Eizo Foris FS2332-BK: Besser als der Vorgänger aber leider ohne Höhenverstellung (Prad.de)

  • Hallo Forum.
    Bewegt vom Testbericht hier hatte ich mir den FS2332 auch zugelegt. Bin Notebook-User. Und habe HDMI und D-SUB Ausgänge. Leider wird die DDC/CI nicht aufm HDMI-Eingang des Monitors unterstützt. Wäre der HDMI(M)_zu_DVI-D(M) Kabel denn eine Lösung, um DDC/CI und somit Farbkalibrierung benutzen zu können?

  • Hallo!


    Kann jemand einen Vergleich mit dem EV2333 aufstellen? Mich würde mal interessieren inwieweit die sich voneinander unterscheiden...
    und zwar hinsichtlich dem Verhalten das für einen Spieler und Hobbyfotografen relevant ist. Der EV2333 bietet ja scheinbar out of the box
    schon ein super Ergebnis und der 2332 muss erst noch kalibriert werden, hat aber eine Kalibriergerät beiliegen, was auch ziemlich praktisch ist.
    Letzterer kostet aber auch doppelt so viel, da frage ich mich ob das sein muss?

  • Das dem 2332 beiliegende Kalibriergerät kostet solo knapp 200€. Wenn man die von Preis des 2332 abzeiht, relativiert sich der Unterschied zum 2333 deutlich. Ich würde sagen, wenn man kalibriert arbeiten will oder muß und auch noch Hardware-Kalibrieren will, was wohl nur mit dem EIZO Easypix geht, kann man zu 2332 greifen. Ansonsten zum 2333.


    Das mit dem "ist out of the box" kalibriert und "muß erst kalibriert werden" ist so eine Sache: Wenn man's genau nimmt, muß man jeden Monitor kalibrieren, und zwar nicht nur einmal, sondern regelmäßig (Alterungseffekte). Wenn man's nicht so genau nimmt, kann man's sein lassen. Ich fand, der 2332 hat auch unkalibriert im RGB-Modus für's ungeschulte Auge verdammt farbecht ausgeschaut, wenn ich einen Referenzdruck daneben gehalten habe. Insbesondere im Vergleich zu meinem 5 Jahre alten relativ einfachen 19 Zoller...


    Auch soll es Leute geben, die mit PVA besser als mit IPS-Panels klarkommen und mit CCFL-Backlight besser als mit LED. Beides spräche dann für den 2333. Weiterer Vorteil des 2332: Das IPS-Panel ist schneller, wichtig für (Hardcore-)Games.


    Fazit: Als Spieler mit Highspeedansprüchen und Hobbyfotograf mit hohen Farbtreueansprüchen würde ich eher zum 2332 greifen und die 200€ fürs Kalibriergerät geistig vom Kaufpreis für den Monitor abzeihen (wichtig für die Investitionspsychologie... :-)

  • Quote

    wenn man kalibriert arbeiten will oder muß und auch noch Hardware-Kalibrieren will, was wohl nur mit dem EIZO Easypix geht, kann man zu 2332 greifen. Ansonsten zum 2333.



    EasyPix setzt nicht die "klassische" Hardwarekalibration um, sondern den ersten Teil einer Softwarekalibration, in der der User mit Bordmitteln (also in Hardware - daher die Nomenklatur) versucht, den Kalibrationszielen so nah wie möglich zu kommen. Dieser Schritt wird bei EasyPix automatisiert durchgeführt. Im Gegensatz zu einer Softwarekalibration wird der zweite Schritt, d.h. die aufsetzenden Korrekturen über die Grafikkarten-LUT, weggelassen. Es finden aber auch keine weiteren Korrekturen in der Monitor-LUT statt. Man ist dementsprechend darauf angewiesen, dass der Bildschirm schon mit Bordmitteln die gewünschten Neutralitäts- und Gradationseigenschaften erreicht. Im dritten (bzw. hier dann zweiten) Schritt wird eine Profilierung durchgeführt.


    Insofern ist EasyPix kein "must have". Ich empfehle eher eine "normale" Softwarekalibration, die bei den für diese Preisklasse hervorragenden Neutralitätseigenschaften und recht umfangreichen Bordmitteln gute Ergebnisse erzielt. Im Preisbereich um 200 Euro bietet sich das Quato Silver Haze Pro Bundle an. Die ganz ambitionierten Nutzer können zur CG-Reihe mit Color Navigator greifen. Die implementieren dann eine umfangreiche Hardwarekalibration. In der neuesten Version wurde auch einer der wenigen Kritikpunkte beseitigt.


    Die Unterschiede zwischen FS2332 und EV2335 sind übrigens größer als zwischen FS2331 und EV2333, auch wenn die Kombinationen jeweils das gleiche Panel einsetzen. Mehr dazu im kommenden Testbericht.


    Gruß


    Denis

  • Hallo,




    hab mir das gute Stück auch gerade gekauft. Allerdings krieg ich ums Verrecken den Kalibrierungsvorgang nicht hin. Wie es scheint wegen mangelndem DDC/CI Support der aktuellen nvidia Treiber, kann das sein? EasyPix sagt mir nur immer das kein passender Bildschirm zu finden wäre. Beim Monitor ist es eingeschaltet, und die Grafikkarte (560ti) sollte es auch können, beide sind verbunden über DVI. USB Verbindung ist ja leider nicht möglich.




    Ich habe mal ein Foto von einem schwarzen Bild bei 75% Helligkeit gemacht. Die Ecken leuchten etwas mehr als es auf dem Foto den Anschein hat, ist das dieses IPS Glow? Oder hab ich ein schlechtes Modell erwischt?

  • Quote

    Die Unterschiede zwischen FS2332 und EV2335 sind übrigens größer als zwischen FS2331 und EV2333, auch wenn die Kombinationen jeweils das gleiche Panel einsetzen. Mehr dazu im kommenden Testbericht.

    Wäre der EV2335 dann evtl besser geeignet für EBV+ Zocken als der FS2332?


    Derzeit ist der Monitorjungle wirklich schwer zu durchschauen. Als ich vor einigen Jahren meinen erste gescheiten TFT gekauft hatte (S1931) fiel mir die Wahl deutlich leichter. Heute gibt es irgendwie keinen so guten Allrounder mehr? Wobei der FS2332 zumindest der bessere Gamingmonitor wäre.


    Eine Frage hätte ich noch:
    Viele Leute schreiben, dass sie ein Problem mit einem "flackernden Bild" durch LED Backlights bei niedriger Helligkeit haben. Inwiefern ist denn dieses Thema ernst zu nehmen? Am Notebook (Macbook Pro) habe ich auch keinerlei Probleme, auch wenn ich die Helligkeit auf die niedrigste Stufe absenke.

  • Hallo,


    hab mir das gute Stück auch gerade gekauft. Allerdings krieg ich ums Verrecken den Kalibrierungsvorgang nicht hin. Wie es scheint wegen mangelndem DDC/CI Support der aktuellen nvidia Treiber, kann das sein? EasyPix sagt mir nur immer das kein passender Bildschirm zu finden wäre. Beim Monitor ist es eingeschaltet, und die Grafikkarte (560ti) sollte es auch können, beide sind verbunden über DVI. USB Verbindung ist ja leider nicht möglich.


    Statt nach einem passenden Treiber zu fahnden hätt ich einfach Easypix updaten sollen, nun ja. Kalibrierung läuft jetzt.


  • Danke Denis für die Klarstellung, das war mir so nicht bewusst.

  • xTr3Me
    Zum Thema PWM-Flimmern: Nach dem, was in den Weiten des Netzes zu lesen ist, gab es eine ganze Reihe von Beschwerden bei den ersten MacBooks mit LED-Hintergrundbeleuchtung, mit der Folge, dass Apple bei neueren Modellen nicht auf PWM zur Helligkeitssteuerung setzt. Selbst habe ich zwar kein MacBook, aber ein iPad und den Eizo FS2332. Beim "Fingertest" zeigt der Eizo, nicht aber das iPad, bei vermiderter Helligkeit den für PWM typischen Stroboskopeffekt. Nun nehme ich weder bewußt ein Flimmern wahr, noch bekomme ich Kopfschmerzen oder ermüde schnell, wenn aber das iPad direkt neben den Eizo gehalten wird, erscheint das Bild von letzterem ein wenig unruhiger. Das Phänomen sollte ernst genommem werden, gerade weil es an der Grenze zu Wahrnehmung angesiedelt ist. Schließlich ist die Kombination LCD/LED-Hintergrundbeleuchtung prinzipiell flimmerfrei, und es wird Gründe geben, warum die Lektüre längerer Texte weiterhin ermüdungsfreier auf Papier oder Bildschirmen mit elektronischer Tinte möglich ist.

  • Na super, da bringt ein Hersteller einen prinzipiell sehr guten Bildschirm raus und ein KO Kriterium ist trotzdem vorhanden.
    Ich frage mich ob man dieses Manko in späteren Versionen beseitigt..

  • Es kommt hier halt wie beim Betriebsgeräusch sehr auf die Empfindlichkeit des Users an. Ich kann sagen dass ich schon viele Monitore in unterschiedlichen Preisklassen und mit unterschiedlicher Hintergrundbeleuchtung und Panel gesehen habe und ein Flimmern ist mir noch nie aufgefallen. Ich scheine hier total unempfindlich zu sein. Allerdings musste ich zu CRT Zeiten die Frequenz zumindest auf 75 Hz stellen. 60 Hz ging gar nicht, hat aber damals auch genug User gegeben denen 60 Hz ausreichend "schnell" war.


    Ich persönlich bin der Meinung dass man sich auch viel einreden (lassen) kann. Die Macht der Suggestion sozusagen :)

  • Tatsächlich finde ich auch, dass das Lesen auf dem iPad extrem angenehm ist und besser als auf manchem PC Monitor. Dafuer spiegelt das iPad Display eben. Die Antiglareschicht kann aber auch durchaus störend wirken. Dennoch entscheiden sich die meisten PC Nutzer am Arbeitsplatz für entspiegelte Schirme.


    Der Eizo 2315 hat laut Prad eine PWM Frequenz von 100Hz, weniger als viele andere. Evtl. ist das ja beim 2332 und 2335 auch so. Ich denke aber auch, dass man da die Einbildung nicht unterschätzen darf. Den Stroboskopeffekt sieht jeder bei 100 Hz. Ein Flackern nehmen bewusst dennoch nur ganz wenige junge Menschen wahr. Soweit die Theorie...

  • Ich hab den 2332 jetzt mal bestellt und werde mir den selbst mal anschauen. Wenn mir etwas
    auffällt wenn ich ihn länger benutze, dann muss ich ihn eben zurück schicken.

  • Quote

    Wäre der EV2335 dann evtl besser geeignet für EBV+ Zocken als der FS2332?


    Da will ich dem Test nicht vorgreifen, zumal er noch nicht ganz fertiggestellt ist :-).


    Gruß


    Denis

  • Zum PWM-Flimmern: Mir war dieses Thema überhaupt nicht bekannt und ich benutze auch ohne Probleme einen Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung (von Philips). Nach wenigen Minuten vor meinem neuen Eizo FS2332 bekam ich allerdings reproduzierbar Kopfschmerzen. Erst dachte ich, der Monitor wäre zu hell eingestellt, doch ein Versuch einen Tag später mit deutlich reduzierter Helligkeit führte wieder in kürzester Zeit zu Kopfschmerzen. So etwas hatte ich noch nicht mal bei einem 50 Hz CRT-Monitor erlebt (da dauerte es einige Stunden).


    Um keine Missverständnisse aukommen zu lassen: Ich konnte einen CRT mit 50 oder 60Hz auf den ersten Blick als flimmernd identifizieren (und auch den Unterschied zwischen 75 Hz und 100 Hz konnte ich im direkten Vergleich meistens erkennen). Das geht beim Eizo FS2332 nicht, das Bild flimmert nicht wie ein CRT. Beim "Fingertest" kann ich allerdings deutlich klare Konturen sehen.


    Ich kann mir das nur so erklären: Beim "Fingertest" wedelt man mit der Hand vor dem Bildschirm, normalerweise bewegen sich dagegen die Augen beim Lesen über den Monitor. Und genau hier, wenn das Auge von einem Punkt zum nächsten springt, sind für mich wieder "flimmernde" Konturen des Bildschirminhalts erkennbar.


    Den FS2332 musste ich daher wieder zurückschicken. ;(

  • PWM Flimmern... Ich glaube, das kann von Gerät zu Gerät vom gleichen Model unterschiedlich sein. Ich wette, dass von 10 Eizo 2332 jeder etwas verschieden ist, was auch die Hintergrundbeleuchtung (PWM) betrifft.

  • Schade das niemand mehr auf mein gepostetes Bild geantwort hat, ob die leuchtenden Ecken so normal sind oder nur bei meinem Modell so auftreten.
    Meiner Meinung nach sieht es so aus als würden links und rechts vor dem Monitor 2 Lampen auf dem Tisch stehen die den Monitor schräg anleuchten. Die Aufhellung ist (blickwinkelabhängig) in den unteren Ecken so dermaßen stark dass man sie selbst bei farbigen, bewegten Bildern mehr als deutlich wahrnimmt (selbst bei Games sofort, von Filmen ganz zu schweigen).
    Unter anderem dadurch ist der Schwarzwert des Monitors absolut lachhaft schlecht. Selbst ohne die strahlenden Ecken leuchtet der Eizo selbst bei 50% Helligkeit noch ungemein.


    Ich hab ihn jedenfalls wieder zurückgegeben, für den Preis war der Bildeindruck grottig schlecht.

  • Hoggie
    Die blickwinkelabhängigen Aufhellungen (das Schimmern) sind ein charakteristisches Merkmal von IPS-Panel. Der Schwarzwert des Eizo ist mit maximal 0,31 cd/m² sehr niedrig, aber ein wirklich tiefes Schwarz können weder Flüssigkristall- noch Plasmabildschirme darstellen, dazu sind nur die alte Röhre und die OLED-Technik fähig.

  • Die hellen Ecken sind normal. Neige denen Schirm etwas weiter nach hinten, dann wird es besser. Mir persönlich fällt das nur auf wenn ich einen schwarzen Bildschirm vor mir habe, oder wenn ich explizit darauf achte. Das ist meiner Meinung nach der EINZIGE Kritikpunkt am FS2332. Das Flimmern kann ich im "Handtest" zwar "feststellen", aber in der Praxis merke ich davon rein gar nichts.


    Ich habe noch mal eine Frage an die Profis:
    Soweit ich das verstanden habe, erzeugt das beim FS2332 beigelegte EasyPix Bundle lediglich eine Kalibrierung, dh eine Optimierung des Bildschirms in dessen "Hardwareeinstellungen". DH die eigentliche, wichtige Profilierung bleibt aus. Allerdings erzeugt EasyPix bei mir doch ein Profil (Dateiname targetxxirgendwas) und hinterlegt dieses in den Einstellungen von Windows 7 als Monitorprofil!
    Führt das EasyPix Bundle dann doch eine Profilierung durch oder welchen Zweck hat dieses Monitorprofil :?: