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TESTBERICHT: Eizo Foris FS2333-BK Teil 9


Reaktionsverhalten

Den Eizo FS2333 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir anhand von 15 Messpunkten. Die Charts zeigen die Ergebnisse für den Schwarz-Weiß-Wechsel, den schnellsten Grau-zu-Grau-Wechsel und den Durchschnittswert.

Eizo nennt eine Reaktionszeit von 3,4 Millisekunden (GtG) – ein sehr ambitionierter Wert für ein IPS-Panel. Nach dem Reset ändern wir die Overdrive-Option vom mittleren Wert „Standard“ auf die höchste Einstellung "verbessert". Damit messen wir 11 Millisekunden für Schwarz-Weiß und 5 Millisekunden für den schnellsten Grauwechsel. Die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messwerte beträgt rasante 7,5 Millisekunden.

Für ein IPS-Panel sind das tatsächlich extrem kurze Zeiten. Die Überschwinger, die die hierfür erforderliche Beschleunigung mit sich bringt, sind allerdings ebenso extrem: vor allem bei der dunkleren Hälfte der Messpunkte sind die Ausschläge größer als die Grundamplitude. Diese Einstellung ist tatsächlich nur für schnelle Spiele geeignet, bei denen es auf jede Millisekunde Reaktionszeit ankommt und auch stärkere Artefakte im Bild nebensächlich sind.

Overdrive verbessert: Sehr kurze Schaltzeiten, extreme Überschwinger.

Deutlich moderater arbeitet der Overdrive in der Vorgabe "Standard". Die Beschleunigung ist bei den helleren Messpunkten moderat, bei den dunkleren allerdings immer noch stark. Dementsprechend treten dort immer noch stärkere Überschwinger auf, dunkle Bildbereiche neigen somit auch in der Standard-Einstellung zu Artefakten.

Overdrive Standard: zügige Schaltzeiten, moderate Überschwinger.

Erst in der dritten Einstellung "Overdrive aus" sind keine Überschwinger mehr zu finden, dennoch ist das Panel keineswegs langsam. Daher ist dies eigentlich die Allround-Einstellung, die auch für Filme und Videos gut geeignet ist. Gewöhnlich ist dies automatisch so, denn die Overdrive-Option wird nur bei den Farbeinstellungen "Spiele" und "User" frei geschaltet. Wer aber die User-Einstellung benutzt, um z.B. Farbkorrekturen vorzunehmen, sollte auch auf den Overdrive achten.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit nur 0,8 Millisekunden Signalverzögerung gehört der Eizo FS2333 wie in der Werbung versprochen zu den praktisch verzögerungsfreien Monitoren, solch kurze Werte waren selbst bei den früheren Röhrenmodellen selten zu finden. Auch die Zeit bis zur Soll-Helligkeit ist mit 3,8 Millisekunden (Overdrive Schnellstens) sehr kurz, mit einer mittleren Gesamtlatenz von nur 4,6 Millisekunden empfiehlt sich der Eizo FS2333 selbst für die schnellsten Spiele.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Eizo FS2333 verwendet die aktuellen White LED. Für die Helligkeitssteuerung setzt Eizo die allgemein übliche PWM-Technik ein. Hierbei werden die mit voller Leistung strahlenden LED für kurze Zeit dunkel gesteuert, diese normalerweise nicht wahrnehmbaren Dunkelphasen werden mit abnehmender Einstellung des Helligkeitsreglers immer länger und können im Extremfall ein sichtbares Flackern bewirken.

Der gemessene Helligkeitsverlauf zeigt, dass das Backlight bei voller Helligkeit (rote Kurve im Chart) kontinuierlich leuchtet. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) messen wir eine Taktfrequenz von 200 Hz, die Tastrate liegt bei 46 Prozent. Beide Werte sind nicht sonderlich hoch, bei Menschen mit sehr großer Empfindlichkeit gegen Backlight-Flimmern könnte sich dies störend bemerkbar machen.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

Das IPS-Panel des Eizo FS2333 sorgt auch in Spielen für brillante Farben und großen Blickwinkel. Der sehr schnelle Bildaufbau überzeugt besonders in Shootern und Rennsimulationen. Durch den extrem geringen Input-Lag empfiehlt sich der Eizo FS2333 sogar für Profispieler.

Nicht gut gelungen ist Eizo beim FS2333 jedoch die Abstimmung der Overdrive Funktion in der höchsten Stufe Verbessert. Wie wir bereits messtechnisch festgestellt haben sind starke Überschwinger zu beobachten die sich in der Praxis durch einen hellen, nachziehenden Schweif von sich bewegenden Objekten äußern. Dieser Effekt tritt bereits bei gemächlichen Bewegungen auf. Overdrive sollte daher auf Standard eingestellt oder deaktiviert werden. Dem schnellen Bildaufbau tut dies keinen Abbruch.

Szene aus dem MMORPG "The Secret World".

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2 Kommentare vorhanden


Während die Werte für die Helligkeit mit 238 cd/m2 (prad.de) und 244 cd/m2 (chip.de) nahe beieinander liegen, wurde im Prad-Test vom Noevmber 2012 ein Kontrastverhältnis von 768:1, von chip.de im Januar 2013 hingegen eines von 966:1 ermittelt. Welcher Wert ist nun richtig?

Zusatzfrage:
Könnte der Eizo FS233 auch bei einem Kontrastverhältnis von 768:1 überwiegend für Officezwecke (Textbearbeitung) in hellerer Umgebung eingesetzt werden? Dann müsste man sich ja nicht gleich den um ca. EUR 100.- teureren EizoEV2436WFS anschaffen. Auf einen Eco Power Sensor kann ich bei mir zuhause verzichten.
Das kann mit dem Messgerät und mit den herangezogenen Wert/Einstellungen zu tun haben. Aber auch unser Wert ist noch als gut anzusehen. Grafikmonitore haben meist noch einen geringeren Kontrast. Ich würde das nicht überbewerten.

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