Lebensdauerbestimmende Faktoren bei TFT-Monitoren

  • Hallo,


    was sind Eurer Meinung nach die lebensdauerbestimmenden Parameter bei TFT-Monitoren ?


    Ich meine dabei zum Beispiel Helligkeit, Kontrast etc.


    Kennt jemand eine Info-Quelle ( Web Page ) von der man technisches Know How ( Schaltungstechnik etc. ) über TFT-Monitore bekommen kann ?


    Für Eure Unterstützung vielen Dank !



    Grüße Paul

  • Das Backlight. Wird zumindest immer gesagt. Der Rest würde wohl länger funktionieren. Daher wird auch die Entwicklung von LED-Backlights so aufmerksam verfolgt, ausserdem ist mit LEDs eine gleichmäßigere Ausleuchtung möglich.

    Bevor Ihr eine Frage stellt, schaut bitte in die FAQ. Die meisten Fragen wurden schon einmal gestellt und sind dort ausführlich beantwortet. Auch das Lexikon ist immer einen Blick wert.

  • Das Backlight läßt sich reparieren.


    Das Backlight wird mit der Helligkeit gesteuert, korrekt ?


    Bedeutet geringere Helligkeit einer höhere Lebensdauer der Backlights ?

  • Das Backlight sind zwei oder drei Röhren. Die werden beim Runterregeln der Helligkeit einfach gedimmt. Deswegen ist die Helligkeit bei Einstellung "0" auch nicht wirklich 0, sondern einfach nur etwas dunkler. Und jetzt die Frage:
    Ist es für eine Neonröhre besser, wenn sie volles Rohr, also mit maximaler Spannung, betrieben wird, oder ist eine gewisse Dimmung schonender? Das weiss ich auch nicht.

    Bevor Ihr eine Frage stellt, schaut bitte in die FAQ. Die meisten Fragen wurden schon einmal gestellt und sind dort ausführlich beantwortet. Auch das Lexikon ist immer einen Blick wert.

  • Wobei in einem TFT wohl Kaltkathoden verbaut sein werden und keine Neonröhren.
    Bei Neonröhren würde man das starten wohl hören und sehen.

  • CCFL = Cold Cathode Fluorescence Lamps


    Diese Art von Lampen lassen sich dimmen, klassische Neoröhren, glaube ich, nicht.



    Doch wie steht es mit der Lebensdauer, wenn gedimmed wird ?

  • irgendwo hab ich gelesen, dass geringere helligkeit besser sei; oder geben die hersteller nicht selbst an, dass die lebensdauer bei 50% oder 80% (oder ähnlich) so und so viele stunden beträgt?!


    noch ne frage: bei meinem alten eizo l565 musste ich ein flimmern erkennen, wenn die helligkeit unter 50 % fiel (oder ähnlich)= gingen ganz schnell an und aus, um die gewünschte helligkeit zu erzeugen. das konnte ich bisher nur bei diesem edel-modell ferststellen, bei allen anderen nicht. (mit dem "fingertest": weißen bildschirm einstellen, z.b. leeres word-dokument, und dann ganz schnell einen finger vor dem schirm hin und her bewegen: sieht man mehrere finger, flimmerts. sieht man einen verwischenden finger, flimmerts nicht).

  • Geringere Helligkeit bedeutet ein kleineres Tastverhältnis.


    Ich gehe davon aus, daß die Dimmfrequenz weit über 50 Hz liegt.
    Mit Überlagerungseffekten ist bei TFT's nur in Bezug auf wechselnde Bildinhalte
    zu rechnen.



    Ist es sinnvoll, den Kontrast zu erhöhen und dafür die Helligkeit etwas
    zurückzunehmen ?

  • Leider bin auch ich nicht firm in der Technik der TFT.
    Aber drei Sachen fallen mir dazu ein:


    1___In einem anderen Thread ging es um die Werkstatteinstellungen eines TFT. Und da war (wenn ich mich recht erinnere) die Rede davon, dass man dort z.B. nicht heller einstellen darf, weil sonst die Lebensdauer extrem eingeschränkt würde. Die Helligkeit an den normalen Bedienelementen eizustellen ist -logo- erlaubt.


    2___Ich würde nicht zugunsten einer um 3 Wochen verlängerten Bildschirmlebensdauer meine Augen schocken ;) Will sagen: ich stelle das Bild mit der Hilfe von z.B. Testprogs in Richtung bester Farbwiedergabe ein. Und wenn es im Zimmer dunkel ist, stelle ich solange Helligkeit und Kontrast runter. Nicht mehr und nicht weniger.


    3___Was auf jeden Fall die Lebensdauer herabsetzen dürfte, sind Schocks (es gibt einen Thread von wegen TFT auf Waschmaschine 8o ), Einbau in Schränke ohne Luftspalt, oftmaliger Transport, besonders tolles Reinigen der Oberfläche durch Schruppen mit Papiertüchern (am besten mit scharfen Reinigern getränkt) und andere ähnliche Gemeinheiten.


    Aber ich sehe ein: Deine ursprünglich gestellten Fragen sind damit eigentlich nicht wirklich beantwortet. Vielleicht findet sich noch ein Wisser. ;)

    Es reicht nicht aus, keinen Einfall zu haben. Man muss auch unfähig sein, ihn in die Tat umzusetzen! ;)

  • Hallöchen zunächst einmal!


    Nach Tagen des Studierens dieses klasse Forums muss ich mich doch auch mal zu Worten melden.
    Leider kann ich hier auch keine Technikdetails beitragen sondern nur eine weitere Frage, da mich die Lebensdauer-Frage auch sehr beschäftigt. Sie bestimmt irgendwie das Budget, dass ich bereit bin auszugeben.


    Also:
    Bezieht sich die Lebensdauer aussschließlich auf die Betriebsstunden oder tritt auch eine Art "schleichender Verschleiß" über der Zeit (absolut) auf??


    Irgendwo hier im Forum habe ich mal gelesen, dass das Backlight nach ca. 3-5 Jahren rapide nachlässt => grundsätzlich, oder nur wenn ich entsprechend die X tausend Stunden Betriebsdauer hinter mir habe?
    Wäre dies, wenn ja, ein Garantiefall? Eizo bietet ja bspw. inzwischen 5 Jahre Garantie!


    Vielen Dank für Eure Hilfe
    MoonLight

  • MoonLight


    Interessante Frage !


    Daß CCFL-Röhren einem Alterungsprozeß unterliegen ist mir ebenso unbekannt.


    Man sollte meinen, daß man bei den 3 bis 5 Jahren eine bestimmte Nutzungsdauer pro Tag unterstellt.


    Geht man von 8 Stunden Nutzung pro Tag aus und 220 Tage Pro Jahr kommen nach 5 Jahren 8800 Betriebstunden zusammen.


    CCFL sollen aber eine wesentlich höhere Lebensdauer haben.
    Hier werden Werte von 30 bis 50 Tausend angegeben.



    Und in diversen CCFL Applikationen wird für Anwendungszeiträume von mehr als 10 Jahren produziert.


    Woher hast Du diese Angaben ?



    Grüße


    Paul

  • MoonLight


    Das entscheidende sind die Betriebsstunden, also die Stunden, in denen der Kraftschalter ;) auf "an" steht. Das ist so ähnlich wie eine Leuchtstofflampe. Und auch die Elektronik - wie in der HiFi-Technik üblich - wird nur belastet, wenn das Gerät an ist.


    Effekte wie in Uralt-HiFi-Technik, wo Germanium-Transistoren tatsächlich im Laufe der Zeit ihre Spezifikationen änderten, sind mir für die heutige Zeit nicht bekannt. Rosten kann das Alu und der Kunststoff vom Gehäuse auch nicht.


    Also: ich glaube, dass der reine Zeitwert nur nachlässt, was die Leistung im Vergleich zu neu kaufbaren Geräten angeht. In 5 Jahren wirst Du Dir (vielleicht) einen neuen TFT kaufen, weil der neue nur noch 0,1 mm große Pix hat, oder weil er in eine Brille integriert ist ;) 8)


    EDIT: noch ein Wort zur Garantie: da muss man aufpassen, ob in der G. auch das backlight enthalten ist. Das hatte eine Firma mal ausgeschlossen. Und die Betriebsstunden werden im Gerät gezählt und gespeichert. So lässt sich für Werkstatt-Personal auslesen, ob das Gerät normal verwendet wurde. :END_EDIT

    Es reicht nicht aus, keinen Einfall zu haben. Man muss auch unfähig sein, ihn in die Tat umzusetzen! ;)

    Edited once, last by lima-indi ().

  • Ich habe auch schon gehört, dass insbesondere häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer beinträchtigen.
    Es gab in ner c't wohl mal den Rat, deswegen die Standby-Zeit auf 30-60 Minuten zu stellen, damit der Monitor nicht so oft ein- und ausgeschaltet wird.
    Da die CCFL-Röhren per Datenblatt alle so um die 50.000 Stunden laufen würden sie selbst im Dauerbetrieb 2083 Tage > 5,5 Jahre halten.
    Also bei Halbtagsbetrieb 10 Jahre. Da die Dinger tatsächlich aber früher kaputt gehen, kanns ja nicht nur an der Betriebsdauer liegen. Also ist es wahrscheinlich, dass die Schaltvorgänge auch einen Einfluss haben.


    Btw: Weiß hier jemand, was es kostet eine/mehrere defekte CCFL-Röhren außerhalb der Garantiezeit tauschen zu lassen? Wäre ja interessant, da ich nicht glaube, dass die innerhalb von 3 Jahren (Samsung) kaputtgehen.

  • Paul
    das würde auch meinem Verständnis entsprechen.


    Die 3-5 Jahre habe ich hier im Forum aufgeschnappt:


    in:


    Quote

    Original von nickpicker


    Dann sollte man aber auch bedenken, dass die Leuchtkraft der Hintergrundbeleuchtung bei einem LCD-Display nicht wie bei einem CRT langsam aber stetig, sondern nach 3 bis 5 Jahren schlagartig abnimmt ...


    Auch wäre es bei dieser Kalkulation sinnvoll, ein Gerät mit entsprechend langer Garantiezeit zu wählen ;)


    @Lima
    klar gehe ich auch davon aus in ca. 5Jahren mir enen neuen Monitor zu leisten. Anwendungen wo man seinen alten dennoch gut verwenden kann gibt es aber doch genug; und sei es nur für den Homeserver...
    Bei den Preisen fänd ich es halt schon schön wenn die TFTs dann auch 5-10 Jahre bei annähernd gleichbleibender Quali funktionieren würden.


    @streawkceur
    Das mit den Einschaltzyklen klingt logisch... hier müsste man sich wohl mal mit dem Aufbau der CCFLs auseinandersetzen...


    Was ist denn eigentlich mit den einzelnen Pixeln. Ein "sog." Fachhändler sagte mir mal "...die sind entweder [direkt] kaputt, oder halten ewig...!" ???
    Weiß hier jemand mehr?


    Viele Grüße
    ML

  • Quote

    Was ist denn eigentlich mit den einzelnen Pixeln. Ein "sog." Fachhändler sagte mir mal "...die sind entweder [direkt] kaputt, oder halten ewig...!" ???


    Also ich habe persönlich bei meinem Notebook die Erfahrung gemacht, dass die Pixelfehler auch später noch auftauchen können.
    Da war das nach nem halben Jahr der Fall. Kann auch sein, dass er mit vorher nicht aufgefallen ist.
    Ich meine aber, dass auch einige Leute hier im Forum berichtet/beklagt haben, dass die Fehler nach und nach auftraten.


    <statisik-mode>
    Die Häufigkeit der Pixelfehler wird wohl exponentialverteit sein, wie sehr häufig bei technischen Geräten. Die Exponentialverteilung sagt in etwa, dass die meisten Ausfälle tatsächlich am ehesten am Anfang auftreten. Mit zunehmendem Alter werden Ausfälle unwahrscheinlicher.
    </statisik-mode>

  • TFTler


    Welche physikalische Größe wird durch die Kontrasteinstellung verändert ?
    Die Spannung an den Pixeln ?


    krong


    Thermische und machanische Spannungen können eine Rolle spielen.


    Inwieweit die Flüssigkristalle bzw. deren physikalischen Eigenschaften zeitlichen Veränderungen ( long term ) unterliegen ist mir unbekannt.


    Auch die Transistoren können den Geist aufgeben. ( bei 1,4 Mio. Transistoren ...) Möglicherweise liegt dies dann aber an der Passivierung.


    Fragen über Fragen....


    Gibt es hier niemand, der in einer Entwicklungsabteilung ( Schwerpunkt TFT's ) arbeitet ?