Absatzschwacher Schwarzer Freitag lässt Lagerbestand bei LED-TVs steigen

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Das „Black Friday“-Wochenende, traditionell der umsatzstarke Start in die Jahresendsaison, ist in diesem Jahr äußerst umsatzschwach ausgefallen, berichtet die Digitimes. Besonders enttäuschend waren die Verkäufe im LCD-TV-Segment – die US-Konsumenten verharrten in ihrer abwartenden Haltung. Angesichts magerer Preissenkungen bei den LED-beleuchteten Flachbildfernsehern kamen Interessenten erst recht nicht in Kaufstimmung. Infolge dessen sind die Lagerbestände der LED-TVs zu Beginn des neuen Monats auf zu hohem Level.

Kein Rückenwind: US-Anbieter wie Samsung sind zum Schwarzen Freitag auf ihren LED-Modellen sitzen geblieben. (Foto: Samsung)

Im Bezug auf das Weihnachtsgeschäft steht daher zu erwarten, dass Modelle mit der sparsamen Hintergrundbeleuchtung besonders kräftig beworben werden, um ihren Bestand nicht noch weiter anwachsen zu lassen. Unter Berufung auf Ergebnisse einer Umfrage stellt die Digitimes fest, dass die Verkaufserlöse des Schwarzen Freitags insgesamt nur um 0,3 Prozent auf 10,69 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Im Vergleich dazu betrug die Zuwachsquote 2009 immerhin noch 0,5 Prozent.

Vonseiten der TV-Anbieter war zu hören, dass die Hersteller zurückhaltende Verkaufsziele anvisiert hatten. Ausgehend von den Absatzzahlen des letzten Novemberwochenendes rechnen Experten für das Weihnachtsgeschäft nur mit einer Zunahme um fünf bis zehn Prozent. Ursprünglich hatte sich bei den Preisen von LED- und CCFL-beleuchteten Fernsehern ein Trend zur Annäherung angedeutet. Umso enttäuschender wird die Tatsache bewertet, dass der Schwarze Freitag eben nicht die erhoffte Angleichung auf 50 bis 100 US-Dollar gebracht hat. Vielmehr blieb die Preisdifferenz zwischen beiden TV-Typen bei mehr als 150 US-Dollar.

Die Begründung hierfür liefern gut informierte Marktkreise; sie gaben an, dass, obschon Nordamerikas Lagerbestände von herkömmlich beleuchteten TVs auf Normalniveau gewesen seien, eben jene Modelle im Fokus der „Black Friday“-Verkäufe gestanden hätten. Ein 32-Zoll-Modell der Topmarke Samsung Electronics war um 50 US-Dollar auf 329 US-Dollar gesenkt worden, während Geräte weniger namhafter Marken für weniger als 200 US-Dollar zu haben waren. Diese Preispolitik deute darauf hin, dass es den Großanbieter nicht darum gegangen sei, ihre Lager zu leeren.

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