Beamer Kaufberatung – Leitfaden und Orientierungshilfe

0
9295

Ratgeber als Orientierungshilfe beim Beamer-Kauf

Vielleicht gehören Sie zu jener Gruppe Interessenten, die bisher noch keinerlei Erfahrungen mit Beamern gesammelt hat. In diesem Fall sollten Sie sich nicht von all den Fachbegriffen abschrecken lassen, die Ihnen schon früh bei der Lektüre von Testberichten begegnen. LCD, 4K und Dolby Digital haben die meisten Menschen schon einmal gehört, andere Begriffe hingegen vielleicht noch nie. Die Aufgabe unserer Beamer-Kaufberatung ist explizit, Licht in dieses technologische Dunkel zu bringen. So werden Sie durch diesen Ratgeber am Ende den Projektor finden, der Ihren Ansprüchen in allen wichtigen Punkten gerecht wird.

Wie und wo werden Sie Ihren neuen Beamer nutzen?

Zugegeben: Der Preis ist und bleibt eines der relevanten Kriterien bei der Anschaffung eines Projektors. Faktisch aber ist dies nur ein Punkt von vielen, an die Sie denken sollten. Im ersten Schritt stellt sich bereits die Frage, in welcher Umgebung und für welche Zwecke der Beamer gedacht ist. Auch wenn die Zahl der Geräte in deutschen Haushalten binnen einiger Jahre erheblich gestiegen ist, so ist Heimkino beim besten Willen nicht gleich Heimkino. Zudem eignen sich viele Artikel aus der Projektor-Kaufberatung in besonderer Weise für den gewerblichen Einsatz – beispielsweise für Business-Präsentationen oder das Abspielen von Videos und Filmen im Rahmen firmeninterner Schulungen.

Zudem werden Sie rasch erkennen, dass es selbst beim Beamer-Kauf für die heimischen vier Wände verschiedene Aspekte gibt, an die Sie denken sollten. Der private Gebrauch kann sehr unterschiedlich aussehen. Während einige Verbraucher ihren Projektor vermutlich für das Home-Cinema im Keller benötigen, suchen andere Kunden in spe ein Modell, das technisch wie optisch optimal ins Wohnzimmer passt. Wägen Sie also zunächst ab, welche Richtung Sie einschlagen möchten!

Erste Schritte – diese Faktoren sind kaufentscheidend

Suchen Sie ein Beamer-Modell für den Privatgebrauch, ist der Erwerb eines Full-HD-Gerätes mit einer 16:9-Auflösung vielfach die naheliegende Wahl. Anspruchsvolle Anwender aber entscheiden sich inzwischen zunehmend für 4K-Beamer, denn hier liegt die Auflösung mit 3840 x 2160 Pixel deutlich über der Auflösung von 1920 x 1080 Pixel eines typischen Projektors mit Full-HD-Technologie. Beide Varianten überzeugen im Heimkino-Segment, das Budget kann letztlich den Ausschlag geben. Ein Mittelweg können Full-HD-Beamer sein, die mittels Upscaling eine Auflösungs-Optimierung erreichen, die den visuellen Genuss nochmals merklich steigert. Die maximale Auflösung ist fraglos nur ein Punkt von vielen.

Weitere unverzichtbare Themen für Ihre erfolgreiche Produktsuche

  • das Kontrastverhältnis
  • die 3D-Fähigkeit
  • die Zwischenbildberechnungen
  • die Leuchtstärke
  • die Audio-/Video-Anschlüsse des Projektors
  • die Betriebslautstärke
  • die Lautsprecher-Ausstattung
  • die Verwendungsmöglichkeit (mobil oder fest installierbar)

Diese Zusammenstellung ist wiederum nur eine Vorauswahl der zentralen Merkmale und kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellen. Im weiteren Verlauf der Kaufberatung werden noch viele andere Punkte zur Sprache kommen.

Vorab sei bereits erwähnt, dass Sie in aller Regel nicht umhinkommen, einen passenden AV-Receiver zu erwerben, um das Heimkino-Erlebnis auch akustisch rundum genießen zu können. Die integrierten Lautsprecher der Projektoren sind schlicht und ergreifend nicht dafür gemacht, höchste Ansprüche zu befriedigen. Sie besitzen bereits einen hochwertigen Receiver, der all Ihre Anforderungen erfüllt? Dann können Sie sich in Ruhe den nächsten Abschnitten des Ratgebers rund um das Thema Beamer-Kaufberatung widmen.

Mobiler oder fest installierter Beamer?

Was die Unterscheidung zwischen mobilen Modellen und Beamern für die Deckeninstallation betrifft, so sind die mobilen Artikel vielfach gerade im Business-Bereich beliebt. Hier geht es häufig um Flexibilität, damit die Produkte gleichermaßen intern als auch für Außentermine genutzt werden können. Deshalb erweisen sich portable Modelle oftmals als die bessere Wahl. Sie können problemlos auf Tischen aufgestellt und auf die Gegebenheiten des Raums abgestimmt werden. Das Gewicht eines typischen Mobilgeräts bewegt sich mittlerweile im Bereich von wenigen Kilogramm, sodass der Transport erfreulich leicht gelingt. Bei dieser Bauweise ist es für Anwender außerdem günstig, wenn die Beamer über gute Einbaulautsprecher verfügen, denn nicht überall werden sie Zugriff auf externe Boxen haben, die sie an ihr Abspielgerät wie zum Beispiel das Firmen-Notebook anschließen könnten.

Zu Hause werden meist Deckenbefestigungen bevorzugt, eben weil üblicherweise ein bestimmter Raum für das eigene Kino reserviert ist. Sollten Sie eine Montage an der Decke Ihres Heimkinos in Betracht ziehen, gilt es unbedingt darauf zu achten, dass ab Werk passende Bohrungen vorgesehen sind. Gerade bei der Deckenbefestigung sollten Projektoren außerdem über die sogenannte „Trapezkorrektur“ verfügen. Sie sorgt dafür, dass Bildverzerrungen automatisch technisch ausgeglichen werden. Ob der zukünftige Standort Ihres Beamers nun ein Raum im Keller oder das Wohnzimmer ist, spielt erst einmal keine Rolle, ist aber spätestens beim Thema Leuchtstärke von großer Bedeutung.

Zu Hause wie auch mobil sind die Abspielmöglichkeiten und damit die Anschlüsse ein zentrales Vergleichsmerkmal. Denkbar sind folgende Schnittstellen:

  • klassische Klinkenanschlüsse (z. B. 3,5 mm)
  • WLAN
  • Bluetooth
  • USB
  • SD-Karten-Slots

Sollen von Zeit zu Zeit Videos und andere Inhalte von einem Tablet-PC oder Smartphone abgespielt werden, punkten MHL-fähige Beamer. Sie erlauben einen Anschluss ans mobile Endgerät, ohne dass weiteres Zubehör oder Adapter benötigt werden. Sofern SD-Karten direkt in den Beamer gesteckt werden können, haben Nutzer ebenfalls die Gelegenheit, direkt über den Projektor die Wunschdaten aufzurufen. Mehr als den Beamer müssen sie in diesem Fall nicht mitnehmen, wenn sie diesen für Präsentationen benötigen und zu diesem Zweck auf Fotos, Grafiken und vergleichbare Daten angewiesen sind.

Leuchtstärke und Helligkeit – zwei Seiten einer Medaille

Manch ein Leser kann es sich vielleicht nicht vorstellen: Die Bedingungen am geplanten Nutzungsort sind durchaus entscheidend, um den passenden Beamer ausfindig zu machen. Ein hell beleuchteter Konferenzraum stellt an einen Beamer nun einmal vollends andere Ansprüche als ein dunkler Kellerraum ohne Fenster oder ein kleiner Besprechungsraum im Unternehmen, der lediglich über eine zurückhaltende Beleuchtung verfügt. Möchten Sie den neuen Projektor vielleicht sogar für Außenprojektionen verwenden? Dann sollten Sie dieses Vorhaben bei der Lektüre der Beamer-Kaufberatung ebenfalls von Anfang an im Hinterkopf behalten.

Eine goldene Regel beim Beamer-Kauf besagt: Je heller die Umgebung, desto wichtiger ist eine hohe Leuchtstärke!

Werte von 5000 ANSI-Lumen oder mehr können in Außenumgebungen durchaus sinnvoll sein, um Fußballspiele oder Filme in diesem Einsatzbereich wirklich ungestört genießen zu können. Befindet sich der Beamer indes im dunklen und nur minimal beleuchteten Keller, sind schon etwa 1000 Lumen ausreichend. Sollten Sie statt LCD-Beamern DLP-Projektoren den Vorzug geben, können Sie getrost 1000 Lumen (einige Experten nennen noch höhere Werte!) addieren, um den Grundstein für gute Qualität zu legen.

Für die Business-Nutzung lautet unser Tipp

3000 ANSI-Lumen sollte Ihr neuer Projektor auf jeden Fall leisten! So ist für eine gute, kontrastreiche Bildwiedergabe gesorgt.

Tatsächlich wird einer hohen bis sehr hohen Helligkeit gerade von Herstellerseite gern die Position eines Hauptkriteriums beim Beamer-Kauf zugesprochen. Fürs Heimkino aber ist sie weniger relevant, als viele unerfahrene Konsumenten glauben. Möchten Sie 3D-Inhalte wiedergeben, verhält sich die Lage etwas anders. Die derzeit verwendeten Technologien in 3D-Brillen blockieren regelrecht einen Großteil des Lichts. Deshalb sollten hier höhere Werte gegeben sein, gut sind bis zu 1600 ANSI-Lumen. Eine zu hohe Lichtleistung hingegen beeinflusst den Kontrast eher negativ.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen