Test Monitor Asus PA329Q
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Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des PA329Q bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Hinsichtlich Blickwinkelneutralität schneidet der PA329Q – wie von IPS-Panels gewohnt – sehr gut ab. Auch bei extremeren Blickwinkeln bleiben die Farben ausgesprochen stabil. Wahrnehmbar sind vor allem die verminderte Helligkeit und die etwas schlechtere Zeichnung in dunklen Bildbereichen. Der Kontrasteindruck selbst leidet kaum.

Asus Pa329q Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Der Bildschärferegler wirkt zwar grundsätzlich auch an den digitalen Eingängen, ist zumindest am DisplayPort aber in den meisten Bildmodi deaktiviert.

Asus Pa329q Monitor Gitter Nativ
Asus Pa329q Monitor Gitter 720p
Testgrafik: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild
Asus Pa329q Monitor Text Nativ
Asus Pa329q Monitor Text 720p
Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist nicht zuletzt dank der 4K-Auflösung erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

Am DisplayPort konnten auch 4:3- und 5:4-Auflösungen problemlos dargestellt werden. Allerdings werden diese Auflösungen immer auf das Vollbild gestreckt und somit nicht verzerrungsfrei dargestellt. Eine Einstellmöglichkeit für 1:1- oder seitengerechte Darstellung haben wir im OSD bzw. Handbuch vergeblich gesucht.

In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Asus Pa329q Monitor Srgb1
Asus Pa329q Monitor Srgb2
Abdeckung des sRGB-Farbraums
Asus Pa329q Monitor Argb1
Asus Pa329q Monitor Argb2
Abdeckung Adobe RGB
Asus Pa329q Monitor Eci Rgb1
Asus Pa329q Monitor Eci Rgb2
Abdeckung ECI-RGB v2

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der PA329Q mit 99 Prozent nach der Kalibrierung ein hervorragendes Ergebnis. Aber auch vor der Kalibrierung ist das Ergebnis mit 97 Prozent im Bildmodus „sRGB“ bereits sehr gut.

Beim AdobeRGB-Farbraum erreicht das werksseitige Preset mit 96 Prozent ebenfalls bereits ein sehr gutes Ergebnis, das sich mittels Kalibration noch mal auf eine 99-prozentige Abdeckung steigern lässt. Selbst die Abdeckung des ECI-RGB-v2-Farbraums liefert mit 94 Prozent nach der Software-Kalibrierung ein beachtlich gutes Ergebnis.

Insofern entpuppt sich der PA329Q bereits als gute Wahl für alle, die ein Gerät mit möglichst großem Farbraum suchen.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 50
Kontrast: 80
Gamma: 2,2
Farbtemperatur: 6500
Asus Pa329q Monitor Native
Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Standard“

In puncto Graubalance liefert der ASUS PA329Q bereits in der Werkseinstellung ein fantastisches Ergebnis. Auch der Weißpunkt liegt mit 6431 K fast punktgenau bei den gewünschten 6500 K. Der Gammawert liegt bei 2,17 recht genau bei der Vorgabe von 2,2 und verläuft fast vollständig linear.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „sRGB“

Der ASUS PA329Q liefert im sRGB-Modus ebenfalls bereits ab Werk ein exzellentes Ergebnis. Der Weißpunkt trifft die 6500 K der sRGB-Norm mit 6436 K praktisch punktgenau. Selbst die bereits im Standardmodus ausgezeichneten Graustufen haben sich noch mal leicht verbessert. Das durchschnittliche Delta C liegt bei nur 0,30 und die Range bei exzellenten 0,49.

Die Abweichungen bei den Buntfarben sind insgesamt ebenfalls durchwegs sehr gut. Lediglich die Gammakurve entspricht nicht ganz der Normkurve des sRGB-Farbraums, sondern verläuft eher linear wie vom Adobe-RGB-Farbraum gefordert. Im Durchschnitt liegt der Gammawert bei 2,17.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich Adobe-RGB Modus mit dem Adobe-RGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „Adobe RGB“

Auch im Adobe-RGB-Modus kann der PA329Q vollständig überzeugen. Graustufen und Weißpunkt sind wie gehabt sehr gut. Das Gleiche gilt für die Buntfarben. Die Gammakurve verläuft linear wie vom Adobe-RGB-Farbraum gefordert.

Insgesamt hat ASUS mit der Werkskalibrierung nicht zu viel versprochen. In beiden Presets bleiben die Farbabweichungen deutlich unter dem versprochenen Delta E von 2.

Einziges Manko: In den Werks-Presets kann die Helligkeit nicht verändert werden. Im sRGB-Modus messen wir 181 cd/m2 und im Adobe-Modus 165 cd/m2. Diese Beschränkung ist leider komplett sinnfrei.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS PA329Q aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus „Standard“, Gamma 2,2, Farbtemperatur 6500) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Unverständlicherweise sind im Standardmodus und in den beiden User-Modi die erweiterten Einstellungen deaktiviert. Somit ist es nicht möglich, eine Korrektur über RGB-Gain oder gar die Sechs-Achsen-Farbkorrektur für eine Software-Kalibration zu nutzen. Tragisch ist das allerdings nicht, da zumindest unser fabrikneues Testgerät die eingestellten 6500 K auf Anhieb sehr genau und neutral erreicht.

Profilvalidierung

Asus Pa329q Monitor Val
 

Der ASUS PA329Q zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind gut bis sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Asus Pa329q Monitor Kal Srgb
 

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Die Graubalance hat sich zwar leicht verschlechtert, aber ansonsten zeigen sich keine Auffälligkeiten. Bei den Farbwerten ist das Ergebnis ausgezeichnet und die Farbraumabdeckung steigt auf 99 Prozent.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

1 KOMMENTAR

  1. Ich habe diesen Monitor heute gekauft und ich werde ihn mit einem SPyder5 Pro kalibrieren. Also schlägst du mir vor, die Uniformitätsoptimierung nicht zu kalibrieren?

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