Eizo L778-K (Prad.de User)

  • Moinsen zusammen,


    ich bin jetzt seit 3 Wochen stolzer Besitzer des Eizo L778 in schwarz. Einen Langzeittest kann man meinen Beitrag wohl noch nicht nennen, aber über den ersten Eindruck bin ich wohl hinweg.
    Die bisherigen Beiträge - besonders von Achim & Bigtower - sind sehr umfangreich und beschreiben den Monitor aus meiner Sicht sehr treffend. Daher möchte ich nicht alles gesagte wiederholen, sondern diese Berichte um einen persönlichen Eindruck erweitern.


    Vorgeschichte:
    Meiner Beschreibung liegt eine Vergleichsmöglichkeit mit folgenden Monitoren zugrunde: Viewsonic VP912s (TN-Panel), Viewsonic VG910s (MVA-Panel), Xerox 19i - 8ms und natürlich mein alter Eizo 21"CRT.
    Andere Monitore, z.B. mit X-Black Technik kenne ich nur aus den Elektronikmärkten bei Festbeleuchtung.


    Mein ursprüngliches Ziel war es meinen CRT durch einen 19"TFT abzulösen, der in allen Belangen möglichst perfekt sein sollte. Das heißt ich habe nicht den Sparfuchs des Monats gesucht, sondern den Monitor, der ein perfektes Bild liefert und trotzdem zum Zocken geeignet ist.
    Schnell hatte mich die Realität eingeholt. :O Und nach mehreren Monaten hatte ich mich an die verschiedenen Vor-und Nachteile der TN- SIPS- und MVA-Panels gewöhnt.
    Nach langer Überlegung habe ich mich Anfang diesen Jahres für den Viewsonic VP912s entschieden. Als ich den bestellte dachte ich, er hat das Glare-Panel. In Europa gibt es aber nur den mit entspiegelter Oberfläche. Der Monitor war zum Zocken sehr gut geeignet - weil sehr schnell. Die Farben erschienen mir zunächst auch sehr gut. Mit zunehmender Zeit hatte ich das Gefühl, das die Farben ein bischen 'Bunter' als in der Realität dargestellt werden. Ich denke ich wäre bei dem VP912s geblieben, wenn ich nicht bei der Arbeit den ganzen Tag vor einem MVA-Panel sitzen würde, das deutlich für mich sichtbar einfach das bessere Bild ablieferte (im sRGB Modus). Daher störten mich die Farben des TN-Panels zunehmend stärker.
    Als ich dann von der Overdrive technik des L778 hörte und die ersten Eindrücke hier nachlesen konnte, habe ich kurz entschlossen auf den Eizo gewechselt. An dieser Stelle muß ich noch einmal den TFTshop.net loben. Bester Service weit und breit. Grüße an Herrn Barat ;)


    Optik/Mechanik/Gehäuse:
    2 Tage später war der Monitor ordentlich Verpackt bei mir. Aus der Verpackung genommen, auf den Tisch gestellt - fertig. Der erste optische Eindruck war: Der ist ja dunkelgrau und nicht tiefschwarz. Soll heißen, dass die schwarze Lautsprecherabdeckung ein bischen dunkler ist als der Rest.
    Alles sehr subjektiv, besonders das Design. Daher möchte ich nicht weiter darauf eingehen, da muß sich jeder seine eigene Meinung zu bilden.
    Im Vergleich zum VP912s ist der Eizo ebenso hochwertig verarbeitet. Ich denke das beide Hersteller in diesem Punkt zu den besten gehören und sich von den allermeisten Konkurrenten positiv absetzen. Aber: An den Xerox 19i reichen beide nicht heran. Mit seinem Alufuß und der Glasscheibe wirkt der Xerox unglaublich hochwertig und ist ein echter Hingucker.
    Die Höhenverstellung und die Seitwärtsdrehungen funktionieren vorbildlich. Die Neigung ist dagegen zu schwergängig. Beim Verstellen hebt der Fuß schon mal ab. Zum Glück verstellt man die ja nicht alle Tage.
    Soviel zu den Äußerlichkeiten.


    Bildqualität:
    Ich habe den Eizo an meiner ATI 9800 Pro am DVI Anschluß angeschloßen.
    Beim booten war ich sehr auf den schwarzen Hintergrund gespannt, denn das ist - wie bei allen TN-Paneln - eine große Schwäche des Viesonic VP912s gewesen. Beim Eizo viel mir besonders die gleichmäßige Ausleuchtung und der wunderbar tiefe Schwarzwert auf. Sensationell, wenn man vom TN-Panel kommt. Bis heute genieße ich das immer noch sehr bei jedem Einschalten :D
    Nach dem Hochbooten war ich überglücklich endlich auch die wunderbare Farbqualität zu Hause zu haben, die ich sonst nur auf meinem spieleuntauglichen MVA-Panel bei der Arbeit kenne. Die Technischen Werte des Eizos sind dabei sogar noch besser. Mit dem bloßen Auge kann ich zum Viewsonic VG910s aber nur bei besonders detailreichen Fotos einen Unterschied erkennen. Aber, der Unterschied ist immerhin sichtbar.
    Dabei hatte ich noch niochts optimiert! Das geht ohnehin nicht viel besser, als es bereits Standardmäßig über sRGB eingestellt ist. Ich habe dann noch die mitgelieferten Farbprofile installiert und natürlich die Steuerungssoftware.
    Die voreingestellten Modi sind besonders für Leute wie mich interessant, die aus einem schlecht eingestellten Monitor eben nicht das Letzte herausholen können. Ausgepackt, DVI angeschlossen, Farbprofil installiert, auf sRGB gedrückt und fertig - besser geht es nicht. Die anderen Modi benutze ich in der Praxis folgendermaßen:
    Der Movie-Modus passt tatsächlich am besten zu den Filmen, der heißt also nicht nur so, sondern hält was er verspricht. Gleiches gilt für den Picture-Modus. Text- und Custom-Modus benutze ich nicht, weil ich es nicht brauche. =)
    Das heißt fürs Internet und alle anderen 2D Inhalte (ausser Bildern) benutze ich den sRGB-Modus. Beim Zocken habe ich die ersten Tage auch im sRGB-Modus gespielt, allerdings viel mir auf, das der C-Boost nur unter dem ohnehin sehr ähnlich wirkendem Picture-Modus funktionierte. Der C-Boost hat zwei Stufen und mir gefällt am besten die 2te Stufe die einfach nur zum voreingestellten Picture-Modus aktiviert wird.
    Es kommt aber noch besser. Diese furchtbaren Knöpfe zur Bedienung des OSD und auch zum Wechseln der voreingestellten Modi, braucht man zum Glück überhaupt nicht 8o
    Mit der mitgelieferten Software habe ich alle Spiele mit dem Picture-Modus verknüpft, die Filmformate mit dem Movie-Modus und den rest mit dem sRGB-Modus. Die Wechsel finden automatisch statt! Besser geht es nicht!
    Ach, und diesen automatischen Helligkeitsanpasser habe ich auch, wie alle anderen, abgeschaltet. Er reduziert zu sehr ins Dunkel. Ist vermutlich gesünder oder so etwas ;)


    Reaktionsverhalten:
    Die fantastische Bildqualität hätte ich auch schon vor Monaten mit einem VA-Panel kaufen können. Aber mit den kann man bekanntlich nicht spielen. Mit dem L778 habe ich noch keine Schliere auf der Bildfläche gesehen. Wobei eine kurze Aufwärmzeit doch den Eindruck vermittelt, also ob sich die Geschwindigkeit etwas verbessert. Natürlich ist er nicht so schnell wie der Viewsonic VP912s, aber er ist definitiv schnell genug um HalfLife2, CS:Source usw. zu zocken. Überhaupt kein Problem. Und durch das sehr viel bessere Schwarz und den natürlicheren Farben ist er auch zum Spielen aus meiner Sicht erste Wahl. Der Vorteil der besseren Bildqualität wiegt aus meiner Sicht schwerer als die minimal langsamere Geschwindigkeit im Vergleich zu den schnellsten Monitoren. Spieletauglich ist nun mal spieletauglich, da braucht es keinen 1ms Monitor.
    Auch beim abspielen von DVD Filmen, die ich sowieso lieber am TV schaue, gibt es nichts auszusetzen. Wunderbares Schwarz, unglaublich gute Farben.


    OSD:
    Wie schon erwähnt sind die Bedienknöpfe des Eizos eine Zumutung. Ohne Taschenlampe ist da selbst bei gut beleuchteten Räumen nichts von der Beschriftung zu sehen. D.h. man fukelt da rum und trifft in regelmäßigen Abständen den falschen Knopf.
    Dieser Makel fällt für mich zum Glück absolut nicht ins Gewicht, denn die Software, die die voreingestellten Modi einzelnen Anwendung dauerhaft zuweist macht eine Benutzung der Bedienknöpfe völlig überflüssig. Die habe ich einmal Benutzt, um die automatische Helligkeitsanpassung abzuschalten. Seither nicht mehr.
    Komfortabler gehts nicht.


    Fazit:
    Aus meiner Sicht erfüllt der L778 genau die Erwartungen, die ich ursprünglich hatte. Perfekt spieletauglich und perfekte Farben, Schärfe, gute Verarbeitungsqualität und 5 Jahre Garantie.
    Als ich vor Monaten nach so einem Monitor im Forum gefragt habe, hörte ich nur das ich nicht nach einer "Eierlegendenwollmilchsau" suchen sollte, sondern mich mit den Vor- und Nachteilen der vorhandenen Technologien anfreunden sollte.
    Diese Reduzierung der Ansprüche ist nun nicht mehr nötig. :D


    Sicher gehört der Monitor zu den teureren 19" TFTs, aber denkt daran: noch vor einem Jahr hätten wir für das Geld einen Monitor bekommen, der im direkten Vergleich definitiv jede Disziplin gegen den Eizo verloren hätte.
    Ich denke ich habe hohe Ansprüche und denen wird er voll und ganz gerecht. Übrigends, wenn man weiß wie gut seine Bildqualität ist, wirkt auch das Design auf einmal sehr ansehnlich.


    Für mich hat die Suche ein Ende. Nach den anderen Monitoren habe ich pausenlos weiter den Markt beobachtet. Jetzt nicht mehr. Wenn in vielen Monden die Nachfolgetechnologien der Nachfolgetechnologie vorgestellt wird, höre ich vielleicht mal hin. =)


    Bis dahin bin ich mit dem Eizo am Ziel.



    Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen Zweifler den letzten Ruck geben, ich denke den Kauf wird Niemand bereuen.


    Bis denne

  • Quote

    An dieser Stelle muß ich noch einmal den TFTshop.net loben. Bester Service weit und breit. Grüße an Herrn Barat


    Keine Ursache, war mir eine Freude ;)

  • Moinsen liebe Gemeinde,


    jetzt hab ich den 778K ein viertel Jahr und bin immer noch restlos begeistert.


    In der Zwischenzeit habe ich etwas herausgefunden, das meine Bewertung in einem Punkt ändert.
    Der Helligkeitssonsor, der eine automatische Helligkeitsanpassung des Bildes anhand der gemessenen Helligkeit im Raum reguliert, ist doch nicht so nutzlos wie er mir zunächst vorkam.
    Mein Fehler war, dass ich zunächst die Helligkeit manuell meinen Bedürfnissen angepasst habe und anschließend den Sensor aktiviert habe. Das führte unter allen Umständen immer dazu, dass das Bild zu dunkel wurde.
    Genau diese Aussage habe ich im Board schon von einigen anderen gelesen.


    Um den Sensor sinnvoll zu benutzen muss man anders vorgehen:
    Die Helligkeit auf Maximum stellen :rolleyes: - ist natürlich zunächst viel zu hell - und anschließend den Sensor aktivieren. Der braucht so 3-4 Sekunden um sich einzupegeln.
    Auf diesem Wege habe ich bei Sonnenschein oder im dunklen Raum immer eine ideale Helligkeit auf dem Schirm. Im stockfinsteren Raum empfinde ich das Bild nicht als zu hell :D und selbst bei Sonne im Raum ist er eben doch nicht zu dunkel.


    Würd mich interessieren, ob diejenigen die den Sensor zunächst genauso nutzlos empfanden wie ich, ein ähnliches Ergebnis erzielen.


    Bis denne

  • Quote

    Original von Don Corleone
    Moinsen liebe Gemeinde,


    jetzt hab ich den 778K ein viertel Jahr und bin immer noch restlos begeistert.


    Dito.


    Es gibt (selten genug) Investitionen, über die man sich tagtäglich freut, die man nie bereut, und wo der Wunsch nach Verbesserung nicht so schnell aufkommt. Mein 778 ist für mich so eine Investition gewesen.




    Muß ich mal probieren. Nach der herkömmlichen Vorgehesweise war das "magische Auge" jedenfalls nicht zuverlässig. Entweder zu hell oder zu dunkel. Dein Ansatz könnte aber die Erklärung sein.


    MfG


    Bigtower

  • Hallo,
    bin auch seit 3 Tagen Besitzer des L778 und freu mich immer wieder, wenn ich das tolle Teil auf meinem Schhreibtisch sehe. Einen Testbericht werde ich wohl auch mal machen, wenn ich ihn näher kennengelernt habe.
    Aber vesrtehe ich das richtig:
    Diese Software zur Bildcshirmeinstellung kann man nur nutzen, wenn man eine Maus per USB direkt an den Monitor anschließt? Gibt es keine andere Möglichkeit?


    gruß
    Tamo

  • Quote

    Original von tamo
    ...
    Aber vesrtehe ich das richtig:
    Diese Software zur Bildcshirmeinstellung kann man nur nutzen, wenn man eine Maus per USB direkt an den Monitor anschließt? Gibt es keine andere Möglichkeit?


    gruß
    Tamo


    Nein, das verstehst Du falsch. Der 778 muß per USB-Kabel mit dem PC verbunden sein, mehr nicht. Ob und was dann am USB-Hub des 778 hängt, ist vollkommen egal.


    MfG


    Bigtower

  • Mich würde interessieren, in wie weit der Eizo 778 das Overdrive-typische helle Nachziehen von dunklen Objekte (vor allem Schwarz) auf hellem Hintergrund zeigt? Ich habe das bei meinem VP191 beobachtet, und andere Overdrive Panels zeigen laut User-Berichten ebenfalls dieses Verhalten.


    Bei Halflife2 kann man das zum Beispiel beobachten, wenn man sich vor eine Ladestation (Heilung oder Energie) stellt, die an einer hellen Wand hängt. Schwenkt man in eine Richtung, zieht der dunkle Kasten einen leichten helleren Schweif auf der hellen Wand hinter sich her. Das Rote Kreuz des Heilungs-Kastens zieht auch deutlich zur weißen Umrandung nach.


    Schuld daran ist weniger der Monitor, als die Overdrive-Technik selbst, da beim Wechsel von dunklen zu hellen Farben für kurze Zeit eine höhere Spannung (Weiß) angelegt wird, bevor die eigentliche Zielfarbe erreich wird. Die Dauer der Überspannung nimm dabei natürlich Einfluss darauf, wie stark man sie bemerkt. Und genau bei diesem Punkt könnte es zwischen den Herstellern Unterschiede geben.

  • Er zeigt es, aber eher bei dunklen Details vor noch dunklerem Hintergrund.


    Allerdings ist das so schwach ausgeprägt, das es keineswegs stört. Mich jedenfalls nicht.


    MfG


    Bigtower

  • Quote

    Er zeigt es, aber eher bei dunklen Details vor noch dunklerem Hintergrund.


    Hm, wie geht das denn? Overdrive kommt doch nur beim Rise zu tragen, und VA-Panels legen keine Spannung bei Schwarz (dunkel) und volle Spannung bei Weiß (hell) an, soweit ich weiß!?


    Beim Wechsel von dunkel zu noch dunkler gibt es nur einen Fall (Spannungsabfall), da kann es eigentlich keinen helleren Schein geben. ?(

  • Helleren Schein nicht, sondern schlieren, ausbluten, verlaufen. Nehme ich nur bei dunklen Details in dunklen Bildinhalten wahr.


    Beispiel während des Scrollings:


    Weiße Kugel auf schwarzem Grund: stört nix
    Schwarze Kugel auf weißem Grund: stört nix
    Schwarze Kugel auf dunkelgrauem Grund: leichte schlieren.


    Aber wie gesagt, stört mich nicht wirklich, kommt ja auch nur selten vor.


    MfG


    Bigtower

  • Quote

    Original von Bigtower
    Helleren Schein nicht, sondern schlieren, ausbluten, verlaufen. Nehme ich nur bei dunklen Details in dunklen Bildinhalten wahr.


    Das scheint mir manchmal schwer voneinander zu unterscheiden. Zieht das Rote Quadrat auf dunkelgrauem Hintergrund des PRAD Test z.B. Schlieren nach, oder einen helleren Schein?


    Der Farbwechsel von Rot zu Grau erfordert, dass die grünen und blauen Pixel per Overdrive übersteuert werden, die resultierenden "Schlieren" haben auch erkennbar einen Türkisstich (grün+blau=türkis), bei 75Hz geht es etwas mehr ins Magenta und ist weniger deutlich sichtbar.


    Quote

    Beispiel während des Scrollings:


    Weiße Kugel auf schwarzem Grund: stört nix
    Schwarze Kugel auf weißem Grund: stört nix
    Schwarze Kugel auf dunkelgrauem Grund: leichte schlieren.


    Das spricht aber eher für das Overdrive Phänomen. Denn Schlieren entstehen durch Trägheit der Pixel, der Wechsel Schwarz/Weiß ist aber der langsamste bei Overdrive-Paneln. (Anm.: Stimmt eigentlich nicht ganz, da bei allen dazwischenliegen Farbwechseln die Zielfarbe zwar schneller erreicht wird, aber dann erst darüber hinaus schießt, um wieder zur Zielfarbe zurückzufallen).


    Gerade bei Schwarz auf dunkelgrau macht sich das Overdrive Phänomen bemerkbar, da die viel hellere Überspannung sich deutlich vom dunkelgrauen Hintergrund absetzt. Je heller der Hintergrund wird, umso weniger fällt es auf, da die Differenz einfach geringer ist. Bei Weiß wird kein Overdrive eingesetzt (genauso wenig beim Wechsel von Hell zu Dunkel), also gibt es auch dort keine Auffälligkeiten (es sei denn Schlieren durch Latenz).


    [quote]Aber wie gesagt, stört mich nicht wirklich, kommt ja auch nur selten vor.[quote]


    Das gleiche gilt für mich, allerdings ist es dennoch wünschenswert, dass die Hersteller Overdrive nicht übertreiben, wie etwa beim VX924. Dort werden zwar 4ms angegeben, aber danach schießt die Pixelfarbe noch sehr lang über das Ziel hinaus, und braucht deutlich zu lange, um zur eigentlichen Zielfarbe zurück zu finden.

  • Was den Kontrast betrifft wirst du bei Eizo Modellen wohl entmündigt ;)
    Es gibt nur vordefinierte Kontrast Einstellungen zwischen denen du wählen kannst, dafür kann man allerdings genug andere Sachen justieren, stört mich zumindest nicht sehr, auch wenn eine seperate Regelungsmöglichkeit schon irgendwie wünschenswert wäre.

  • Da die anderen TFTs ebenfalls keine echte Kontrast-Einstellung bieten, ist das aber kein echter Nachteil für den Eizo.


    Bei den anderen gibt es zwar eine Einstellung namens Kontrast, die macht aber nicht das, was sie sollte, und ich im Grunde höchstens dazu gut die Farbeinstellungen nach zu justieren. Das ist beim Eizo mit 10 Bit Display aber nicht notwendig, da er immer die vollen 16,7 Millionen Farben anzeigt.

  • wenn ich bei gain die farben alle um das gleiche verhältnis nach oben oder nach unten verstelle, wirkt es wie eine kontrastverstellung. weiß nicht ,ob man das kontrastverstellung nennen darf, aber der effekt wirkt sehr ähnlich. also bei rot, blau grün alles auf 0% dann wird das bild sehr dunkel, stelle ich alle auf 100 % wirkt alles sehr hell und kräftig. man muss halt nur das verhältnis der jeweiligen farben gleichhalten, damit nicht eine farbe dominiert bzw das bild zu sehr die farbe annimmt.
    mal ne andere frage . benutzt ihr cleartype für euren tft?

  • Das entspricht aber nicht dem Verhalten von Kontrast!


    Wird der Kontrast erhöht, dann werden alle mittleren Farbtöne/Helligkeiten immer extremer. Dunkelgrau wird also immer schwärzer, während gleichzeitig Hellgrau immer weißer wird. Im extremsten Fall gäbe es nur noch Schwarz und Weiß! Das Bild wird immer farbloser, die Kanten immer härter.


    Wird der Kontrast runter geregelt, dann werden alle extremen Farbtöne/Helligkeiten immer mittellastiger. Schwarz wird immer grauer, während weiß auch immer grauer wird. Im extremsten Fall gäbe es nur noch Grau. Das Bild wird immer milchiger, die Kanten immer weicher.


    TFTs bieten eine falsche Kontrasteinstellung an, hier ein Beispiel meines VP191.


    Bei höherem Kontrast werden die fast alle Grautöne immer weißer, die dunklen Grautöne aber nicht schwärzer. Das entspricht im Grunde dem Erhöhen der drei Grundfarben RGB.


    Bei niedrigem Kontrast werden fast alle Grautöne dunkler, weiß verschwindet, schwarz und die dunkelsten Grautöne und Schwarz verändern sich aber nicht. Das entspricht dem Absenken der drei Grundfarben RGB.


    Beim Eizo wird sich das Verändern der Grundfarben allerdings anders verhalten, da hier durch die 10 Bit LUT keine Farben verworfen werden müssen.


    Das korrekte Kontrastverhalten kann man über seine Grafikkarten-Einstellungen erreichen. Leider werden dabei aber immer Farben verworfen, da die Grafikkarte auch nur mit 8 Bit pro Kanal arbeitet.