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TESTBERICHT: Asus PG348Q Teil 3


Unter der Kategorie "GameVisual" sind sechs Presets zu finden. Sie unterscheiden sich nur geringfügig voneinander und können zum größten Teil nach den eigenen Wünschen abgeändert werden. Ausnahme sind der "Rennmodus", der nicht in der Sättigung verändert werden kann, und der "sRGB Modus", der überhaupt nicht konfiguriert werden kann. Abgesehen von diesen beiden hat man vier Speicherplätze. Kann man auf die Sättigungseinstellungen im "Rennmodus" verzichten (ja, man kann!) sind es sogar fünf Speicherplätze. Nach wie vor ist uns der sRGB-Modus ein Dorn im Auge, da er ohne die Möglichkeit der Helligkeitseinstellung fast unbrauchbar ist.

Die Kategorie "Blaulichtfilter" ist unterteilt in vier Stufen und filtert das schädliche blau-violette Licht aus dem Bild. Je höher die Stufe, desto stärker ist der Effekt. Der Nachteil aller Stufen liegt in der unvermeidbaren Gelbfärbung des Bildes. Stufe 4 entspricht der TÜV-Zertifizierung für wenig blaues Licht. Hier ist allerdings die Helligkeitseinstellung fix und erreicht nur noch eine Leuchtdichte von 73 cd/m². Die folgenden Bilder zeigen im Vergleich ein Bild mit Blaulichtfilter in der Stufe 4 und das andere in den Werkseinstellungen bei 140 cd/m².

Links: Blaulichtfilter auf Stufe 4; rechts: Werkseinstellungen bei 140 cd/m²

Die Kategorie "Farbe" macht klar, dass es sich nicht um ein Display für Bildbearbeiter handelt, da die Farbtemperatur einzig mit Begrifflichkeiten wie "kühl", "normal" und "warm" dargestellt wird. Eine Gammaeinstellung ist erst gar nicht vorhanden.

Die weiteren Einstellungsmöglichkeiten bieten nichts Außergewöhnliches mehr. Wie auch bei seinen Vorgängern ist keine Möglichkeit vorhanden, das Seitenverhältnis einzustellen. Unter "Bildeinrichtung" würde man diese Option eigentlich erwarten. Überraschenderweise befindet sich hier alleine die Einstellungsebene für den Overdrive.

Insgesamt ist das OSD-Menü sehr übersichtlich und modern gestaltet, und ASUS hat gut daran getan, dieses von den Vorgängern zu übernehmen.

Bildqualität

Der ASUS PG348Q verfügt über ein Semiglossy-Panel. Das heißt, es ist nicht komplett matt, sondern spiegelt ganz leicht. Das hat den Vorteil, dass die Farben etwas strahlender sind, als bei einem völlig entspiegelten Panel. Leuchtet man mit einer Taschenlampe direkt auf den Bildschirm, wird das Licht trotzdem gebrochen und gestreut wiedergegeben. Uns gefällt diese Art der Oberfläche sehr gut, da das Verhältnis sehr ausgewogen ist.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 80, Kontrast 50, Farbtemperatur "Anwendermodus", Bildmodus "Racing Mode". Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der ASUS PG348Q meistert den Grauverlauf durchschnittlich. Auch hier sehen wir die übliche Farbtreppe nahe der Mitte in den hellen Grautönen. Der seitliche Blick auf das Panel offenbart eine minimale Blaufärbung der hellen Grautöne. Die Graustufendarstellung gelingt dafür besser. Die hellen Grautöne können sich allesamt vom Hintergrund absetzen. Die dunklen Grautöne schneiden drei Felder schlechter ab. Bei seitlicher Ansicht verlieren die hellen Töne vier Felder, während die dunklen nur noch bis zum sechstletzten Feld vom Hintergrund zu unterscheiden sind.

Graustufen des ASUS PG348Q

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung

Hier liefert der ASUS PG348Q keine gute Leistung ab. Deutlich ist in der linken unteren Ecke das große orangene Highlight zu erkennen, das etwa 250 mm zur Mitte einstrahlt. In den oberen Ecken ist das Problem nicht so stark ausgeprägt, aber noch sehr stark sichtbar. Die rechte untere Ecke kommt einem ordentlichen Ergebnis noch am nächsten. Eine Wolkenbildung hingegen ist nur in geringem Maße zu beobachten. Leider ist die Problematik selbst in einem hellen Raum noch erkennbar.

Auch in einem hellen Raum kann man die Highlights erkennen

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des ASUS PG348Q

Mit einer maximalen Leuchtdichte von 332 cd/m² bei nativem Weißpunkt erreicht der ASUS PG348Q rund 10 Prozent mehr, als im Datenblatt angegeben. Da das Display über eine gute Werksabstimmung verfügt, bleiben 320 cd/m² übrig, wenn D65 als Weißpunkt definiert wird. Mit 30 cd/m² lässt sich das Testgerät sehr weit herunterregeln, so dass auch ein Arbeiten oder Spielen bei absoluter Dunkelheit möglich ist, ohne geblendet zu werden.

Das durchschnittliche Kontrastverhältnis erreicht einen guten Wert von 986:1. Das ist nur minimal weniger, als vom Hersteller angegeben. Nach der Kalibrierung steigt der Wert sogar noch etwas und erreicht dann ein durchschnittliches Kontrastverhältnis von 992:1.

Bildhomogenität

Links Helligkeitsverteilung in Prozent, rechts Farbreinheit in Delta C des ASUS PG348Q

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (also die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 6,85 Prozent und einer maximalen Abweichung von 17,61 Prozent erreicht das Display in beiden Fällen ein befriedigendes Ergebnis. Die Abweichungen im oberen Bereich liegen dabei etwas höher, als im unteren Bereich. In der Farbreinheit schneidet der ASUS PG348Q besser ab und erreicht sowohl bei dem durchschnittlichen Delta C mit einem Wert von 1,1 als auch bei der maximalen Abweichung mit einem Wert von 2,37 ein gutes Ergebnis.

Coating

Links das Coating des ASUS PG348Q, rechts das Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des ASUS PG348Q bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel

Hier liefert der PG348Q eine gute Leistung ab. Die Farbgebung bleibt auch bei extremen Betrachtungswinkeln stabil. Der übliche Kontrastverlust fällt bei seitlicher Betrachtung stärker auf, als bei extremen horizontalen Blickwinkeln.

Interpolation

Wie bei den anderen ROG-Swift-Displays bietet auch der ASUS PG348Q keine Möglichkeit, im OSD-Menü auf das Bildformat in irgendeiner Weise Einfluss zu nehmen. So muss man sich auf das Quellgerät verlassen. Wir haben zur Beurteilung unser Testbild herangezogen, das in der Mitte über ein fein aufgelöstes Gitter verfügt. Bei der nativen Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln ist es natürlich sehr scharf und alle feinen Details sind zu erkennen.

Bei der großen HD-Auflösung laufen die Linien etwas zu und erscheinen nicht mehr ganz so filigran. Auch das Kreuz wirkt etwas grobschlächtiger, aber noch in guter Qualität. Die kleine HD-Auflösung mit 1280 x 720 Pixeln ist aber dann doch zu sehr vergrößert und die feinen Details gehen verloren. Ein Schärferegler ist nicht zu finden.

Testgrafik: Links nativ (Original), rechts 1920 x 1080 (Original)

Testgrafik: 1280 x 720 (Original)

Text kann selbst bis zu der kleinen HD-Auflösung noch überzeugen und ist auch in fetten Lettern bei 7 Punkt noch problemlos zu lesen.

Textwiedergabe: Links nativ (Original), rechts 1920 x 1.080 (Original)

Textwiedergabe: 1280 x 720 (Original)

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