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Asus PB248Q REPORTAGEEinbrenneffekte bei LCD-TVs Von Simon Blohm Dem technisch versierten Laien und dem Fachmann ohnehin ist das Problem bekannt. Standbilder hinterlassen auf Bildschirmen unter ungünstigen Umständen Spuren. Es sind Schattenbilder, ähnlich Negativen von Fotografien, die dem sogenannten Einbrenneffekt oder auch Memory-Effekt zu verdanken sind. Gern werden diese Erscheinungen als Geisterbilder bezeichnet. Waren früher diese Einbrenneffekte gerade bei den klassischen Computermonitoren bei Nichtnutzung von Bildschirmschonern üblich, so verhalten sich moderne LCD-Bildschirme deutlich resistenter gegenüber den unerwünschten Schattenbildern, schließen diese aber auch nicht aus. Um die physikalischen Vorgänge des Einbrenneffektes besser verdeutlichen zu können bietet sich ein Vergleich zwischen den herkömmlichen Röhrenbildschirmen und der Technik der LCD-Geräte an.
Technik der Röhrenbildschirme Bei Fernsehgeräten und Monitoren werden Bildröhren verwendet, die zur Obergruppe der Kathodenstrahlröhren gehörend, aufgrund des größeren Ablenkwinkels elektromagnetische Ablenksysteme (Ablenkspulen) einsetzen. Dadurch unterscheiden sie sich von anderen Kathodenstrahlröhren wie zum Beispiel Röntgenröhren oder den Bildröhren von Oszilloskopen. Der eigentliche Bildschirm (das für den Betrachter sichtbare Ende der Bildröhre) ist von innen mit bestimmten Mineralien und einer Aluminiumschicht belegt. Die Mineralien senden bei Elektronenbeschuss selbst sichtbares Licht aus. Bei Farbbildröhren ist die Innenbeschichtung aufwändiger aufgebaut, folgt aber dem selben Grundprinzip. Die elektromagnetisch gesteuerten Elektronenstrahlen tasten den Bildschirm, abhängig von der Fernsehnorm, in verschiedenen Frequenzen zeilenweise ab und erzeugen durch das spannungsabhängige Leuchten der Mineralienbeschichtung ein sichtbares Bild. Einbrenneffekt bei Röhrenbildschirmen Der Einbrenneffekt bei Röhrenbildschirmen beruht auf den physikalischen und chemischen Eigenschaften der eingesetzten Mineralien. Ständig gleichmäßig vom Elektronenstrahl "beschossene" Bereiche der Beschichtung verändern allmählich ihre Leuchteigenschaften erheblich und erscheinen als Geisterbilder, die nicht mehr wirklich zu beseitigen sind. Daher ist angeraten, klassische Röhrenbildschirme nicht längere Zeit mit Standbildern zu versorgen. LCD-Technik Bei der LCD-Technik befinden sich zwischen zwei Glasplatten eingeschlossen, bestimmte Kristallpartikel in einer Flüssigkeit (LCD = liquid crystal display). Diese Kristalle werden in ihrer Lichtdurchlässigkeit mit verschiedenen Spannungen gesteuert. Die Glasplatten werden von den Seiten oder von hinten permanent beleuchtet. Der Vorteil der LCD-Bildschirme liegt vor allem in ihrem flimmerfreien Bild, der ultraflachen Bauweise und dem sehr geringen Energieverbrauch. Dafür sind Produktionsaufwand und -kosten sehr hoch. Die LCD-Technik ist mittlerweile die am meisten verbreitete Bauart von Flachbildschirmen. Obgleich nach wie vor sehr viele potentielle Nutzer von LCD-Fernsehgeräten davon ausgehen, dass bei dieser Technik ein Einbrennen nicht möglich ist, unterliegen sie hier einem Irrtum. Einbrenneffekt bei LCD-Fernsehgeräten Den eigentlichen, nicht rückgängig zu machenden, Einbrenneffekt wie bei klassischen Röhrengeräten gibt es bei der LCD-Technik nicht. Aber ein langfristiges durchaus hartnäckiges Geisterbild ist auch bei den Flüssigkristallbildschirmen immer wieder zu beobachten. Besonders Menüs von DVDs und angeschlossenen Computern und Konsolen aber auch Senderlogos und Video- bzw. Teletextseiten hinterlassen schon einmal unschöne und auch oft störende Spuren auf den sonst so komfortablen Bildflächen. Grund dafür ist die Eigenschaft der Kristalle, bei längerer Ansteuerung einzelner Bereiche ihre neuen Eigenschaften bezüglich der Lichtdurchlässigkeit beizubehalten. Dies geschieht bei vernünftigen Geräten aber erst nach einigen Stunden "Dauerbeschuss". Der Vorteil von LCD-Geräten im Vergleich zu Röhrengeräten bezüglich des Einbrenneffektes ist die Möglichkeit, diesen Effekt grundsätzlich technisch zu verhindern oder auch wieder rückgängig zu machen.
Wenn auf einem Widescreen LCD-TV-Gerät zu lange TV-Sendungen im 4:3 Format angezeigt werden, können sich die seitlichen schwarzen Ränder unschön als "Memory-Effekt" auf dem Display verewigen. Vermeidung von Einbrenneffekten bei LCD-Geräten Der Einbrenneffekt äußert sich bei LCD-Geräten oft als eigentliches Nachleuchten, seltener als wirklich eingebrannt wirkendes Bild. Viele LCD-TVs sind mit einer Technik (Pixel-Shift-Option) ausgestattet, die auf Wunsch (einstellbar) das Bild in bestimmten Zeitabständen unauffällig um einige wenige Millimeter verschiebt. Damit kann nichts einbrennen. Sollte der Schaden dennoch entstanden sein, so hilft oft auch das sogenannte Bildrauschen um die Geisterbilder wieder loszuwerden. Ziehen Sie einfach den Antennenstecker ab und lassen sie so die Flüssigkristalle für einige Zeit richtig in Bewegung bringen und alle Kristalle wieder gleichmäßig ausrichten. Alternativ kann man die Geräte auch einige Stunden bzw. bei sehr starken Effekten einige Tage vom Strom trennen und erreicht so im Regelfall auch wieder ein geisterbildfreies Erscheinungsbild. Wer jedoch von solchen mehr oder minder radikalen Methoden verschont bleiben möchte sorgt einfach dafür, dass der Einbrenneffekt weitgehend ausgeschlossen werden kann. Das beste Mittel dazu ist eine annähernd gleichmäßige Belastung aller Kristalle. Dafür gibt es bei modernen DVD-Geräten auch Bildschirmschoner, die die Kristalle in Bewegung halten und die schon erwähnte Pixel-Shift-Option. Wer mit seinem LCD-Gerät entsprechend sorgsam umgeht, muss den Einbrenneffekt nicht fürchten und kann so viele Jahre Spaß an der modernen ultraflachen Technik haben.
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