Posts by TFTshop.net

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    Meine Frau sucht für Ihre Zahnarztpraxis einen Befundmonitor für Röntgenaufnahmen.


    Ich kenne in eurem speziellen Fall zwar nicht die exakten Anforderungen, aber ich vermute aus bisheriger Erfahrung, dass es nicht unbedingt ein High-End Befund- bzw. reiner Graustufenmonitor im 5-stelligen Kaufpreisbereich werden muss.
    Um eine denkbare Alternative vorzuschlagen, müsste man sich mal unterhalten.

    Beachte bei deinem Preisvergleich, dass Eizo generell immer 5 Jahre Sicherheit bietet.
    Insofern wirken Eizo Bildschirme zwar oft "teurer", sind es bei genauer Betrachtung aber eigentlich nicht.


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    da ich mit stark entspiegelten Bildschirmen nicht zurecht komme.


    ...was dann wieder z.B. für den BenQ spricht, da der Eizo herkömmlich, sprich deutlich/stark entspiegelt ist.
    -Letztlich ist diese "leichtere" Entspiegelung des BenQ -wie bei allen anderen Herstellern auch die dies verwenden- unter gewissen Umständen nicht ganz unproblematisch und auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
    Denn alle diese Geräte schwächeln im Hinblick der Ausleuchtung bei Schwarzdarstellung. Das wird bei angedachtem Einsatzzweck als z.B. Office-Monitor im Büro nie ein Thema werden, bei privatem Einsatz kann es aber eins werden.
    Irgend einen Haken gibt's halt immer. Bei jedem(!) Gerät... ;)

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    Sprich: benutzt eine nicht farbmanagement fähige Anwendung das Profil oder geht das dann "am Profil vorbei"?


    Wie afx schon schrieb: Nicht FM-fähige Software berücksichtigt natürlich auch keine Profile. Weder Adobe, noch sRGB Profile.
    Für nicht FM-fähige Anwendungen musst du den Monitor einfach nur auf sRGB umschalten. Damit reduziert dieser Bildschirm seinen Farbraum und er zeigt dann die gesättigten Farben (also die "knalligen" die über sRGB hinausgehen) auch gar nicht erst an. -Problem gelöst. ;)

    Digitalbildschirme arbeiten generell mit 60Hz. Mehr ist im Gegensatz zur Röhre auch nicht nötig um flimmerfreie Bilder zu erzeugen.
    Denn im Gegensatz zur Röhre werden die Bilder eines TFT nicht permanent zeilenweise aufgebaut...

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    Allerdings sind die Farben nach dem Kalibrieren zu knallig und insgesamt kann ich
    einen leichten Rotstich feststellen. Wenn ich als Ziel-Weißpunkt "native" angebe
    lässt sich ein leicht gelb/ grünlicher Farbstich ausmachen.


    Wie überprüfst du das?
    Unter farbmanagementfähier Software (Voraussetzung) mit Referenzbildern, oder eigenen Aufnahmen?

    Generell sorgt Cleartype für nichts anderes als eine Kantenglättung.
    Auf Deutsch: Es steuert benachbarte Pixel an, um die Schrift/Kantenübergänge "weicher" aussehen zu lassen. Man könnte auch sagen es vermatscht die an sich 100%-ige Schärfe eines Digitalmonitors, damit er wie ein analoger anzeigt.


    Um dies aus Sitzabstand in den nicht mehr wahrnehmbaren Bereich zu drücken, brauchst du also möglichst kleine Bildpunkte, damit es wie in der Theorie angedacht (wie gedruckt) ausschaut.
    Hierzu solltest du mal in Richtung der hochauflösenden 27-er (109dpi) schauen.


    Wie gut sowas mit hohen dpi Werten klappen kann, sieht man z.B. an einem iPhone / iPad...

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    auch kleinere Firmen findet, die sich von den Massenproduzenten dadurch abheben, dass sie Nischenprodukte bieten,


    Eine solche Phase gab es mal bei TFT Monitoren. Das ist allerdings 8 oder 10 Jahre her.
    Das Problem dieser Hersteller war und würde auch heute sein: Bis du am Markt Aufmerksamkeit (durch Design oder was auch immer) erregst, bist du schon pleite. Meist kommst du noch nicht einmal soweit, oder die Leute sprechen nur über dich, kaufen aber nichts, weil du vom Kaufpreis her natürlich weit über relativ vergleichbaren Geräten liegst.


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    Was ich finde, sind zum einen Massenprodukte und zum anderen dann eben Produkte für profesionelle Anwender, die aus meiner Sicht aber auch nicht das sind, was ich suche.


    Dazwischen gibt's auch wenig bis nix. Bei Bildschirmen geht es entweder darum, Produkte anzubieten, die dem erwarteten Preisniveau der Massen entspricht, oder du produzierst auf Qualität, dann aber -im Vergleich zu ähnlich klingenden Massenprodukten- zwangsweise zu erheblich höheren Kaufpreisen.
    Da sich die wenigsten Händler noch mit Beratung aufhalten, und lieber bei 10€ Margen einen Karton vom Lager zum Tor verschieben, hast du bei solch beratungsintensiven Produkten dann ein mehr oder minder großes Problem. Denn wenn der Kunden den Unterschied nicht versteht, kauft er das günstigere Produkt. -Was deine Anstrengung vernünftige Qualität anzubieten natürlich noch unattraktiver macht...
    Sowas können sich also nur noch Hersteller leisten, die in jedem Kaufpreisbereich ein Angebot haben und global vertreiben um die Kosten der dicken Schlachtschiffe (sofern sie überhaupt noch welche aus prestigegründen bauen) einzufahren...


    Wenn du qualitativ hochwertige Monitore kaufen willst, bleiben also nur einige wenige Hersteller übrig, die sowas noch auf die Beine stellen.
    Eizo (CG, CX und SX Modelle), NEC (Reference, Spectraview und PA Modelle), Quato (wobei hier die 27- und 30-er bereits von NEC gebaut werden).
    NEC und Quato bieten auf Wunsch und Aufpreis bis zu 5 Jahren Herstellergarantie auf ihre Bildschirme. -Dell übrigens auch.

    Generell kochen alle Hersteller nur mit Wasser.
    Verabschiede dich von dem Gedanken im Low-Cost bereich langlebige Top-Qualität zu finden, oder vom Gedanken dass irgend ein Hersteller etwas für die Hälfte bei identischer Qualität produzieren kann.
    Dagegen spricht allein schon das Prinzip der Marktwirtschaft, von der sich die Hersteller schließlich ernähren.


    Fakt ist: Auf den Datenblättern steht viel vergleichbares drauf.
    Was nie draufsteht ist, wie gut das betreffende Gerät die beworbenen Eigenschaften auch in der Praxis umsetzt. Genauso wenig steht drauf, aus welcher Güte an Einzelbauteilen das Gerät produziert wurde. Letzteres entscheidet aber unmittelbar sowohl über den Kaufpreis, als auch die Langlebigkeit des Produktes.

    Aus meiner Erfahrung hat sich heraus kristallisiert, dass die Käufer über die Jahre eigentlich immer die gleiche Summe ausgeben.
    Allerdings mit einem gravierenden Unterschied. Die Käufer die weniger investieren stehen dafür öfter in der Kassenschlange, ohne jemals ein Gerät in der Qualität eines Top-Produktes zu kaufen.
    Von den dadurch produzierten Müllbergen dieser Wegwerf-Mentalität mal abgesehen, ist das gerade bei Monitoren im Grunde völlig unnötig, wie man an den Käufern sieht, die gleich in die Vollen gehen und dann von vornherein mit Top-Bildqualität über ein Jahrzehnt leben können...

    Was hast du denn derzeit für einen Bildschirm Mokus?


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    Oh, für Office-Anwendungen, also da brauchen Sie nichts Besonderes, das kann jedes Gerät.


    Das stimmt im Groben und Ganzen.
    Außer wenn man den Bildschirm hochkant drehen will. Hierbei fallen dann bereits alle Geräte mit TN-Panel durch das Raster.
    Letztlich passt aber auch dann nicht jeder beliebige Monitor zur Vorstellung des Anwenders.
    Einige Punkte hat afx in seinem Beitrag bereits angerissen.


    Aus heutiger Sicht und mit mittelfristiger Perspektive (man kauft Monitore schließlich nicht jährlich), würde ich eine sinnvolle Größe zwischen 24 bis 30 Zoll in die Überlegung einbeziehen.
    Der goldene Mittelweg dürften die hochauflösenden 27-er sein. -Wobei du hier natürlich auch die kleinste Schriftgröße hast. -Dies lässt sich über das Reinzoomen in die Dokumente aber ganz einfach anpassen.


    Für die von dir genannte Aufgabe würde ich allerdings einen 30 Zoll bevorzugen.
    Hier hast du maximalen Platz für Fenster, und die Schriftgröße halte ich für von vornherein sehr angenehm.

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    hat sich in den letzten Jahren die TFT Technik (hier insbesondere die IPS-Technologie) so weit verbessert, so dass man sich mit einem der genannten aktuellen Modelle auf jeden Fall verbessert


    Eine generelle Verbesserung in allen Disziplinen kannst du nicht erwarten.
    Es gibt und gab deutliche Unterschiede zwischen diesen Paneltechniken. -So z.B. der tiefe Schwarzwert an deinem VA Panel, leider auch der bekannte Gammashift zwischen links und rechts am VA Panel, die dafür (adäquate Leistungsklasse betrachtend) immer schon bessere Graustufenauflösung und noch etwas natürlichere Farbdarstellung bei IPS, IPS Glow, stärkere Entspiegelung (IPS Glitzern)... -Letzteres geht man derzeit bei einigen neueren Paneln an, ich bin mir allerdings uneinig darüber, ob das auch wirklich als Verbesserung bezeichnet werden darf...


    Du hast damals viel Geld in die Hand genommen. Das Geld war gut angelegt. Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich noch keine Veranlassung sehen zu wechseln.
    Monitore -zumindest die der Oberliga- sind halt keine Grafikkarten, die man alle 2-3 Jahre auf einen aktuelleren Leistungsstand wechseln müsste.
    Deswegen propagiere ich ja auch immer gleich "ordentlich" zu kaufen. Denn "Geld sparen" kann man bei Monitoren eigentlich nicht.

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    Lohnt es sich überhaupt, aufzurüsten? Ich möchte dafür höchstens 200€ ausgeben


    Von einem Eizo L768 ausgehend? Ich glaube du solltest dein geplantes Budget vielleicht nochmal überdenken. :D
    Soviel gibt man für ein ordentliches Colorimeter aus, aber sicher nicht für einen Monitor mit Schwerpunkt in der Königsdisziplin Bildbearbeitung.


    Für einen sinnvollen Umstieg auf aktuelle Gerätegrößen wirst du eher mindestens das 4-5 fache einplanen müssen.

    Zwei 20-er hochkant gedreht und "zusammengeschweißt" sind ein 30-er.
    Bildpunktgröße und somit auch Bildhöhe und Schriftgröße identisch. Auch die "Treppe", über die eine Mouse zwischen zwei Bildschirmen springt, entfällt in dieser Kombination.
    Generell also zunächst empfehlenswert. -Allerdings mit der Einschränkung, dass die noch erhältlichen 20-er eben im Verhältnis zu Ihrer Größe keine "Schnäppchen" sind (der Preis ist mehr oder minder seit Jahren eingefroren), und dass die 20-er durch die Bank sRGB Monitore sind. Neben einem Wide Gamut Monitor wirken sie also unter Umständen blass.

    Zum Verständnis Zora:


    Die Diagonale eines Bildschirm sagt zunächst nicht unbedingt etwas darüber aus, wieviel Inhalt du draufpacken kannst.
    Bestes Beispiel hierfür sind z.B. Fernseher. Die haben in der Regel Full HD Auflösung (also 1920x1080 Bildpunkte), egal ob die Teile nun 32 Zoll oder 65 Zoll Diagonale haben.
    Sprich: Du siehst an einem 65 Zoll Monster also nie mehr, sondern durch unterschiedlich große Bildpunkte alles nur größer...


    Bei Computer Bildschirmen ist das ähnlich.
    Um den gleichen Inhalt wie bei Fernsehern zu sehen, reichen i.d.R. schon typische 23 Zoll Monitore aus. Auch die haben bereits 1920x1080 Bildpunkte. Dein 22-er nur 1680x1050.
    Du siehst also weniger Inhalt auf deinem Bildschirm, dafür aber größer, da die Bildpunkte deines 22-ers größer (0,2821mm) als die des 23-ers (0,2652mm) sind.
    Dies ist entscheidend für die Schriftgröße / Bilddichte.


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    Bedeutet dies, dass die Schrift bei dem 24er kleiner als bei meinem jetzigen 22er ist?


    Korrekt.


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    Lässt sich das dann über die PC Einstellungen problemlos korrigieren?


    In Office-Programmen wie z.B. Word mühelos.


    Ich finde den Unterschied in der Schriftgröße zwischen einem 22-er und 24-er (bei typischen 1920x1200) allerdings nicht besonders ausschlaggebend.
    Aber Achtung! Es gibt auch 24-er und sogar 27-er mit "nur" Full HD Auflösung.

    Bevor ein Monitor gekauft wird, würde ich beim Hersteller des Tabletts mal nachfragen, was die Dockingstation tatsächlich an Maximalauflösung (abhängig vom angeschlossenen Monitor, aber evtl. nach oben begrenzt) bereit stellt.
    Leider geht das aus den Datenblättern nämlich nicht hervor. Als Ausgänge stehen wohl mal VGA+DP aber auch DVI (Duallinkfähig???)+DP in den Beschreibungen. Hier auch ruhig mal nachhaken, bzw. mal ein Bild der Anschlüsse hier einstellen.

    Ich saß früher auch an zwei 24-ern. Das war schon grenzwertig breit, dadurch schwer zu überblicken und wenn man mal resümiert, wurde der Platz auch nie vollständig genutzt.
    Wieviele Programme will man denn auch parallel permanent im Blick halten?
    Solche Konfigurationen, auch mit weit mehr als zwei Bildschirmen, sind dann doch eher etwas für Börsianer, weniger für Office Nutzer sinnvoll, oder bei drei indentischen Bildschirmen hochkant z.B. für Games. Die fetteste Konfiguration die mal von mir geliefert wurde, waren neun hochauflösende 27" NEC. Die tun ihren Dienst nun in 3x3 Anordnung auf einer südeuropäischen Insel bei einem privaten Anleger, der sein Geld rein elektronisch mehrt... :D


    Ich sitze seit Jahren vor einem 30 Zoll und seitlich neben mir dient der ansteuernde Laptop Bildschirm (allerdings ein 17" mit 1920x1200) rein als Kontroll Bildschirm für Outlook inklusive Vorschau der Nachrichten.
    Alle Fenster (auch Antwortmails) gehen auf dem großen Hauptbildschirm vor mir auf, werden dort ohne Verrenkung bearbeitet. Die Position und größe der Fenster merkt sich Windows beim Schließen der Fenster, sodass man sich das was passiert wo schön übersichtlich am 30-er einrichten kann.


    Ich behaupte also ganz frech: Mehr als einen 30" braucht kaum jemand.
    Wenn ein zusätzlicher Bildschirm für ganz bestimmte Aufgaben zusätzlich benötigt wird, muss er nicht unbedingt direkt daneben stehen da der Zusatzbildschirm durch eventuell abweichende Höhe (Mouse Sprung zwischen den Schirmen), unterschiedliche Bildpunktgrößen und abweichender Farbdarstellung irritierend wirken könnte.
    Aber letztlich muss man ganz individuell entscheiden, was bei solchen Konfigurationen sinnvoll erscheint.