Samsung Syncmaster S27A850D: Erstklassiger Allrounder mit ungewöhnlicher Helligkeitsregelung (Prad.de)

  • nein, aber tft-central misst die pwm mit fotos, gibt einen artikel dort. das habe ich auch gemacht und das funktioniert recht gut. ich habe beim 24 850 keine schwarz-weiß linien bekommen, sondern nur ein hell, dunkler (das passt sehr gut zu dem 27850 messungen). bei anderen tfts bekomme ich schön scharfe schwarz/weiß linien, es liegt also nicht an meiner "fehlerhaften" durchführung.


    ich hatte mit dem 24850 letzlich zwei große probleme. die ausleuchtung (ich habe da schon eine gewisse tolleranz, aber bei insgesammt 3 austauschmodellen war das problem mehr oder weniger einfach zu krass). mal einen filmgucken und dunkle bilder waren doch sehr gewöhnungsbedürftig und ich sehte mich jedesmal nach dem "tiefen" schwarz meinen laptops... das sagt glaube ich alles.


    ausserdem, und da weiß ich leider absolut nicht warum, kam mir das bild auch bei niedriger helligkeit sehr grell vor so das mich weiß regelrecht geblendet hat. bei meinem laptop und zweitmonitor war das bei subjektiv gleicher helligkeit nie ein problem. ich habs leider nicht herrausgefunden woran das lag. (an pwm lag es aber eher nicht, da mein zweimonitor defenitiv pwm hat und ich da absolut keine probleme hatte)


    ansonsten hatte der monitor völlig ok bis perfekt, leichtes AG, lautlos, 1200 pixel höhe, keine "proll"-optik (leichtes banding, was aber in der preisklasse wohl normal ist - keine probleme im altag oder so).

  • hm,
    ich bekomme meinen 24er (jetzt schreiben wir schon wieder im 27er Thread) höchst wahrscheinlich am Dienstag. Mit der größten bekannten Macke dieses Monitors (das überdurchschnittliche Backlight-Bleeding) könnte ich vielleicht noch leben (indem ich ihn zur Reparatur schicke) - aber mit den neuerdings erwähnten Augenprobleme (Augen brennen nach kurzer Zeit), damit kann ich sicherlich nicht leben.


    Irgendwie alles sehr merkwürdig bei dem kleineren Modell. Der 27 ist fast über jeden Zweifel erhaben (hier bei Prad mit 'sehr gut' getestet) und der 24 loost ab (hat kein PIP, wohl auch kein 10Bit LUT (Vermutung)) - ist aber die selbe Baureihe. Merkwürdig aber, das der S24A850 per Handbuch mit in die 650er Reihe gesteckt wurde und er wohl wesentlich höhere Rücklaufquoten hat.


    -volker-

  • das mit dem blenden würde ich nicht überbewerten, mach dir einfach selbst ein bild. ich möchte in der hinsicht absolut kein anspruch auf ein objektives urteil erheben.
    vielleicht war es durch den ärger über die schlechte ausleuchtung auch einfach unterbewusst... :-) - nein, ich möchte das nicht trivialisieren, bei mir war es meinem empfinden nach so ich kanns mir aber absolut nicht erklären was das auslösen sollte und ich habe auch schon oft gelesen, dass viele de monitor zum programmieren sehr angenehm empfinden (vermutlich wegen des leichten AG).


    vielleicht sollten wir in dem 24850 review thread dazu weiter reden um nicht zu stark offtopic zu gehen :-)


    ps: berichte doch mal eine eindrücke nächste woche, würde mich sehr interessieren.

  • ...da hier gerade auch an andere Stelle wieder über die Pulsweitenmodulation (PWM) diskutiert wird habe ich mir Euer Diagramm (vom Test) nochmal etwas genauer angesehen.


    Das Diagramm über die Hintergrundbeleuchtung und Ansteuerung wurde folgendermaßen betitelt: "LED-Backlight mit kombinierter Strom- und PWM-Steuerung."


    Stimmt das denn? Ich sehe da eigentlich keine Pulsweitenmodulation, laut deren Definition (laut Wiki) grundsätzlich von einer Rechteckmodulation ausgegangen wird. Ich sehe hier eine Helligkeitsregelung durch kombinierte Strom- und Sägezahnmodulation - sprich ein eindeutiges "Ein" und "Aus" (was wohl die Grundlage für ein evtl. Flimmern wäre) ist hierbei gar nicht gegeben.



    -volker-

  • Danke für den Hinweis: die Bildunterschrift ist nicht korrekt, sie müsste heißen "LED-Backlight mit modulierter Stromsteuerung."


    Die Modulation hat eine konstante Frequenz von 180 Hz, die Amplitude ist bei voller Helligkeit noch recht klein. Sie nimmt immer mehr zu, wenn man die Helligkeit herunter regelt. Ganz am unteren Ende sind die Sägezähne schließlich größer als der Gleichanteil. Für flimmerempfindliche Augen ist dieses Verfahren sicherlich harmloser als das full-on / full-off einer PWM.

  • Ich bin durch diesen Thread auf den Umstand aufmerksam geworden, dass manche hier Probleme haben mit einem durch PWM gesteuerten LED-Backlight. Wieso wird überhaupt PWM verwendet um das Backlight zu dimmen anstelle von einer Reduzierung des Stroms? Aus Kostengründen?

  • ...ich vermute mal, dass sich normalerweise mit der Stromveränderung sich ebenfalls die emittierende Wellenlänge des Lichts verändert - also der Tonwert sich verschiebt (Farbveränderung). Beim Pulsen wird der Bildschirm dunkler, weil die Schwarzphasen zwischen den 'Lichtblitzen' größer werden - diese Lichtblitze aber immer die selbe Wellenlänge haben. Das Resultat: Die Farbe bleibt gleich (auch wenn sich die Helligkeit verändert).



    -volker-

  • Hallo Jojojoxx & Volker-S,


    es ist gut, dass das mal wieder gefragt und diskutiert wird (kann man gar nicht oft genug tun).


    Im Titel meines Beitrags habe ich das Wort 'Produktlüge' verwendet. Die besteht im Fall von weißen LED's aus folgenden Sachverhalten:


    LED's senden grundsätzlich auf Grund ihrer Funktionsweise monochromatisches Licht aus, d.h. Licht einer Frequenz. Dabei spielt die Stromstärke überhaupt keine Rolle, nur die Lichtintensität ändert sich mit der Stromstärke und unterhalb einer gewissen Spannung geht sie ganz aus (man darf nicht vergessen, dass es sich eben elektrotechnisch um eine Diode handelt). Diese Tatsache macht es von vornherein unmöglich, LED's zu bauen, die weißes Licht aussenden.


    Diese sog. 'White LED's' sind in Wirklichkeit blau. Auf die LED wird dabei eine luminszierende Schicht aufbebracht, die wohl im Wesentlichen aus Phosphor besteht. Diese Schicht wird durch das Licht der LED zum Leuchten angeregt und leuchtet mit einem normalverteilten Spektrum, dessen Mittelwert im Gelbbereich liegt. Dieses Spektrum ergibt zusammen mit dem blauen Licht in der Addition ein einigermaßen weißes Licht. Und jetzt kommt das von Volker-S geschilderte Problem ins Spiel: die Stärke der Luminiszenz der Phosphorschicht ist nicht proportional zur Leuchtstärke der LED, sondern sie verhält sich relativ träge im Vergleich zur LED. Das bedeutet: regelt man die Helligkeit der LED herunter, hat man einen Rot- bis Gelbstich, regelt man sie zu weit hinauf, einen Blaustich. Und genau diesen Effekt kann man bei kontinuierlich gedimmten Monitoren schön beobachten, also bei denen, die ich bisher gesehen habe, war es durch die Bank so.


    Ich möchte aber die Hersteller hier nicht verteidigen. Ich selbst bin in starkem Maß von dem Problem betroffen und ich sammle derzeit Informationen über die gesundheitliche Relevanz von PWM. Fälschlicherweise wird die PWM bei Monitoren ja gerne mit dem Flimmern von Röhrenmonitoren gleichgesetzt, dieser Vergleich hinkt jedoch total. Ich würde mittlerweile generell jedem Computernutzer raten, keine Monitore mit PWM-Dimmung zu verwenden, egal ob man Beschwerden bekommt oder nicht. Und die Hersteller sollten sich schnellstens andere Lösungen einfallen lassen. Denn die OLED-Technologie, die dieses Problem wohl nicht mehr haben wird, ist noch lange nicht in Sicht. Meiner Meinung nach sollten einfachere Monitore für den Bürobereich, wo es auf Farbtreue nicht so sehr ankommt, kontinuierlich gedimmt werden und bei hochwertigeren Bildschirmen sollte man mit einer Matrix aus farbigen LED's arbeiten. Die Statements die man da teilweise liest, wie teuer das sei, kann ich nicht so recht glauben. Wir haben uns bereits vor drei Jahren einen 32'' LCD-Fernseher mit farbigem LED-Backlight gekauft, der war vielleicht 200 Euro teurer als handelsübliche Modelle in dieser Größe damals.


    Das was Samsung bei dem hier besprochenen Monitor macht, ist ja keine PWM, sondern das Licht ist nur mit einer kleineren Amplitude moduliert. Das könnte auch ein Weg sein, kostengünstig einigermaßen verträgliche Hintergrundbeleuchtungen zu realisieren (ich habe bei diesen 850er-Modellen noch nirgends einen Bericht gelesen, wo jemand das Backlight nicht vertragen hätte), aber die Frequenz sollte auch hier eigentlich aus medizinischer Sicht oberhalb von 1kHz liegen.



    Gruß, Diophant

  • Quote

    Meiner Meinung nach sollten einfachere Monitore für den Bürobereich, wo es auf Farbtreue nicht so sehr ankommt, kontinuierlich gedimmt werden und bei hochwertigeren Bildschirmen sollte man mit einer Matrix aus farbigen LED's arbeiten.


    Eine RGB-LED blu ist in der Implementierung teuer – u.a. da aufgrund der geringen Lichtausbeute keine "Edge-Varianten" möglich sind – und aufwändig. Deswegen gab es im Computerbildschirmbereich hier auch nur ein paar Geräte. Das LM240WU5 von LG war eine dieser Ausnahmen und wurde nur in wenigen Bildschirmen verbaut. Backlightdimmung übrigens via PWM.


    In Bezug auf diese LED-Konfiguration wird sich auch in Zukunft nichts mehr tun. Die Ablösung der WCG-CCFL Röhren erfolgt durch eine neue Variante (GB-r). LG verbaut sie gerade in zwei ganz aktuellen Panels.


    Quote

    Wir haben uns bereits vor drei Jahren einen 32'' LCD-Fernseher mit farbigem LED-Backlight gekauft,


    Welches Modell?

  • Diophant: Vielen Dank für die super Erklärung!


    Zum Bildschirm: Ich habe seit heute den S27A850D und hatte zuvor Bedenken was das Backlight-Bleeding angeht (ich bin in der Hinsicht sehr empfindlich und habe monatelang aus diesem Grund nach einem brauchbaren LED-Backlight-TV gesucht). Beim S27A850D kann ich beim besten Willen keine ungleichmäßige Ausleuchtung feststellen, schon gar nicht, wenn man die Helligkeit auf die im Alltag verwendete herunterregelt. Bei einem schwarzen Bild und 100% Backlight sehe ich keine ungleichmäßige Ausleuchtung, sondern lediglich den Glow-Effekt verstärkt. Das ist aber nunmal bei IPS/PLS so und es stört mich nicht. Vielleicht habe ich Glück gehabt, da ja gerade die Ausleuchtung starker Serienstreuung unterliegt, aber falls noch jemand aus dem Grund zögert, kann ich nur zum Kauf raten. Ich bin sehr zufrieden mit dem Monitor!
    Der einzige kleine Kritikpunkt, den ich noch hinzufügen kann, ist die bereits im Prad-Test angesprochene leichte Abweichung der Farbe in der oberen linken Ecke (im Prad-Test unter "Farbhomogenität"). Dort sieht die Darstellung minimal "wärmer", was die Farbtemperatur angeht, aus. Aber Fehler findet man bekanntlich immer, wenn man danach sucht ;) Ich freu mich jedenfalls das Gerät gekauft zu haben und endlich meinen T260HD mit TN-Panel endlich in Rente schicken zu können. Die Unterschiede zum PLS-Panel sind gravierend :thumbsup:
    Ich hoffe einigen Zweiflern damit weitergeholfen zu haben :)
    mfg


    Jojo

  • Hallo Denis,


    ok, da muss ich zurückrudern bzw. da wurde uns im Fachgeschäft etwas vorgeflunkert, was nicht stimmt. Wir haben einen Sharp Aquos LC 32 LE 700 E, und der hat eine sog. 'Full LED'-Hintergrundbeleuchtung, also die LED's sind gleichmäßig über den gesamten Bildbereich verteilt. Und PWM hat er auch, wie ich nachgemessen habe, aber wenn ich die Bildrate meines Handys mit 24 Bildern/s richtig im Kopf habe, dann ist die Frequenz oberhalb von 300 Hz (grob geschätzt) und komischerweise macht es mir da nichts aus. Wobei man vom Fernseher doch wesentrlich weiter entfernt sitzt als vor einem PC-Monitor.


    Dies der Vollständigkeit halber.



    Gruß, Diophant

  • Hallo liebe Leute


    Ich habe nach langem hin und her diesen Monitor gekauft und habe jetzte das Problem das ich nicht die volle Auflösung bekomme.
    Habe ichs jett übersehen, bin ich totaler Noob, oder einfach blöd? Mir geht jetzt fast alles durch den Kopf.


    Ich habe den Monitor als externen für mein Retina MacBook Pro gekkauft und im Online Shop von Misco.co.uk war er auch als
    Mac verträglich angesagt. (Ich wohne in London)


    Bei mir läuft OSX 10.8 und bei Samsung finde ich keine Treiber. Aber ich hätte doch schon gerne die volle Auflösung.
    Hat dazu jemand einen Tip (oder fünf) bitte?


    Vielen Dank schon mal im Voraus



    Wolf

  • via DVI2 (zumindest sagt es das dass beigelegte Kabel eine DVI2 Kabel sei)


    Also erst Thunderbolt Port auf DVI2 und dann in den Monitor. Mittlerweile macht er mir auch die volle Auflösung von 2560 x 1440 aber
    dann ist das Bild so gestaucht das es einer 24" anzeige entspricht. und auch wieder Pixelig. Samsung Support war natürlich keine Hilfe.


    "Das Gerät ist auf PC abgestimmt. Wir geben keine Support für Mac. Das ist ein Problem ihres Macs. Wir kennen kein Mac"


    Ich hab gerade 700 € bei den Nasen ausgegeben. Wird wohl das letze Mal gewesen sein.


    Hat noch jemand ne Idee? Wäre blöd wenn ich denn nun wieder bei dem Online Händler zurück geben muss. Bitte bitte?

  • Kommt zwar etwas spät, aber hast du vielleicht irgendwelche Overscan Sachen bei deinem Mac angeschaltet? Habe den S27A850D selber an einem Windows PC und keine Probleme. Kann auch keine Einstellung am Monitor entdecken, die das Bild bei mir staucht. Werden anderen Auflösungen Flächendeckend wiedergegeben oder auch gestaucht? Wie sieht es mit einem anderen Monitor aus? Mal ein DP Kabel probieren? Hast du einen anderen PC an dem du ihn testen kannst?