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TESTBERICHT: Asus PA329Q Teil 5


60-Hz-Overdrive "TraceFree 60"

In der Werkseinstellung "TraceFree 60" bei 60 Hz werden die Schaltzeiten schon effektiv verkürzt und es entstehen nur moderate Überschwinger. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14,4 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 10,6 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 14 ms. Der CtC-Wert von 7,6 ms verkürzt sich ebenfalls deutlich.

In der Overdrive-Stellung "TraceFree 60" sind jetzt sichtbare Überschwinger erkennbar und die Bildaufbauzeiten merklich verkürzt. Der vom Hersteller als Standard aktivierte Wert "TraceFree 60" ist somit optimal gewählt.

60 Hz (Overdrive "TraceFree 60"): Schnellere Schaltzeiten, mäßige Überschwinger

60-Hz-Overdrive "TraceFree 100"

In der höchsten Stellung "TraceFree 100" bei 60 Hz messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,2 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 4,6 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt schnelle 9,2 ms. Ein CtC-Wert von 5,4 ms ist ebenfalls sehr kurz.

In der Overdrive-Stellung "TraceFree 100" sind leider auch die Überschwinger extrem, Artefakte und Doppelkonturen sind deutlich erkennbar. Der Wert sprengt sogar unsere Grafik. Hier haben die Techniker von ASUS zu viel aus dem Panel herausholen wollen. Wir empfehlen, den ASUS in der Werkseinstellung zu betreiben (TraceFree 60), um Überschwinger zu vermeiden. Der Reaktionszeitgewinn bei maximalem Overdrive von ~2 ms ist zu vernachlässigen.

60 Hz (Overdrive "TraceFree 100"): Minimal verbesserte Schaltzeiten, aber auch extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

60-Hz-Overdrive "TraceFree 0" ; 60-Hz-Overdrive "TraceFree 60"

60-Hz-Overdrive "TraceFree 100"

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim ASUS PA329Q messen wir mit 11 ms eine moderate Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 4,6 ms sehr kurz, insgesamt macht das 15,6 ms.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des ASUS PA329Q arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für ermüdungsfreies Arbeiten geeignet.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

In der Werkseinstellung (TraceFree 60) erreicht der ASUS bei fast allen Graustufenübergängen gute Werte – teilweise sogar unter 5 ms. Kritische Farbübergänge stellen für den PA329Q keinerlei Hürden dar: Auch bewegte Farbkanten werden daher messerscharf abgebildet. Die niedrige Reaktionszeit und der gute Input-Lag von 11 ms machen den PA329 zu einem überraschend guten Gaming-Monitor mit einem gigantischen Sichtfeld und einer ausgezeichneten Farbwiedergabe. Es sollte lediglich eine potente Grafikkarte verbaut sein, hier können nur die absoluten Highend Grafikkarten mithalten.

Sound

Tonsignale verarbeitet der PA329Q an den HDMI- wie auch an den DP-Eingängen. Die Wiedergabe ist am Kopfhörerausgang oder über die eingebauten Lautsprecher möglich. Die zwei 3W-Stereo-RMS-Lautsprecher sind durchaus eine nette Dreingabe für Systemklänge und YouTube-Videos. Allzu viel Klangqualität sollte man wie immer nicht erwarten.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des PA329Q angeschlossen werden, der Ton wird an den Kopfhörerausgang weitergeleitet. Beim Anschluss eines PCs klappt die Tonausgabe auch via DisplayPort einwandfrei.

Der PA329Q bietet mit seinen PiP-/PbP-Funktionen auch nützliche Zusatz-Features für diesen Bereich. Mit PiP (Bild in Bild) kann eine zweite Signalquelle in einem kleineren Fenster in einer Ecke des Displays eingeblendet werden. Mit PbP (Bild neben Bild) kann der Bildschirm für die gleichzeitige Anzeige von bis zu vier Signalquellen entsprechend geteilt werden. Eine Besonderheit ist, dass auch für jedes Fenster/jede Signalquelle unterschiedliche Farbraumeinstellungen gewählt werden können.

Gerade für den professionellen Einsatz lässt sich daraus eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten ableiten. Beispielsweise können bei einem Foto-Shooting mit Kunden gleichzeitig das Liveview-Bild der Kamera auf der einen Seite und die geschossenen Fotos auf der anderen Seite angezeigt werden.

Insgesamt sind die Video-Wiedergabequalitäten des ASUS PA329Q äußerst beeindruckend. Dazu trägt nicht nur das riesige Display in UHD-Auflösung bei, sondern insbesondere auch die tolle Farbwiedergabe und der ausgezeichnete Kontrast. Letzterer kann vor allem auch als Im-Bild-Kontrast in schwierigen Szenen mit gleichzeitig sehr hellen und sehr dunklen Bildanteilen überzeugen.

Wer bei der Farbwiedergabe auf etwas stärker gesättigte Farben steht, wird sich über den erweiterten Farbraum im Standard- oder Adobe-RGB-Modus freuen. Mit dem sRGB-Modus bekommt man dagegen ab Werk eine Darstellung, die der HDTV-Norm entspricht und dabei nicht auf Farbmanagement-fähige Anwendungen angewiesen ist.

In dieser Konfiguration haben wir ein HD-Video am PC betrachtet. Der PA329Q zeigt dabei ein sehr scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben, auch Hauttöne werden gut dargestellt. Der Schwarzwert und der Bildkontrast sind ausgezeichnet. In dunklen wie in hellen Szenen ist die Detailzeichnung gut. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen traten nicht auf. Die hohe Blickwinkelneutralität tut ein Übriges, um die Filme so zu genießen, wie vom Regisseur beabsichtigt.


Bewertung
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1.281,99 €
++ sehr gut, + gut, +/- zufriedenstellend, - schlecht, -- sehr schlecht

Datenblatt

Diskussion im Forum


Fazit

Mit dem PA329Q präsentiert ASUS ein neues Flaggschiff für die ProArt-Reihe, das durchaus eine ernstzunehmende Konkurrenz für die etablierten Hersteller im High-End-Bereich darstellen könnte. Design und Verarbeitung sind tadellos und die Ergonomiefunktionen vorbildlich.

Das Arbeiten mit einem 32-Zoll-Display ist am Anfang gewöhnungsbedürftig. Wechselt man aber nach ein paar Tagen zurück auf einen Standard-24-Zoll-Monitor, kommt einem dieser wie ein Spielzeug vor. Die UHD-Auflösung ist ferner optimal für das große Display. Die Betriebssystemskalierung braucht man also nicht zu bemühen, um die Lesbarkeit von Icons und Menüschriften wiederherzustellen.

Kontrast und Farbwiedergabequalitäten des PA329Q sind exzellent und werden dank IPS-Panel sehr blickwinkelneutral präsentiert. Interessant ist der PA329Q insbesondere für Videografen, da man dank der Möglichkeit zur hardwareseitigen Farbraum-Emulation nicht auf Farbmanagement-fähige Anwendungen angewiesen ist. Das Gleiche gilt natürlich auch für Fotografen, die mit dem PA329Q und seiner gigantischen Display-Fläche ein optimales Gerät zur Präsentation ihrer Werke finden.

Wer bei Foto- und Bildbearbeitung auf höchste Präzision angewiesen ist, sollte aber prüfen, ob die Schwäche des PA329Q bei der Bildhomogenität für ihn ein ernsthafter Störfaktor ist. Auch bei der Software zur Hardware-Kalibrierung ist ASUS vom Niveau anderer Hersteller für den Profibereich noch meilenweit entfernt. Auch das Sperren der Helligkeitsregelung bei einer Vielzahl von Optionen im OSD ist ärgerlich, so vergibt ASUS deutlich seine Chance am High-End-Bereich zumindest zu kratzen. Dennoch muss man fairerweise den aufgerufenen Preis mit berücksichtigen und wer einen solchen Monitor von einem der Profi-Hersteller Eizo oder NEC erwerben wollte, dürfte mindestens den dreifachen Preis einkalkulieren.

Das sind allerdings auch die beiden einzigen Schwächen, die sich der PA329Q leistet. Bleibt nur der Preis: ca. 1.298 EUR ist natürlich schon ein ordentlicher Betrag. Angesichts der Qualität und Funktionsvielfalt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis aber durchaus als sehr gut zu beurteilen. Erstaunlich sind dabei zudem seine Allround-Qualitäten, die ihn auch noch zu einem guten Gaming-Monitor machen.

Insgesamt kann der PA329Q also fast mühelos das Gesamturteil sehr gut und eine Empfehlung der Redaktion einheimsen.

Gesamturteil: SEHR GUT


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1 Kommentar vorhanden



Ich habe diesen Monitor heute gekauft und ich werde ihn mit einem SPyder5 Pro kalibrieren. Also schlägst du mir vor, die Uniformitätsoptimierung nicht zu kalibrieren?

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