NEC 2690WUXi (Prad.de User)

  • Das sind keine Korrekturen sondern Transformationen. Für die Anzeige werden die RGB-Werte des Bildes aus dessen Farbraum in den Farbraum des Monitors gewandelt. Wenn der Monitor den gleichen Farbraum wie das Bild hat, entsteht eine 1:1 Transformation, also keine Veränderung der RGB-Werte.
    Zusätzlich (wenn Daten vorhanden) werden die Gammawerte auch noch passend transformiert.

  • Sorry, als Programmierer bin ich nun ein mal ein Haarespalter jenseits von gut & böse... Ich kanns einfach nicht lassen. Berufskrankheit. :D
    Ja, letztendlich läuft es auf eine Korrektur raus, aber "Korrektur durch Farbprofil des Bildes" ist leider irgendwie falsch. Da wird nichts korrigiert, sondern erstmal nur definiert...
    Vielleicht sollte ich mich hier raushalten.

  • Ich bin auch nen Softwareschreiberling und möchte immer alles hinterfragen. Nur so weiß man, wie es tatsächlich funktioniert, kann aber trotzdem nicht viel daran ändern ;)


    Habe heute in einem Ladengeschäft (MediaMarkt) mal nach WideGammut-Montoren gefragt. Man hatte wohl nur einen Eizo ?24??W (habe leider die genaue Bezeichnung nicht mehr im Kopf) für 990Euro da. Alles andere waren wohl TN-Panels.


    Ich habe allerdings diesen Eizo in der Ausstellung wiedergefunden, darauf lief gerade ein Werbefilm, wie auch auf den anderen Displays daneben. Auffällig war die gerade bei Rot- und Blautönen sehr intensive Farbwidergabe. Bei Rot konnte man es fast als extremen Farbstich bezeichnen. Könnte schon sein, dass dieser Eizo also so seinen erweiterten Farbraum zeigt bei sRGB-Material und ohne Farbmanagement. Ich denke aber, dass man die Sättigung vielleicht etwas runterregeln könnte und so den Effekt abmildern könnte, um mit einem solchen WG-Display Leben zu können. Eigentlich waren die Farben auf dem Eizo gegen viele danebenstehende Samsung-Displays (wahrscheinlich TN?) kräftiger und leuchtender. Wenn man diese Farben nun via Farbmanagement in den Griff bekommt, ist das schon ein glasklarer Qualitätsunterschied für einen WideGammut-Monitor. Das Rot in den Windowsicons leuchtete zwar auch ganz schön stark (fast schon neonrot), aber daran kann man sich gewöhnen. Igendwann in 3 Jahren vielleicht, wirds dann vielleicht auch mal endlich nen Betriebssystem (Windows7?) mit Onboardfarbmanagement geben.


    Eine zusätzliche Motivation in Richtung Farbmanagement habe ich heute Erhalten, als ich eine große Bestellung von 500 Fotoabzügen (LidlFoto) abgeholt habe. Die Farben auf den Fotos stimmen ja überhaupt nicht, die weichen ja teilweise extrem ab!

  • Quote

    Original von Gotsche
    Habe heute in einem Ladengeschäft (MediaMarkt) mal nach WideGammut-Montoren gefragt. Man hatte wohl nur einen Eizo ?24??W (habe leider die genaue Bezeichnung nicht mehr im Kopf) für 990Euro da. Alles andere waren wohl TN-Panels.


    Ob TN- oder nicht TN-Panel hat nichts mit dem Farbraum zu tun.


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    Könnte schon sein, dass dieser Eizo also so seinen erweiterten Farbraum zeigt bei sRGB-Material und ohne Farbmanagement. Ich denke aber, dass man die Sättigung vielleicht etwas runterregeln könnte und so den Effekt abmildern könnte, um mit einem solchen WG-Display Leben zu können.


    Verwechselst Du das nun nicht ein wenig mit TV-Geräten, bei denen man die Sättigung per Regler verändern kann?
    Und selbst wenn Du nun planst die Werte der "knalligsten" Grundfarben herunterzuschrauben, so lass Dich vorher warnen: Das kann (nunja, nicht unbedingt beim NEC, der hat ja große LUTs) zu starkem Banding führen oder andere negative Effekte auslösen.
    Zum Bleistift verändert es den Weißpunkt. Schraubst Du also wie ein Weltmeister Rot und Grün runter, dann wirst Du bei einem sehr bläulichen Weiß landen. Schraubst Du alle drei Kanäle runter, dann wird u.U. nicht der Farbraum kleiner, sondern nur die Helligkeit geringer und zusätzlich reduzierst Du den übriggebliebenen Spielraum für die Farbabstufungen, da Du so ja bereits die Maximalwerte der LUTs begrenzt.


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    Eigentlich waren die Farben auf dem Eizo gegen viele danebenstehende Samsung-Displays (wahrscheinlich TN?) kräftiger und leuchtender.


    Bedenke bei diesem Vergleich:
    Vermutlich waren alle Displays auf ihre Werkseinstellungen eingestellt. Also maximale Helligkeit. Der, der dann am hellsten leuchtet, wirkt genau so, wie Du es beschreibst. Das hat aber überhaupt nichts mit korrekter Farbwiedergabe oder irgendeinem Qualitätsmerkmal zu tun.


    Mein Monitor würde bei seinen jetzigen Einstellungen im direkten Vergleich vermutlich total verblasst und viel zu dunkel wirken.
    Allerdings auch relativ ausgewogen und neutral.
    Bei der Wiedergabe eines Films, vor allem wenn er schon ein älteres Datum hat und daher die Farben eh etwas merkwürdig sind, wären Hauttöne aber wohl zu kräftig und würden somit leicht rotstichig wirken.
    Dagegen säh ein schlecht eingestellter Billigmonitor mit einem Weißpunkt von 7000K geradezu toll aus. Die Farben würden auch "frischer" wirken (durch den kühleren Weißpunkt).


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    Wenn man diese Farben nun via Farbmanagement in den Griff bekommt, ist das schon ein glasklarer Qualitätsunterschied für einen WideGammut-Monitor. Das Rot in den Windowsicons leuchtete zwar auch ganz schön stark (fast schon neonrot), aber daran kann man sich gewöhnen. Igendwann in 3 Jahren vielleicht, wirds dann vielleicht auch mal endlich nen Betriebssystem (Windows7?) mit Onboardfarbmanagement geben.


    Nunja, in Vista bzw Server 2008 ist bereits eins verbaut, ich kann die Funktionalität bisher nur nicht nachvollziehen. *g* Wäre schön, wenn das einfach funktionieren würde. Gerade für Anwendungen, bei denen man ein schönes Bild haben möchte, die aber kein Farbmanagement unterstützen (Programme für TV-Karten z.B.)


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    Eine zusätzliche Motivation in Richtung Farbmanagement habe ich heute Erhalten, als ich eine große Bestellung von 500 Fotoabzügen (LidlFoto) abgeholt habe. Die Farben auf den Fotos stimmen ja überhaupt nicht, die weichen ja teilweise extrem ab!


    Tja, dann kannst Du nun auch noch nach Kolorimetern und passender Software ausschau halten. ;)

  • Quote

    Tja, dann kannst Du nun auch noch nach Kolorimetern und passender Software ausschau halten.


    Aber was nützt ihm das, wenn er die Bilder bei Lidl abziehen lässt?! Andererseits: Ich glaube, es gibt bei Rossmann oder Schlecker (irgendwo hatte ich das schonmal gesehen) die Möglichkeit, explizit eine eventuelle automatische "Optimierung" abzulehnen. Ansonsten ist da Hopfen und Malz verloren.


    Was das Entsättigen betrifft, da hat der NEC (und auch andere Monitore) ja neben der reinen RGB-Farbsteuerung auch die Möglichkeit der 6-Achsen-Farbkontrolle und separater Sättigungssteuerung. Benutze ich natürlich nie, weils mir die Kalibration versauen würde, aber prinzipiell kann man da separat an 6 Farbtönen herumdrehen. Allerdings kann man, zumindest beim NEC, das mit dem Desaturieren des erweitereten Farbraums knicken, da man die Farben gar nicht derartig entsättigen kann. Ob das alles sich ungünstig auf den Farbraum auswirkt, weiß ich nicht. Die Änderungen werden ja immerhin Monitorintern durchgeführt. Wenn man den Bildschirm hardwarekalibriert, ist das alles ohnehin nicht gangbar, weil man beim Switchen zu einem solchen Preset (ich weiß gerade nicht genau, ob man all diese Werte in einem Preset speichern kann) die Kalibration womöglich vermurkst. Ich traue dem Ganzen nicht zu, dass der kalibrierte Zustand adhoc – also ohne Neukalibration – wieder hergestellt werden kann. Hast Du da Erfahrungswerte, Ghostrider?

  • Man kann die Kalibrationseinstellungen wieder "einlesen". Sobald man EINE Taste drückt (Also z.B. Helligkeit oder Kontrast verstellt) meckert die Spectraview II Software, daß die Einstellungen falsch sind und bietet dann an, die letzten Kalibrationseinstellungen wiederherzustellen.


    Ich habe allerdings noch nie versucht das Bild möglichst falsch einzustellen, nur um diese Funktion auszuprobieren. ;)

  • lxxl: Es sieht aber recht eindeutig so aus.


    Man könnte außerdem zuvor eine Vergleichsmessung mit z.B. iColor Display machen, dann den Monitor verstellen, zurückstellen, nochmal mit iColor messen.


    Nein, mache ich nicht. *faul bin* :]

  • Das geht leider nicht ganz so einfach. Für die UGRA-Messung braucht man nämlich ein Profil von iColorDisplay – ich denke mal, dass das eine eingebaute Limitierung ist, damit man die Software nicht wie das weitaus teurere separate UGRA-DACT nutzen kann.

  • Wieso UGRA? Wenn, dann würde ich doch lieber einen einfachen Vergleich zu sRGB oder AdobeRGB machen, bzw mit dem zuvor kalibrierten Profil vergleichen.


    Also: Kalibration mit Spectraview II, Vergleich von Ausgabe zu dem Profil von der Spectraview II Kalibration, Monitor verstellen, Einstellungen zurückspielen, dann wieder der Vergleich zur letzten Kalibration.


    Da interessiert mich der UGRA-Test doch nicht.

  • Du meinst, einfach eine komplette Softwarekalibration durchführen, bzw. zweimal – einmal vor dem Switchen und einmal nach dem Zurückswitchen? Ja, das müsste eigentlich funktionieren.

  • Nö...


    Meeeensch, schreibe ich denn so undeutlich?


    1. Hardwarekalibration mit Spectraview-Profiler. Dabei wird auch ein Farbprofil erstellt.


    2. "Profiltest" von iColor Display (Also Vergleich zwischen Bildschirmausgabe und den Daten im Profil durchführen)


    3. Monitor falsch einstellen.


    4. Mit Spectraview wieder die Einstellungen der Hardwarekalibration aus Punkt 1 in den Monitor laden.


    5. Punkt 2 wiederholen und die Ergebnisse vergleichen.



    Softwarekalibrationen bringen ja nix - Du willst ja nichts manuell verstellen, Du willst nur gucken, ob sich die Ausgabe nach "Punkt 4" im Vergleich zu "Punkt 1" verändert hat, obwohl wieder die Einstellungen der Hardwarekalibration aus "Punkt 1" in den Monitor eingelesen wurden.

  • Quote

    2. "Profiltest" von iColor Display (Also Vergleich zwischen Bildschirmausgabe und den Daten im Profil durchführen)


    Bist Du Dir sicher, dass das so geht bzw. dass die Software mit einem Non-iColor-Display-Profil etwas anfangen kann? Naja, ich kann es ja bei Zeiten einfach mal ausprobieren ...

  • Ja.


    So werden auch alle Profilvergleiche in den Testberichten hier erstellt. Standard sRGB- und standard AdobeRGB-Profile sind ja auch nicht von Quato bzw. deren Software erstellt worden. ;)


    Wie die Software allerdings auf v4 Farbprofile reagiert, weiß ich nicht.

  • Hallo Forum!


    Nun habe ich auch noch eine Frage zur Kalibrierung, bzw. zum Farbmanagement. Bin etwas "durcheinander".


    Der Workflow ist:
    Fotografieren => Bearbeiten (PS) => Im Internet veröffentlichen


    - Die Kamera (Nikon D70s) habe ich auf AdobeRGB gestellt.
    - Der 2690 ist hardware kalibriert
    - in PS ist der Arbeitsfarbraum AdobeRGB eingestellt


    Aber wie speichere ich das Bild am sinnvollsten? Sollte ich vorher in sRGB konvertieren (bzw. im Dialog für Web/Geräte speichern die Option in sRGB konvertieren einschalten?)


    Weiter bietet der Speicher-Dialog ja noch den Schalter ICC Profil - soll das eingebettet werden, oder nicht?


    Wenn ich die Bilder bei mir mit Irfanview (welches kein CM unterstützt) anschaue, dann kommt dem Bild in PS und dem dortigen Arbeitsfarbraum am nächsten, wenn ich ein ICC-Profil einbette - aber KEIN sRGB konvertiere....
    Ist ja eigentlich noch logisch - aber wie ist es für die "Masse" am besten, welche an ihren Monitoren wohl eher am sRGB Farbraum orientiert sind, als am Adobe RGB?


    Hoffe, ihr versteht, was ich meine... habe da grad einen Knopf und ausser nem Laptop auch kein Monitor, wo ich ein paar Tests fahren könnte.. und Laptops eignen sich ja ned gerade besonders gut...


    mfG
    Felix

  • Es tut sich just wieder was bei NEC.


    Eine neue Version wird ab 20. November released. Der LCD2690WUXi2 mit auf Erhöhung der Farbraumabdeckung von 93.8% auf 97.5% des AbobeRGB-Farbraumes. Einer Kontraststeigerung von 800:1 auf 1000:1 bei gleichzeitiger Helligkeitsminimierung von 400cd/m² auf 320cd/m².




    Vielleicht rutscht nun der Preis der bisherigen Version ab oder der neue kommt zum gleichen Preis?

  • Hallo Forumsmitglieder,

    ich besitze einen NEC 2690 (kein Spectraview) den ich gerne kalibrieren möchte. Dieser Monitor lässt sich nicht dauerhaft im Menü auf die Spectraview Ausführung umschalten. Da ich aber die Spectrasoftware von einem anderen Gerät habe, würde ich gerne Wissen, ob ich mittels dieser Software und meinem Gretag Macbeth EyeOne Display diesen kalibrieren kann. Da auch hardwareseitig durch das Programm Änderungen vorgenommen werden bin ich mir nicht sicher, ob die Hardwareeinstellungen auch nach einem Ausschalten des Monitors noch vorhanden sind.


    Wer weiß Bescheid?


    Gruß


    Tom

  • Wenn Du den Monitor nicht im OSD umschalten kannst, dann kannst Du ihn auch nicht Hardwareseitig mit der Profiler 4 Software kalibrieren. Softwareseitig natürlich trotzdem, dann jedoch eben nicht so gut, wie es hardwareseitig der Fall wäre.