Flimmerndes Backlight – nur ein Mythos?

  • Seit einigen Monaten wird bei jedem neuen Monitor das Backlight durchgemessen - das gibt es weltweit einzig und allein bei Prad. Dafür habe ich sogar eine spezielle Messprozedur entwickelt, die neben der Frequenz auch die nicht minder wichtige Tastrate erfasst (Hintergründe in der Reportage "Flimmerndes Backlight – nur ein Mythos?").


    Ergebnis bislang: nur 1 Gerät mit Constant Current (HP ZR2740w), alle anderen hatten PWM, allerdings mit teilweise sehr unterschiedlichen Messwerten bei Frequenz und Tastrate.


    Wegen der Vorlaufzeit vom Labor bis zur Veröffentlichung stehen die meisten Berichte mit Backlight-Test im Augenblick noch im Preview-Bereich. Frei zu sehen sind bislang drei, bald werden es Dutzende sein :) Wer also gern das Ergebnis eines aktuellen Gerätes wissen möchte, schaut erst bei den freien Berichten nach, dann in den Preview-Bereich und schließlich in die Test-Warteschlange im Vorschlags-Thread. Und was dort nicht steht, kann man ja selber vorschlagen.

  • Das ist tatsächlich einzigartig und ich muss sagen, ich bin darüber nicht überrascht. Schon vor vielen Jahren habe ich durch Zufall prads Testberichte gelesen und war sehr überrascht, wie technisch detailliert die Berichte sind. Dass jetzt sogar noch ganz neue selbstentwickelte Testmethoden verwendet werden, ist wirklich herausragend.


    Den großen HP werde ich mir jetzt erst mal bestellen und hoffe, dass mich das IPS Glitzern sowie die manuelle Helligkeitseinstellung nicht stören.

  • flask   imo
    Nochmals Herzlichen Dank Eure Aufgeschlossenheit & Bemühungen worauf der HP ZR2740w seit 2 Tagen mit einer positiven Zwischenbilanz beim mir in Betrieb steht. Die in Euren Tests geäusserten Vorbehalte (Note: befriedigend) sind gut nachzuvollziehen, insbesondere wenn vorher der brilliante, weit anpassbare und erst noch günstigere Eizo EV2333 auf dem Tisch stand, der leider nach spätestens 10 Min bereits erstes Augenbrennen erzeugt - vermutlich wegen seinem Röhren-Backlight(?)
    Obwohl der HP ZR2740w in der extremen nativen Auflösung gut bis sehr gut rüberkommt (die erwähnte Alternative 1’920X1080 kann schärfemässig nicht wirklich überzeugen) nimmt er, wegen nicht vorhandenen Einstellmöglichkeit allen Monitor-Bildoptimierer-Freaks ihr Spielfeld und kann daher für sie nur eine Übergangslösung sein. Mit seiner Wärmeentwicklung erklärt sich der erhöhte Stromverbrauch. Er ist einfach in Betrieb zu bringen, das beigelegt DVI-Kabel sollte verwendet werden. Etwas störend ist die Trägheit der Helligkeitknöpfe +/-: einige Sekunden muss vorgedrückt werden bevor sich die Helligkeit bewegt. Unten links im Bild ist eine leichte Verdunklung auszumachen in der Art eines „liegenden Stammes“. Das IPS empfinde ich nicht als glitzernd, kommt jedoch nicht ganz an die Hochwertigkeit eines Eizo EV2333w PVA heran, obwohl sein Bild bei hochauflösenden Bildern beindruckend ist. Augenproblematiker sollten vielleicht eher einen kleineren Bildschirm nutzen, da dadurch auch die Lichtquelle kleiner (?)


    Erstellen einer Flimmer-Monitor/Notebook-Datenbank


    Sollte das Messverfahren nicht kompliziert sein bin ich gerne bereit in meinem Kreis und falls praktikabel auch in Verkaufsgeschäften kostenlos Messungen durchzuführen, auch von Prad nicht getestete Monitoren/Notebooks. Optimalerweise wären die Werte auf Eurer Website mittels einer Maske einzugeben, die Datenbank für Eure Leserschaft abrufbar, was Neues Interesse an Prad generieren würde; insbesondere, falls auch das Flimmern von Notebooks aufgeführt würde. Der Besucher kommt wegen flimmerfreien Notebooks, lernt Eure Tests kennen und bestellt i.d.F. über einen Link einen Monitor [Crossmarketing]. Oder ein flimmerfreies Notebook falls Link zum Händler gesetzt.
    Wünschenswert, wenn sich mit der Zeit das Kriterium ’flimmerschwach’ oder ‚augenschonend’ oder ähnlich in Eurer Suchmaske vorfinden würde. Bei ‚augenschonend’ wären dann evtl noch weitere Kriterien von Belang, wie u.a. Helligkeit unter 60, was Ihr besser zu beurteilen wisst.


    ? Gibt es bei OLED dieselbe Problematik? Sind bald flimmerfreie Backlight-Technologien zu erwarten ?
    Wenn bei voll aufgestellter Helligkeit
    bei LED kein Flimmer entsteht, kommen vielleicht schon bald die leuchtschwachen Notebooks besser weg, da diese meist auf voller Helligkeitbetrieben werden müssen...

  • Bei dem Test habe ich bei den kleinen Kästchen 4a und 4b flickern und bei den großen bei fast allen feinmaschigen. Allerdings ist mir in meinen 4 Jahren mit dem HP w2408h nie ein flimmern von Bildinhalten aufgefallen.

  • Kann nicht mehr editieren, deshalb hier ein Nachtrag. Habe mittlerweile einen S27A850D und der zeigt nur beim großen 7b Bild flimmern. Alle kleinen und die anderen großen sind flimmerfrei.

  • Das Flimmern, das man mit diesen Tests bei Lagom erzeugen kann, hat einen ganz anderen technischen Hintergrund und überhaupt gar nichts mit dem Backlight zu tun - also bitte nicht verwechseln.


    Diese Tests machen das sogenannte Inversionsmuster sichtbar, das jeder LCD-Monitor hat. Es gibt davon im wesentlichen 8 verschiedene, soweit ich weiß. Jedes Muster stellt einfach nur eine bestimmte mögliche Bauart dar, deshalb ist es auch egal, welches Muster flimmert: das zeigt euch nur die Bauart eures Panels, aber keine besondere Empfindlichkeit oder sowas.


    Außerdem hat das Inversionsflimmern immer die halbe Bildfrequenz, daher werden die allermeisten Panels mit niedrigen 30 Hz flimmern. Das ist - anders als beim Backlight - sehr offensichtlich und eher für Epileptiker gefährlich. Störend ist es natürlich für alle anderen auch.

  • Hi zusammen, mich würde interessieren, ob jemand zwischenzeitlich ein Gerät gefunden hat, dass keine Beschwerden mehr hervorruft? Ich bin eigentlich hin und weg von meinem foris 2332... aber leider abene Augen und Kopfweh (Hilfe!!! Brauche einen Monitor wie der Eizo Foris FS2332-BK nur ohne IPS-Panel)


    Hab mal gehört, dass der Foris 2333 kein PWM nutzt, stimmt das? Der ZR2740w ist mir glaub zu groß. Macht das Probleme bei Spielen bugl. der Auflösung?

  • Hi zusammen, mich würde interessieren, ob jemand zwischenzeitlich ein Gerät gefunden hat, dass keine Beschwerden mehr hervorruft? Ich bin eigentlich hin und weg von meinem foris 2332... aber leider abene Augen und Kopfweh (Hilfe!!! Brauche einen Monitor wie der Eizo Foris FS2332-BK nur ohne IPS-Panel)


    Hab mal gehört, dass der Foris 2333 kein PWM nutzt, stimmt das? Der ZR2740w ist mir glaub zu groß. Macht das Probleme bei Spielen bugl. der Auflösung?

    Bin derjenige der seit Jahren Augenprobleme hat. Konnte mich plötzlich erinnern, dass bei einem meiner vormaligen Monitore die Hz-Zahl auf zwei Werte eingestellt werden konnte: auf 60 Hz auf auf circa 74 Hz (irgendwo wenig über 70). Bei der höheren Hz-Zahl hatte ich deutlich später und weniger starke Augenschmerzen. Wenn plötzlich die Augen viel früher schmerzten als üblicherweise (ich wurde dann auch öfters auf die Rötung meiner Augen angesprochen) wurde die Hz-Zahl kontrolliert. Und siehe da, sie war auf 60 Hz runtergerutscht (hat sich aus unerfindlichen Gründen selbstständig auf den unteren Wert geändert - evtl beim update des Graphikkarten-Treibers (?) - unklar).
    Kürzlich Notebook angeschafft mit permanent 120 Hz - auch im 2D-Betrieb. Und .... es geht besser. Die Testzeit ist jedoch noch etwas kurz für ein abschliessendes Urteil. Vermute, dass bei "augenschonend" mehrere Faktoren mitspielen, so auch das Backlight-Flimmern. Bei Kopfschmerzen evtl Sehschärfe (der Augen) überprüfen lassen > Brille.
    Der HP ZR2740w hatte ich 10 Tage zuhause: für Augenproblematiker nicht wirklich zu empfehlen. Je grösser der Bildschirm desto grösser & stärker die Menge an Licht. Zudem kann ihr schlechter ausgewichen werden z.B. durch regelmässigen Blick neben die Lichtquelle.¨
    Meld Dich wenn Du Erkenntnisse machst !

  • Frage zur PWM...


    Wenn ich bei meinem Monitor die Kamera kurz nach dem einschalten vor den Monitor halte dann sehe ich langsame von unten nach oben wandernde senkrechte Streifen.


    Aber wenn ich dann nach ca. 1 Stunde die Kamera nochmals hinhalte und auf das Kamerabild schaue, dann fliegen die Streifen nur so von unten nach oben.


    Es ist aber unterschiedlich, es gibt Tage an dem die Streifen schneller sind, folglich mehr Augenweh/Kopfschmerzen/Unkonzentriertheit.
    Und dann gibt es wieder Tage an denen die Streifen langsamer sind, wodurch ich mich wohler fühle.


    Kann es auch sein, dass die "Strom-Zufuhr-Qualität" in gewissen Regionen die PWM-Steuerung beeinflusst, weil die Streifen nicht immer gleich schnell sind?
    -> An meinen Stromanschluss am Haus kann es eigentlich nicht liegen, da dieser erst 12 Jahre alt ist , mit FI-Schalter.


    Dieses PWM-Zeugs, ja so nenne ich das Klumpat, weil es mein Wohlbefinden am PC stört und meinen Augen schadet, egal ob es dazu eine Studie gibt oder nicht 8| . :) Ich bin deswegen absolut feindlich gegen dieses PWM gestimmt, da ich auch weiß, dass es anders, eben augenschonender geht und es solche Geräte bereits gegeben hat!

  • gibt es vergleichbare Geräte zu dem HP ZR2740w auch im 24 Zoll Bereich?


    ich habe wirklich Mühe mit vielen Monitoren
    mein TFT Eizo ist im Umzugscontainer


    so kann man einfach nicht arbeiten

  • Technisch gesehen wäre es doch sehr einfach, die PWM-modulierte Spannung mit einem RC-Glied zu glätten (alternativ mit einer Spule ...). Oder etwa nicht? Warum macht das kaum ein Hersteller?

  • Technisch gesehen wäre es doch sehr einfach, die PWM-modulierte Spannung mit einem RC-Glied zu glätten (alternativ mit einer Spule ...). Oder etwa nicht? Warum macht das kaum ein Hersteller?


    Das kommt auf das gleiche heraus wie die Regelung über den Strom. Die LED verändert mit dem Strom die Lichtfarbe. Und offenbar haben die Hersteller keine Lust das zu kompensieren, bzw. müssten Einschränkungen in der Bildqualität in kauf nehmen.
    Ob es allerdings dermassen ins Gewicht fällt, weiss ich nicht. Man könnte einen Kondensator parallel schalten und gucken wie sich das Bild verändert. Leider (Oder zum Glück? :-) habe ich keinen Bildschirm mit PWM-LED-Backlight und auch keine Infrastruktur um das Bild auszumessen.


  • Das kommt auf das gleiche heraus wie die Regelung über den Strom. Die LED verändert mit dem Strom die Lichtfarbe. Und offenbar haben die Hersteller keine Lust das zu kompensieren, bzw. müssten Einschränkungen in der Bildqualität in kauf nehmen.
    Ob es allerdings dermassen ins Gewicht fällt, weiss ich nicht. Man könnte einen Kondensator parallel schalten und gucken wie sich das Bild verändert. Leider (Oder zum Glück? :-) habe ich keinen Bildschirm mit PWM-LED-Backlight und auch keine Infrastruktur um das Bild auszumessen.


    Stimmt, das habe ich nicht bedacht. Es gibt aber LED-Bauarten, die einen rel. geringen Shift haben. Jedoch weiß ich nicht, ob die teurer sind als die üblicherweise verwendeten LEDs. Daneben gäbe es ja, wie du sagst, die Möglichkeit des Ausgleichs. Aber ja, solange der Bruchteil der empfindlichen Verbraucher zu gering ist, wir sich da auch nichts tun.


    Was spricht dagegen, diese Frequenq von 240 auf z.B. 1000Hz zu ändern?

  • Was spricht dagegen, diese Frequenq von 240 auf z.B. 1000Hz zu ändern?


    Einerseits ein etwas grösserer Aufwand bezüglich der EMV, anderseits bei der Schaltung selber. Aber ob das so in's Gewicht fällt? Es gibt durchaus auch Geräte die das heute schon können.
    Aber aus eigener Erfahrung stehen die Entwickler oft unter Druck jeden Cent zu sparen.
    Sobald die Marketing-Abteilungen realisieren, dass sich mit einer höheren PWM-Frequenz Geld machen lässt, würde das natürlich umgesetzt. Daher schaue ich gespannt auf jeden neuen Testbericht.

  • Für alle Betroffenen - ich mache Inhalte kommender Tests eigentlich ungerne schon vorher publik, aber in diesem Fall mal eine Ausnahme: Der neue Dell U2713HM kommt komplett ohne PWM-Steuerung aus.

  • wie wäre es wenn jmd einfach mal einige ccfl's mit einzustellendem pwm an verschiedene leute verschickt und die ihre ccfl's direkt neben dem monitor aufstellen und testen bei welcher pwm-frequenz es zu problemen kommt?