Schrott-China-billig-Kabel" gab es bei den Usern hier im Board die es sich gekauft haben keine Probleme. Aus welchen Land kommt denn dein Kabel? Der einzige Unterschied liegt wahrscheinlich in der Gewinnspanne des Händlers. Lies mal diesen Thread durch. ;)
    MfG
    Maggi

  • Quote

    Original von willi*kojote
    Fazit: Der Umstieg auf DVI sollte gut überlegt sein. Es kann aber muß nicht zwangsläufig eine Verbesserung der Bildqualität eintreten. Wer die Möglichkeit bei Bekannten oder im Fachhandel hat, sollte mit seinem TFT unbedingt vorher testen, ob eine Verbesserung erreicht werden kann.


    Besten Dank für deinen Bericht. Um eine Erfahrung reicher. ;)

  • Sicherlich war auch bei mir die Erwartung höher als das Ergebniss!
    Dennoch hat es sich gelohnt.
    Der Wechsel von GeForce auf Radeon hatte eine fettere, besser lesbare Schrift gebracht
    und ein Flimmern bei 60Hertz ist seitdem verschwunden.


    Zum Kabel!
    Auch ich habe so ein Schrottkabel von Reichelt gekauft und bin zufrieden.
    Habe hier noch keine Threads von unzufriedenen Kunden gesehen.
    Und wenn Du Dir die Kabel anschaust, wirst Du u.U. keinen Unterschied sehen.


    vlk

    Gruß vlk


    Besucht doch mal meine nicht kommerzielle Homepage zum Thema "Siggis Silent- PC" über den www Button.

  • Naja...einige Bekannte von mir nennen Grakas für 400,-EUR und TFT´s jenseits der 1000,- Euronen Ihr Eigen. Ok, sind halt richtige Computer-Freaks...und dann ein 4,-EUR-DVI-Kabel zwischen den Komponenten...ich bitte Euch. ?( :D
    Wer meint eine 150,-EUR-Grafikkarte und einen 750,-EUR-TFT mit einem 4,-EUR-Klingeldraht verbinden zu müssen...ok...hab ich ja nichts dagegen. Es soll den Spruch geben: „Jede Kette ist nur so gut wie das schwächste Glied darin.“


    Wenn man mal überlegt, dass an einem 4,-EUR-Kabel der reichelt.de, evtl. ein Großhändler und selbstverständlich der Hersteller verdient, kann dieser Artikel nur in bescheidener Qualität sein. Ob 38,-EUR für ein „Lindy“ oder 30,-EUR für ein „Hama“ Kabel gerechtfertigt sind, sei mal dahingestellt.


    Sollte nur mal zum Nachdenken anregen, wo doch hier im Board so eifrig über jeden Pixelfehler diskutiert wird. Keine Angst...bin auch nicht dem High-End-Voodoo aus der Hi-Fi-Branche verfallen.


    In diesem Sinne, gute Kabel gibt es hier:



    Oder hier:



    Hinweis: Ich bekomme weder von „Lindy“ noch von „Hama“ Geld :D :D :D

  • Mal eine ganz dumme Frage: Ist es nicht völlig egal was dieses Kabel gekostet hat? Eine Digitale Übertragung ist eben digital weil das Signal verlustfrei übertragen wurd , das heisst es geht "unterwegs" nichts verloren. Also dürfte die Qualität und damit der Preis auch keine Rolle spielen. ;)

  • Mir ist es schon egal was das Kabel gekostet hat :D


    Gruß willi


    "Die meisten Computerprobleme befinden sich zwischen Bildschirm und Schreibtischstuhl."

  • Quote


    Danke für den Tipp, aber ein 4,-EUR-Schrott-China-billig-Kabel kommt mir nicht nach Hause...Gerade bei digitaler Bildübertragung schaden hochwertigere Kabel nichts...


    Unsinn.


    Die Diskussion wurde schon mehrfach hier geführt. Digital ist digital: Entweder, das Bild ist mit dem gewählten Kabel perfekt, oder es gibt deutliche Störungen. Ein teures DVI-Kabel ist, sofern man nicht gerade auf das letzte Quentchen Signalqualität angewiesen ist (bei langen Kabeln und schlechter Signalform des DVI-Ausgangs der Grafikkarte kann das schonmal vorkommen, aber rate mal, ob dann eher das Kabel oder die Grafikkarte das Problem ist), rausgeschmissenes Geld.


    Z.B. kommt bei DVB-S (Digitaler Fernsehempfang über Satellit) auch niemand auf die Idee, die Luft über dem Haus zu parfümieren, "weil dann das Fernsehbild besser wird". Das einzige, was z.B. ein signalstärkerer Empfänger in diesem Fall bringen kann, ist, daß man auch bei starkem Regen noch fernsehen kann.


    Bei DVI ist das das gleiche: Durch gute Kabel wird das Bild nicht besser, nur funktionieren sie in Extremsituationen (Störungen von außen, langes Kabel...) u.U. zuverlässiger.


    Aber ungeachtet dieser Tatsache ist bei einem "Lindy"-Kabel der Preis höchstwahrscheinlich Verarsche (aus "teuer" folgt nicht unbedingt "gut"). Kabel kauft man halt nicht in hübschen Blisterverpackungen, dann bezahlt man in erster Linie für den Aufdruck und die Lagerhaltung. Kauft man dann noch in entsprechenden Läden (MediaMarkt...), finanziert man auch noch deren Angebote über den völlig überhöhten Zubehörpreis mit.

  • Hm. Extremsituationen? Digital ist digital. DVI-D/I ist digital. Digital heisst: Übertragung von 0 oder 1. Signalpegel x steht für 0, nicht Signalpegel x für 1.


    Das bedeutet: Wenn Signalpegel x anliegt, wird daraus immer eine 0, wenn Signalpegel ungleich x anliegt dann wird daraus immer eine 1. Nun hängt es von der Implementierung von DVI ab, was x und nicht x sind. x könnte z.B. Spannung +3V bedeuten, nicht x könnte 0V sein. Oder x = -3V, nicht x = +3V. Wahrscheinlich aber ist alles zwischen einem Pegel 1,5V und 3V eine 1, und alles drunter eine 0.


    Bei DVI kenne ich nicht die Spezifikation, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wird bei einer "Extremsituation" einfach das Signal nochmal übertragen, sprich: im Fehlerfall.


    Wie wird der Fehlerfall erkannt? Über Prüfsummen, d.h. man kann bei einer Folge von 0en und 1en errechnen, welche Prüfsumme diese Folge hat, und die Prüfsumme beim Senden mitübertragen. Der Empfänger (also der Monitor) errechnet nun selbst die Prüfsumme der tatsächlich empfangenen Folgen von 0en und 1en und vergleicht sie mit der errechneten Prüfsumme, die er vom Sender (also der Grafikkarte) empfangen hat. Sind die beiden Prüfsummen nicht identisch, wird bei DVI mit hoher Wahrscheinlichkeit die empfangene Folge entweder korrigiert (über die ebenfalls empfangenen Fehlerkorrekturcodes) oder verworfen, d.h. nochmals angefordert.


    Das Prinzip ist vergleichbar mit einer CD. Bei "Extremsituationen" wird der Ton der CD nicht dumpfer, auch nicht eine Oktave höher oder tiefer, sondern - je nach Modell - werden die Fehler korrigiert oder verworfen (d.h. Stille). Aufgrund diverser psychoakkustischer Effekte wird das aber beim normalen Gehör nicht wahrgenommen.


    Das gleiche gilt für TFTs, deren Signal per DVI ankommt. Bei kleinen Störungen fallen weder Korrektur noch Aussetzer noch Wiederholungen auf, weil in diesem Fall der Monitor erkennen kann, wenn falsche Daten ankamen, und sie ggf. korrigieren kann. Ein Analog-Empfängerteil kann das i.d.R. nicht, dort wird unter Umständen jahrelang durch eine schlechtes Kabel das Bild matschig oder mit Farbstich empfangen.


    Wie aber bereits oben ausgeführt, sind DVI-Kabel alleine schon deswegen nicht anfällig für Einstreuungen oder minderwertiges Material, weil immer absolut eine 0 oder 1 übertragen und als solche erkannt wird.


    Langer Reder kurzer Sinn: es gibt bei DVI keinen Grund, nicht das billigste Kabel zu nehmen ;)

  • Ich will hier keinen Kabel-Thread draus machen. Aber ganz kurz muss (?) ich 'ne Anmerkung loswerden.


    Dass offensichtlich die Reichelt-Kabs i. O. sind, ist rübergekommen. Und wenn's denn billig UND gut ist: na, optimal.


    Dennoch ist digital nicht gleich fehlerunmöglich.


    Die Abfolge der ja/nein- oder 0/1-Zustände ist entscheidend. Also nicht der Pegel, sondern die Frequenz. Und da gibt es sehr wohl Unterschiede. Kapazitive Einflüsse können verheerend wirken. Einstrahlungen können - zumindest theoretisch - Unheil anrichten. Schon mal ein "digitales" Signal auf dem Ossi gesehen...?


    Aber wie schon gesagt wurde: man richtet bei der digitalen Übertragung Prüf-Automatismen ein, die einiges wieder gut machen ;)
    Und die Redundanz für die Sicherheit/Zuverlässigkeit ist immens.


    Und außerdem haben Privatleute meist "einfache Verhältnisse".


    Also nix für ungut: billig und gut = preiswert kaufen und die Theorie abhaken ;)

    Es reicht nicht aus, keinen Einfall zu haben. Man muss auch unfähig sein, ihn in die Tat umzusetzen! ;)

  • Quote

    Original von lima-indi
    Dennoch ist digital nicht gleich fehlerunmöglich.


    Hat das irgendwer behauptet?
    Es ging von vornherein darum, daß durch ein "sehr gutes" DVI-Kabel das Bild halt nicht "besser" wird (so wie es bei analog vielleicht denkbar wäre).


    Noch was: Z.B. Hama hat 16.000 Produkte im Programm (hama.de). Jetzt bitte mal raten: Stellt Hama diese Sachen selbst her oder kaufen sie das Zeug nur irgendwo zusammen und bappen ihren Label drauf?- Hama ist - wie Lindy - wahrscheinlich nur ein Zwischenhänder. MediaMarkt und Co. haben halt keine Lust, für die 500 verschiedenen Kabel, Adapter und anderes Zubehör, die sie für ihre Kunden vorhalten müssen, 50 verschiedene Zulieferer zu brauchen, also wird die Ware von Hama genommen. Man bezahlt also bei dieser Ware eine verlängerte Zuliefererkette genauso mit wie übertriebene Verpackung etc.


    Glaubt jemand ernsthaft, daß Kabel von Hama z.B. in Deutschland in Handarbeit in einer High-Tech-Fabrik hergestellt werden? ;) Die kommen genauso aus Fernost wie praktisch alle anderen Komponenten des PCs auch.