Pixelgröße, Pixeldichte und Pixelabstand - was ist wichtig?

  • Hallo Kenner,


    auf meiner Suche nach einem geeigneten Monitor finde ich eine Auswahlmöglichkeit nach "Pixeldichte" oder "Pixelabstand". Wenn es aber sehr kleine Abstände zwischen den Punkten gibt und die Punkte sehr groß sind ergibt das möglicherweise kein scharfes Schriftbild. Was sagt mir da ein Pixelabstand von 0,630 mm? Bei Angaben zur Pixeldichte weiß ich ja wiederum nicht, ob es winzige Pixel mit großen Abständen dazwischen sind, die ja den selben ppi-Wert wie größere Pixel mit kleinern Abständen ergeben könnten. Auf was muss ich achten, damit ich perfekte Schrift am Bildschirm habe?


    Der Hintergrund: In meinen Multi-Monitor-Systemen (Homeoffice und Büro) muss ich Bildschirme in der nativen Auflösung ohne Windows Skalierung betreiben - sonst bricht Chaos aus. Mit meinen Dell 28 Zoll Monitoren in Full-HD-Auflösung für meine reinen Office-Anwendungen (keine Grafik-Bearbeitung, keine Spiele etc.) war das prima. Nun brauche ich mehr Bildschirmfläche und nutze u.a. 32 Zöller mit 2560 x 1440 Auflösung. Allerdings werden meine (nicht mehr jungen) Augen mit der kleinen Schrift überlastet. Nun suche ich große Monitore mit großer Auflösung - vor allem aber mit perfektem Schriftbild (Text und Zahlen) damit ich keine Kopfschmerzen bekomme. Ich habe curved probiert, kam aber nicht damit klar und als non-curved finde ich nichts. Aber vielleicht bin ich ja auch auf einem ganz falschen Weg?


    Viele Grüße

    Frank

  • Also ein Pixelabstand von 0,63 ist ja riesig, das dürfte nur bei Large Format Displays zutreffen. Du bist von deinem 28 Zoll Monitor einen Pixelabstand von etwa 0,31 gewohnt und das ist heutzutage schon ziemlich groß. Wenn du aber in der nativen Auflösung arbeiten willst, kommen eigentlich nur 34 Zoll Monitore mit einer Auflösung von 2560 x 1080 Pixel in Frage. Du gewinnst zu einem Full HD Monitor (1920 x 1080) 640 Pixel in der Breite dazu. Das ist nicht sonderlich viel, dafür ist die Schriftgröße wieder so groß wie von dir gewünscht. Ich habe dir mal einige Modelle aus unserer Datenbank selektiert.

  • Hallo Andi,

    vielen Dank für deine Ausführungen. Mit der Breite von 2560 Punkten kann ich gut leben. Wenn ich nun von meinen aktuellen 1440 Punkten in der Höhe wieder auf die 1080 zurück müsste, wäre das aber schlimm. Besteht denn vielleicht Hoffnung, dass einmal irgendein Hersteller die 2560 x 1440 auf für non-curved Monitore größer als 32 Zoll anbietet?

    Möglicherweise bin ich auch auf dem Holzweg. Ich habe noch nie die richtig teuren Monitore getestet, weil ich immer dachte: Perlen vor die Säue, wenn man nur Text und Zahlen hat...

    Viele Grüße

    Frank

  • Ohne Skalierung wirst Du heute nicht weit kommen. Es geht immer weiter Richtung 4K, 5K oder sogar 8K. Solche Panels wie Du sie möchtest, müssen ja erst einmal produziert werden und ich denke nicht, dass es dafür wirklich Abnehmer gibt.


    Vielleicht hilf ja auch eine Brille?

  • tja, Brillenträger bin ich schon seit 40 Jahren... . Ich arbeite ja jetzt an 2560 x 1440 und kann mir weniger Bildpunkte auch nicht mehr vorstellen. Ich habe noch nie an einem teuren Monitor gearbeitet, weil denke, dass nur Grafiker etc. so etwas wirklich brauchen. Meinst du, ein großer Eizo würde mir auch für Schrift only etwas bringen?

    Wenn nein: Es muss ja nicht 2560 x 1440 sein - mehr Auflösung wäre auch gut, aber dann eben auch mit deutlich mehr Monitorfläche. Die Pixelgröße bei meinem alten 28 Zoll Full HD fand ich prima - aber etwas kleiner geht ja auch noch. Ich sitze ja nun schon einige Monate am aktuellen Monitor. Kannst du mir etwas für einen genaueren Blick empfehlen? Was ist der größte non-curved der für meine Ansprüche geeignet wäre?

    Viele Grüße

    Frank

  • Ein 32 Zoll UHD-Monitor hat einen Pixelabstand von 0,181 mm und gewünscht wird 0,31 mm, das passt nicht zusammen.

  • Ich habe mich letztes Jahr intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt, nachdem ich 2 Fehlkäufe erlebt habe.

    Bei (d)einem 28 Zoll Monitor mit FHD Aufösung ergibt sich ein 79dpi Wert (ich mag mal hier kurz auf dpi umschwenken, so muss ich meine Erfahrungswerte nicht immer umrechnen...).


    Eine prima Vergleichs- / Ermittlungsseite ist die heise- bzw. Geizhals-Preissuche für Monitore, da kann man alle gewünschten Parameter auswählen und die Ergebnisse anschließend prüfen / vergleichen! Dort habe ich mich "tagelang" aufgehalten!


    Für deine Ausgangslage ergibt das aktuell das hier!

    Für mehr Auflösung z.B. 2560x1080 (UW-UXGA) gibt es dann mit 79 dpi aktuell wohl 6 Modelle in 35 Zoll.

    Davon wäre auch einer "gerade": Acer CB1

    4k würde es auch geben, das ist aber mit 58 Zoll für den Schreibtisch eher nichts...


    Vielleicht mal kurz hier meine Randbedingungen / Gedankengänge:

    Ich bin auch seit längerem Brillenträger am Bildschirmarbeitsplatz.

    Wichtig für mich ist der Sitzabstand zum Bildschirm (50-60 cm), damit verbunden die Schriftgröße bei etwa 100-110dpi. Ebenfalls native Auflösung. Kommend von einem Philips 272P4 (2560x1440 bei 102dpi) sollte mehr Auflösung her. Mittlerweile habe ich einen Dell U3417W (3440x1440 bei 108 dpi) seit einem halben Jahr. Kurz zusammengefasst: geniales Teil.

    Für mich habe ich ermittelt:
    Alles was mehr als 27/28 Zoll hat, muss curved sein. Sonst bewegt man sich beim Lesen / Arbeiten unweigerlich von links nach rechts, weil das sonst mit dem "scharfstellen" nicht hinhaut.
    Ich hatte auch Vorurteile gegen curved Monitore. Das hatte sich nach sehr kurzer Eingewöhungszeit erledigt. Mittlerweile kann es gar nicht curved genug sein. Eigentlich sind 1800R für mein Arbeitsumfeld zu wenig. Als 2. Fehlkauf hatte ich einen Samsung C34F791 (auch 3440x1440 / 108 dpi aber mit 1500R). Der wäre eigentlich zum Arbeiten besser gewesen. Nur war die beiligende Software indiskutabel. Weitere Monitore stellt man sich auch "gewinkelt" daneben. Ich experimentiere immer noch mit 2-3 Monitoren an 2-3 PCs...


    Ich kann dir diesen Rat geben:

    Preissuche bei heise / Geizhals entsprechend einstellen, Ergebnisse bewerten und bei Online-Versendern ordern. Maximale Rückgabezeit auch ausreizen / austesten und dann entscheiden.

    So hatte ich zwar auch 2x den Aufwand die zuerst bestellten Monitore dann zurückschleppen zu müssen, aber mit dem Ergebnis bin ich nun sehr zufrieden.

    Tipp: bei "großen Office-"Monitoren empfiehlt sich auch ein Blick auf die Software, um mehrere Fenster (und ggf. die Eingänge / Einstellungen) komfortabler verwalten zu können. Hier hat für mich Dell mit dem Dell Display Manager eindeutig die Nase vorne. In Verbindung mit Display Fusion lassen sich Monitor-Einstellungen / -Umschaltungen einfach per Mausklick (z.B. mit Buttons in der Fenstertitelzeile) umschalten. Genial!


    viel Erfolg

    Joerg

  • Hallo Jörg,

    sorry, ich schaue erst jetzt wieder rein. Ganz herzlichen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Es ist ja toll, dass überhaupt jemand ähnliche Anforderungen hat. Das hat mich auf jeden Fall motiviert, meine Abneigung gegen curved noch einmal zu überdenken!

    Die 2560x1080 kann ich mir nicht vorstellen - mindestens 1440 brauche ich in der Höhe. Bislang habe ich immer an 2-3 Monitoren gearbeitet und kann mir stattdessen eine großen curved noch so gerade vorstellen. Von mir aus auch 58 Zoll auf dem Schreibtisch. Oder gibt es Gründe warum das nicht geht?

    Arbeitest du aktuell am curved Dell und hast einen flachen Zweitmonitor? Das funktioniert?

    Könnte auch die Grafikkarte eine Rolle spielen? Ich habe nämlich keine und nutze immer die im Prozessor eingebaute...

    Der beschriebene Dell kommt auf jeden Fall auf meine Testliste - super Tipp!

    Viele Grüße

    Frank

  • Hi Frank,

    sorry für die späte Antwort, hatte eben erst gesehen, dass die Benachrichtigung ausgeschaltet war!

    Zunächst kann ich nochmal auf o.g. Punkte verweisen:

    Du musst für dich, erst recht als Brillenträger, zunächst die optimalen bzw. wünschenswerten Rahmenbedingungen festhalten:

    DPI, Blickabstand, Platzverhältnisse, "Desktopgrößenbedarf"

    58 Zoll als curved auf dem Schreibtisch mag zwar hinstellbar sein, wäre aber für mich auf jeden Fall unbrauchbar, weil dann der "Rand" wieder unscharf wäre. Trotz curved...

    Mittlerweile habe ich zum Dell U3417W noch einen Dell P2418D dazubekommen. Der ist in der Tat flach!

    Und er steht auch im (gefühlten) 45 Grad Winkel zum 34er links daneben.

    Das ist zusammengenommen "blick technisch" noch in Ordnung. Ich kann auf beiden Bildschirmen alles scharf lesen ohne den Stuhl oder "mich" verschieben / neigen zu müssen. Leider hat er einen anderen DPI Wert als der 34er, aber man soll (zunächst) einem geschenkten Gaul bekanntlich nicht... ;)

    Hatte auch eine ganze Weile 3 komplett unterschiedlich auflösende Monitore im Einsatz...

    Ich dachte, man könnte die "gesamte" Desktopoberfläche auf einen Monitor aktualisieren.

    Mittlerweile bin ich davon weg, weil ich gemerkt habe, dass nach 7 Monaten Arbeiten am 34 Zoll, der "Rand" links und rechts grenzwertig scharf (weil zu wenig curved) ist.

    4k in curved gibt es nur 1x Philips in 3000R, da kann man curved auch lassen (für mich).

    Stärker curved als 1500R gibt's wohl auch nichts, da war auch der o.g. Samsung dabei.

    Deshalb bin ich eher wieder dabei zu prüfen, was als maximale Auflösung für den Hauptmonitor ideal ist, um dann zu schauen, wie sich Zusatzmonitore daneben sinnvoll platzieren lassen. Die würden dann im entsprechenden Winkel stehen, was durch einen einzelnen und entsprechend größeren curved Monitor nicht praktikabel wäre. (hoffentlich verständlich ausgedrückt)

    Damit kommt wieder der DPI Wert zum Tragen, der in Verbindung mit der Größe ein homogenes Desktopbild ergeben muss. Auch sehe ich den angeblichen Vorteil nur noch einen entsprechend riesigen Monitor gegenüber mehreren (sinnvollerweise dann meistens 3) Monitoren nicht mehr. Weil für mich häufig benutzte Elemente mehr am "Rand" liegen, als bei mehreren kleinen Monitoren und damit die Mauswege (MS Trackball) wieder länger werden. Liegt auch mit an der Desktopgestaltung, aber das ist ein anderes Thema.


    Als Grafikkarte ist eine Geforce GTX 960 aktuell im Einsatz (die hat genügend Schnittstellen), zuvor war eine Radeon HD6850 jahrelang im Einsatz, die konnte auch 3 Monitore bedienen.

    Wie betreibst du 3 Monitore am Mainboard / Laptop anschlusstechnisch ohne Karte?


    Gruß

    Jörg