Posts by lxxl

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    So könnte man zumindest die offensichtlichen Fehler aus dieser Mac-Zeitschrift verhindern, die mal ein paar Kolorimeter "getestet" hat.


    Ich bin vor Kurzem auch über diesen Test gestolpert und auch über diesen Beitrag im Nikon-Fotografie-Forum:



    Dort meldet sich der Autor des Tests zu Wort und erklärt eigentlich recht anschaulich und nachvollziehbar, warum so (wenn auch mit Abstrichen) getestet wurde. Außerdem gibts auch ein paar sehr interessante Hintergründe bezüglich der Messgeräteherstellung bzw. der Vertriebsgeschichte.


    Nachdem ich hier Ewigkeiten an meinen Geräten gezweifelt habe, da das Bild auf meinem Monitor immer Abweichungen zu den Normproofs der Druckereien (die nach Prozessstandard verfahren) aufwiesen. Aber jetzt wundert mich eigentlich gar nichts mehr. Mein i1-Display2 misst einfach falsch. Und zwar komplett falsch. Der Weißpunkt viel zu bläulich, die Farben v.a. im Rot/Gelb-Bereich viel zu rötlich. Ich habe mir nun von einer Kollegin das Quato Silver Haze geliehen und das Ergebnis unterscheidet sich um Welten. Arg ist, dass ja jede Software, auch das UDACT den Bildschirm nur durch das verwendete Colorimeter bewertet. Und so kam es, dass der Monitor zwar den UGRA-Test bestand, in Wirklichkeit aber ziemlich daneben lag.


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    Der große Haken am i1 Display sind die eingesetzten Gelatine-Farbfilter vor dem Sensor, die einfach nicht langzeitstabil genug sind. Das ist natürlich ein statistisches Phänomen; man kann auch Glück haben und ein i1 Display erwischen, das einigermaßen stimmt - das Problem ist, man kann sich dessen nie in vernünftigem Maße sicher sein.


    Na das scheint bei mir ja voll zuzutreffen.


    Ich bin dem Mann vom MacLife-Test jedenfalls schon recht dankbar, dass er ein wenig Licht ins Dunkel geworfen hat. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Benutzer glauben, einen kalibrierten Monitor vor sich zu haben, obwohl das nicht der Fall ist. Die Kollegin, die mir das Quato-Colorimeter (aka DTP94) geliehen hat, erzählte mir, dass sie offenbar das gleiche Problem auf der Arbeit hat. Dort verwenden sie seit Kurzem auch das i1-Display2. Ein Zufall? Ich traue diesem Gerät jedenfalls nicht mehr.
    Ich werde hoffentlich vor Weihnachten noch dazu kommen, mit einem weiteren Silver Haze eine erneute Kalibration durchzuführen. Sollten die Ergebnisse übereinstimmen, werde ich mir wohl dieses Colorimeter zulegen.


    Weiß jemand, ob es Sinn macht, das defekte i1 xrite zuzusenden? Ich habe es im August 2007 gekauft.

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    ... und was mir sofort auffällt ist, dass mein Farbraum (im Vergleich zu sRGB und aRGB) deutlich kleiner ist als bei dir.


    Ghostrider hat ein erstklassiges Panel erwischt. Der Farbraum meines 2690ers ist auch deutlich kleiner. Und das ist schon das zweite Modell. Beim ersten war es auch so. Du wirst es (zumindest meiner Erfahrung nach) auch durch die verschiedensten Einstellungen nicht schaffen, den Farbraum deutlich zu vergrößern.


    Ich sag es nur, weil dabei sehr viel Zeit ins Land geht und man am Ende unzufrieden dasteht. Und selbst bei Monitoren die nochmal gut 1000 Euro mehr kosten, muss man die eine oder andere bittere Pille schlucken. So ists halt.

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    2. "Profiltest" von iColor Display (Also Vergleich zwischen Bildschirmausgabe und den Daten im Profil durchführen)


    Bist Du Dir sicher, dass das so geht bzw. dass die Software mit einem Non-iColor-Display-Profil etwas anfangen kann? Naja, ich kann es ja bei Zeiten einfach mal ausprobieren ...

    Du meinst, einfach eine komplette Softwarekalibration durchführen, bzw. zweimal – einmal vor dem Switchen und einmal nach dem Zurückswitchen? Ja, das müsste eigentlich funktionieren.

    Das geht leider nicht ganz so einfach. Für die UGRA-Messung braucht man nämlich ein Profil von iColorDisplay – ich denke mal, dass das eine eingebaute Limitierung ist, damit man die Software nicht wie das weitaus teurere separate UGRA-DACT nutzen kann.

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    Tja, dann kannst Du nun auch noch nach Kolorimetern und passender Software ausschau halten.


    Aber was nützt ihm das, wenn er die Bilder bei Lidl abziehen lässt?! Andererseits: Ich glaube, es gibt bei Rossmann oder Schlecker (irgendwo hatte ich das schonmal gesehen) die Möglichkeit, explizit eine eventuelle automatische "Optimierung" abzulehnen. Ansonsten ist da Hopfen und Malz verloren.


    Was das Entsättigen betrifft, da hat der NEC (und auch andere Monitore) ja neben der reinen RGB-Farbsteuerung auch die Möglichkeit der 6-Achsen-Farbkontrolle und separater Sättigungssteuerung. Benutze ich natürlich nie, weils mir die Kalibration versauen würde, aber prinzipiell kann man da separat an 6 Farbtönen herumdrehen. Allerdings kann man, zumindest beim NEC, das mit dem Desaturieren des erweitereten Farbraums knicken, da man die Farben gar nicht derartig entsättigen kann. Ob das alles sich ungünstig auf den Farbraum auswirkt, weiß ich nicht. Die Änderungen werden ja immerhin Monitorintern durchgeführt. Wenn man den Bildschirm hardwarekalibriert, ist das alles ohnehin nicht gangbar, weil man beim Switchen zu einem solchen Preset (ich weiß gerade nicht genau, ob man all diese Werte in einem Preset speichern kann) die Kalibration womöglich vermurkst. Ich traue dem Ganzen nicht zu, dass der kalibrierte Zustand adhoc – also ohne Neukalibration – wieder hergestellt werden kann. Hast Du da Erfahrungswerte, Ghostrider?

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    Warum supported dann nicht gleich das Betriebssystem die Farbmanagementkorrektur über die 8-bit-LUT's der Grafikkarte? Warum befindet sich dann das Farbmanagement bei der Applikation und nicht im Betriebsystem?


    Beim Mac OS läuft das alles seit Jahren – ja eigentlich schon seit Ewigkeiten – recht gut. Ob es wirklich systemweit läuft, kann ich nicht so genau sagen, weil ich zur Zeit noch auf XP arbeite. Natürlich müssen Grafiken auch dort ein Farbprofil haben, ansonsten weiß das Betriebssystem nicht wirklich, was es machen soll – ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, Farbprofile sind in GUI-Grafiken eher seltener anzutreffen.


    Systemweites Colormanagement sollte ja auch bei Vista eingeführt worden sein. Habe ich aber nicht. Daher weiß ich nicht, ob das wirklich gefruchtet hat.


    edit: Was die Reihenfolge der Auswertung von Profilen betrifft, bin ich mir auch nicht ganz sicher, aber ich meine es läuft so: Bild --> Korrektur durch Farbprofil des Bildes (z.B. Adobe RGB) --> Korrektur durch Monitorprofil in der Grafikkarte. Wenn der Bildschirm hardwarekalibriert ist, sollte es im Monitorprofil eigentlich keine Korrekturen geben (es gibt allerdings auch die Kombination aus Hardware- und Softwarekalibration, ist aber eher suboptimal), so dass die interne LUT des Monitors den Rest macht.
    Wenn das falsch sein sollte, dann korrigiert mich bitte. Ich lerne ja immer gerne etwas dazu. ;)

    Also...
    das Monitorprofil arbeitet grundsätzlich im Hintergrund. Im Prinzip wird das durch das Betriebssystem (z.B. bei Windows XP unter Anzeige-->Einstellungen-->erweitert-->Farbverwaltung) gewährleistet und hat eingebettet in Bildern nichts zu suchen.
    Die Farbprofile (sRGB, eciRGBv2, AdobeRGB, ProPhotoRGB, LStarRGB, etc) werden in Bilddateien eingebettet und sollen bewirken, dass Farb- und Kontrastwerte bzw. Gamma so präzise wie möglich auf dem angeschlossenen Monitor, Drucker, etc ausgegeben werden. Da jeder Drucker ebenfalls seine ganz eigene Charakteristik hat – und nicht nur der Drucker, sondern auch das Papier und die verwendete Tinte/Druckfarbe/Toner – ist für die möglichst korrekte Ausgabe ein spezielles, kalibriertes Farbprofil nötig. Das heißt aber nicht, dass man nun sofort, nachdem man seine Bilder von der Kamera abgerufen hat, diese in das Farbprofil des Druckers konvertiert*. Am besten überlegt man sich entweder im Hinblick auf die am häufigsten zu erwartenden Ausgabezwecke einen generellen Workflow mit einem bestimmten Farbprofil (universell wäre da eben Adobe RGB, eciRGBv2, sRGB), oder man belässt es im Zweifelsfall zunächst beim Quellfarbprofil. Die Konvertierung in einen Ausgabefarbraum, sprich Druckerfarbprofil, Verwendung im Internet (sRGB oder Adobe RGB), Offset-Druck (z.B. eci iso coated v2 CMYK) u.s.w., erfolgt ganz zum Schluss und wird am Besten separat gespeichert. edit: Es macht auch Sinn, dass man diese Konvertierung selbst vornimmt, da man dann gut sehen kann, ob sich die Farben im Bild verändern. Ggf. kann man dann noch optimieren. Wenn man beispielsweise ein stark saturiertes Adobe-RGB-Bild in einen Offset-Farbraum konvertiert, dann geht da schon so einiges flöten. Damit muss man sich dann auch mehr oder weniger anfreunden. In diesem Fall sollte man zusehen, dass man die "Out-Of-Range"-Farbstufen in den Zielfarbraum bekommt, damit die nicht einfach verlorengehen (Gamut Clipping). Dann hat man zumindest noch Zeichnung. Ich hatte auch noch vergessen, dass * oben zu erläutern: Profile konvertieren vs. zuweisen. In den meisten Fällen musst Du konvertieren. Beim Zuweisen von Profilen (in Photoshop) werden die Farben einfach verändert (nochmal edit: genau genommen werden sie zunächt nicht verändert, im Ergebnis dann aber schon). Das ist im Prinzip nur brauchbar, wenn man davon ausgehen kann, dass ein unprofiliertes Bild schlecht aussieht und ursprünglich mal dieses oder jenes Farbprofil hatte. Aber wenn man es nicht genau weiß, dann ist das Rätselraten und hat nichts mit Colourmanagement zu tun.


    Der Farbraum eines Monitors bzw. der meisten Monitore im Consumer- und Prosumer-Bereich, lässt sich nicht ändern. Es kann leichte Schwankungen geben, je nach Kalibrationsvorgaben, aber im Wesentlichen bleibt er gleich (beim 2690 ist das jedenfalls so). Die Ungenauigkeiten sind dort am höchsten sind, wo es keine Übereinstimmung mit dem gewünschten Profil gibt. D.h. obwohl der NEC einen großen Farbraum hat, ist es aufgrund der Serienstreuung möglich, dass er zum Einen weniger groß als angegeben ausfällt und zum Anderen nicht zwangsläufig sRGB komplett abdeckt. Bei meinem fehlt zum Beispiel ein kleiner Bereich bei Tiefblau, Violett und Magenta. Ich muss davon ausgehen, dass mir diese "fehlenden" Farben auch in einer colourmanagement-fähigen Anwendung nicht korrekt angezeigt werden...
    Und während ich hier so schreibe, hat Flexigem schon gepostet. ;) Na, ich hoffe, dass ist jetzt nicht alles doppelt.
    ... also, um nochmal auf fehlende Farbbereiche zurückzukommen. Mein NEC deckt auch das iso-coated-Profil nicht vollständig ab. Anhand eines Referenzdrucks kann ich erkennen, dass z.B. kräftiges Zitronengelb auf meinem Monitor nicht ganz so intensiv dargestellt wird.



    edit: Du hast Dich ja oben schon mehrfach selbst korrigiert. ;) Hatte ich beim Schreiben nicht gesehen.


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    Liegt hier vielleicht die Crux der Monitore mit erweiterten Farbräumen - da sie vom Betriebssystem nicht ausreichend mittels Farbmanagement unterstützt werden und vielleicht nur von einzelnen Applikationen 'freiwillig' unterstützt werden?


    Ja, im Prinzip kann man das so sagen. Aber das ist halt nur noch eine Frage der Zeit. Da mittlerweile immer mehr Monitore einen größeren Farbraum abdecken, wird sich da vom "Standard" her (gibt es so etwas tatsächlich oder sind es nicht doch eher immer nur Versuche einer Standardisierung?) sicherlich noch einiges ändern – nach und nach.

    Hallo Maik,


    was das Brennen in den Augen betrifft, hört sich das seltsam an. Also bei mir wars genau umgekehrt. Ich hatte einen 21"-Röhrenmonitor und meine Augenprobleme haben sich seit der Benutzung des 2690 (seit 1 1/2 Jahren) in Wohlgefallen aufgelöst.
    Im Prinzip solltest Du mit den Einstellungen, die Du genannt hast, die Bildschirmhelligkeit weit genug herunterbekommen, so dass es daran eigentlich nicht liegen kann. Ansonsten sollte der Abstand auch reichen. Ich sitze auch nicht weiter entfernt, aber vielleicht kannst Du es testweise mal mit 80 cm probieren. Sharpness: Die neueren Modelle haben offenbar eine höhere Grundschärfe. Während ich das erste Modell noch auf 33,3% gestellt hatte, läuft mein Austausch-Gerät jetzt auf 28,6%. Bei zu großer Schärfe entstehen diese leichten weißen Ränder, die auf Dauer anstrengend für die Augen sind. Ist aber eigentlich auch bei 33,3% noch nicht der Fall.


    Hast Du das Gefühl, dass der Bildschirm irgendwie flimmert/flackert? Lass auch mal ein paar Freunde einen Blick drauf werfen. Die müssen sich dann natürlich schon etwas Zeit nehmen. Ich denke, nach 5 Minuten hat man da noch kein aussagekräftiges Ergebnis.


    Was die Hardware-Kalibration betrifft: Ich bin mir nicht sicher, ob es dafür mittlerweile legale Möglichkeiten gibt. Es scheint nicht im Interesse von NEC Europe zu liegen und ich kann mir daher auch nicht vorstellen, dass ihr Vertragspartner basiccolor den Spectraview Profiler an Nicht-Spectraview-Nutzer verkauft. Es haben hier auch schon ein paar Leute im Forum gemeldet, dass die Spectraview-Einstellungen sich bei neueren Modellen nicht mehr aktivieren lassen (das hat übrigens auch nichts mit angeschlossenem Colorimeter zu tun). Eine Hardware-Kalibrierung mit der basiccolor-Software ist dann nicht mehr möglich. Bleibt nur noch die amerikanische SV II-Software. Wenn Du die in den Staaten kaufen (lassen) kannst, kannst Du den NEC auch ohne "Freischaltung" hardwarekalibrieren.


    Bist Du eigentlich Fotograf oder Grafiker? Ansonsten sollte die Software-Kalibrierung, z.B. mit iColorDisplay von Quato (nebst Silverhaze/DTP94-Colorimeter) auch zu relativ guten Ergebnissen führen. Leider kann man dann nicht auf L*-Gamma kalibrieren (oder geht das irgendwie doch?), womit man beim 2690 schon bessere Farbdifferenzierungen vor allem in den dunklen Tonwertbereichen erreicht.


    Gruß,
    Alex

    Bei mir sieht es ähnlich aus und ich verwende ein EyeOne. Es ist anzunehmen, dass es Schwankungen sind. Ghostrider scheint z.B. ein sehr gutes Panel abgegriffen zu haben. Bei mir hatte der erste 2690 einen kleineren Farbraum als angegeben (ähnlich dem Deinen). An einigen Stellen ist auch sRGB sowie ISO-Coated nicht vollständig abgedeckt. Nachdem der alte NEC wegen eines Defekts ausgetauscht wurde, stellte ich bei dem neuen Modell keine wesentlichen Verbesserungen fest. Ich habe aufgehört, mir darüber Gedanken zu machen. In der Praxis ist das alles ohnehin zu verschmerzen, da auch andernorts mit gewissen Schwankungen zu rechnen ist, so dass 100% Übereinstimmung wohl nie drin sind.

    @ Ghostrider
    ICC-View kenne ich, funktioniert aber offenbar leider nicht mehr mit FF3. Und ICC3D habe ich hier bislang noch nicht zum Laufen gekriegt.



    @ thomo

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    Außerdem halte ich das für eine Pseudo-Diskussion - die minimalen Nuancen sind allenfalls relevant für Leute, die die Displays tagtäglich im Job einsetzen und dann ggf. auch mal zu zweit (also mit Kunden) vorm Monitor sitzen.


    Jetzt wird es doch wieder subjektiv, nicht wahr. ;) Genauso wie die Geräuschdiskussion auch. Es gibt sowohl Geräte, die tatsächlich sehr laut sind und es gibt auch Leute, die ein sehr gutes Gehör haben, oder zumindest bestimmte Frequenzen negativ empfinden. Meine Freundin z.B. scheint es nicht zu stören, dass ihr MacBook Pro herumfiept. Ich kann diesen Ton kaum ertragen. Die "kleine Grille" an der oberen linken Ecke meines NECs hingegen stört mich kaum. Und haargenauso ist es mit dem Bild halt auch. Ende der "Pseudo"-Diskussion.

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    Wer zum ersten Mal Fotos zum Ausbelichter schickt und nach ein paar Tagen dann vor dem Monitor sitzt mit dem Foto auf dem Schirm und der Ausbelichtung in der Hand


    Bei welchem Licht denn?? Gerade beim Beurteilen von Farben und Abgleichen wird das Umgebungslicht ja zum wichtigsten Faktor. Ich würde Kunstlichtbeleuchtung schon allein aufgrund des hohen gelb-rot-Anteils da kompett ablehnen. Dann doch lieber diffuses Tageslicht. Und damit man beim Abgleichen keinen Vogel bekommt, nimmt man eine feste Zeitspanne, z.B. 12-15 Uhr.
    Wenn man nichts abgleicht, dann kann man auch ganz gut bei Glühlampenlicht arbeiten (mit Berücksichtigung der Tips, die thomo schon erwähnt hat). Mache ich eigentlich immer so, da ich in erster Linie Grafiker bin und nicht in einer "Litho-Butze" sitzen mag.
    Und wenn ich dann doch mal gleichmäßig mit neutralem Licht arbeiten muss, was eher selten vorkommt, dann hat bislang der Behelf mit den Tageslichtspektrum-Lampen ausreichend funktioniert.



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    PVA- vs. IPS: wenn Du 2 gute vergleichst, wirst Du keinen wirklichen Unterschied feststellen.


    Nun ja. Da gibts schon Unterschiede, Vorteile und Nachteile auf beiden Seiten. Jeder reagiert da anders "allergisch" auf bestimmte Paneleigenschaften. Wenn man gerne im Dunklen sitzt, womöglich am liebsten Bilder anschaut, die große dunkle Flächen haben und cineastische Neigungen am PC auslebt, für den ist wahrscheinlich ein S-PVA-Panel wegen des grundsätzlich besseren Schwarzwertes die Wahl. Viele Leute haben sich ja bereits über das IPS-Panel-typische Reflektionsverhalten bei schwarzen Bildern beschwert. Ich hingegen habe ein größeres Problem mit der doch stärkeren Blickwinkelabhängigkeit bei S-PVA-Panels. Das Thema war schon häufig ein Streitpunkt und ich kann wirklich nur betonen, dass es eine individuelle Angelegenheit ist, die jeder für sich entscheiden muss.

    Der Ghostrider nutzt aber auch die Hardwarekalibrierung. Bei der Softwarekalibrierung dürftest Du beim NEC deutlich größere Schwierigkeiten haben, anprechende Ergebnisse bei 90cd/m2 zu erzielen. Wie mittlerweile von manchen Leuten erwähnt, wurde die Möglichkeit, den normalen 2690 (illegalerweise) mit dem Spectraview Profiler zu kalibrieren, bei den neueren Modellen unterbunden. Die amerikanische Spectraview-II-Software betrifft das vermutlich nicht, da sie dort eine andere Politik bezüglich der "Upgrade-Fähigkeit" des kleineren Spectraview-Bruders vertreten.



    @ Ghostrider:


    Sag mal, wie, oder besser, mit welcher Software berechnest Du eigentlich den Schnittmenge beim Farbraumvergleich? Das wollte ich hier nämlich auch schon immer mal gemacht haben. Und wie macht das PRAD bei den Tests?

    Das mit dem Weißpunkt ist ohnehin eine problematische Angelegenheit. Nachdem, was ich nun mittlerweile weiß, ist es eigentlich unmöglich, sicherzustellen, dass man auch tatsächlich den Weißpunkt sieht, den das Colorimeter eingemessen hat. Ihr könnt ja gerne mal an ganz unterschiedlichen Stellen des Monitors nachmessen. Ein Quato-Techniker hat mir das, sofern ich das richtig verstanden habe, damit erklärt, dass das menschliche Auge sich halt nicht auf die 10x10 Pixel konzentriert, die das Messgerät einliest, sondern die gesamte Lichtemission des Monitors mehr oder weniger mittelt. Diese Durchschnittsberechnung ist bislang in keiner Software implementiert. Man bekommt nur den Wert der 10x10 Pixel, auf denen das Messgerät hockt. Quato hat ja auch demletzt ein Update der eigenen Software iColorDisplay herausgebracht, in der als Notbehelfsmittel eine optische Weißpunktjustierung eingebaut ist. D.h. der Monitor wird kalibriert, dann justiert man den Weißpunkt nach und auf Grundlage dieses neuen Weißpunktes wird die Kalibration nocheinmal durchgeführt. Da bleibt natürlich immer noch ein Problem: Man weiß immer noch nicht genau, was das nun tatsächlich für ein Weißpunkt ist und müsste halt nachmessen und den Durchschnitt berechnen. Immerhin war es so möglich, die beiden Quatos meines Kollegen halbwegs (leider immer noch nicht perfekt) aufeinander abzustimmen. Davor lagen sie Welten auseinander, und das obwohl das Messgerät nahezu identische Werte für den Weißpunkt angegeben hat.

    @ thomo:


    Wie tief liegt denn der Schwarzpunkt? Die S-PVA-Panels kommen ja in der Regel schon etwas tiefer, so dass das Kontrastverhältnis bei sehr niedriger Luminanz immer noch recht gut wäre.

    Ich muss dem Ghostrider zustimmen. Ich würde so duster nicht arbeiten wollen. Da pennt man ja ein. ;)
    Nein, ehrlich. Versuch mal, mit der Zimmerbeleuchtung wenigstens auf 18lx bzw. >200cd/m2 zu kommen, damit du mit einer brauchbaren Monitorhelligkeit arbeiten kannst. Andernfalls hol Dir zusätzlich eine Standlampe (notfalls vom Flohmarkt) und leuchte damit gegen eine weiße Wand. Da kannst du dir dann, wenn du es mal farbneutral brauchst, ein- zwei Tageslichtspektrumlampen holen und bei Bedarf reinschrauben. Das ist dann natürlich nicht gerade gemütlich.
    Ich habe ganz gute Erfahrung mit 6500K-Modellen gemacht. Die landen dann real bei 5800K-6000K, wenn ich meinem Messgerät trauen kann. Das ist schon recht brauchbar.


    Nochmal zur Helligkeit. Das Problem ist neben dem vermutlich eingeschränkten Farbraum (ich bin aufs Ergebnis gespannt, Ghostrider) vor allem der Kontrastverlust. Bei 90cd/m2 hast du bei diesem Monitor vermutlich nur noch ein Kontrastverhältnis von 300:1, wenn man einen minimalen Schwarzpunkt von 0,3cd/m2 zugrundelegt. Wenns nur 0.4 beim Schwarzwert sind, sind es nur noch 225:1. In dunklen Bildpartien wirst du da höchstwahrscheinlich Probleme bei der Differenzierung der Farbstufen bekommen, erst recht, wenn du Gamma 2.2 verwendest.

    Auch beim zweiten Monitor, den ich als Austauschmodell erhalten habe sehe ich bei eingeschaltetem ColorComp zu den Rändern hin einen Magentadrift. Sehr deutlich wird das bei Grauwerten. Leider konnten sie meinen ersten Monitor nicht reparieren. Bei dem war die Luminanzhomogenität auch ohne ColorComp-Modus sehr gut. Das ist leider beim Austauschgerät nicht der Fall, so dass ich hier in den sauren Apfel beißen muss: Entweder eine ungleichmäßige Ausleuchtung und relativ homogene Farben oder umgekehrt.
    Eigentlich ist das ganze auch ziemlich irritierend benannt worden. "ColorComp" bzw. "Farbvergleich" legt ja nahe, dass gerade die Farben homogen sein müssten. Ich sehe aber wie gesagt lediglich einen Vorteil in der besseren Ausleuchtung.


    Mittlerweile habe ich aber auch die Macken deutlich hochpreisigerer Monitore, die mal locker mehr als das doppelte vom NEC kosten, mitbekommen, so dass ich allmählich gelassener damit umgehe.