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TESTBERICHT: Sony KD-49XD8005 Teil 4


Im SDR-Betrieb entlockt der 49-Zöller seinem Edge-LED-Backlight maximal 300 Candela, was sogar fürs Fernsehen unter (nicht allzu starkem) Umgebungslicht ausreicht. Unsere APL-Messungen (Average Picture Level) bescheinigen dem Gerät über den gesamten Bereich eine gleichbleibende Leuchtkraft, sie nimmt also selbst beim Vergrößern des Weißanteils von 10 auf 100 Prozent nicht ab. Leider kann der KD-49XD8005 seine Helligkeitsreserven in dunklen Bildbereichen nicht gänzlich verbergen: Im Schwarzfeld messen wir einen Wert von fast 0,3 Candela, während die meisten Konkurrenten nicht über 0,05 Candela hinausgehen.

Dadurch verliert er in den nächtlichen Szenen aus "Captain Philips" oder im Weltraum-Thriller "Gravity" an Plastizität und Tiefe, was auch der magere ANSI-Kontrast von 645:1 unterstreicht. Ein weiterer Kritikpunkt ist die nicht ganz gleichmäßige Ausleuchtung. Zudem könnte der Blickwinkel im Hinblick auf den Kontrast und die Helligkeit breiter sein. Dafür werden die Farben aus seitlicher Perspektive kaum verfälscht, und auch die hohe Detailtreue weiß zu gefallen.

Der Kontrast (gelb) bleibt aus seitlicher Perspektive mit 86 Prozent sehr stabil, während die Helligkeit (rot) im Blickwinkelbereich zwischen 10 und 60 Grad um etwa 43 Prozent abnimmt.

Empfehlenswerte Einstellungen

Bildmodus: Cinema Pro, Lichtsensor: aus, Kontrast: maximal, Schwarzwert: 51, Erweitetes Kontrastverhältnis: aus, Farbton: 0, Farbbrillanz: aus, Reality Creation: automatisch, Zufälliges Rauschen reduzieren: aus, Motionflow: Anwender, Glätte: Minimum, Automatischer Anzeigebereich: aus, Schwarzabgleich: aus, Helligkeit: 42, Gamma: -2, Farbe: 54, Farbtemperatur: Experte 1, Farbraum: automatisch, Bildschärfe: 50, Mastered in 4K: ein, Digitales Rauschen reduzieren: aus, Klarheit: Min (TV:1), Wide Modus: Wide und Anzeigebereich: Vollpixel.

Die vorgeschlagenen Werte wurde ermittelt bei einem abgedunkelten Raum und HDTV-Wiedergabe über den HDMI-Eingang. Abweicheungen wegen einer eventuellen Serienstreuung sind nicht auszuschließen.

HDR-Videos noch heller und brillanter

Anders als seine Brüder offeriert der KD-49XD8005 keinen speziellen Bildmodus für dynamikreiche Videos, weshalb wir anfangs ehrlich gesagt an der HDR-Fähigkeit zweifelten. Unsere Bedenken verflogen beim Zuspielen von High-Dynamic-Range-Signalen aber sehr schnell: Wo SDR-Inhalte mit maximal 291 Candela leuchten, sind im HDR-Betrieb bis zu 402 Candela pro Quadratmeter möglich – auch hier spielt es keine Rolle, ob wir im kleinen Zehn-Prozent-Fenster, bei mittlerer APL-Auslastung oder im vollflächigen Weißbild messen. Der Wert basiert auf dem gleichen Preset "Cinema pro", da dieses nach wie vor die besten Farben liefert. Allerdings neigen Spitzlichter in HDR-Clips zum Übersteuern, weshalb man den Kontrast hier um zehn Stufen absenken sollte. Einen ähnlichen Effekt erzielt man im Modus "Cinema pro", wobei Grautöne dann leicht bläulich erscheinen.

Ob sich der Sony KD-49XD8005 wirklich im HDR-Betrieb befindet, sieht man an einer kleinen Einblendung oben links im Bildmenü. Einen speziellen Modus gibt es nicht.

Den gewohnten HDR-Look erzeugt der Fernseher natürlich nicht bloß durch die Steigerung der Leuchtkraft, sondern ebenso durch eine Erweiterung des Farbraums in Richtung Rot und Grün. Spielfilme auf Ultra-HD-Blu-rays wie zum Beispiel "Lucy" oder "The Revenant" wirken dadurch sichtbar brillanter als die Standardversion. Ein Manko bleibt jedoch der dürftige Kontrast, was vor allem dem aufgehellten Schwarz geschuldet ist. Hier haben preislich vergleichbare TV-Modelle die Nase vorn, von den teuren Flaggschiffen wie Sonys KD-65XD9305 oder KD-65ZD9 ganz zu schweigen.

Dank seines Triluminos-Displays kann der Sony KD-49XD8005 einen erweiterten Farbraum darstellen, was vor allem HDR-Videos zugutekommt. Die Topmodelle decken allerdings ein noch größeres Spektrum ab.

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