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TESTBERICHT: Eizo Foris FG2421-BK Teil 5


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden - in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 DisplayPro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Die Farbraumuntersuchung zeigt, dass der FG2421 den sRGB-Farbraum mit 90 Prozent abdeckt und haarscharf noch eine gute Wertung erzielt.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Modus FPS I, Farbeinstellung 6500K, Gamma FPS (High), Helligkeit 100 und Kontrast 50. Da Spieleeinstellungen in den meisten Fällen wenig Wert auf Farbtreue legen, wählen wir die Web-Einstellung, die laut Handbuch für die Anzeige von Webbrowsern geeignet ist.

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung.

In der Web-Einstellung trifft der Weißpunkt die vorgegebene Farbtemperatur von 6500K sehr genau. Auch die Graustufen bleiben fast alle in einem engen Bereich von +/- 100K, dennoch sind die deltaC-Abweichungen und der Rangewert wegen der unbefriedigenden Farbmischung ziemlich hoch. Die Gammakurve verläuft einigermaßen parallel zur Normkurve, aber bei 2,4 statt 2,2 und damit zu hoch.

Einen sRGB-Modus bietet der FG2421 nicht, daher untersuchen wir auch die Buntfarben in der Werkseinstellung. Hier fallen vor allem die hohen Abweichungen der Grundfarben Rot und Grün auf, auch die Mischfarben gelingen nicht überzeugend.

Für normale Anwendungen im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe nicht zu beanstanden. Für farbverbindliches Arbeiten reicht sie jedoch keinesfalls, hier können wir nur eine sehr schlechte Note vergeben.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erzielt. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) erreicht man erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus (User 1 mit Gamma 2.2) justiert. Der gemessene Gammawert lag mit 2,46 allerdings viel zu hoch, daher haben wir die Prozedur mit der Gammaeinstellung 2.0 wiederholt. Jetzt musste der Grün-Regler um 5,5 Punkte abgesenkt werden, der Blau-Regler gar um 11,5. Der anschließend gemessene Gammawert von 2,23 war dann in Ordnung.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe durch die Kalibration verbessert wird. Die Abweichungen bei den Graustufen sind sehr viel kleiner geworden, und die Gammakurve folgt jetzt dem Normverlauf. Auch bei den Mischfarben messen wir vielfach sehr viel kleinere Abweichungen. Gut ist das alles aber noch lange nicht. Der hohe Rangewert zeigt uns, dass die Farbmischung bei den Graustufen immer noch sehr unterschiedlich ist. Auch bei den Primärfarben sind die Abweichungen immer noch hoch und verdienten bestenfalls eine zufriedenstellende Einzelwertung, der lange Rot-Balken ist aber nicht akzeptabel.

Nach der Kalibrierung erhält die Farbwiedergabe des FG2421 bei farbkritischen Anwendungen insgesamt nur eine schlechte Bewertung. Die Zielgruppe der Gamer muss das aber ganz sicher nicht kümmern.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Für die verschiedenen Auflösungen bietet Eizo drei Einstellungen: Vollbild, Vergrößert und Normal. Damit kann der Anwender selbst entscheiden, ob eine Pixelgenaue Abbildung erfolgen soll oder eine Streckung vom Monitor vorgenommen wird. Die Interpolations-Ergebnisse sind insgesamt befriedigend. Die Linien des Gitters wirken bei nativer Auflösung fein und scharf. Bei 1280x720 hingegen wirken diese Linien fett überzeichnet und trüben den grafischen Eindruck.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

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