NEC LCD2470WNX (Prad.de)

  • Zur Klarstellung der Aussagen, meine Formulierung war genau so gemeint, wie sie geschrieben war, und beide Interpretationen sind praxisnah. Denn es kann sowohl sein, dass die beim Testgerät gemachten Beobachtungen des Overdrive bei anderen Geräten der Serie geringer sind, als auch, dass sie garnicht vorhanden sind. An diese Unsicherheit der teilweise starken Serienstreuung sind aber nicht wir, sondern die Hersteller schuld.n.


    Z.b. weiß ich vom PRAD Test zum VP930, dass die negativen Beobachtungen des Tests bei nur 1 meiner 5 eigenen Geräte zutrafen. Trotzdem sind 2 von Tausenden schon genug, um zu vermuten, dass die Beobachtungen auch andere Geräte der Serie betreffen können. Beim VP2330 ist es so, dass die Farbergebnisse des PRAD Tests deutlich besser sind, als bei meinem eigenen Gerät.


    Deshalb muss man aber nicht jede in Testartikeln gemachte Aussage in den Konjunktiv setzen, oder gleich den gesamten Sinn von Gerätetests anzweifeln. In der Regel wird man davon jedoch davon ausgehen können, dass die meisten Beobachtungen eines Testgerätes mit dem Rest der Serie einigermaßen übereinstimmen. Und selbst dann sollte man bedenken, dass die Geräte einen ganzen Testparcour durchlaufen. Selbst wenn also einzelne Testergebnisse von der Masse der Serie abweichen, wird es beim Rest eher nicht so sein. Wir müssten ja schon großes Pech haben, ein besonders schlechtes oder defektes Gerät erwischt zu haben. Negative Beobachtungen an einzelnen Testgeräten sind für die Leser selbst dann wertvoll, wenn der Rest der Serie nicht betroffen ist! So weiß nämlich jeder Leser, worauf er bei seinem Gerät achten muss, um evtl. Probleme schnell erkennen zu können. Und die Hersteller sind durchaus auch mal dankbar, wenn sie auf diesem Weg von potentiellen Problemen erfahren, mit denen sich der Service vielleicht noch auseinandersetzen muss. 8)


    Gerade bei teureren Geräten renomierter Hersteller möchte man zumindest davon ausgehen, dass die Qualitätssicherung des Herstellers allzu starke Serienschwankungen ausschließt. Dennoch ist es in der Realität so, dass TFT (auch über 1000 Euro) einen Massenartikel mit sehr kurzlebigen Produktzyklen darstellen, entsprechend hält das Engagement der Hersteller, jede einzelne Funktion eines einzelnen Gerät zu prüfen in Grenzen. Im Zweifelsfall wird eher vom Service ausgetauscht, das ist günstiger. Der Grad der Qualitätssicherung wird sich nicht nur von Hersteller zu Hersteller unterscheiden, sondern auch von Model zu Model (und Herstellungsort zu Herstellungsort). Persönlich bin ich zwar nicht glücklich mit dem allgemeinen Grad der Qualität und Stand der TFT Technik, aber diese Technik ist nunmal das, was man zur Zeit zu bezahlbaren Preisen kaufen kann! Besseres wird tröpfenweise kommen, wie bei fast allen Produkten im Medienbereich. Die meisten Leute wollen aber heute einen Monitor kaufen, also testet PRAD das, was aktuell zu aktuellen Produktions- und Marktbedingungen angeboten wird.


    Fast unabhängig davon, kann nach meiner persönlichen Erfahrung - und die ist Grundlage meiner Äußerungen hier im Forum - gerade die Overdrive Ansteuerung in den Extremen von Gerät zu Gerät stark variieren (also bei Farbwechseln, die einem TFT von Haus aus besonders schwer fallen). Im Gegensatz zu Helligkeitsverteilung sind Serienschwankungen beim Overdrive aber noch keine allgemeine Folklore und somit noch keiner expliziten Erwähnung in Testartikeln wert. Meine besonders subjektive, und auf noch zu wenigen unterschiedlichen Geräten basierende Erfahrung, habe ich dennoch Interessenten des Monitors hier im Forum mitgeteilt. Das darf aber gerne diskutiert werden, dafür ist das Forum ja da. ;)


    Fazit: Wenn jetzt mehrere Interessenten des NEC 2470WNX nur aufgrund eines einzelnen Testteils Bedenken haben, dann sollten sie sich das Gerät selbst nochmal ansehen. Wenn mehrere Testteile gegen einen Kauf sprechen, dann kann man sich die Energie sparen. Wenn also z.B., wie bei FlashBFE, die Latenz eine zusätzliche Rolle spielt, dann sieht man sich besser nach einem anderen Gerät um. Die Latenz dürfte deutlich weniger (bzw. keinen) Schwankungen über die Serie unterworfen sein, was einigen Leuten wohl schon bei 2 Frames als Problem ansehen.

  • Diese Diskussion ist ja gut und schön, nur wie jetzt was formuliert ist etc. bringt mich in meiner Kaufentscheidung nicht wirklich weiter,sorry. Was ich vorschlagen würde: Könntest du die Szenen / Videos die dich zu deinem Testurteil gebracht haben eventuell mit größeren Bildern, einem Video oder dem entsprechenden (HL2)-Savegame online zur Verfügung stellen? So hätten potentielle Tester bzw. Käufer die das Gerät zu Hause haben eine relativ leichte Methode zu sehen ob es sich um ein generelles Problem, eine Serienstreuung oder nur ein ganz persönliches Empfinden handelt. Gleichzeitig sollten derartige Testergebnisse auch bei euch in der Redi diskutiert werden damit beim Test von Vergleichsmodellen (wie den neuen 24er Eizos) explizit ein Vergleich möglich ist und man somit eine weitere Kaufhilfe erhält. Vergleichstest mit 3-4 Monitoren gleichzeitig sind ja leider nicht drin, ihr seid ja auch kein Vollzeitprintmagazin. Weitere Frage: Gibt es einen zeitlichen Rahmen wann Tests der Konkurrenten von Eizo und Dell (die Neuauflage des 2407) bei euch erscheinen?

  • Größere Bilder werden nichts bringen, da die Bilder keine bewegten Szenen zeigen, sondern nur zeigen sollen, anhand welcher Szene getestet wurde. Ein Foto von einer bewegten Szene wäre bei längerer Belichtung entweder unscharf, und zeigt bei kurzer Belichtung eben nur ein Standbild (so wie es jetzt auch ist).


    Ein Video kann nicht mehr erstellt werden, da der Monitor nicht mehr hier ist. Auch ansonsten gehören Videos nicht zu unserem Testprozedere. Zwar könnten sie einige Kleinigkeiten demonstrieren, aber ansonsten hält sich der Informationsgehalt von komprimiertem MPEG-Videomaterial mit verworfenen Farbinformationen (4:2:0 bzw. 4:2:2) bei Monitortests in Grenzen.


    Zum Overdrive Verhalten des NEC: dunkle Schatten hinter hellen Objekten, die bei einigen Farbkombinationen zu bunten Farbenspielen führen (sprich hinter hellen Objekten werden Farben nachgezogen, die so nicht ins Bild gehören). Das kommt dadurch, dass das Overdrive an dieser Stelle zu stark eingreift. Beim Abfall von hellsten zu mittleren Farben wird die Spannung kurzzeitig zu stark gesenkt wird. Bei einer bunt melierten Fläche, wie den Mauern in der Halflife2 Szene, kann es durch die Kombination von Unterspannung (Wechsel von Hell zu Dunkel) und Überspannung (Wechsel von Dunkel zu Hell, das meistert der NEC relativ gut) zu den beschriebenen Farbenspielen kommen. In der Mauerszene tauchten so bei Schwenks Türkistöne auf, die in der Mauer eigentlich nicht vorhanden waren. Das kann schon mal ein unerwartet buntes Farbenspiel ergeben, das ich vorher so noch nicht bei einem Monitor gesehen hatte (die dunklen Schatten aber sehr wohl schon). Es ist aber nicht so, dass plötzlich Rot auftaucht, wo vorher überhaupt kein Rotton enthalten war.

  • Macht doch euch nicht verrückt, fragen wir doch am besten die, die schon einen haben und wie sie es beurteilen!

    mfG sgthawk


    "640kb RAM werden in 20 Jahren noch ausreichen."
    bill Gates

  • naja letzten Endes merkt man von den genannten Sachen nicht wirklich was beim Spielen.. mir ist zumindest bei HL2 noch nichts aufgefallen.. der kontrast ist einfach nur geil! :) Hab jetzt zuletzt auch mal Flatout 2 wieder ausgekramt und das läuft perfekt ohne Schlieren und ohne Farbfehler. Wichtig ist halt wirklich nur ne ordentliche Hardware damit man alles in nativ zocken kann dann passt das schon. Für mich als Gelegenheitsspieler und auch sonst zur Arbeit ist der Monitor auf jedenfall perfekt.

  • Danke für einen weiteren, hilfreichen Test. Ich suche nach einem Display für den Grafik-Bereich (Photo & Print, etwas Web), habe nicht das Budget für einen NEC SpectraView Reference oder etwas ähnliches. Aus dem Artikel kann ich nicht scharf ablesen, ob im dreistelligen Preisbereich der getestete NEC bereits zu den besten für farbkritische Arbeiten gehört, oder ob er als Grafik-tauglicher Allrounder eben ganz gut ist.
    Anders gefragt: Ist dieses TFT in seiner Preisklasse gut oder sehr gut für den Grafik-Einsatz. Danke!


    Hier einige Zitate zum Thema:


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    http://www.prad.de/new/news/shownews975.html Besonders im Bereich der Bildbearbeitung kann der NEC LCD2470WNX im Test erstaunlich gut abschneiden. Der sRGB-Farbraum wird präzise dargestellt und der 24 Zöller erfüllt sogar die UGRA-Normen für professionelle Grafiker-Monitore.


    Quote

    http://www.prad.de/new/monitor…-teil6.html#Bildqualitaet Das Display bietet an sich ein gutes Bild, dessen Gesamteindruck allerdings von leichtem Banding bzw. ebenfalls leichten Farbstichen bei der Darstellung grauer Farbverläufe etwas getrübt wird. Bildqualität und Farbechtheit sind jedoch billigeren TN-Panels sichtbar überlegen.


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    http://www.prad.de/new/monitor…nx-teil7.html#Kalibration Der Isocoated-Farbraum wird vom NEC LCD2470WNX gut bis sehr gut abgedeckt. Insgesamt bietet der TFT einen guten Farbraum und deckt sowohl sRGB als auch Isocoated hinreichend ab. Damit ist der Großteil der Anwender gut bedient. Eine sehr gute Bewertung ist Modellen mit besonders großem Farbraum vorbehalten, wie ihn z.B. der NEC LCD2690WUXi bietet.


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    Wir können wohl kaum von jedem Hersteller 5 Geräte ordern, um die Testbasis zu verbessern. Zumal wir die Testgeräte von den Herstellern kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Alles andere wäre auch zu unpraktikabel, teuer und aufwendig.


    Das finde ich einen interessanten Punkt. Heißt das, der Hersteller weiß, dass das Gerät getestet wird und kann Euch & anderen Hardware-Magazinen einen vorausgewählten, guten Monitor schicken?

  • re: herrlu


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    Das finde ich einen interessanten Punkt. Heißt das, der Hersteller weiß, dass das Gerät getestet wird und kann Euch & anderen Hardware-Magazinen einen vorausgewählten, guten Monitor schicken?


    Dieser Verdacht wurde schon mehrfach von Usern geäußert. Aus unserer Erfahrung können wir aber sagen, daß die Hersteller uns KEINE VORAUSGEWÄHLTEN Monitore zum testen schicken - dafür waren bei unseren Testgeräten in der Vergangenheit einfach schon zu viele 'nicht ganz mangelfreie' Geräte dabei.


    Wir hatten schon Testgeräte mit Pixelfehlern, defektem OSD usw. - Erst kürzlich hatte ich ein Testgerät auf dem Tisch, welches man uns in total runtergekommenem, verdrecktem Zustand zugeschickt hat. Ich musste erstmal eine ausgedehnte halbstündige 'Grundsanierung' durchführen, um das Teil für unsere Produktphotos einigermaßen kameratauglich zu bekommen. 8o



    Gruß

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    Original von herrlu
    Danke für einen weiteren, hilfreichen Test. Ich suche nach einem Display für den Grafik-Bereich (Photo & Print, etwas Web), habe nicht das Budget für einen NEC SpectraView Reference oder etwas ähnliches. Aus dem Artikel kann ich nicht scharf ablesen, ob im dreistelligen Preisbereich der getestete NEC bereits zu den besten für farbkritische Arbeiten gehört, oder ob er als Grafik-tauglicher Allrounder eben ganz gut ist.
    Anders gefragt: Ist dieses TFT in seiner Preisklasse gut oder sehr gut für den Grafik-Einsatz. Danke!


    Unabhängig von der Preisklasse ist der TFT gut für den Grafik-Einsatz. Ein Sehr Gut würde ich einem Monitor mit Hardware-Gammaeinstellung, 6-Achsen-Farbkontrolle und evtl. größerem Farbraum vorbehalten. Für den sRGB-Farbraum allein (Web, Bildschirmpräsentation, Video) ist er aber sehr gut geeignet. Trotz der genannten "fehlenden" Features ist er aber auch für den Print-Bereich gut geeignet, da er mit Hilfe der Software-Kalibrierung fast allen UGRA-Vorgaben entspricht. Ich hänge das UGRA-Testprotokoll als PDF an. Ich möchte aber darum bitten, auch die Messgrafiken zu studieren, aus denen für den kundigen Grafiker gut hervor geht, wie die Farbraum-Darstellung aussieht.


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    http://www.prad.de/new/news/shownews975.html Besonders im Bereich der Bildbearbeitung kann der NEC LCD2470WNX im Test erstaunlich gut abschneiden. Der sRGB-Farbraum wird präzise dargestellt und der 24 Zöller erfüllt sogar die UGRA-Normen für professionelle Grafiker-Monitore.


    siehe oben


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    http://www.prad.de/new/monitor…-teil6.html#Bildqualitaet Das Display bietet an sich ein gutes Bild, dessen Gesamteindruck allerdings von leichtem Banding bzw. ebenfalls leichten Farbstichen bei der Darstellung grauer Farbverläufe etwas getrübt wird. Bildqualität und Farbechtheit sind jedoch billigeren TN-Panels sichtbar überlegen.


    Dazu muss man bedenken, dass hier vom unkalibriertem Zustand die Rede ist. Die Farbstiche betrafen nur einzelne Grautöne, und finden sich leider auch bei vielen anderen Monitoren. Dass einzelne Farbstufen bereits vor der Software-Kalibration fehlen, ist aber schade, denn je kleiner die Ausgangsbasis, desto kleiner das Endergebniss. Ich habe nicht gezählt, wieviele fehlende Stufen ich erkannt habe, aber es waren nicht auffällig viele (wahrscheinlich weniger als 6). Da die Software-Kalibration jedoch nur ausgesprochen wenig zu korrigieren hatte, wird das leichte Banding wieder wett gemacht (durch Software-Kalibration selbst entsteht umso mehr Banding, je mehr "verbogen" werden muss). Wie man an der Kalibrationskurve erkennt, musste beim 2470 nicht viel an der Ausgabe der Grafikkarte korrigiert werden, um dann auch Graustufen ohne Farbstich bei Gamma sRGB zu erhalten.


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    Der Isocoated-Farbraum wird vom NEC LCD2470WNX gut bis sehr gut abgedeckt. Insgesamt bietet der TFT einen guten Farbraum und deckt sowohl sRGB als auch Isocoated hinreichend ab. Damit ist der Großteil der Anwender gut bedient. Eine sehr gute Bewertung ist Modellen mit besonders großem Farbraum vorbehalten, wie ihn z.B. der NEC LCD2690WUXi bietet.


    Laut UGRA Protokoll wird Isocoated zu 93% abgedeckt, bessere Geräte wie der zitierte NEC schaffen da bis zu 100%. Isocoated (bzw. größere Arbeitsfarbräume wie AdobeRGB, WideGamut und ECI-RGB) ist hauptsächlich für den PRINT-Bereich interessant, da modernen Druckverfahren andere Farbräume abdecken als der relativ kleine sRGB-Farbraum (der so eine Art kleinsten gemeinsamen Nenner darstellt).


    Wie man aus den Gittermodellen erkennt, wird sRGB großenteils abgedeckt. Bis zu mindestens 90% Abdeckungs sRGB-Abdeckung halte ich für "gut", bevorzugt sollten es aber um die 95% liegen, im gesättigten Blaubereich haben alle Geräte Probleme, den nimmt das menschliche Auge aber auch am wenigsten gut wahr. Ein "Sehr Gut" beim Farbraum bleibt mittlerweile solchen Monitoren vorbehalten, die einen größeren Farbraum als sRGB abdecken können (wie den oben genannten LCD2690 oder Eizos CG Serie). Unsere Tests versuchen aufzudecken, welche Monitore im unteren bis mittleren Preissegment auch gut für die Grafikbearbeitung für Bildschirm und Print geeignet sind. Geräte wie der NEC LCD2470WNX sind aber trotzdem keine ausgewiesenen Grafikerdisplays, dazu muss man nach wie vor tiefer in die Tasche greifen. Für die meisten semi-professionellen und teils auch professionellen Anwender bietet der Monitor aber schon ausgesprochen viel Farbqualität, selbst unkalibriert.


    Hochprofessionelle Anwender aus der Bereich Druckvorstufe sind deutlich anspruchvoller (und besser geschult) als die meisten PRAD-Leser. Selbst die Vorgaben der UGRA/FOGRA, welche für die professionelle Druckvorstufe ein Zertifikat anbietet, stellen wieder nur sowas wie den kleinsten gemeinsamen Nenner auf hohem Niveau dar. Es gibt sicher genügend Profis, denen die Tolleranzen der UGRA für ihre eigenen Anwendungen (oder zumindest Sichtweise) zu groß sind (z.B. 90% Abdeckung des Isocoated Farbraums, Maximum deltaE 6).


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    Das finde ich einen interessanten Punkt. Heißt das, der Hersteller weiß, dass das Gerät getestet wird und kann Euch & anderen Hardware-Magazinen einen vorausgewählten, guten Monitor schicken?


    Da wir die Geräte für die Tests nicht im freien Handel einkaufen, kann man das nicht sicher ausschließen, ich halte es aber für sehr unwahrscheinlich. Alleine die Tatsache, dass wir immer wieder Fehler entdecken, die ein deutlich besser geschulter Ingenieur des Hersteller schnell selbst entdecken könnte, spricht dagegen. In den Testartikeln der Internetseite Hardware.fr/Behardware.com wird allerdings immer wieder hervorgehoben, dass die Testgeräte andere Panel enthalten können als die später am Markt erhältlichen (vor allem von Dell scheint da den Kollegen immer wieder gerne Testgeräte mit IPS Panel zu schicken, während die in Europa erhältlichen Marktgeräte VA-Panel besitzen).


    Die Zentralen der Hersteller hier vor Ort (sprich in Deutschland bzw. Europa) fungieren jedoch meist wohl eher als Logistikzentren, die hauptsächlich für den Vertrieb und Support der aus Asien kommen Waren verantwortlich sind. Die haben wenig Einfluss auf das, was die Ingenieure und Entscheider in Asien konkret an den Geräten machen. Man isst quasi, was auf den Tisch kommt, und vertraut darauf, dass die Ware gut genug ist, um in Testartikeln zu bestehen. Aber zurecht vertrauen die Hersteller auch darauf, dass wir die gebotene Qualität in Relation zum reellen Marktangebot setzen, und in unseren Testartikeln nicht bloß unrealistische Idealvorstellungen propagieren.

  • Danke für die schnellen & guten Antworten!


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    Ich möchte aber darum bitten, auch die Messgrafiken zu studieren, aus denen für den kundigen Grafiker gut hervor geht, wie die Farbraum-Darstellung aussieht.


    Ja, das ist ein guter Punkt. Ich finde, er macht sich gut in der unter 1000 Euro Klasse. Hier zum Vergleich einige Farbraumabdeckungen, von TFTs, die ich für ganz brauchbar für Grafik halte:


    HP lp2065
    Eizo 2111w
    NEC 2180nx
    NEC 2470wnx (der hier diskutierte)
    NEC 2180 (zum Vergleich: SpectraView Reference)


    Quote

    Unsere Tests versuchen aufzudecken, welche Monitore im unteren bis mittleren Preissegment auch gut für die Grafikbearbeitung für Bildschirm und Print geeignet sind.


    Und dafür bin ich dankbar, ich kenne keine andere Quelle, der das so gut gelingt.


    Das ich mit einem solchen Display nicht an die (3- bis 4fach so teuren) coloredge und reference Monitore von NEC & Eizo rankomme ist klar! Mich würde interessieren: Welche Monitore unter 1000 Euro sind aus Eurer Sicht für den Grafikbereich die härtesten Konkurrenten neben dem hier diskutierten NEC2470WNX? Wie schätzt ihr den Eizo S2110 oder S2100 oder S2111W im direkten Vergleich ein? (Ich arbeite viel mit Photos in AdobeRGB, mir ist bewusst, dass ich diesen Farbraum nicht im dreistelligen Bereich abdecken kann).



    Zu der Überlegung, ob Testgeräte vorsortiert sein können: Sitzt ihr in München? Oder habt ihr auch ein Tester in Berlin? Wir könnten im letzteren Fall mal überlegen, ob ich Euch meine anstehende Neuanschaffung für einen zweit-Test zur Verfügung stelle...


    Viele Grüße
    lu

  • Die Monitore werden an unterschiedlichen Standorten getestet, in Berlin haben wir aber noch keinen =)

  • Quote

    Original von herrlu
    Das ich mit einem solchen Display nicht an die (3- bis 4fach so teuren) coloredge und reference Monitore von NEC & Eizo rankomme ist klar! Mich würde interessieren: Welche Monitore unter 1000 Euro sind aus Eurer Sicht für den Grafikbereich die härtesten Konkurrenten neben dem hier diskutierten NEC2470WNX? Wie schätzt ihr den Eizo S2110 oder S2100 oder S2111W im direkten Vergleich ein?


    Die S2100 und S2110W habe ich selbst nicht gesehen, der S2111W dürfte aber der gleiche Monitor sein, wie der S2110W, nur um dynamischen Kontrast und Schärfefilter ergänzt. Zum S2111W gibt es einen PRAD-Test (von mir), sie dort mal rein. Grundsätzlich dürften die Eizos mehr für Grafiker bieten, da sie Hardware-Gamma und Sechs-Achsen-Farbkontrolle bieten. Die gemessenen Farbwerte nach der Kalibration lassen sich durch Nutzen der Farbkontrolle noch um einiges verbessern, das erfordert aber einige Geduld samt Trial & Error. Die im Test und von Usern im Forum beschriebenen Homogenitätsauffälligkeiten (vor allem der Gamma-Verteilung) können aber Probleme bereiten bzw. schränken die effektive Arbeitsfläche deutlich auf das Zentrum des Monitors ein.


    Allerdings muss man bedenken, dass fast alle Monitore im unteren bis mittleren Preissegment verglichen mit teureren Grafiker-Displays relativ inhomogen sind. Wir messen in der Regel in der Mitte des Panels und messen nur die Homogenität der Helligkeit übers Panel verteilt. Beim Eizo S2111W führte eine deutliche Auffälligkeit dazu, dass ich auch die Gammawerte gemessen hatte (und eigentlich auch die Weißpunkte, die ebenfalls nicht übers gesamte Display 6500K betrugen, sondern um +/- 100K abwichen, was aber praktisch nicht viel ist).


    Quote

    (Ich arbeite viel mit Photos in AdobeRGB, mir ist bewusst, dass ich diesen Farbraum nicht im dreistelligen Bereich abdecken kann).


    AdobeRGB decken die genannten Geräte alle nicht ab, genaugenommen nicht mal 100% sRGB (meist zwischen 90% und 95%, mit Schwächen beim Blau/Türkis). Viel wichtiger als Dein Quellfarbraum (Fotos) und Arbeitsfarbraum (Monitor) ist aber Dein Zielfarbraum (Ausdruck)! Wenn Du die Fotos nach der Bearbeitung zum normalen Entwickler gibst, dann wird dieser in der Regel ohne Farbmanagment in sRGB drucken/entwickeln, womit Du aus Deinen AdobeRGB Fotos beim Druck keinen Vorteil mehr ziehen kannst, sondern höchstens bei der Bearbeitung. In dem Fall macht die direkte Bearbeitung von RAW-Dateien aber mehr Sinn. Nur wenn Du einen Drucker bzw. Labor-Service hast, der den größeren Farbraum aus auszugeben weiß (im Druck vor allem im Türkis und Grünbereich), hast Du durch AdobeRGB einen Mehrwert, und auch dann oft nur bei extremen Szenen (stark gesättigte Türkistöne bei Wasser/Meeresaufnahmen, Grüntöne bei Naturaufnahmen, und selbst dort nur in wenigen Schattierungen).

  • Hat einer ne Ahnung wo der Unterschied zwischen der Version LCD2470WNX und LCD2470WNX-BK ist ?


    Dann noch ne dumme Frage: würde der auch an ner ollen Matrox G550 laufen ?

  • Eine Frage, habe eben hier gelesen



    dass es bei diesem Test Schwierigkeiten mit HDCP gab?!
    Meine Englischkenntnisse sind leider extrem begrenzt und der Übersetzer von Google macht alles nur noch schlimmer, wie versteht ihr bitte den obersten Abschnitt?


    The 1:1 pixel mapping .....


    in dem dann weiter unten im selben Abschnitt auf eine angebliche Unregelmäßigkeit in Bezug auf die HDCP Fähigkeiten eingegangen wird..


    Danke für Eure Mühe!!!


    Hoffe das ist jetzt kein Doppelpost, da mein anderer thread irgendwie beim einstellen baden gegangen ist...

  • Hallo,


    da ich mit dem Gedanken spiele, mir diesen von prad getesteten Monitor zuzulegen, hätte ich zu dem Test noch eine Frage:
    Dort steht, daß sich die Hintergrundbeleuchtung nur beschränkt reduzieren lässt. Das denkt sich soweit ja auch mit dem Test aus der c't.
    Mich würde an dieser Stelle die minimale, per Helligkeitsregulierung einstellbare Leuchtstärke des Displays interessieren und ob diese Einstellung (auch ohne weitere Reduktion durch Kontrastreduzierung) auch für den Einsatz in einem dunklen Arbeitszimmer (mit Schreibtischlampe) taugt.


    Für eine Info oder Erfahrung eines anderen Benutzers wäre ich dankbar. An dieser Stelle noch zur Info: ich nutze zur Zeit eine Eizo 17 Zoll (L567) mit einer Helligkeitseinstellung um 50%.


    Besten Dank im Vorab,


    der onkelpelle

  • Hi, ich will auch mal meine "Senf" dazu geben:


    Meinen NEC LCD2470WNX hab ich nun seit ein paar Tagen.


    1. Die Helligkeit ist die ersten Male schon erschreckend, selbst bei 50% tun mir nach einer gewissen Zeit die Augen weh (mag auch die Umgewöhnung auf den großen Monitor, vorher 17", gewesen sein).
    Ob das mit oder ohne Kontrastreduzierung ist, weiß ich nicht, wie ich das rausfinden soll ... ;)


    2. Ich höre "nur" ein leichtes Surren des Netzteils (Helligkeitsunabhängig). Wär schön wenns gar nicht da wäre, ist aber akzeptabel.
    Bei einem Testbild (schwarze Seite voll mit weißen "H"s pfeift der Monitor arg - das ist aber auch die einzige Situation)


    3. Das drumherum ist alles OK: Fuß und Gehäuse stabil, qualitativ gut verarbeitet, nur einen etwas helleren (kein Dauerleuchten) Subpixel (grün).


    4. Bei der Ausleuchtung habe ich keine "Ecken", ABER bei mir gehen 2 ca. 3cm breite Streifen im Abstand von 10cm horizontal über die Bildschirmmitte. Wirklich zusehen ist das nur bei mittelgrauer Vollfläche.


    5. Testmuster mit Verläufen werden teilweise "stufig" dargestellt.


    Noch bin ich ein wenig hin- und hergerissen, ob der Monitur bei mir bleibt, oder ob es ein EIZO-Upgrade gibt ...


    Was meint ihr zu den hellen Streifen?

  • Moin,


    das mit der Streifenbildung und der "stufigen" Verlaufsdarstellung ist allerdings weniger schön. Und Geräusche bei nem Monitor gehen ja auch gar nicht, es sei denn, sie kommen aus den integrierten Lautsprechern.
    Vielleicht kannst Du die Helligkeit ja mal auf den niedrigsten Wert reduzieren und den Kontrast auf Mittelstellung (50%). Mich würde bei dieser Einstellung Dein Eindruck des Monitorbildes interessieren. Vielleicht kannst Du ja sogar nen Foto mitanhängen?


    Greetz!


    der onkelpelle