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TESTBERICHT: AOC g2460Pqu Teil 8


Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim g2460Pqu messen wir mit 1,7 Millisekunden eine sehr kurze Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 2,4 Millisekunden (OverDrive Stark) sehr kurz, daraus ergeben sich nur 4,1 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz – sehr gute Werte für einen Gamer-Monitor.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des g2460Pqu arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit dem verbreiteten PWM-Verfahren gesteuert.

Bei voll aufgedrehtem Regler leuchtet das Backlight kontinuierlich. Abgeregelt auf 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve) zeigen die beiden Charts die PWM-typische Rechteckschwingung. Die Schaltfrequenz stellt sich auf das Vierfache der Bildfrequenz ein: bei 60 Hz Bildfrequenz messen wir 240 Hz PWM-Frequenz, bei 120 Hz sind es 480 Hz und bei 144 Hz dann 576 Hz. Die Tastrate hängt von der eingestellten Helligkeit ab, sie beträgt in diesem Fall nur 35 Prozent.

LED-Backlight mit PWM-Steuerung; links: 60 Hz, rechts: 144 Hz.

Ob besonders empfindliche Menschen hier vom Backlight-Flimmern beeinträchtigt werden, könnte also je nach Bildfrequenz durchaus unterschiedlich sein. Zumindest zeigt uns der g2460Pqu aber, dass PWM-Frequenzen von 500 Hz und mehr aus technischer Sicht kein Problem darstellen.

Subjektive Beurteilung

Neben den umfangreichen Messtechniken zählt natürlich auch der subjektive Eindruck. Wenn man einen 144Hz Monitor vor sich hat, dann sollte er natürlich auch bei dieser Frequenz laufen. Leider macht diese Einstellung dem Bild etwas zu schaffen. Zunächst einmal hat man ein verwaschenes Bild vor sich, wenn man die Werkseinstellung nach dem "Reset" so belässt.

Eine Änderung des Gammawertes hilft hier ein wenig. Davon stehen drei zur Auswahl. "Gamma 3" ist hier der Wert, der noch am besten gefällt. Getestet wurde mit den Spielen "Call of Duty Black Ops" und "Tomb Raider" wobei sich der g2460Pqu hier toll schlägt. Selbst bei schnellen Spielszenen bekommt man ein flüssiges Bild geliefert. Nachzieheffekte oder Ghosting konnten im Gameplay nicht festgestellt werden.

Sound

Vorweg sollte gesagt werden, dass es "OnBoard-Lautsprecher" eines Monitors immer äußerst schwer haben, da die flache Bauweise der heutigen Geräte keinen Platz für Resonanzraum bietet. Jedoch haben einige Hersteller das Problem trotz der Platzverhältnisse beeindruckend gelöst. Der g2460Pqu gehört leider nicht zu dieser Sorte.

Einer von zwei "Mini-Lautsprecher"

Als Schnittstelle dient eine 3,5 mm Klinkenbuchse, welche über das zum Lieferumfang gehörende Kabel mit dem Computer verbunden wird. Alternativ findet das Signal auch über den HDMI-Anschluss seinen Weg. Kurz gesagt fehlt dem Klang jeglicher Bass und alles hört sich verdammt quäkig an. Hörgenuss entsteht hier nicht. Somit taugen die Lautsprecher nur hier und da für ein kurzes "YouTube-Video" oder den Tönen des Betriebssystems, für mehr leider nicht. Die Lautstärke lässt sich per Hotkey der OSD-Menütasten regeln.

DVD und Video

An den HDMI-Eingang des g2460Pqu können auch HD-Zuspieler wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen angeschlossen werden.

Bei der Eco-Option findet sich eine Film-Einstellung, die mit fester Helligkeitseinstellung 80 ein kühles und überschärftes Bild liefert. Wir haben daher die normale Werkseinstellung Warm und die Overdrive-Einstellung Leicht gewählt.

Test der Videoeigenschaften.

Das HD-Bild wirkt farblich kühl, daran gewöhnen sich die meisten Zuschauer bekanntermaßen aber sehr schnell. Dann erscheinen die Farben insgesamt stimmig, Rot und Grün fehlt aber etwas Kraft. Blasser Teint wirkt bisweilen grünlich-bleich, generell markieren die hellen Tonstufen eine auffällige Schwäche: wegen der fehlerhaften Gammakurve sind helle Bildbereiche schlecht durchgezeichnet, während dunkle Szenen an Tiefe verlieren. Schwarzwert und Bildkontrast sind technisch gut, visuell vor allem bei großer Helligkeitseinstellung eher zufriedenstellend. Nachteile durch den reduzierten Overdrive waren nicht zu bemerken.

Das TN-Panel kann bei der Blickwinkelstabilität nicht mit den IPS- oder VA-Konkurrenten mithalten. Dafür leidet es auch nicht unter dem typischen IPS-Glow, und der seitliche Grauschimmer ist nur schwach. Zwei Zuschauer können sich den Bildschirm noch ganz gut teilen, für die Fußballrunde ist er weniger geeignet.

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