NEC 2690WUXi (Prad.de User)

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    Könnte bitte jemand die genauen, für die EBV "optimalen" Einstellungen in der Spectraview II Software auflisten? (z.B. Gamma auf 2,2 oder L ...)
    Vielen Dank!


    Das "optimale" Gamma hängt vom eigenen Workflow ab: Wenn man bei der EBV vor allem Farbräume mit Gamma-Charakteristik einsetzt, fährt man evtl. besser, wenn der TFT aufs selbe Gamma justiert wird. Kommt stattdessen ein L-basierter Farbraum zum Einsatz (z.B. das neue ECI-RGB v2 oder Lstar-RGB), sollte auch beim Einstellen des Monitors L gewählt werden.


    *edit*
    Nachtrag/Korrektur: Ich würde bei EBV einen TFT in jedem Fall auf L trimmen statt auf ein Gamma, denn in der Regel werden Bilddaten ja für ein bestimmtes Ausgabemedium aufbereitet (Farbtransformation Bildfarbraum -> zu simulierender Ausgabefarbraum [z.B. ISO Coated v2] -> Monitorfarbraum). Da sollte L beim TFT also einen gewissen Vorteil bringen (unabhängig vom Bildfarbraum). Der zuerst von mir vermutete Vorteil von identischen Gammas von Bild- und Monitorfarbraum ist durch den zwischengeschalteten Simulationsfarbraum ja nicht gegeben.

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    Original von fhoech


    ..... Nachtrag/Korrektur: Ich würde bei EBV einen TFT in jedem Fall auf L trimmen statt auf ein Gamma, denn in der Regel werden Bilddaten ja für ein bestimmtes Ausgabemedium aufbereitet



    Bedeutet L* dann nicht auch D50 statt D65?


    cu

  • L* hat ja erstmal nichts mit der Farbtemperatur zu tun.
    Aber bei EBV für Printprodukte stimme ich TFTs meist auf etwa 5400-5700 K ab (ich nehme den Wert, bei dem das Weiss des Monitors am besten mit dem Papierweiss unter Normlicht übereinstimmt).

  • Äh... "5400-5700K" und "ich nehme den Wert, bei dem das Weiss des Monitors am besten mit dem Papierweiss unter Normlicht übereinstimmt"...
    Das klingt für mich sehr nach "Augenmaß".
    Letztendlich ist es bei einer hardwareseitigen Kalibration doch so, daß über das Colorimeter genau dieses Weiß festgelegt wird. Die Einstellung am Monitor weicht davon ab, da im Monitor ja nur Schätzwerte hinterlegt sind. Eine Einstellung von 6000K bedeutet eben: "Diese Einstellung sollte ungefähr einem Weißpunkt von 6000K entsprechen".
    Wenn Du nun aber mit einem Colorimeter auf 6000K kalibrierst, dann ist das (im Rahmen der Meßungenauigkeit) GENAU dieser Weißpunkt. Also z.B. genau das Weiß, was eine weiße Fläche unter dem von Dir gewählten Normlich hat.


    Da gibt es dann aber keine 300K Toleranz - die hast Du nur, wenn Du mit dem Auge abschätzt.
    Und wenn Du einem Colorimeter unterstellst, daß Dein Auge es besser sehen kann, dann ist Deine gesamte Kalibration für die Füße oder das Colorimeter defekt.

  • re: Conqueror


    Zitat aus dem offiziellen PRAD-Testbericht (Abschnitt: Bildqualität, zweiter Absatz):


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    'Der für diese Panelart typische Kristallin-Effekt ist bei dem H-IPS Panel des LCD2690WUXi zwar immer noch vorhanden, fällt im Vergleich zu IPS-Panels älterer Bauart aber deutlich geringer aus.'



    Gruß 8o

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    Original von Conqueror
    ^ Hab wohl nur nach "Glitzern" gesucht :D
    Hört sich trotzdem ned gut an :(


    ...na gut, dass Dein CRT nicht glitzert. :D


    Mal im Ernst, ich lese Deine "Glitzerfrage" nun schon sehr oft, quer durch alle Panelgrößen.


    Dieser Glitzerhype ist auch absolut kein K.O.-Kriterium bei solch einem hochwertigen Monitor, zumal er mit "sehr gut" getestet wurde.


    Gruß.

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    Da gibt es dann aber keine 300K Toleranz - die hast Du nur, wenn Du mit dem Auge abschätzt.


    Die Farbtemperatur wird selbstverständlich in der Kalibrationssoftware vorgegeben, aber im professionellen Umfeld würde wohl kaum einer stur auf D50 oder D65 kalibrieren. Die Ergebnisse sind in jedem Fall besser, wenn man erst die Farbtemperatur des Zielweiss unterm Normlichtkasten misst und dann auch diesen Wert bei der Kalibrierung des TFT verwendet (und leicht anpasst, Stichwort opt. Aufheller). Und erfahrungsgemäss sind das halt meist Werte in dem Bereich, den ich angegeben habe (hängt ab von Alter der Normlichtröhren, Alter des TFTs und noch einer Vielzahl andrer Parameter).


    Quote

    Und wenn Du einem Colorimeter unterstellst, daß Dein Auge es besser sehen kann, dann ist Deine gesamte Kalibration für die Füße oder das Colorimeter defekt.


    Gerade im Bereich des Weiß haben Colorimeter und Spektralphotometer noch Schwächen (wieder: optische Aufheller/UV-Anteile im Licht...). Es spricht absolut nichts dagegen, die Abstimmung der Farbtemperatur visuell vorzunehmen (sprich: bei der Kalibrierung mehrere Farbtemperaturen auszuprobieren und dann die mit der besten Übereinstimmung zu verwenden).



  • och doch doch, das ist sehr wohl ein KO Kriterium für mich! ;)

  • @all
    Ich würde mir gerne zu meinem MultiSync 2690WUXi eine passende Lichtschutzblende besorgen. Gibt es eine Möglichkeit die Lichtschutzblende des Spectraview-Modelles separat zu kaufen?


    Bzw. gibt es vielleicht eine günstige, Hersteller-Unabhängige Lichtschutzblende?
    Beim googeln konnte ich bisher nichts wirklich Interessantes finden... ?(
    Nur von Eizo konnte ich separat angebotene Lichtschutzblenden finden. Die passen aber ja wahrscheinlich nicht auf den Nec, schon alleine wegen der 26''.
    Vielleicht gibt es ja sogar so etwas wie eine "Bastelanleitung"!? =) Allerdings stelle ich mir das sehr schwierig vor, weil man ja nicht die rundumlaufenden Lüftungsschlitze verdecken sollte...


    Wäre sehr dankbar für Tipps/Infos... ;)




    surfer99de
    Also wenn ich das richtig gemessen haben dann hat der Nec folgende Abmessungen: 59,0 x 38,3 x ca. 10,5 cm

  • Hi Leute,


    bin neu hier, hab mir das Baby auch gekauft hatte vorher ne 19er Röhre, ich dachte so kanns net weitergehen als angehender Grafiker ;). Also n Quantensprung.


    Meine Probleme:


    Das ROT ist im Browser und normalen Bildbetrachtern (ACDSEE) sowie in MS OFFICE EXCEL u.a. dermaßen Grell und Unnatürlich davon bekommt man ja Augenkrebs. Ich mache Satz im Indesign und muss oft zwischen Indesign und Excel hin und her schalten mein Auftrageber markieren gerne Zellen ROT im EXCEL und ich bekomme jedes mal Augenflimmern beim hin und her Switchen.


    In Bildbearbeitungssoftware Photoshop und Indesign ist das Rot eigentlich ok trotzdem find ich den Monitor ansich zu Hell und Übersteuert.


    Erstmal meine Settings:


    Helligkeit 8,1 / Kontrast 50% / Schwarzwert 50% / ECO Auto Helligkeit alles aus / Farbabgleich Lv.3 ist an
    Farbtemperatur 6500 auf R 203 G 221 B 255


    Hab schon alles ausprobiert (LowBright Mode / versch. Farbetemperaturen / Adobe Gamma Software und sonst was, .... etc.)


    Ich werd noch blöde hier ich bekomme einfach kein befriedigendes Ergebniss hin.


    (Im sRGB Modus is das Rot/Helligkeit ok aber damit kann man ja net arbeiten)


    Ach ja hab die Probleme mit dem NEC Standartprofil sowie mit einem Spyder erstelltem Profil das "Dat Ei" glaub ich ihr mal zum dl angeboten hatte.


    Kann mir denn jemand helfen gibs irgendeine Lösung zwischen halbwegs farbtreuer Darstellung im Photoshop/Indesign usw. und Augenschonender Darstellung im Browser/Excel usw. bzw. allg. Windowsbetrieb?

  • Die "normale" ACDSee nutzt keine Profile, das macht nur die Pro. ACDSee 9 Fotomanager kann in diesem Punkt also weniger als ACDSee 8 Pro. Schon merkwürdig, dass sie bisher die Pro noch nicht auf den aktuellen Stand gebracht haben. Da auch Excel kein Profil nutzt, kann es also sein, dass dein Problem am nicht verwendetem Profil liegt.

  • Hey corpser,


    Quote

    Original von corpser
    Ach ja hab die Probleme mit dem NEC Standartprofil sowie mit einem Spyder erstelltem Profil das "Dat Ei" glaub ich ihr mal zum dl angeboten hatte.


    Kann mir denn jemand helfen gibs irgendeine Lösung zwischen halbwegs farbtreuer Darstellung im Photoshop/Indesign usw. und Augenschonender Darstellung im Browser/Excel usw. bzw. allg. Windowsbetrieb?


    also mein Profil wurde mit dem Eye-One 2 und SVII erstellt. Meinen WUXi habe ich mit besagtem SVII hardwarekalibriert, und ich muß sagen, daß ich mit dem WUXi sehr zufrieden bin. SVII erlaubt die u.a. die Einstellung der cd/m², womit sich die Helligkeit des WUXis sehr gut auf z.B. ergonomische 120-150 cd/m² regulieren läßt. Daß einige (Web-)Designer etwas arg tief in den Farbkasten langen, darf man bei Verwendung nicht ICM-fähiger Software dem WUXi m.E. nicht zur Last legen.



    Dat Ei

  • Hey,


    Könntet ihr mir trotzdem mal n paar Tips geben wie ich dat Ding "softwaremässig" oder im OSD vernünftig für die Druckvorstufe einstellen kann. Ich hab n paar Drucksachen aus der Druckerei (Offset Druck) hier die ich erstellt habe und das Ergebniss stimmt nicht 100% überein mit der Bildschirmdarstellung. Die Druckerzeugnisse sind allesamt ne ecke dunkler und matter und Blauverläufe vom Bildschirm gehen im Druck mehr leicht ins grünliche und es sind auch viele Details verloren gegangen die ich auf n Bildschirm vorher gesehen habe.


    Wenn ich allerdings den Kontrast und den Schwarzwert stark abweichend von 50% einstelle geht mir der große Farbraum flöten (hab ich zumindest mal irgendwo hier gelesen) ist das richtig?


    Grüße + Danke
    Corpser

  • Welche Software/Messgerätekombi hast du denn grade im Einsatz? Falls es ein Spyder sein sollte, kann ich nur sagen dass ich damit bisher nie annehmbare Ergebnisse erzielt habe (liegt aber auch schon ein- zwei Jährchen zurück, das ich das letzte Mal ein Spyder in der Hand hatte). Mit einem Eye-One Display 2 z.B. klappts in der Regel deutlich besser, aber nicht mit der mitgelieferten Software Eye-One Match, zu SVII haben ja schon andere was geschrieben.
    Also: Falls kein oder ungeeignetes Messgerät/Software vorhanden, besorgen. Da führt kein Weg dran vorbei, einen Ferrari stellen die Techniker schliesslich auch nicht von Hand ein ;). Achte drauf, dass die Software Hardwarekalibration beherrscht (SVII [US-Version] tut das, andere, z.B. Eye-One Match, NICHT).
    Nun die Werte, von denen ich bei der Kalibration ausgehen würde (wohlgemerkt, das sind nur Ausgangswerte, Deine individuellen, für Dich optimalen Werte hängen von vielen Parametern ab, und musst Du wohl oder übel selbst ermitteln):
    Helligkeit (abhängig von der Raum- bzw. Umgebungshelligkeit): 120-130 cd/m2 (bei dunkler Umgebung) / 150-160 cd/m2 (bei heller Umgebung)
    Gamma: L*
    Farbtemperatur: 5500 K (Ausgangswert, mit geeignetem standardkonformem Druck oder Proof unter 5000K-Normlicht vergleichen. Wirkt der TFT nach der Kalibration zu gilb, Farbtemperatur-Vorgabe leicht erhöhen. Wirkt er zu kühl, leicht verringern. Dann jeweils nochmal kalibrieren. Solange wiederholen, bis es "passt".)