Testvergleich Dell U2713H / Dell 2713HM

  • Quote

    Interessanterweise gibt es aber im Moment meines Wissens nach keinen High-End Monitor mit LED Hintergrundbeleuchtung, sondern nur mit CCFL.


    Der Umschwung hat hier kürzlich begonnen. Eizos Neuvorstellungen der ColorGraphic-Reihe basieren bereits auf einer LED blu (vgl. CG246 Test). LG verbaut keine CCFL-Röhren mehr, sondern setzt hier auf GB-r- oder W-LEDs. Gleiches gilt für Samsung. Hersteller, die entsprechende Panels einsetzen, haben also gar keine andere Wahl, als ihre Produktpalette zu aktualisieren. Für NEC ist das noch in diesem Jahr zu erwarten. Davor gab es wenige Bildschirme mit RGB-LED blu (die Varianten mit IPS-Panel hatten wir im Test). Das ist aber immer eine Nischenlösung geblieben, da zu aufwändig und teuer.

  • afx
    Ich lasse es jetzt hat keinen Sinn mehr. Scheinbar reden wir aneinander vorbei. Ein in Adobe RGB gewandeltes Bild läßt sich also auf einen SRGB Monitor vernünftig bewerten ? Tonwerte und Farben kann man dann beurteilen ?


    Wenn Du z.B. in LR ein RAW Bild an einem sRGB Monitor bearbeitest, dann hast Du einen ProPhoto Farbraum der viel weiter weg von sRGB ist als Adobe RGB.
    Deiner Argumentation nach würde kein RAW Converter ein brauchbares, bewertbares Bild zeigen.


    Quote

    Die Dynamik die ich meine entsteht in der Kamera. Ein jpeg Bild hat hier etwa 10 Blenden ein Raw Bild fast 12. Ein jpeg Abbild in der Kamera wird nachträglich über die kamerainterne Engine "bearbeitet.


    Um die Dynamik darzustellen brauchst Du unter anderem auch einen passenden Farbumfang sonst geht Dir was verloren.


    Quote

    Die Verluste die ich über einen kalibrierten SRGB Monitor sehe sind für mich eben nicht so dramatisch. Für den richtigen Druckprofi mag das anders sein.


    Es geht darum wann die Verluste in der Kette entstehen. Deine sRGB Tiffs produzieren diese z.B. extrem früh Du schmeißt aktiv Informationen weg.
    Wenn ich schon mit einem popeligen 90€ Tintenpisser die Unterschiede zwischen 8 und 16bit und verschieden Farbräumen sehen kann, dann zeigt mir das, dass ich wo immer ich kann, die maximale Bittiefe und den maximalen Farbraum verwende.


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    Mach doch mal hier eine Unfrage wieviele Hobbyfotografen für ihren Monitor ein Colorimter verwenden. Da sieht man schnell wie man so ein Thema dann rangeht :)


    Kompletto irrelevant.


    cheers
    afx

  • Ich lasse es jetzt hat keinen Sinn mehr. Scheinbar reden wir aneinander vorbei. Ein in Adobe RGB gewandeltes Bild läßt sich also auf einen SRGB Monitor vernünftig bewerten ? Tonwerte und Farben kann man dann beurteilen ?


    In einer Farbmanagement-fähigen, kalibrierten Umgebung kann man Bilder mit Farbräumen größer dem des Monitors farbecht anzeigen, nur nicht in vollem Farbumfang, es fehlt halt "obenrum" etwas. Wie groß diese sind, hängt letztlich vom Motiv ab, eine trübe Strßenaufnahme wird auch in voll ausgenutztem aRGB nicht groß anders aussehen, ein Blütenmeer im Sommer schon eher. Inwieweit sich das dann beurteilen lässt ist Ansichtssache, das was man sieht ist zumindest nicht "falsch".



    Es geht darum wann die Verluste in der Kette entstehen. Deine sRGB Tiffs produzieren diese z.B. extrem früh Du schmeißt aktiv Informationen weg.


    Trotzdem braucht man nicht zwingend einen Monitor >sRGB, nur weil man mehr im Bild hat. Wenn das Ziel ganz klar ein kleiner Farbraum ist, könnte es manch einer auch als störend empfinden, dass er das Ziel nie direkt vor Augen hat. Unabhängig davon stimme ich dir voll und ganz zu, dass direkte Reduktion verschenkte Informationen sind, aber der Arbeifarbraum ist ja davon losgelöst.



    Kompletto irrelevant.


    Abgesehen davon absolut nicht repräsentativ. Surf mal mit einem kalibrierten Wide Gamut Display (und FM fähigen Browser) auf den einschlägigen Foto-Webseiten, man findet genug Farbmurks in allen Bereichen. Aber man einem reicht für sein Hobby eine Handyknipse und ein TN Netbook-Display (auch da gibt es hin und wieder gute kreative Schüsse, auch wenn die Bilder technisch nicht konkurrenzfähig sind), andere dringen eben in Profibereiche vor (was auch nicht pauschal Garantie für gute Bilder ist, manche haben wohl auch einfach nur zu viel Geld). Erstere dürften hier in den EBV-Threads auch selten anzutreffen sein... [OK, genug vom Thema wegbewegt]

  • Mit meiner Methode hole ich eben das Beste aus meinem SRGB Umfeld heraus. Ich persönlich habe es für mich so entschieden. Punkt !


    Meine Raw Datei ist ja nicht verloren. Ich kann auch jederzeit ein Adobe RBG Bild generieren wenn ich es dann will. Meine Original Raw Datein sind weiterhin vorhanden.



    Das Beispiel mit dem Colorimeter sollte nur veranschaulichen wie man mit dem Thema Farbmanagent oft umgeht. Die Meisten "Hobbynutzer" verwenden nicht mal eine Einmessung. Mein Beispiellink zeigt es hier zum Beispiel deutlich.


    Falsch angewendeter Adobe RGB ist nämlich völlig nutzlos.


    Sorry auch für weiters Offtopic !


    Grüße
    Pitman

  • Wenn dir sRGB genügt, spricht da auch absolut nichts gegen.


    Worauf afx glaube ich hinaus wollte ist, dass du trotzdem nicht als allererstes deine RAW Bilder in sRGB interpretierst, speicherst und dann anfängst zu bearbeiten. Eher Bilder entwickeln, im großen Arbeitsfarbraum bleiben (im Falle von LR Melissa- bzw. ProPhotoRGB) und dann hinterher beim Export in Tiff, JPEG, etc. erst sRGB wählst (ist in LR eigentlich die Standard Vorgehensweise, vllt. machst du es auch schon so und hier wurde nur aneinander vorbei geredet)
    So bleiben dir, obwohl du nie mehr als sRGB siehst, die Reserven zur Bearbeitung erhalten. Wenn du z.B. hinter alle Tonwerte gleichmäßig runtersetzen möchtest, ginge dir bei sRGB Basis einiges verloren, wenn "im Off" (vom Monitor nicht darstellbar) Reserven da sind, verschieben sich diese in den sichtbaren Bereich, sodass dir an Dynamik nichts verloren geht. Dafür ist entsprechend auch Farbtiefe >8bit von Vorteil, da sonst ggf. mal was dazwischen interpoliert werden muss.
    Das finale Speichern in sRGB schneidet dann nur noch alles weg, was du vorher eh nicht gesehen hast.

  • Genauso wird es gemacht ! Denn Lr ist ja kein alleiniges Konvertierungsprogramm sondern ein hervorragendes Bearbeitungswerkzeug.


    Übrigens: Bei Hobbyausdrucken bis max. Din a4 ist ein Srgb Umfeld kaum vom Adobe Umfeld zu unterscheiden. Was sich aber bemerkbar macht ist die optimale Abstimung bis zum Papier.


    Von daher bleib jch persönlich bei einem Srgb Monitor. Aber es ging ja um die Beiden Monitore :)



    Grüße
    Pitman

  • Hallo,
    glaube das reicht jetzt langsam, aber kurze Frage doch noch - wenn ich jetzt richtig gelesen habe (nexo), kann ich trotz eines sRGB Monitors in einem größeren Farbraum als sRGB arbeiten, ich sehe halt nicht alles, aber die Monitore sind so "intelligent", dass sie nicht statt zB einem Rotton, der ausserhalb von sRGB Farbraum ist, nicht zB einen Grünton darstellen, sondern suchen die nächst mögliche ÄHNLICHE Farbe?
    Das war nämlich eine der Fragen relativ am Anfang - zur Erklärung, unter Fotobearbeitung verstehe ich Belichtung, Geometrie, ev. Schärfe, zuschneiden - aber mache keine "Fakes", Fotomontagen, zusammenfügen usw., also kann meiner Meinung nach nichts schief gehen? Ausnahme können natürlich gestitchte Panoramas sein... aber mit dem könnte ich leben!


    Danke fürs Input, habe mich jetzt entschieden auf den LG 27AE83 Test (wide gamut) zu warten - und falls nichts vernünftiges rauskommen sollte, nehme ich den Eizo EV2736 (sRGB).
    Milan

  • wenn ich jetzt richtig gelesen habe (nexo), kann ich trotz eines sRGB Monitors in einem größeren Farbraum als sRGB arbeiten, ich sehe halt nicht alles, aber die Monitore sind so "intelligent", dass sie nicht statt zB einem Rotton, der ausserhalb von sRGB Farbraum ist, nicht zB einen Grünton darstellen, sondern suchen die nächst mögliche ÄHNLICHE Farbe?


    Im wesentlichen ja. Zunächst mal übernimmt die Software bzw. der Grafiktreiber das, da hier das Bild zur Anzeige in den Zielfarbraum des Monitors konvertiert wird, sodass der Monitor eigentlich nichts mehr eingenmächtig kappen muss. Ein "zu kräftiges" rot wird dann einfach das Maximalrot des Monitors.


    Wenn der Monitor keine perfekte Farbraumemulation sRGB bereitstellt, wird das Ergebnis minimal vom sRGB Export abweichen. Normal ist der Monitorfarbraum aber nicht so extrem verzerrt, das das groß in's Gewicht fällt.

  • Hallo,
    Danke fürs Input, habe mich jetzt entschieden auf den LG 27AE83 Test (wide gamut) zu warten - und falls nichts vernünftiges rauskommen sollte, nehme ich den Eizo EV2736 (sRGB).
    Milan


    c't 2013, Heft 8...d.h die jetzige. da ich auch auf der suche nach jedoch 3 stück bin office, internet, etwas photo bearbeitung, 0% spiele überlege ich auch was ich kaufen sollte.
    jedoch der LG schneidet da nicht so gut ab.

    cqf66

  • ... an alle für die Infos.


    Und vielleicht auch für andere, die mitlesen (Hobbyfotografen, wie ich):


    Milan


    Keine gute Quelle....
    Der schreibt schon seit Jahren Stuss zum Thema Farbmanagement.


    cheers
    afx


  • Keine gute Quelle....
    Der schreibt schon seit Jahren Stuss zum Thema Farbmanagement.


    cheers
    afx

    Na prima...
    Kannst du dann eventuell eine Seite nennen,
    die einer Einsteigerin ( oder Einsteigenden) in diese Thematik,
    KEINEN STUSS vermittelt ?
    Möglichst auf deutsch und in hirngerechten Häppchen !


  • Kannst du dann eventuell eine Seite nennen,
    die einer Einsteigerin ( oder Einsteigenden) in diese Thematik,
    KEINEN STUSS vermittelt ?
    Möglichst auf deutsch und in hirngerechten Häppchen !


    Nur in Englisch bei Cambridge in Color.


    Dafür aber in meinen Augen sehr gut verständlich.


    cheers
    afx

  • Hallo zusammen!


    Da auch ich mit dem Gedanken spiele, mir entweder den U2713HM oder U2713H zuzulegen, ich aber anhand dieses Threads eine Frage noch irgendwie offen habe, frage ich einfach mal in die Runde an die Besitzer dieser beiden Geräte. Wie ist denn das jetzt mit dem Piepen oder Geräuchen des "U2713H", ist das so, dass der "U2713H" während dem Betrieb störende Geräuche von sich gibt und der "U2713HM" nicht?


    Auch hat sich das hier so angehört, dass der "U2713H" zwar der bessere der beiden Monitore sein soll, dass es aber dabei von Gerät zu Gerät unterschiedlich sein kann und stark schwanken kann. Das hört sich irgendwie an, wie so ein Lotteriespiel! Dabei würde ich mir den "U2713H" schon gerne zulegen!


    Hm, vielleicht kann mir ja einer noch ein kleines Feedback dazu geben?
    LG JanBanan