Asus PA248Q: Grafik-Monitor mit unzureichendem Benutzermodus (Prad.de)

    • Official Post

    Das Preview zum Asus PA248Q ist online. Der Test wird am 17.09.2012 veröffentlicht. Alle Fragen zum Test und zum Asus PA248Q können innerhalb dieses Themas gestellt werden. Der Testredakteur wird versuchen alle Fragen schnellstmöglich zu beantworten.



    Im Test: Asus PA248Q (Bild: Asus)



    Weiterführende Links zum Thema


    Test Asus PA248Q


    Datenblatt


    Asus PA248Q bei Amazon kaufen

  • Sehr geehrtes Prad-Team,


    unter Anderem steht in den Monitor-News (Link) "Allerdings bleibt zu hoffen dass Asus das Problem von Nichtlinearitäten im Custom-Modus beim PA248Q nun korrigiert hat."


    Wie ist diese Aussage einzuordnen? Wurde seitens ASUS Besserung gelobt? Besteht da schon ein Feedback vom Hersteller?



    -volker-

    • Official Post

    Das bezieht sich auf die Einleitung, sozusagen als Wunsch vor dem Test ;) Hat sich ja leider nicht bewahrheitet.

  • Hi,


    was genau versteckt sich denn genau unter dem Begriff Nichtlinearität?


    Ich meine, wenn ich den Rotkanal logarithmisch oder exponentiell einstellen kann, verhält sich der Regler nicht linear (Exponent 1 mal ausgeklammert) - das heißt aber auch, dass ich den Rotkanal (als Beispiel) sehr wohl einstellen kann. Ist die Linearität also zwingend (nur für die Kalibrierung) - oder nur gewöhnungsbedürftig? Sorry, bin Laie.


    Da der Hersteller schon im Vorgängermodell diesbezüglich keine neue Revision hinter her geschoben hat, mach ich mir hier natürlich auch keine allzu großen Hoffnung.



    -volker-

  • Also zuerst wird der gewünschte Weißpunkt möglichst ideal mit Bordmitteln eingestellt bevor dann die Softwareprofilierung erfolgt. Im Zuge der Profilierung wird aber die Farbdarstellung derart "verbogen" dass die DeltaE Abweichungen der Farbwerte danach größer sind als vor der Profilierung und eigentlich sollte es genau umgekehrt sein. Durch dieses Verhalten ist es nicht möglich eine neutrale Farbdarstellung in farbgemanagter Software zu erzielen.


    Bei einem günstigen Monitor dessen Prioritäten ganz woanders liegen, wär das vielleicht ärgerlich aber nicht weiter tragisch, der PA248Q von Asus entspringt allerdings der ProArt Modellreihe und ist spezielle für die Bildbearbeitung (zumindest im semiprofessionellen Bereich) konzipiert. Die angepriesene 6-Achsen Farbkontrolle unterstreicht dies noch. Daher wiegt dieser Makel beim PA248Q besonders hoch und haben wir mit einer entsprechend schlechten Bewertung gewürdigt. Sehr schade, denn das Potential des PA248Q ist hoch. Es hätte durchaus ein "Sehr gut" Kandidat werden können.

  • Quote

    der PA248Q von Asus entspringt allerdings der ProArt Modellreihe und ist spezielle für die Bildbearbeitung (zumindest im semiprofessionellen Bereich) konzipiert. Die angepriesene 6-Achsen Farbkontrolle unterstreicht dies noch.


    Sowas liest/versteht der Laie nach solcher Werbung tatsächlich genau so.
    Allerdings sollte doch mit etwas Marktübersicht halbwegs klar sein, dass ein Preisbereich von um die 400 Euro kein solches Gerät erwarten lässt.


    Semipro geht halt erst bei (22-er Diagonale berücksichtigt) bei 700-800 Euro los, bei 24" noch ca. 1-200 Euro höher.
    Pro Bereich fängt bei 1200 Euro an.
    Der "Unschärfebereich" dieser Unterteilung liegt bei 1-200 Euro nach oben/unten.-Je nach Modell über das gesprochen wird.


    Alles was unter diesen Kaufpreisen liegt ist Amateurliga für Bildbearbeitung. -Egal was im Werbeblättchen an frohen Botschaften steht, die einem suggerieren sollen, dass es einer geschafft haben will, Top-Qualität "für die Hälfte" zu produzieren, und viel pfiffiger zu sein scheint als die etablierten Hersteller der Oberliga.


    Der Versuch, sich in diese Qualitätsgruppe zu katapultieren, ist an sich sicher nicht zu kritisieren. Manchen Geräten gelingt das ja auch manchmal (am unteren Ende innerhalb dieses Unschärfebereichs) recht gut. Siehe z.B. Dell U2711. -Wobei das eher eine rühmliche Ausnahme bleibt.
    Oft genug merkt man aber, dass solche Top-Hersteller zu Recht und begründbar deutlich höhere Kaufpreise für "auf den ersten Blick vergleichbare" Geräte verlangen können. Denn die haben das Know-How nicht nur auf dem Datenblatt, sondern auch in der Praxis zu überzeugen. Was natürlich auch bedeutet, dass mehr (teure) Technik eingebaut werden muss um die hoch gesteckten Ziele auch in der Praxis zu erreichen.


    In Datenblättern sieht man sowas nicht. -Sich am Kaufpreis orientierend hätte man das Ergebnis allerdings durchaus grob voraussagen können.
    Man kann halt keine S-Klasse zum Golf-Preis bauen. Bei Monitoren ist das auch nicht anders. ;)

  • RotesMeerJogger,
    ...kurz und prägnant: Man kann das Bild zwar wärmer oder kälter erscheinen lassen, aber besser (in Richtung Farbtreue des Originals) kann es - wegen der verkorksten Regler - nie werden.


    Allein im sRGB-Farbraum ist er aber schon werksseitig 'gut' eingestellt. Wer also eh nicht vor hat per Spider ein Profil herzustellen (und so wie ich eher der Knipser und nicht der Grafiker bin), der sollte doch vollkommen zufrieden sein. Mal ehrlich: Falls er werksseitig sogar 'sehr gut' vorkalibriert wäre - wozu dann noch eine Anpassung? Da der e-IPS eh den sRGB-Farbraum am Besten wiedergeben kann, reicht mir das eigentlich. Als Allrounder (Spiele, Darstellung externer Quellen, Bildbearbeitung im sRGB-Farbraum) ist er dem grafik -büro -und stromlastigen Vorgänger wohl überlegen. Das "ProArt" hat der 248Q aber sicherlich nicht verdient. In dieser Kategorie kann der Vorgänger einfach mehr.


    Sind die beiliegenden werksseitigen Prüfprotokolle eigentlich Unikate (und mit dem gelieferten Monitor durchgeführt worden), oder sind das Marketing-Gags die sich auf einen ausgesuchten Monitor dieser Modellreihe beziehen?
    Für den Endkunden wäre es beruhigender, wenn man wüste, dass das Qualitätsmanagement bei der Endabnahme ernst genommen wird. Bestätigt mit einem extra angefertigten Prüfprotokoll wäre mir das auch eine Extraausgabe wert.


    -volker-

  • Quote

    Sind die beiliegenden werksseitigen Prüfprotokolle eigentlich Unikate (und mit dem gelieferten Monitor durchgeführt worden), oder sind das Marketing-Gags die sich auf einen ausgesuchten Monitor dieser Modellreihe beziehen?
    Für den Endkunden wäre es beruhigender, wenn man wüste, dass das Qualitätsmanagement bei der Endabnahme ernst genommen wird. Bestätigt mit einem extra angefertigten Prüfprotokoll wäre mir das auch eine Extraausgabe wert.


    Mit Sicherheit handelt es sich hierbei nicht um einen Kalibrierungsreport genau von diesem Gerät. Dieser Aufwand würde sich mit dem verhältnismäßig günstigen Preis nicht spielen.

  • Bevor ich 2,50€ ausgebe, wollte ich fragen, was bei eurem Test bezüglich Spiele rausgekommen ist.
    Ist er geeignet? Ich bin auf der Suche nach einem neuen Monitor :)


    Falls die Frage gestattet ist, würde ich mich über eine Antwort freuen :D

  • Quote

    Im Zuge der Profilierung wird aber die Farbdarstellung derart "verbogen" dass die DeltaE Abweichungen der Farbwerte danach größer sind als vor der Profilierung und eigentlich sollte es genau umgekehrt sein


    Noch eine kleine Anmerkung an dieser Stelle: Die Darstellung ist schon vorher verbogen, sobald man den Custom-Modus aufruft. Separat vermessenes Rot, Grün und Blau ergibt in Summe nicht das anliegende Weiß. Dieser Zustand kann im Profil so nicht sinnvoll erfasst werden. Um überhaupt ein Profil erzeugen zu können, werden die Messwerte "geradegebogen". Der korrekten Darstellung hilft das nicht weiter, sie ist weder vor noch nach Kalibration und Profilierung in diesem Modus möglich.


    Gruß


    Denis


  • Mit Sicherheit handelt es sich hierbei nicht um einen Kalibrierungsreport genau von diesem Gerät. Dieser Aufwand würde sich mit dem verhältnismäßig günstigen Preis nicht spielen.


    Wenn ich mal kurz ein Video des Vorgängers hier verlinken darf ->Link. Aus dem Video geht hervor (jedenfalls so kommuniziert es der 'Unboxer'), dass der Vorgänger wohl ein eigenes, einzigartiges Kalibrierprotokoll hat.
    Könnt Ihr bei Euch nicht noch mal nachsehen, ob die Seriennummer nicht doch mit Eurem Exemplar deckt. Er hat zwar auch 'nur' ein e-IPS Panel von LG bekommen , aber wenn ASUS ab Werk wirklich jeden Monitor per aufwendigem, schriftlichen Protokoll kalibriert, sollte das in einem Test auch erwähnt werden.


    -volker-

  • Wir haben den Monitor leider nicht mehr bei uns. Nach einem Test geht dieser wieder retour an den Hersteller. Bei einem Preis von nicht mal 400 Euro ist der Kalibrierungsbericht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht individuell. Das würde sich preislich nicht spielen.

  • Hi,


    ich hätte mal eine Frage bzgl des vermeindlichen Nachfolgers PA248QJ über den ich im Netz bisher so gut wie gar nichts finden konnte. Nur die Specs und das Marketinggeblubber von Asus was sich eigentlich fast gleich anhört wie beim PA248Q.
    Soweit ich das verstanden habe wäre der PA248Q ja eigentlich ein sehr guter Monitor wenn der Custom Color Mode anständig funktionieren würde. Nun wird der PA248QJ ja mit einem (natürlich sehr billigen) Hardware Kalibrierungstool ausgeliefert (Spyder4™EXPRESS). Hat hier irgendwer Infos ob Asus das o.g. Problem evtl in den Griff bekommen hat und der PA248QJ somit als vollendete Version des PA248Q zu verstehen ist? Habt ihr vor diesen Monitor demnächst auf die Testliste zu setzen?


    Für das Geld bekommt man schließlich auch schon einen Eizo EV2436WFS aber das gehört wohl eher in die Kaufberatungs-Ecke.


    Grüße,
    Ben

  • Eigentlich hätte schon die Zeit zwischen dem PA246Q und dem PA248Q reichen müssen um diesen doch recht groben Fehler zu lösen. Nur leider war dem nicht so. Ob es nun also beim PA248QJ der Fall ist können wir erst fix sagen wenn uns ein Testgerät vorliegt.

  • Auch wenn der Test etwas älter ist, möchte ich noch eine Anmerkung machen: Die Abwertung ist dahingehend problematisch, da der Monitor mit die besten Einzelwertungen hat, in der Testübersicht aber als "befriedigend" auftaucht. Wenn jemand einen Monitor mit sehr guten Bildeigenschaften gesucht hätte ohne auf die Farbkalibrierungsfunktion angewiesen zu sein, dann wäre der Monitor zwar in Frage gekommen (das PLV ist durchaus ok), der Nutzer hätte auf Basis des "befriedigend" sich wohl nicht einmal den Test angeschaut (schon gar nicht als er noch kostenpflichtig war) Natürlich gibt es mit dem PB248Q einen genauso guten Monitor, der auch noch günstiger ist... nur dessen Test war einiges später.


    Das müsste sich eine andere Lösung finden, evtl. über eine zweite Wertung in einer Klammer. Beim PA249Q taucht ja dasselbe Problem auf.


    Gruß, Jogy


    .

  • Man muss beachten dass die PA (ProArt) Modellreihe von Asus konkret für den profesionellen Einsatz bei farbrkritischen Arbeiten konzipiert ist.


    Auf der Asus HP steht unter anderem:


    Professional-grade color fidelity with pre-calibrated DeltaE <5 for industry-leading color accuracy


    Und dann leistet sich ein solcher Monitor signifikante Nichtlinearitäten nach Profilierung im Custom-Modus und das nun schon seit dem PA246Q. Es ist ja nicht so dass dieser Fehler nur unter ganz bestimmten Umständen auftritt und daher schwierig wäre zu beheben. Es scheint eher so dass es Asus überhaupt nicht interessiert dass diese Modellreihe einen so gravierenden Fehler nun schon seit Jahren hat. Eigentlich müssten alle Modelle abgewertet werden, was wir dann aber eh nicht gemacht haben weil der Monitor an sich ja sehr stimmig ist. Aber das ist nicht nur ein kleiner Makel sondern essentiell wenn man sich einen PA Monitor von Asus holt in der Hoffnung professionelles Farbmanagement betreiben zu können. Für Kunden die sich nicht so sehr für farbverbindliches arbeiten interessieren, für die gibt es die PB Modelle.