Eizo L778 (c't)

  • Ich hab gerade meine c't bekommen und durfte mit Freude feststellen, dass dort einige schnelle 19'' Monitore getestet werden.
    Unter anderem ist auch der L778 dabei.


    Neben dem P19-2 ist der L778 auch der beste Monitor im Test. Allerdings ist er auch der teuerste. Alles in allem deckt sich der c't Test weitestgehend mit dem Prad-Test.
    Die Schaltzeiten wurden mit einem gut bewertet, ebenso wie die TN Panels, die auch "nur" mit gut bewertet wurden.


    Besonders schön finde ich, dass diesmal auch genaue Schaltzeit-Diagramme dabei sind, die die Schaltzeiten der unterschiedlichen Farbkombinationen aufzeigen.


    Darauf ist gut zu erkennen, dass der L778 wirklich sehr konstante Schaltzeiten zwischen allen Farbbereichen aufweist. Die Schaltzeiten sind viel besser als bei den meisten TN Panels.


    Außerdem befindet sich in der c't noch ein ausführlicher Artikel über die Funktionsweise von TFTs und mit welchen Mitteln versucht wird die Schaltzeiten zu minimieren. Stichwort Overdrive.


    Der ist wirklich sehr empfehlenswert.


    Also. Wer die c't nicht im Abo hat, der sollte sie sich am Montag kaufen. Es lohnt sich.

  • Das kann man ganz einfach ausdrücken.
    Wenn man nicht wüsste, dass es sich um zwei unterschiedliche Monitore handelt, dann würde man es anhand der Messergebnisse nicht erkennen.


    Selbst die Schaltzeiten sind beinahe 1:1 identisch und auch die Endbewertung der c't ist bei beiden gleich.



    Ein paar kleine Unterschiede gibt es allerdings schon:


    Kontrast bei normalem Sichtfeld:
    L778: 742/8%
    P19-2: 964/21,1%


    Kontrast bei erweitertem Sichtfeld:
    L778: 618/26,7%
    P19-2: 820/25,7%


    Leuchtdichte-Regelbereich in cd/m²:
    L778: 20-200
    P19-2: 100-230




    Ansonsten ist wieder alles nahezu identisch:


    Lesitungsaufnahme in Watt (Aus / Standby / Betrieb):
    L778: 0,7 / 1,4 / 28,5
    P19-2: 0 / 0,7 / 24


    Blickwinkel (Horizontal / Vertikal):
    L778: 160 / 160
    P19-2: 160 / 160


    Ausleuchtung:
    L778: 87,7%
    P19-2: 90%




    Zum Abschluss listet die c't auch noch ein paar Positiv- und ein paar Negativpunkte auf:


    Positiv L778:

    • Kaum Winkelabhängig
    • Satte Farben
    • Gamma-Steuerung
    • Großzügige Helligkeitsverstellung
    • Schnell
    • Interessantes Design
    • Integrierte Lautsprecher


    Negativ L778:

    • Gelegentliche Geisterbilder
    • Kombinierte Verschwenkung und Höhenverstellung
    • Unlesbare Tastenbeschriftung



    Positiv P19-2:

    • Winkelstabiler Kontrast
    • Satte Farben
    • Schnell
    • Blacklevel-Regler
    • Gutes OSM
    • Viele mechanische Freiheitsgrade
    • Integrierte Lautsprecher


    Negativ P19-2:

    • Leuchtdichte nur durch Kontrastabsenkung genügend zu reduzieren
    • Display schwingt beim antippen nach


    Seltasamerweise wurde der C-Booster des L778 nicht besonders erwähnt.
    Und auch der Unterschied zwischen der Overdrive und der ADCC Technik wurde nicht weiter erläutert.


    Alles in allem würde ich sagen, dass die beiden Monitore nahezu identisch sind. Wenn man dann den Preis von weniger als 500 EUR für den P 19-2 in betracht zieht, dann scheint mir dieser etwas atraktiver zu sein als der L778 für 750 EUR.


    Außerdem gefällt mir das Design des P19-2 besser. Der hat zwar auch integrierte Lautsprecher, aber die befinden sich unterhalb und nicht an den Seiten des Displays.


    Siehe Bild

  • Eins interessiert mich noch: Wie schneiden die Lautsprecher im Vergleich ab? Manch einer möchte sich nämlich für den normalen Betrieb extra-Dinger sparen und dann kommt es doch ein wenig auf die eingebauten an.

  • Das mit der Helligkeit fällt mir bei dem FSC auf. Nicht, das das Teil einfach viel zu hell ist und sich nicht runterregeln lässt.



    Interessanten Design beim Eizo ist für mich ein klarer Nachteil......

  • vielen danke an noxon :)


    man,man....typisch FSC ,der super monitor ist mal wieder "bedingt brauchbar?" weil die helligkeit zu hoch ist.


    wollte mir damals den 19-1 (IPS)zulegen ,leider war das teil abends bei geringer beleuchtung nicht zu gebrauchen .


    kann mir einer sagen warum der regelbereich bei denen immer so miserabel ausfällt.....an der hintergrundbeleuchtung gespart???


    gruss

  • Na toll das macht mir die Entscheidung zwischen den beiden auch nicht leichter. Irgendwie denke ich immer der Fujitsu muss doch einen Haken haben, wenn der so viel weniger kostet. Hat jemand ne Ahnung wie extrem das ist mit der Helligkeit bei dem?


    Gruß


    OllePolle

  • callya-g
    Mit solchen "Ratschlägen" ist nun wirklich niemandem geholfen. Die Helligkeit eines Monitors ist ein äußerst wichtiges Kriterium, über das man nicht so leichtfertig wie du urteilen sollte - noch dazu, wenn man überhaupt keine Ahnung hat wie in diesem Fall.

  • > also mit der grafikkarten-software hat er aber doch recht!


    Nicht unbedingt. Ich würde dort ungern die Helligkeit runterregeln wollen, das macht man besser nur am Monitor. Sonst könnte es passieren, dass die ganz dunklen Farbtöne alle ins Schwarz absaufen, weil ja die Helligkeits-Bandbreite vom Graka-Treiber nach unten "komprimiert" wird. Ist nur eine Theorie, aber würde mich absolut nicht wundern, wenn dem tatsächlich so ist.


    Aber mit 100 candela Minimum am Fujitsu-Siemens sollte man noch gerade so leben können, ist noch nicht zu hell für Nachts. Tagsüber soll man ja so auf 120-140 cd einstellen, hab ich gelesen.

  • Soweit ich verstehe berechnet Eizos Overdrive anhand des bisherigen Bildschirminhaltes das wahrscheinlich folgende Bild und steuert die Pixel dann erst einmal auf verdacht mit diesem Bild an und korrigiert später anhand des echten Bildes (siehe Eizo Datenblatt: "...Die Umschaltung von Bildpunkten wird durch Vorausberechnung von Bildinformation und dosierter Übersteuerung derart stark beschleunigt..."). Wenn das geratene Bild total daneben liegt gibt es wahrscheinlich die von der c't bemängelten Geisterbilder.


    Der P19-2 verwendet anscheinend nur die Schlatzeitbeschleunigung durch überhöhte Spannungen beim Umschalten, jedenfalls gibt es keine Geisterbilder, was für diese Vermutung spricht.

  • Ich weiß leider nicht mehr wo ich es gelesen habe, aber FSC verwendet beim P19-2 auch die normale Overdrivetechnik allerdings kombiniert mit einer weiteren Technik, deren Name und Funktionsweise ich jetzt leider schon wieder vergessen habe.

  • Bei subjektiver Spieletauglichkeit schneiden beide genau gleich gut ab (Note "befriediegend"), wobei im direkten Vergleich ein TN für Spiele immer noch deutlich besser ist. Zum Vergleich: Im Test ist auch ein VA Panel ohne Overdrive, das schneidet bei Spieletauglichkeit mit der Note "sehr schlecht" ab.
    Die reinen gemessenen Schaltzeiten sind bei beiden fast genau gleich, was nicht weiter verwundert, da gleiches Panel. Im Text wird auch nicht weiter auf Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den beiden eingegangen, die gibt es anscheinend nicht.
    Die Overdrive-Techniken werden auf den Folgeseiten in einem eigenen Artikel genauer erklärt, was bei welchem Monitor eingesetzt wird steht aber leider nicht drin.

  • Quote

    Der P19-2 verwendet anscheinend nur die Schlatzeitbeschleunigung durch überhöhte Spannungen beim Umschalten, jedenfalls gibt es keine Geisterbilder, was für diese Vermutung spricht.


    Ich hab den L778 jetzt 2 Tage und frage mich schon die ganze Zeit, was die c't (die ich auch abonniert habe) wohl mit "Geisterbildern" meint. Ich habe sowohl 2, 3 Stunden Filme geguckt als auch ein paar Stunden UT2004 gespielt und mir sind noch keine Geisterbilder aufgefallen. Oder muss ich da bis Mitternacht warten? :D